Intensiv Grundpflege in der Nacht

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06.01.2003
44627
Tach auch
Möchte gerne von euch mal wissen, ob die Pat.(Beatmung) Nacht's grundpflegerisch versorgt werden.
Die Leitung möchte (will) das in der Nacht mindestens 2 Pat. versorgt werden.
Sollte das Arbeitaufkommen zu hoch sein sprich: Aufnahmen,Rea usw. ist es ok wenn keiner versorgt ist.

Meine persönlich Meinung zu der Grundpflege um 4Uhr morgens, es ist in bestimmten fällen ok. wenn ich jemanden Nacht´s wasche d.h. bei Fieber, im Abführprogramm oder auch am Wochenende.
Es sollte aber nicht selbstverständlich sein, das Nacht's Grundpflege betrieben wird.

Wie läuft das bei euch ?

gruss
RS
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Intensiv
K

Kai-Uwe Klöting

Mitglied
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17.07.2000
44225
Hallo Rolf

Bei uns werden in der Nacht nur sedierte Beatmungspat. routinemäßig gewaschen.Wenn keine Beatmungspat. auf der Station sind wird demnach auch nicht gewaschen.Wir sind der Meinung das wir Nachts mehr Zeit haben und deswegen die Pat. trotz der widerigkeiten der Zeit davon profitieren wenn sie gewaschen und versorgt werden.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A+I
Fachgebiet
Anästhesie
S

Schöhler

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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

ich kann mich Kai da nur anschließen..bei sedierten und beatmeten Patienten finde ich persönlich das in Ordnung, auch bei Patienten die frisch extubiert sind oder Fieber haben und das wollen (wobei man darüber streiten kann obv die Fragestellung: "Sie wollen doch gewaschen werden, ODER???" die richtige ist)......

Prinzipiell ist die Anordnung jedoch eher kritisch zu sehen, denke ich, und die routinemässige Grundpflege bei zwei wahllosen pfern würde ich eher ablehnen....

Gruss einstweilen,

Schöhler
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Herzchirurgie
D

Dirk Jahnke

Mitglied
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Moin,Moin

Ich stehe dem waschen in der Nacht - am frühen Morgen - sehr kritisch gegenüber - auch beim AnalgoSedierden Patienten! (Bedarfspflege - natürlich keine Frage!)

Man sollte heute ja bemüht sein ein differenziertes Regime in Sachen AnalgoSedierung zu fahren. Weniger ist ja meist mehr in Sachen outcome.

Waschen ist ja heute häufig mehr als das reine reinigen des Körpers. Die mögliche Zielsetzung in der Nacht kann jedoch nur Beruhigung sein. Die Möglichkeiten sind da doch recht eingeschränkt. Kann man davon ausgehen, dass der sedierte Patient diese Pflegerische Maßnahme nicht wahrnimmt ? Ich glaube nicht!

Und wie geht es weiter - für uns ist morgens "Feierabend", der Patient jedoch wird gerade am Tag durch Therapie ,Diagnostik und Pflege weiter gefordert - ist ja schließlich Tag ;)

Die einzige Ruhephase die man ermöglichen kann sehe ich in der Nacht - und da soll man waschen ?

[ 27. Januar 2003 11:14: Beitrag editiert von Dirk Jahnke ]
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Internistische Intensivpflege
M

Markus Schmidt

Mitglied
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31.01.2001
50679
Hallo ...

ich bin grundsätzlich gegen das "Waschen" in der Nacht. Mittlerweile gibt es eindeutige Studien die belegen, das Patienten trotz Sedierung durchaus einen Tag-Nacht Rhythmus erleben bzw. wahrnehmen. Für mich gibt es auch keinen Grund Nachts zu waschen. Die einzigen Ausnahmen die wir gelten lassen: Ein Patient hat maximal abgeführt oder septische Temperaturen.
Wir haben vor vielen Jahren unsere komplette Ablauforganisation so umgestellt, das der Frühdienst wirklich ausreichend Zeit für die Grundpflege hat.Meiner Meinung nach ist das auch überall umsetzbar. Es handelt sich ja auch nicht um das reine Waschen. Wir bündeln in der sogenannten Grundpflege viele Tätigkeiten, damit nicht über den ganzen Tag "am Patienten herum gefummelt" wird.Man muss sich einfach bewußt machen, das der Aufenthalt auf einer Intensivstation für jeden Patienten, auch sediert!!!, maximaler Stress bedeutet. Wenn ein Mitarbeiter der Meinung ist, dieser Patient hat Stress und Schmerzen, dann verzichten wir auf das Waschen und es werden wirklich nur die absolut notwendigen Massnahmen getan.
Ich bin selber Stationsleitung auf einer neurochirurgischen Intensivstation und kann nicht nachvollziehen, unabhängig von der jeweiligen Fachabteilung,wie man das Patienten und Mitarbeitern zumuten kann! Es ist sicherlich nicht immer einfach fest eingespielte Tätigkeiten, die über Jahre entstanden sind, zu verändern. Man braucht viel Geduld, Zeit, Ausdauer und starke Nerven. Alles ist möglich!
In diesem Sinne und Grüsse aus Köln

Markus :eek:
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
K

Kai-Uwe Klöting

Mitglied
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17.07.2000
44225
Hallo Dirk

Man wäscht ja nicht die ganze Nacht durch sondern meist in den frühen Morgenstunden.Also hat der Pat bei uns auf der Station durchaus die möglichkeit drei Stunden am Stück zu ruhen um einmal seine Tiefschlafphase zu durchlaufen.Andere Stationen haben ihre Organsiation so umgestellt das sie nicht mehr waschen das ist richtig aber sind sie in dieser Zeit auch nicht im Zimmer und ist es in dieser Zeit dann auch so ruhig auf der Station das der Pat.seine Ruhephase bekommt?
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A+I
Fachgebiet
Anästhesie
D

danielafranz

Neues Mitglied
Basis-Konto
08.01.2003
hallo zusammen
wir haben 8 betten auf station, davon zwei zwei-bettzimmer und einen "saal" mit 4 betten. wir sind eine operative intensivstation und haben daher einige patienten z.B. nach hüft-ops oder gyn-eingriffe nur für eine nacht, sozusagen zur überwachung (das stört uns im moment am meisten)bleiben. durch das rein und raus im normalen tagesablauf kommen unsere langzeitlieger meist zu kurz, denn wer beatmet ist, kann sich nicht beschweren.
wir waschen die beatmungen abends im nachtdienst(beginn 20.30), bis 23.00. da haben wir erfahrungsgemäß die meiste zeit.morgens so ab 4.30 werden sich noch mal "normale" pat. zum waschen ausgeguckt, meist die die wach sind. der frühdienst ist meist zu dritt und hat dann noch max drei leute zu waschen. die hüft-pat. werden gegen 9.00 früh verlegt, weil ab 10.00 mit neuen zugängen gerechnet werden muß. im allgemeinen sind wir aber flexibel und passen uns auch den patienten an, wenn einer stark schwitzt oder abgeführt hat, kommt er natürlich sofort unter den waschlappen.manch nicht ganz orientierte und unruhige pat werden auch abends ganz warm mit lavendelöl gewaschen, das beruhigt und sie schlafen dann meist ganz entspannt. fiebrige pat bekommen pfefferminzöl ins kalte waschwasser. hat jemand noch erfahrungen mit ätherischen ölen in der intensivtherapie???
daniela
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
IPS
G

Gerhard Raßmann

Mitglied
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Hallo Leute,
das nächtliche waschen kommt dem Tag-Nacht-Rhythmus der Patienten nicht zugute. Da kann ich mich den Meinungen der meisten Schreiberlinge nur anschließen.
Aber nicht nur für die Patienten ist es eine Qual, zu nachtschlafener Zeit gewaschen zu werden, auch für das Personal ist es meiner Meinung nach eine Zumutung. Die Aufmerksamkeit ist herabgesetzt und das Leistungsvermögen ist auf dem Tiefpunkt.
Nicht dass wir uns falsch verstehen. Therapeutische Waschungen sind natürlich ausgenommen und Ausnahmen bestätigen die Regel.
Durch eine Umstellung des Tagesablaufplans muss es Möglich sein, die Waschungen entweder in den Frühdienst oder in den Spätdienst zu legen. Wenn man den Zeitraum weit stecht (z.B. "im Laufe des Frühdienstes") kann man seine Pflegeplanung auch noch individuell durchführen.
Es funktioniert, habe es selbst Jahrelang so praktiziert.
 
Qualifikation
Lehrer für Pflegeberufe
Fachgebiet
Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
Marc Baumann

Marc Baumann

Mitglied
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17.11.2000
29227
Hallo,

ich habe noch nicht ganz verstanden, welches Ziel bei diesem Vorgehen erreicht werden soll.

Wasche, Körperpflege gehört mit zu den ATL´s, ist ein Grundbedürfnis. Und es ist eine pflegerische Handlung.
Welches ist die Pflegeziel, welche Ressourcen werden gefördert?

Gruß,

Marc
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurologie
Weiterbildungen
2006/07 Konfiguration Philips PDMS auf einer Stroke Unit
G

Gerhard Raßmann

Mitglied
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Hallo Marc,
jetz verstehe ich wiederu Deine Nachfrage nicht. Das Ziel einer reinigenden Waschung kann man überall nachlesen.
Hier geht es darum, wann gewaschen wird.
 
Qualifikation
Lehrer für Pflegeberufe
Fachgebiet
Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
S

Schöhler

Mitglied
Basis-Konto
04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

ich denke mal, der grundlegende Fehler in der Diskussion liegt in den verschiedenen Arten, seine Handlungen zu begründen. Ich denke, wir sind alle einer Meinung, das nachts niemand gewaschen wird, weil es so viel besser für den Patienten ist (weils das nämlich eben nicht ist).
Wir alle wissen aber auch, das es das Optimum niemals geben wird, und das man manchmal eben gezwungen ist, Abstriche zu machen....
Wenn alle Patienten nachts gewaschen werden hat das was von Horrorvision, aber wenn man einen oder zwei von siebn, acht oder mehr Patienten wäscht, halte ich persönlcih das durchaus für vertretbar, GERADE auf den Stationen, wo das frühmorgentliche Verlegen in Akkordarbeit ausartet. Denn im Zweifelsfall profitiert der Pat. m.E. von einer sorgfältig durchgeführten Grundpflege mit allem drum und dran, für die man auch noch Zeit hat, mehr, als von einer 10 Minuten schrubb-schrubb Aktion, ich denke, jedfer weiß wie ich das meine.
Irgendwer sagte etwas von "Zumutung für das Personal", weil es ja nachts ist, AUfmerksamkeitsdefizit, und so weiter und so fort.....sicher sind wir alle Menschen, und daher eben überwiegend tagaktiv..Trotz allem bin ich der meinung, wer nachts kritisch kranke Patienten adäquat überwachen will, der kann eigentlich auch waschen...denn ich bin sicher, die adäquate Überwachung benötigt ein noch wesentlich höheres Maß an AUfmerksamkeit......

Grüße einstweilen

Chris
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Herzchirurgie
Marc Baumann

Marc Baumann

Mitglied
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17.11.2000
29227
Hallo Gerry,

ich muß zugeben, es ist etwas mißverständlich, was ich heute morgen in aller Frühe, direkt aus dem Bett kommend, geschrieben habe. :smile:

Aber vielleicht ist das auch etwas der Punkt, um den es mir geht (weil ich heute um 8.31 Uhr noch sehr wenig Potential hatte).
Wenn die Diskussion "nur" um den Zeitpunkt geht, dann ist es eine reine Diskussion um das Einpassen einer Tätigkeit in den Zeitplan der Pflegekräfte.
Mein Nachfragen bezog sich jedoch auf den Patienten. Was hält er davon, nachts z.B. um 4 gewaschen zu werden? Ist es ihm zuträglich, werden damit besondere Ressourcen gefördert, gibt es ein Pflegeziel dahinter?
Gerade im Zuge von Professionalisierung und Qualitätserbringung scheint mir die Reduktion auf Arbeitsablaufe wenig förderlich.

Die unterschiedlichen Vorgehensweisen, welche unter diesem Thema aufgelaufen sind, die Grundfragestellung macht für mich deutlich, daß es viel "wider" und wenig "für" gibt.

Gruß,
Marc (hoffend, daß es bei mir 10.49 Uhr etwas besser um die Verständlichkeit bestellt ist).
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurologie
Weiterbildungen
2006/07 Konfiguration Philips PDMS auf einer Stroke Unit
M

Markus Schmidt

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2001
50679
Hallo an Alle ...

muss mich jetzt doch wieder in die Diskussion einschalten. Ich bin weiter der Auffassung, dass es eine Zumutung für Patienten UND Mitarbeiter ist, wenn Nachts wieviele Patienten auch immer gewaschen werden.
Die Zeit der Grundpflege kann wirklich flexibel gestaltet werden. Sei es im Früh-, Spät- oder Nachtdienst. Dann aber zu Beginn des Dienstes, also gegen 21, 22 oder 23 Uhr. Ich habe selbst schon auf mehreren Intensivstationen gearbeitet und habe es als absoluten Horror empfunden, morgens um 4 einen Patienten waschen zu MÜSSEN. Und warum? Weil es immer schon so war und weil es irgendwie in den wohl vertrauten Tagesablauf am besten herein passt. Wir sollten viel öfters unsere Tätigkeiten reflektieren. Warum machen wir was und wann ... und ... geht es nicht auch anders? So haben wir uns die provokante Frage gestellt, ob man überhaupt jeden Tag jeden Patienten waschen muss? Ist es nicht manchmal besser, einen Patienten zufrieden zu lassen, ihm seine Ruhe ( soweit man auf einer IPS von Ruhe sprechen kann)zu lassen und wirklich nur absolut notwendige Massnahmen durchzuführen? Auf unserer Station hat mittlerweile jeder die Möglichkeit das für seinen Patienten mitzuentscheiden.
Im Nachtdienst die Grundpflege durchzuführen ist der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Gerade weil ich in den fühen Morgenstunden um meine ganze Konzentrationsfähigkeit kämpfen muss, sollte ich mich nicht mit solch einer Tätigkeit belasten. Patientenferne Tätigkeiten sind da eher geeignet, weil hier Fehler nicht so gravierende Folgen haben.
Sicherlich ist die Ablauforganisation in jedem Haus anders. Aber es gibt so viele Möglichkeiten den Ablauf stationsintern so zu strukturieren, dass ausreichend Zeit für die Grundpflege im Tagdienst bleibt.
In diesem Sinne, schönen Abend noch und Grüsse aus Köln

Markus :tongue:
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
S

Schöhler

Mitglied
Basis-Konto
04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

nur um meinen Standpunkt nochmaz zu verdeutlichen..ich sage nicht, das man mind. so und soviele Patientren waschen muß, weil wirs schon immer so gemacht haben,...ich denke eben nur, es spricht auch nichts dagegen...udn gerade Patienten nach operativen Eingriffen, frisch extubiert, sind oft dermassen glücklich, gewaschen zu werden, das es eine wahre Freude ist, dem zuzusehen....
Bei sedierten Patienten, und aus Sachzwängen heraus, kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber auch dort finde ich es tolerabel.
@Marcelino, ich will nicht unverschämt sein, aber um es mal plakativ zu sagen (sozusagen leicht überspitzt): Wer die notwendige Aufmerksamkeit im Nachtdienst nicht aufbringt, macht besser keinen... Ich frage mich, was "patientenferne" Tätigkeiten sind, denn irgendwie kommt alles früher oder später zum Patienten, ob es das Testen von Geräten, das aufziehen von Notfallmedikamenten oder sonst etwas ist. Deiner Argumenation in DIESEM speziellen Fall kann ich leider irgebndwie nicht folgen (was auch an mir liegen kann..;o)....)...

Und: Natürlich muß ein Patient NICHT jeden Tag gewaschen werden, Ruhe (soweit möglich) ist auch ok, auch wenn Prof. Larsen heute noch wacker das Gegenteil vertritt..;o)

Gruss

Schöhler
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Herzchirurgie
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Themenstarter/in
06.01.2003
44627
Tach auch
Ich freue mich das viele von euch mit geantwortet haben und ich möchte zu einigen Antworten Stellung nehmen.
Frühdienst optimieren, ich kann nur sagen wenn das aufstehen morgen um 5 nicht währe, ist Frühdienst bei uns auf der interdisziplinären - Intensiv (14Betten) wie Urlaub, das ist meine Meinung. Also an der Optimierung liegt es nicht.

Zum Tag & Nachtrhythmus
Ich persönlich halte es für schwachsinnig jeden Tag zu ´´Waschen´´ so gesehen werden doch bei Langzeitpatienten nur die 3.Gs versorgt und Hauptsache das Lacken ist frische ;)
Ruhe, das ist schon wichtiger, spätestens nach 2 Stunden ist diese aber vorbei, weil dann werden (nur Beatmung-, & Immobilepatienten, nicht die sich selbst Positionieren können) durchs Bett bewegt und nicht zu vergessen Eincremen, denn viel hilft viel.
Also wo ist die Tiefschlafphase, klar kann ich Beatmung einen Extraschuss Milch geben (Disoprivan®), bleibt ja auch nichts anderes übrig.
Wo ist der Tag-Nachtrhythmus, wenn die Herren Akademiker um 21 noch Abführendemaßnahmen anordnen und das bei einem Pat. der bei klarem Verstand ist, um 2Uhr Nachts war dieser dann nicht mehr bei klarem Verstand.

Meine Meinung, zum ´´Waschen´´ um 4Uhr morgen........................wenn es eine ruhige Nacht ist habe ich kein Problem damit jemanden zu Versorgen, Ich sehe es sogar für sehr angenehm, Ich habe Zeit, Ich versorge auch nur eine Beatmung.
Auch ja wenn ich mich nicht ganz irre, gibt es auch einige Bundesländer in dem Verboten ist Nachts zu Waschen.

Gruss
RS
 
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Krankenpfleger
Fachgebiet
Intensiv
D

danielafranz

Neues Mitglied
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08.01.2003
hallihallo
ich glaube in alle sind wir uns erstmal einig, der patient steht im vordergrund und es geht um sein wohlbefinden. ich gehe mal davon aus, das wir im allgemeinen von beatmeten patienten sprechen. wenn der patient alle möglichen sachen zur sedierung und analgesie laufen hat, und das alles hochdosiert, so das eine sponatmung ausgeschlossen ist. da frag ich euch doch, welche rolle spielt da ein tag-nacht rhythmus?wir waschen abends/nachts weil da am meisten zeit ist, wer hat schon den luxus am tag einen patienten eine stunde ungestört in allen atl´s zu versorgen??
nochmal zu der aufmerksamkeit in den frühen morgenstunden. hallo, was kann ma denn beim "waschen" verkehrt machen? wenn du noch nicht mal fit genug bist einen patienten zu waschen, wie willst du dann andere aufgaben bewältigen wo es wirklich um ´was geht, zB notfälle, reas usw.?
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
IPS
Marc Baumann

Marc Baumann

Mitglied
Basis-Konto
17.11.2000
29227
Hallo Daniela,

ich verstehe nicht, warum der "Tag-Nacht-Rhythmus" unwichtig sein soll. Diese Feststellung bedeutet, daß Du einem Patieten, wie auch immer sein Zustand ist, die Wahrnehmung absprichst.

Ich denke, diese ganze Problematik entsteht zum großen Teil aus unserem eigenen Umgang mit uns. Dadurch, daß wir gezwungen sind, zu jeder Zeit des Tages (und der Nacht) volle Leistung zu bringen, bilden wir es auch auf die Patienten ab. Außerdem sind wir ja sowieso da.
Ich würde glaube ich Amok laufen, wenn Straßenarbeiter nachts um 4 beginnen würden, die Straße vor meinem Haus aufzureißen - letztlich mit der Begründung, es wäre dann doch sehr viel weniger Verkehr und sie könnten am Stück arbiten, ohne unterbrochen zu werden (Beispiele hinken immer ein wenig, drum stellt es Euch einfach nur vor uns zerpflückt es nicht gleich).


Gruß,

Marc
 
Qualifikation
Krankenpfleger
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Neurologie
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2006/07 Konfiguration Philips PDMS auf einer Stroke Unit
E

Elisabeth Dinse

Gesperrter Benutzeraccount
13.08.2000
00000
Hallo Daniela

Welche Mittel zur Sedierung kommen bei euch zur Anwendung?

Elisabeth
 
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KS, PA BasStim, FS A/I
Fachgebiet
IBFW
B

Basi

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18.01.2003
Hallo Marc und alle anderen,

auch ich bin davon überzeugt das Nachtruhe unbedingt gewährleistet werden muss !!!!
Hier geht es um einen im Menschen angelegten Rhythmus, der mit Sicherheit durch Sedierung nicht aufgehoben werden kann. Blutzuckerspiegelschwankungen im Tagesrythmus ändern sich auch nicht, nur weil jemand sediert ist.
Gehen wir zu uns zurück, zum Personal; warum glaubt ihr gibt es Arbeitszeitregelungen und warum werden Menschen die jahrelang Nacht arbeiten und dies eigentlich gewöhnt sein sollten trotzdem krank?
Was muten wir Abwehrgeschwächten, wenn nicht sogar Abwehrlosen (im wahrsten Sinne des Wortes) zu ? Wenn es Gesunde oder Gewohnheitstiere auch nicht aushalten?
Seht ihr nur die paar Tage des Patienten in der Intensiv?
Wo bleibt bei Euch dann der Menschen?
Ich bin auch der Meinung wenn ihr Zeit habt zu Waschen, dann werden sich auch Arbeiten finden lassen die in dieser Zeit zu erledigen sind. Oder ihr reduziert an dieser Stelle Euer Personal und setzt es im Tag ein. Das es klappt haben auch schon andere bestätigt.

Eure Basi

PS: Ich selbst war auch zwei Jahre auf einer interdiszi-plinären Intensivstation. Genau dieses Ablauf-, Maschinenorientierte Danken war ein Knackpunkt warum ich ging. Jetzt im Pflegeheim gehts um den Menschen, bei uns wird niemand vor 6.45 Uhr gewaschen. (Das soll's auch in Pflegeheimen geben)
 
Qualifikation
KS/Bibu/Pdl/Studentin
Fachgebiet
Altenhilfe
D

Dirk Jahnke

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Moin Marc

Die Sache mit den Strasenarbeitern bringt es voll auf den Punkt :smile:

Werde ich mir merken !
 
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Fachkrankenpfleger A/I
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Internistische Intensivpflege
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