günstiger Pflegeheimplatz gesucht

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jka100

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17.04.2006
65428
Hallo zusammen, mein Vater hatte im Juli letzten Jahres einen Schlaganfall erlitten. Nun ist er mit Pflegestufe 2 eingestuft. Er ist geistig verwirrt und hat eine Weglauftendenz. Die kognitiven Fähigkeiten sind stark beeinträchtigt und Inkontinenz ist vorhanden. Er kann sich aber aus eigener Kraft aus dem Bett heben und kann kurze Strecken laufen.

Z.Zt. wird er zu Hause gepflegt. Eventuell ist jedoch eine stationäre Unterbringung notwendig.

Hat jemand in dem Forum einen Tip, wo es günstige Pflegeheime gibt (Region ist egal). Nach meinen Recherchen sind wohl Pflegesätze von ca. 90 EUR pro Tag bei Pflegestufe 2 üblich.

Gibt es vielleicht preislich günstigere Lösungen im Ausland.

Vielen Dank im voraus.
 
Qualifikation
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Apotheke
C

CTX

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21.01.2006
45357
Hallo jka100


Irgendwie irritiert mich dein Beitrag bzw. deine Anfrage. Du suchst nach einem günstigen Pflegeheim oder einer billigeren Alternative im Ausland. Region egal?

Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber sind den Qualität des Pflegeheimes nicht ausschlaggebend??? Klingt für mich irgendwie nach Abschieben des Vaters..... Meine Meinung. Sorry.
 
Qualifikation
Krankenschwester, Rettungsassistentin
Fachgebiet
Intensiv
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jka100

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17.04.2006
65428
So ist es ja nicht.

Er wird noch solange wie möglich zu Hause gepflegt. Ich plane nur für den Notfall.

Aufgrund der gegebenen Umstände würden nämlich alle Kosten an mir hängen bleiben; bezahle mal 1500 EUR jeden Monat aus eigener Tasche.
 
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Apotheker
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PflegeFrei

PflegeFrei

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Ich bin immernoch total geschockt. Ich habe auch schon vieles erlebt. Aber das!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ist es der Vater nicht wert?
Aber ein kleiner Tipp du wirst deshalb nicht unter einer Brücke schlafen müssen, Dein Teil zum Leben darfst du behalten.
 
Qualifikation
exam.Fachaltenpfleger für Gerontopsychiatrie, PA Gerontopsychiatrie,
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Freiberuflich
Weiterbildungen
Wundexperte ICW
Pflegefachkraft ausserklinische Beatmung
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jka100

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17.04.2006
65428
Bin auch schockiert; über die Reaktionen, die mein Beitrag hervorgerufen hat.

Will mich nur über die Kostensituation informieren. Ist doch nichts verwerfliches dabei.
 
Qualifikation
Apotheker
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Apotheke
PflegeFrei

PflegeFrei

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Gegen einen Kostenvergleich hat ja auch niemand etwas dagegen, nur so wie Du es geschrieben hast .
Region egal, kann auch Ausland sein...

Totzdem Grüße DvD
 
Qualifikation
exam.Fachaltenpfleger für Gerontopsychiatrie, PA Gerontopsychiatrie,
Fachgebiet
Freiberuflich
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Wundexperte ICW
Pflegefachkraft ausserklinische Beatmung
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charleene

Die Pflegesituation im Ausland ist teilweise garnichtmal so schlecht. Oft sogar wesentlich besser als hierzu Lande. Und ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, daß man Preise vergleicht (natürlich zählt auch die Qualität). Der Vater ist geistig verwirrt, er wird seine neue Umgebung kaum akzeptieren und sich wohlfühlen können ganz egal in welchem Heim er sein wird. Jka hätte es vielleicht etwas milder ausdrücken können, aber als pflegender Angehöriger liegen auch schonmal die Nerven blank. Wir können Feierabend machen und abschalten von dem einen oder anderen nervigen Bew. 24 h Pflege ist etwas anderes. Vergesst das bitte nicht. Wir wissen auch nichts über die Vater-Sohn-Beziehung oder seine tatsächliche finanzielle Situation.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell man verurteilt wird.
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Die Pflegesituation im Ausland ist teilweise garnichtmal so schlecht. Oft sogar wesentlich besser als hierzu Lande. Und ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, daß man Preise vergleicht (natürlich zählt auch die Qualität). Der Vater ist geistig verwirrt, er wird seine neue Umgebung kaum akzeptieren und sich wohlfühlen können ganz egal in welchem Heim er sein wird. Jka hätte es vielleicht etwas milder ausdrücken können, aber als pflegender Angehöriger liegen auch schonmal die Nerven blank. Wir können Feierabend machen und abschalten von dem einen oder anderen nervigen Bew. 24 h Pflege ist etwas anderes. Vergesst das bitte nicht. Wir wissen auch nichts über die Vater-Sohn-Beziehung oder seine tatsächliche finanzielle Situation.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell man verurteilt wird.
  • Im Ausland sprechen dann auch alle deutsch, vielleicht kann er gerade die Sprache nicht.:w-fahne_2
    [*]Welche Verwandten, Bekannten oder Freunde sollen ihn da noch besuchen?
  • Desorientierung kennt auch verschiedene Stufen. Wer will einschätzen, inwieweit er desorientiert ist. Angehörige haben da oft ein anderes Verhältnis dazu, als Profis. Unterschätzt nicht die "Verwirrten".
  • Wer pflegt 24 h, nicht der Sohn. Er kann da nicht genervt sein. Ausserdem ist das Heim erst für später gedacht.
Ich denke mal auch, die Frage und so manche Antwort waren nicht ganz durchdacht.

 
Qualifikation
Krankenschwester
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
  • Im Ausland sprechen dann auch alle deutsch, vielleicht kann er gerade die Sprache nicht.:w-fahne_2
In der Schweiz und in Österreich wird gutes Deutsch gesprochen

  • Welche Verwandten, Bekannten oder Freunde sollen ihn da noch besuchen?
Hat der alte Herr ausser seinem Sohn noch Verwandte oder Bekannte? Wir wissen es nicht
  • Desorientierung kennt auch verschiedene Stufen. Wer will einschätzen, inwieweit er desorientiert ist. Angehörige haben da oft ein anderes Verhältnis dazu, als Profis.
Stimmt. Angehörige leiden unter Desorientiertheit weit mehr, als wir Profis unter Desorientiertheit von Bewohnern leiden.
  • Unterschätzt nicht die "Verwirrten".
überschätz nicht die Möglichkeiten von Angehörigen
  • Wer pflegt 24 h, nicht der Sohn.
woher weisst du das?
  • Er kann da nicht genervt sein.
warum nicht? Weil es sich nicht gehört?
Ich denke mal auch, .... und so manche Antwort waren nicht ganz durchdacht
das denke ich auch
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hi Monika,

das war auch als Antwort an Charleene gedacht.
Der Vater lebt ja in BW, wird zu Hause gepflegt. Also wird er Verwandte haben.
Schweiz dürfte wohl noch teurer ausfallen, das Leben ist dort teurer, als bei uns.
Es geht ja auch um die Finanzen. Auf den österreichischen Seiten habe ich nur Heime gefunden, die nur Österreicher aus ihrem Einzugsgebiet aufnehmen.
Ausserdem hatte der Sohn inzwischen klargestellt, dass er einen Platz in Hessen oder BW suchen würde.

Vielleicht erfahren wir ja noch, wie es ausgangen ist.:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester
C

charleene

Hat er Verwandte die ihn pflegen? Oder kommt tagsüber der Pflegedienst und abends übernimmt der Sohn? Das Leben an sich mag in der Schweiz teuer sein, was nicht heißen muss, daß es dort keine preisgünstigen Heime gibt. Auch Österreicher machen mal Ausnahmen.
Wo hat der Sohn klargestellt, daß er in Hessen oder BW sucht?
Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß es gibt noch sehr viele Graustufen dazwischen.
Man kann dem Sohn jedenfalls nicht vorwerfen, er hätte sich nicht rechtzeitig um eine Alternative gekümmert.

War meine Antwort in Deinen Augen nicht durchdacht, weil sie nicht in die "wir-hauen-jetzt-alle-mal-drauf-Reaktion" gepasst hat? Vielleicht sollte der eine oder andere hier auch mal lernen andere Meinungen/Anschauungen zu akzeptieren.
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Dieses Thema steht in zwei Rubriken. Deine Antworten findest Du unter NEUROLOGIE.
Magst ja recht haben mit dieser hau-drauf-Methode, aber Deine Ansicht, der ist sowieso verwirrt, lässt einen doch sehr nachdenklich werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester
C

charleene

Dieses Thema steht in zwei Rubriken. Deine Antworten findest Du unter NEUROLOGIE.
Magst ja recht haben mit dieser hau-drauf-Methode, aber Deine Ansicht, der ist sowieso verwirrt, lässt einen doch sehr nachdenklich werden.
Über was denkst du dann nach?

Ich habe geschrieben, daß er egal wo seine Umgebung sein wird, diese nicht akzeptieren kann/wird und nicht, daß er ohnehin verwirrt ist. Dreh Dir die Worte nicht so, wie Du sie gerade gebrauchen kannst.
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Der Vater ist geistig verwirrt, er wird seine neue Umgebung kaum akzeptieren und sich wohlfühlen können ganz egal in welchem Heim er sein wird.
Das mal nur zur Klarstellung. Ich habe mir da nichts zurecht gelegt.
Aber es wäre auch seltsam, wenn jeder die gleiche Meinung hätte.
 
Qualifikation
Krankenschwester
J

jka100

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17.04.2006
65428
hallo charlene, vielen dank für deine ausgewogene meinung. momentan pflegt meine stiefmutter meinen vater. sie hat selber mal in einem krankenhaus gearbeitet und macht das sehr gut.

habe aber die letzten 2 wochen selbst mitgepflegt, da meine stiefmutter krank geworden ist. weitere verwandte, die das übernehmen würden gibt es nicht. habe eine pflegekraft organisiert, die 24 stunden bei meinem vater ist. sie kennt sich gut aus, da sie selbst einen querschnittsbehinderten mann über 20 jahre lang gepflegt hat.
 
Qualifikation
Apotheker
Fachgebiet
Apotheke
G

Gesine

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02.02.2006
35428
Woher kommt denn die Berechnung EUR 1500? Ist das bereits offizell berechnet worden?

Ich bin erschüttert den Vater ins Ausland in ein Pflegeheim stecken zu wollen, um Geld sparen zu können. Wieviele Sprachen beherrscht er denn?

Auch für das Personal ist es ungeheuer schwierig sich mit Bewohnern zu unterhalten bzw. Probleme zu klären. Kann es aus eigener Erfahrung sagen.

willow
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenpflegeheim
C

charleene

Mal etwas provokativ gefragt, da sich ja einige so an dem Auslandsaspekt aufhägen:

Wieviele Polen, Russen usw. leben in "unseren" Heimen und können sich nicht mit uns verständigen? Sollen wir diese in ihre Heimat zurückschicken, damit sie dort anständig gepflegt werden können? Was ist mit den Bew. die sich aufgrund eines Apoplexes nicht mehr verständlich machen können?

Über den Tellerrand hinausschauen ...
 
Isis

Isis

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16.05.2005
2
Nun, in aller Regel leben die Ausländer, die jetzt so langsam in unsere Altenpflegeheime kommen, schon eine Weile hier in Deutschland und verstehen daher oft unsere Sprache, wenigstens etwas. Außerdem leben sie hier mit ihren Familien - ergo erhalten sie Besuch und haben einen Bezugspunkt hier. Es wird wohl keine polnische, russische, türkische...Familie auf die Idee kommen, ihre Angehörigen nach Deutschland in eine Pflegeheim zu geben, und die Familie bleibt im Heimatland. Von daher hinkt Dein Vergleich erheblich, charleene.
"Schön" auch Dein Einwurf, jka100's Vater wäre ja eh verwirrt - über den Grad der Demenz wissen wir nix, und gerade bei einer Demenz ist es doch wichtig, Bezug zur Sprache zu haben und der Mentalität, oder habe ich da irgendwas in der Ausbildung falsch verstanden?
Über die Anfrage von jka100 will ich nicht urteilen, letztendlich muss jeder selber wissen, wie man mit so einer Situation umgeht, und einfach ist das ganz sicher nicht. Aber von einer professionell Pflegenden zu lesen, daß ein dementer Mensch sich so oder so nicht in einer neuen Umgebung wohlfühlen kann und es dementsprechend egal ist, wo er gepflegt wird, erschüttert mich schon...
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
M

Malente77

Hallo JKA,
liebe Kollegen hier im Board,

zu diesem Thread will ich ebenfalls meine Meinung beitragen:
Pflegeheime werden zunehemend durchaus nach dem Kostenfaktor für die Angehörigen von den Angehörigen betrachtet. Daran sehe ich auch zunächst nichts "ehrenrühriges". Denn der Hintergrund ist doch, daß Pflegeheime zunehmend "austauschbarer" werden im Leistungsangebot und auch in der Qualität, so weit das "Laien" beurteilen können zumindest. Überall gleiche oder ähnliche Standards. Das eine "gute Pflege" nebst "Beschäftigungsangeboten" vorhanden sind, erwarten die Angehörigen zurecht als mehr oder minder selbstverständlich. Eine solche Anfrage mag vielleicht also in einem Pflegeboard ungewöhnlich erscheinen, in der Angehörigenberatung ist sie es nicht.

Ich teile die hier vertretene Ansicht, daß gerade für einen Menschen mit Demenz der Umzug in ein Pflegeheim nicht erst im "letzten Moment" erfolgen sollte. In einer entsprechend gestalteten Umgebung mit geschulten Kolleginnen und Kollegen hat er durchaus eine gute Chance, sich verhältnismäßig schnell und problemlos einzugewöhnen. Es ist keineswegs selbstverständlich, daß die neue Umgebung nicht akzeptiert wird / werden kann.
Ebenfalls ist es klug von jka100 sich frühzeitig um einen Heimplatz zu bemühen bzw. zur Thematik zu erkundigen - denn so wird vermieden, daß eine Entscheidung / ein Umzug in einer Krisensituation "übers Knie" gebrochen wird - mit der Folge das alle Beteiligten nur Ärger haben.

@jka
Der nach Abzug der Leistungen d. Pflegeversicherung verbleibende Eigenanteil muss zunächst aus dem Vermögen des Pflegebedürftigen bestritten werden. Je nach Einkommens- Vermögenssituation gibt es z.B. die Möglichkeit Pflegewohngeld zusätzlich zu erhalten (abhängig v. Bundesland) od. andere soziale Leistungen in diesem Bereich. Wenn die Sozialfürsorge als Kostenträger einspringen muss, können eventuell Angehörige zum Unterhalt verpflichtet sein. Das prüft das Amt. Aber auch hier besteht kein Anlass zur Sorge wie ich meine, denn der Anteil den Sie beisteuern müssen, nach Abzug aller Freibeträge etc. ist wohl als moderat zu bezeichnen. Es ist also nicht so, daß Sie den Eigenanteil komplett beisteuern müssen, falls der Pflegebedürftige nicht kann. Wäre Ihr Beitrag den Sie zu zahlen hätten tatsächlich 1500,00 €, dann verfügen Sie über ein immenses Einkommen / Vermögen - dann sollten Sie auch zahlen. Über die Finanzierung der Heimkosten beraten die dort angestellten Verwaltungsmitarbeiter, gelegentlich auch Heim- od. Pflegedienstleitung. Lassen Sie sich einen Termin geben und dort aufdröseln, was eventuell für wen fällig wird. Diese Beratung / finanzierungsrechnung wird ebenfalls kostenlos sein (wenn Sie echtes Interesse an einem Heimplatz signalisieren, unterschreiben Sie aber nichts....).

Suchen Sie sich also ein Pflegeheim aus - schauen Sie sich mehrere an, und benutzen Sie möglichst eine Checkliste, gehen Sie nicht alleine hin und schreiben Sie sich eventuelle Fragen vorher auf. Wenn das Heim Ihnen zusagt, lassen Sie sich auf die Warteliste setzen (sofern die Einrichtung eine hat). Finger weg, wenn man versucht dafür Geld von Ihnen zu verlangen (für die Aufnahme in die Warteliste). Finger weg von Pflegeheimen die z.B. damit werben: "Bei uns freie Arztwahl" od. "bei uns Krankengymnastik". Freie Arztwahl ergibt sich aus dem Grundgesetz - das Heim darf dies nicht beschränken ist als eine Selbstverständlichkeit. Heimleiter die damit werben, Grundrechte von Menschen sogar innerhalb ihrer Einrichtung zu achten sollten Ihnen daher suspekt sein. Ebenfalls wird gerne mit Krankengymnastik geworben, obwohl das Heim nicht einen einzigen angestellten Krankengymnasten hat. Die gibts dann - wie in allen anderen Heimen auch - nur, wenn der Arzt das verordnet, ist also eine Leistung der Krankenkasse, nicht des Pflegeheims. Achten Sie also auf solche Ungereimtheiten - Heime die mit solchen Sachen operieren sind mit Vorsicht zu geniessen.
Ihren persönlichen Eindruck durch einen Besuch im Pflegeheim können Sie durch nichts ersetzen. Wenn Sie sich zusätzlich noch Informationen darüber beschaffen, was ein Mensch mit Demenz wohl eher braucht im Pflegeheim und was für ihn vielleicht verzichtbar ist, kann die Sache gut gelingen.

Viel Erfolg - vor allem im Sinne des Erkrankten - wünscht

Jochen Gust
 
J

jka100

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
17.04.2006
65428
Hallo zusammen, vielen Dank für die Antworten. Zur finanziellen Situation: Mein Vater hat sich komplett verschuldet; hat sich in was reinmanövrieren lassen. Von daher bleiben ihm und seiner Lebensgefährtin aus seiner Rente nur 600 EUR um alle Kosten neben der Hausfinanzierung zu bestreiten. Die Lebensgefährtin bekommt eine Rente von knapp 400 EUR. Problem ist hierbei, dass er sich im Rahmen eines Hauskaufes verschuldet hat. Er hat allerdings kein Anrecht auf das Haus(kein Grundbucheintrag); er zahlt nur den Kredit ab.

Ich bin der einzige, den man für den Unterhalt heranziehen kann(Einzelkind, leibliche Mutter ist ein Sozialfall, Großeletern bereits alle gestorben).

Die Lebensgefährtin pflegt ihn momentan 24 Std. alleine ohne Pflegedienst. Als Hilfe wurde noch eine Dame hinzugezogen, die ebenfalls 24 Std. am Ort ist.

Zum Thema Demenz; das ist ein schwieriges Thema: Mein Vater hatte einen Schlaganfall, den nach Anicht der Ärzte nur einer von 1000 Menschen überlebt; weil die Blutung sehr stark war. Sie meinten allerdings auch, dass er relativ faul sei und das er wesentlich größere Fortschritte machen könnte.

Fakt ist: Egal wo mein Vater ist; er sagt immer, dass er nach Hause möchte.

Es ist die Frage, ob er wirklich nicht weiß, wo er ist, oder ob er nur so tut. Die ganzen finanziellen Schwierigkeiten müssen ihn vor dem Schlaganfall sehr stark belastet haben, so dass es auch eine Trotzreaktion sein könnte; nach dem Motto: Jetzt pflegt mich erst recht!!

Habe mittlerweile ein Angebot von Kursana einholen können, das um die 2547,40 EUR (Doppelzimmer) bzw. 2699,48 EUR (Einzelzimmer) im Monat bei Pflegestufe 2 liegt; dass wäre wohl relativ günstig. Das Heim liegt in Alzey.

Hat jemand Erfahrungen mit Kursana?
 
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Apotheker
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Apotheke
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