Gute Lösung für Mitarbeiter und Dienstgeber fürs einspringen? Hat jemand Ideen??

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hoppi70

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Hallo, ich arbeite bei einem kirchlichen Träger, und wir arbeiten gerade an verschiedene Möglichkeiten.Da Mitarbeiter immer mal wieder aus dem frei gerufen werden , mit Einverständnis, denn sie werden gefragt.
Trotzdem suchen wir nach einem Konzept, welches eventuell schon gut umgesetzt wird, damit nicht immer die gleichen Mitarbeiter einspringen und zu welchen Kondditionen? Würde mich über Material von euch freuen.
LG
 
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resigniert

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Betten sperren? Funktioniert beim ärztlichen Personal auch.
Nur Diakonissen und oder Nonnen einstellen
Für jeden eigesprungenem Dienst wird innerhalb einer Woche ein geplanter Dienst frei gegeben - der Tag wird vom Einspringer gewählt
 
PflegerPhil

PflegerPhil

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Also dafür zu sorgen, dass nicht immer die gleichen Mitarbeiter einspringen ist nur möglich, in dem ihr keinen Grund mehr zum Einspringen habt . Ganz ehrlich: In keinem anderen Beruf ist es so selbstverständlich an einem freien Tag auf die Arbeit zu fahren wie in der Pflege! Das muss sich ändern.

Zu den Konditionen:
Ich arbeite in einem Krankenhaus mit diakonischem Träger. Bei uns gilt der BAT-KF mit folgendem Wortlaut:

( 8 ) 1 Durch Dienstvereinbarung gem. § 36 MVG können in Einrichtungen oder Teilen von Einrichtungen, die nach einem Dienstplan arbeiten, mit der Mitarbeitervertretung Regelungen zur kurzfristigen freiwilligen Übernahme von Diensten (Holen aus dem Frei) vereinbart werden.
2 Eine kurzfristige freiwillige Übernahme von Diensten ist gegeben, wenn die Übernahme des zusätzlichen Dienstes weniger als 96 Stunden vor dem zusätzlichen Dienst mit den Mitarbeitenden auf Veranlassung des Dienstgebers vereinbart wird und dieser zusätzliche Dienst an einem für die Mitarbeitenden ursprünglich dienstplanmäßigen freien Tag zu leisten ist. 3Kollegiale Absprachen zum Diensttausch oder zur Dienstübernahme stellen dabei keine Veranlassung des Dienstgebers im Sinne des Satzes 1 dar. 4 Die Dienstvereinbarung muss dabei folgenden Mindestinhalt haben:
  1. eine Regelung, dass für jede kurzfristige freiwillige Übernahme von Diensten ein zusätzliches Entgelt zu dem ohnehin geschuldeten Entgelt gezahlt wird, wobei dieses Entgelt 30 Euro pro zusätzlichen Dienst nach Ziffer 2 nicht unterschreiten darf,
  2. der Hinweis, dass die kurzfristige freiwillige Übernahme nicht für die Mitarbeitenden verpflichtend ist.
Bei uns wurde eine entsprechende Diensvereinbarung zwischen MAV und Dienststellenleitung abgeschlossen. Sagt man den zu übernehmenden Dienst innerhalb von 96 Stunden vorher zu gibt's 30€. Springt man innerhalb von 72 Stunden ein gibt es zusätzlich zur Mehrarbeit noch 20% Aufschlag aufs Zeitkonto.

Ob das auf Dauer ein Angebot ist, was die Leute adäquat für die entgangene Freizeit entschädigt bleibt abzuwarten... Ich glaube eher nicht.
 
A

Ajmalin

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Bei uns wurde eine entsprechende Diensvereinbarung zwischen MAV und Dienststellenleitung abgeschlossen. Sagt man den zu übernehmenden Dienst innerhalb von 96 Stunden vorher zu gibt's 30€. Springt man innerhalb von 72 Stunden ein gibt es zusätzlich zur Mehrarbeit noch 20% Aufschlag aufs Zeitkonto.
Hatten wir so ähnlich auch, finde ich persönlich sehr gut, da der Mitarbeiter etwas dafür bekommt dass er flexibel ist. Ich hatte Mitarbeiter, da wusste ich die würden gerne den ein oder anderen Euro verdienen um sich was zu "gönnen" und deshalb immer gerne angerufen werden wollten.
 
J

johannes2017

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Da bei uns die Arbeitszeit so bemessen ist, dass im Laufe des Jahres mit der monatlichen Vergütungsabgeltung bereits bis zu 150 Stunden in Reserve stehen, sind wir bis heute bis auf wenige Ausnahmen (Ausfall von mehreren Mitarbeitern gleichzeitig) ohne Einspringen ausgekommen. Bei Ø 165 Std. mtl. sind regulär auf 28 Tage 140 Stunden zu leisten. Bleiben am Ende des Jahres Stunden übrig, verfallen sie am 31.12. zu Gunsten des Mitarbeiters.
 
F

Fripi

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Ich kenne aus meinem alten Haus auch die 30€ Zulage, allerdings bei jeglicher Abweichung vom Dienstplan, egal ob 3 Wochen vorher oder 3 Tage vorher.
Ein anderes Konzept war Menschen können sich in den Rufdienst eintragen und dürfen dann zwischen 6-7 Uhr für Früh/Nacht oder zwischen 12-15Uhr fürr Spät oder Nacht angerufen werden. Dafür gab es 20€, wenn man kam wurde zusätzlich der Überstundenaufschlag bezahlt.

Eine Version von einer anderen Klinik war 120% Zeit zu geben, damit hatte man bei 8 Stunden Arbeit dann 1,6h extra auf dem Zeitkonto.

Übrigens, wenn man etwas besseres Verhandeln will ist immer mal wieder eine Einspringfreie Woche für den Arbeitgeber ein nettes Signal. Wenn Betten geschlossen werden müssen verändert es oft die Bereitschaft etwas zu zahlen :)
 
P

Putze

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Das leidige Problem des ewigen Einspringens.
Für größere Krankenhäuser halte ich den Springerpool für am geeignesten.Diese Mitarbeiter werden von vornherein eingestellt für den Springerpool ,den man dann nach Qualifikation aufteilen kann in den Pool für Normalpflegestationen und z.B. für den Intensivbereich/Anästhesie,OP.Sie wissen,daß sie keine Stammstation haben,sondern Springer sind.Der Arbeitgeber kann für den Springerpool finanzielle Anreize setzen.Manche jungen Pflegekräfte machen das sogar gerne,weil sie dazulernen können.
 
S

Swesterruhe

Ich kenne aus meinem alten Haus auch die 30€ Zulage, allerdings bei jeglicher Abweichung vom Dienstplan, egal ob 3 Wochen vorher oder 3 Tage vorher.
Ein anderes Konzept war Menschen können sich in den Rufdienst eintragen und dürfen dann zwischen 6-7 Uhr für Früh/Nacht oder zwischen 12-15Uhr fürr Spät oder Nacht angerufen werden. Dafür gab es 20€, wenn man kam wurde zusätzlich der Überstundenaufschlag bezahlt.

Eine Version von einer anderen Klinik war 120% Zeit zu geben, damit hatte man bei 8 Stunden Arbeit dann 1,6h extra auf dem Zeitkonto.

Übrigens, wenn man etwas besseres Verhandeln will ist immer mal wieder eine Einspringfreie Woche für den Arbeitgeber ein nettes Signal. Wenn Betten geschlossen werden müssen verändert es oft die Bereitschaft etwas zu zahlen :)
 
sarahbell

sarahbell

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Bei uns im Haus gibt es den sogenannten Krankheitseinsprung (KE) ,den man auch besser bezahlt bekommt und zusätzlich bei 10 mal KE in einem Jahr einen Gutschein z.b. Fürs Tanken, Einkaufen.
Das gilt für jeden freien Tag egal wie weit man es früher weiß, das wird so im Dienstplan hinterlegt.
 
S

Swesterruhe

Hallo,in unsere Einrichtung gibt's keine Belonug für Einspringen,manchmal wird mann auch gar nicht gefragt,einfach im Dienstplan eingetragen.Wie sieht es rechtlich aus,kann mir jemand weiter helfen?Danke im voraus.
 
L

lulli00

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Hallo,in unsere Einrichtung gibt's keine Belonug für Einspringen,manchmal wird mann auch gar nicht gefragt,einfach im Dienstplan eingetragen.Wie sieht es rechtlich aus,kann mir jemand weiter helfen?Danke im voraus.
DP Änderungen gehen nur mit 2 Willenserklärungen. Wenn also einfach nur einträgt ist das nicht zulässig. Änderungen des DP gehen ausschließlich nur mit deinem Einverständnis. Andersherum natürlich genauso...

Kurz du musst dem nicht nachkommen.

Unbedingt beachten... dem saloppen Hinweis auf einen Änderung zwischen Tür und Angel... muss man widersprechen, sonst könnte man dies als angenommen ansehen.
Ich persönlich halte das für unzulässig, wurde da aber selber von meinem alten BR hängen gelassen. Ich würde behaupten das man einer Änderung aktiv zustimmen muß und nicht aktiv ablehnen. Anders entspricht das nicht einer Willenserklärung. Das sah mein alter BR aber anders.

Ich persönlich empfinde eine DP Änderung hinter meinem Rücken als eine absolute Frechheit. Niemand außer mir verfügt über meine Freizeit.
 
petruschka66

petruschka66

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Ich wurde mal spontan zur PDL gerufen und gefragt ob ich am freien WE Samstag( Geteilten Dienst) einspringen könne. Ich habe mir 5 Min Bedenkzeit erbeten, was freundlich ignoriert wurde. Bin dann zur PDL und gesagt das ich leider keine Zeit habe. Auf meine Frage warum Kollegin xx nicht mal einspringen kann, da ich schon im Monat 2 eingesprungen bin. Das Ende vom Lied war ich habe dann immer zurück gehalten und von vorne gleich nein geesagt.
 
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tristus

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Servus alle miteinander, als Springer in Krankenhäuser zu arbeiten bietet natürlich Vor- und Nachteile. Pfleger haben flexible Arbeitszeiten und werden auf verschiedenen Stationen im Krankenhaus eingesetzt. Somit spart sich die Pflegeleitung viel Zeit und Geld.

Am Ende muss jeder Krankenpfleger für sich entscheiden was das beste für ihn/ihr ist. Unter diesem Blogartikel (Neues Konzept für Kliniken: wie Sie Springerpools optimal nutzen können!) habe ich interessante Informationen über das Thema Springertool gefunden.

LG
 
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