Häusliche Krankenpflege (Grundpflege)

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tomaetle

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30.01.2006
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Ich habe eine Patientin die nach einem Bruch im Schultergelenk sich nicht selbst anziehen, waschen kann. Nun hat der Arzt eine VO häusliche Krankenpflege ausgestellt mit 2x tgl. Grundpflege (morgens, abends). Die Kasse lehnt nun mit folgender Begürndung ab: Die Gurndpflege/hauswirtschaftliche Versorung kann bewilligt werden, wenn gleichzeitig Behandlungspflege erforderlich ist und durch die häusliche Krankenpfelge eine Krankenhausbehandlung vermieden wird.

Ist das rechtens?

Lt. Gesetz heißt es doch (Versicherte erhalten in ihrem Haushalt oder ihrer Familie neben der ärztlichen Behandlung häusliche Krankenpflege durch geeignete Pflegekräfte, wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist, oder wenn sie durch die häusliche Krankenpflege vermieden oder verkürzt wird. Die häusliche Krankenpflege umfaßt die im Einzelfall erforderliche Grund- und Behandlungspflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung. Der Anspruch besteht bis zu vier Wochen je Krankheitsfall)

Wie kann ich mich (bzw. die Patientin wehren) denn sie kann sich die Pflege so definitv nicht leisten braucht aber die Hilfe.

Wäre super wenn ich bis heut abend eine Lösung hätte.

Lieben Dank schon mal im vorraus :eek:riginal:
 
Qualifikation
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Ambulanter Pflegedienst
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tomaetle

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30.01.2006
88239
Weiß denn niemand ne Lösung oder n Tip? :heul:

Die Frau hat heute sooo geweint weil sie sich uns nicht leisten kann, ohne uns aber sich nicht waschen oder anziehen kann. Es ist klar, dass ich sie wahrscheinlich gratis fahr (jaja ich bin zu gut für diese Welt) aber wenn die Kasse zahlen müsste wärs mir schon lieber. :wink:
 
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Ambulanter Pflegedienst
Griesuh

Griesuh

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Hallo, die von dir genannte Leistung gab es früher einmal in der Form, das alle Kasen bis zu 4 Wochen nach Klinikentlassung eine Krankenhausnachsorge anboten. Leider gibt es diese Leistung per Gesetz nicht mehr, es wurde den Kassen verboten.
Diese Leistung nennt sich jetzt kassensatzungsleistung und ist eine freiwillige Entscheidung der jeweiligen Krankenkasse ( nicht Pfkegekasse).
Krankenkassen können, müssen nicht, in ihre Satzungen diese Leistung mit aufnehmen. Meist bieten dies kleine oder kleinere BKK's an. Die großen Kassen allen voran unsere Lieblingskasse, kennen diese Satzungsleistung grundsätzlich nicht.
Aber vorsicht! Der Begriff lautet:
Satzungsleistung- krankenhausverhinderungs Pflege und nicht krankenhausnachsorge Pflege.
Anders herum ausgedrück, diese Leistung wird nur gewährt, wenn dadurch ein Krankenhausaufenthalt verhindert werden kann und die pflegebedürftige Person keine Pflegestufe hat und die zuständige Krankenkasse dies in ihrer Satzung ausdrücklich aufgenommen hat. War die pflegebedürftige Person schon im Krankenhaus und bedarf anschliesender Pflege wird es schlecht aussehen mit einer Bewilligung durch die Kasse, denn dies ist dann eine Krankenhausnachsorge Pflege.
Deshalb ist in euerem Fall zu klären, ob die Krankenkasse diese freiwilige Satzungsleistung anbietet.
grüße Griesuh
 
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amber11

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17.05.2007
46485
hallo!
wird der zustand auf dauer so bleiben?oder ist absehbar das es besser wird?
wie alt ist sie? hat sie eine ausreichende rente oder bezieht sie sozialhilfe?was hat sie für diagnosen?
wenn man das alles weiß kann man evt. eine alternative finden.
vlg pearcy
 
Qualifikation
exam.AP/PDL
Fachgebiet
Pflegedienstleitung
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tomaetle

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30.01.2006
88239
hallo!
wird der zustand auf dauer so bleiben?oder ist absehbar das es besser wird?
wie alt ist sie? hat sie eine ausreichende rente oder bezieht sie sozialhilfe?was hat sie für diagnosen?
wenn man das alles weiß kann man evt. eine alternative finden.
vlg pearcy
Sie ist 75 und hat eine Humeruskopfraktur. Daher ist der Arm in einer Shclinge und darf nicht bewegt werdne. Deshalb kann die Frau nichts selbst machen. Sobald das abgeheilt ist ist sie vorausschtlich wieder selbstsändig. Rente ist nur knapp 400 € und nu??:blushing:
 
Qualifikation
Altenpfleger/PDL
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
Valentina

Valentina

Aktives Mitglied
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Hallo tomaetle,
Rente ist nur knapp 400 € und nu??
Bei dieser Rentenhöhe würde ich mich an den zuständigen Sozialhilfeträger wenden. Der springt - nach umfassender Prüfung der Vermögensverhältnisse (und das nimmt einige Wochen in Anspruch) - mit der Kostenübernahme meist ein. Die Patientin sollte außerdem trotzdem einen Antrag auf Pflegeversicherung stellen. Wir hatten eine Dame, die wurde nach ihrer Fraktur nicht mehr fit und braucht bis heute jeden Tag Hilfe.
Viel Glück
Valentina :eek:riginal:
 
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Krankenschwester/TQM-Auditorin
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
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amber11

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17.05.2007
46485
Hallö!
Am besten sofort einen Antrag beim zuständigen Amt für Grundsicherung (Sozialamt) stellen mit Hinweis auf Dringlichkeit.Mit den Sachbearbeitern kann man meistens gut reden.Ich denke die Chancen stehen sehr gut das sie die Pflege über den Sozialhilfeträger bezahlt bekommt ( SGB XII ).Es steht ihr zu.
Bis zur Prüfung, es kommt meistens ein Arzt vom Gesundheitsamt raus, kann es etwas dauern.Aber die Kosten werden dann ab Antragstellung übernommen.

vlg pearcy
 
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Pflegedienstleitung
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05.07.2001
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