GuK Härtefall in der Ausbildung

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cutty23

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Hallo,
vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
Ich möchte wissen, was genau die Härtefallregelung bezüglich Fehlzeitenüberschreitung während der Ausbildung ist.
Meine Suche im Internet war bisweilen erfolglos. Ist diese Härtefallregelung gesetzlich festgelegt? (-> Link?) Und woher weiss man wer für einen zuständig ist, wenn man einen Antrag auf Härtefall stellen möchte?

Vielen Dank im Voraus :eek:riginal:

greetz
cutty
 
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cutty23

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AW: Härtefall in der Ausbildung

hm, ja soweit war ich schon, aber ich werd daraus net schlau. ich kann dort nichts über die härtefallregelung finden. ich weiss bereits wieviele fehltage bzw prozent man haben darf. ich möchte aber wissen, was die härtefallregelung besagt. (wer oder was genau ist ein härtefall? wie definiert man ihn also. an wen wende ich mich, wenn ich einen antrag stellen möchte? etc)

greetz

cutty
 
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samoth

AW: Härtefall in der Ausbildung

Es gibt keine generelle Härtefallregelung bei Überschreiten der Fehlzeiten, jedoch die Möglichkeit, jeweils im Einzelfall einen Antrag an die zuständige Aufsichtsbehörde zu stellen - in Baden-Württemberg sind dies die Regierungspräsidien. In dem Antrag sollte begründet werden, warum die Überschreitung der Fehlzeiten in diesem Fall nicht greifen soll. Die Aufsichtsbehörde trifft dann eine Einzelfallentscheidung.

Gruß
Thomas
 
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cutty23

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AW: Härtefall in der Ausbildung

Es gibt keine generelle Härtefallregelung bei Überschreiten der Fehlzeiten, jedoch die Möglichkeit, jeweils im Einzelfall einen Antrag an die zuständige Aufsichtsbehörde zu stellen (...)
danke thomas :)

eine frage hätt´ ich dann noch.
meine fehlzeitenüberschreitung kam wegen dreimaliger ringbandspaltung zustande.
meine schulleitung sagte mir, es könnte sich nachteilig für mich auswirken einen antrag ans ministerium zu stellen, da ich in meinem ausbildungsvertrag unterschrieben habe körperlich gesund zu sein. da dies seit dem zweiten ausbildungsjahr aufgrund der ständigen sehnenscheidenentzündungen nicht mehr so sei, könne das ministerium durch den antrag auf mich aufmerksam werden und mir das examen verweigern. wie viel ist da dran? weisst du rat?

greetz
cutty
 
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traveler

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AW: Härtefall in der Ausbildung

Hallo cutty23,

so ein Quatsch. Was ist das denn für eine Schulleitung - doof?

Ein Examen kann niemals und unter keinen Umständen verweigert werden, egal welche Erkrankung oder wenn ich im Knast sitze warum auch immer, wenn ich die Ausbildung nach APrV regelgerecht durchlaufen habe!

Da aber nen Härtefall zu konstruieren? Was wäre das für eine unbillige Härte 6 Monate später das Examen zu machen?
Unterhalbspflichitige Kinder, Familie die ernährt werden muss, pflegebed. Kind, Frau, Angehörige denen ein großer Nachteil entstehen könnte etc.
Auch solltest du nicht im befriedigenden oder schlechteren Bereich stehen, wenn du so einen Antrag stellst.

Aber versuchen kannst du es, mehr wie nein sagen kann die Schulaufsichtsbehörde nicht. Irdenwas negatives seiten der Schulaufsbeh. brauchst du nicht zu befürchten.
 
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cutty23

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AW: Härtefall in der Ausbildung

hi renje,

ich kann aus deiner antwort einiges hilfreiches schließen.

- ich habe meine ausbildung bisher regelgerecht durchlaufen (jd. klinischen unterricht, jd. schriftliche abfrage, abgabe für praxisberichte/zeitzuschlagszettel etc immer pünktlich abgegeben, in der theoretischen ausbildung habe ich bisher 5 tage gefehlt, ich habe an allen veranstaltungen im rahmen der ausbildung teilgenommen etc.). meine notendurchschnitt beträgt 2,4 und meine praxisbewertungen liegen im schnitt bei 1,5.

-
... Unterhalbspflichitige Kinder, Familie die ernährt werden muss, pflegebed. Kind, Frau, Angehörige denen ein großer Nachteil entstehen könnte etc....
AHA, danke für eine Definition des Härtefalls. Nun da für mich geklärt ist was "Härtefall" bedeutet, kann ich sagen, dass nichts deiner angeführten möglichen begründungen auf mich zutreffen. ich denke also das kann ich ausschließen.

somit hat sich auch der antrag erledigt. trotz allem behauptet meine schulleitung immer noch steif und fest es könnte für mich konsequenzen bzgl der examenszulassung haben (gemäß dem fall ich würde einen antrag stellen). naja. gewundert hätte es mich nicht *rechtsverdreher* die schulleitung sagt ich kann meine fehlzeiten 38 tage (zuviel) im letzten jahr statt freizeit und urlaub ausgleichen oder ein halbes jahr dranhängen... letzteres ist wohl sinnvoller im blick aufs examen. soll ja auch was gscheits werden ;)

danke für eure hilfe! jetzt is einiges klarer :)

grüsse von mir an euch

cutty
 
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Monika58

Monika58

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AW: Härtefall in der Ausbildung

Hallo Cutty
die schulleitung sagt ich kann meine fehlzeiten 38 tage (zuviel) im letzten jahr statt freizeit und urlaub ausgleichen
Fehlzeiten mit Urlaub auszugleichen verstösst gegen jegliches Gesetz, was Arbeitszeiten und Urlaub regelt. 38 Tage durch Mehrarbeit auszugleichen verstösst gegen ebendieselben Gesetze

oder ein halbes jahr dranhängen...
Mach Dich schlau, ob es wirklich "nur" um ein halbes Jahr geht. Die Aufsichtsbehörde legt, in Absprache mit der Schulleitung, den Prüfungstermin fest. Wenn an Deiner Schule Examen jährlich abgenommen werden, werden sich vermutlich Schulleitung und Aufsichtsbehörde schwer tun, extra für Dich einen Prüfungsausschuss einzuberufen.
soll ja auch was gscheits werden ;)
so sei es :)

Gruß
Monika
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

Bestand nicht die Möglichkeit, bei solchen Noten, Dich für die Prüfungen zuzulassen und das dann bestandene Examen nach den erbrachten Fehlzeiten auszuhändigen? Das hätte bei meiner Schulzeit gemacht werden können bzw ist gemacht worden bei einer Klassenkameradin von mir. Der Vorschlag kam sogar von Seiten der Schulleitung.
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

Ja das geht schon mit den Fehlzeiten nachholen, aber erst dann, wenn die Fehlzeiten nach der Zulassung entstehen.
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

Wird bei uns inzwischen überhaupt nicht mehr gemacht, einfach aus dem Grund das in unserer Region wohl eine Klage angedroht wurde bei der derjenige dem genau das Passiert ist einfach gersagt hat: Bestanden, jetzt bin ich fertig, rest sit euer Problem. Juristisch sah die einschätzung dann wohl auch tatsächlich so aus das jemand der die Prüfungen bestanden hat fertig ist, egal was er noch tun sollte, schließlich ist der beweis des Könnens erbracht...

lg, Nils
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

@fripi: Das mag schon sein.
Das Prüfungszeugnis bekommt er, aber nicht die Erlaubnis z.F.d. Berufsbez., da dieser ja nicht die Ausbl. nach Gesetz erfüllt hat.

Manches mal "Übersieht" man halt was, kann ja mal passieren.

Wo kein Kläger, da kein Richter.
Wird zu 99,9% niemandem Auffallen.
 
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Fripi

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AW: Härtefall in der Ausbildung

Eben dies war Juristisch gesehen nicht haltbar. Wenn das Regierungspräsidium die Freigabe zur Prüfung gegeben hat hat es laut der Einschätzung der Richter (War eine mündliche Verhandlung) kein recht die Erlaubnis zu verweigern. Allerdings muss zur durchsetzung davon jemand natürlich erstmal vor gericht gehen , das hält sicher die meisten ab :)

lg, Nils
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

Hallo fripi,

also bevor wir uns jetzt völlig vergaloppieren.

laut der Einschätzung der Richter (War eine mündliche Verhandlung) kein recht die Erlaubnis zu verweigern.
Die Begründung würde mich interessieren, denn das hätte ja Auswirkungen auf das gesamte Bundesgebiet und das KrpflG.

Allerdings muss zur durchsetzung davon jemand natürlich erstmal vor gericht gehen , das hält sicher die meisten ab
Auch da scheint mir was durcheinander zu kommen. Wieso sollte jeder vor Gericht gehen?
Wie du selbst schreibst wird das für alle angewandt bei euch.

Würde es auch nicht verstehen, warum das evtl. erlaubte Überschreiten der Fehlzeiten eine Einzelfallentscheidung sein sollte und somit jeder einzeln Klagen müsste?

Bitte bringe Licht ins Dunkel und stelle einen Link zum Urteil hier ein.
 
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mutsche

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AW: Härtefall in der Ausbildung

Hallo...

Ich hätte da eine Frage: Bedeutet Härtefallregelung im Zusammenhang mit Fehlzeiten nicht, dass im Einzelfall entschieden wird, ob der Auszubildende zum Examen zu gelassen wird, trotz der Fehlzeitenüberschreitung?
Wenn ja, dann solltest du auf jeden Fall einen Versuch starten. Warum?
Weil ich in meiner Ausbildung genau 2x solch einen Fall hatte. Ich habe mein Examen 2005 gemacht. Damals durfte man in den 3 Ausbildungsjahren 60 Tage fehlen. Wer dies überschritten hat, wurde nicht zusgelassen, es sei denn man hat einen Antrag gestellt. Und bei entsprechendem Notendurchschnitt, also wenn das Ausbildungsziel nicht gefährdet war, wurde der Antrag auch bewilligt. Es geht da ja nur darum, dass wenn man eine festgelegte Fehlzeit überschreitet, dass nicht gewährleistet werden kann, ob man das Ausbildungsziel erreicht, weil man zu viel Stoff versäumt hat.

Bei unserem Kurs hatten wir damals 2x diesen Fall. Einmal durch Krankheit bedingt und das andere mal durch ne Schwangerschaft. Beide hatten einen Notendurchschnitt von über 2,5, genau kann ich es nicht mehr sagen. Die haben dann beim Regierungsministerum nen Antrag gestellt und man hat denen bewilligt, d.h sie durften das Examen machen. Beide haben bestanden ;) Ob sie die Fehlzeiten nacharbeiten mussten, weiß ich leider nicht.

Gruß Mutsche
 
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AW: Härtefall in der Ausbildung

Hallo mutsche,

genau deshalb gibts ja den unbestimmten Begriff des Härtefalls. Wenn ich das vernünftig begründen kann, warum das jetzt ausgerechnet für mich einen Härtefall bedeuten sollte, dann eine wohlwollende SL und eine wohlwollende Schulaufsichtsbehörde dies prüft, werde ich wahrscheinlich den Härtefall bekommen.

Schwangerschaft hier nicht mit reinschmeissen ist wie immer ein Sonderfall.

Nacharbeiten von Fehlzeiten - nur dann, wenn die Zulassung bereits erfolgt ist und dann die Fehlzeiten überschritten werden. Denn eine erteilte Zulassung, kann ja nicht einfach mal so zurückgenommen werden.

Rein Theoretisch - sollten Fehlzeiten nach der Zulassung keine Konsequenzen mehr haben, bräuchte kein Schüler mehr zum Dienst oder Schule antreten, sobald er die Zulassung in der Hand halten würde! Das hat der Gesetzgeber schon bedacht.
 
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