GuK Gründe, warum man nicht in Dienstkleidung nach Hause fahren sollte!???

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tigermaus1985

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18.09.2004
Hallo Leute!!!

Was kann man dazu alles schreiben? Aus hygienischen Gründen, Schutz vor Infektion,... Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen!?:confused:

LG!!
 
Qualifikation
Krankenpflegeausbildung
Fachgebiet
NRW,Knappschaftskrankenhaus
J

Jens Schouten

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Hallo Tigermaus!
Tatsächlich spielen hygienische Gründe die Hauptrolle.
Untersuchungen haben ergeben, daß Dienstkleidung bereits nach wenigen Stunden behaftet ist mit Erregern, die sich normaler Weise ausschließlich im klinischen Umfeld befinden. Wenn Du damit heimfährst und beispielsweise eine Jacke darüber trägst, wird diese ebenfalls kontaminiert, genauso wie Dein Auto und das häusliche Umfeld, womit die Kleidung in Berührung gerät.
Zu Hause bei Dir herrschen andere Bedingungen, die entweder dazu führen können, daß diese Erreger absterben oder aber (und da ist der Haken!) mutieren.
Diese Mutationen schleppst Du wieder ins Krankenhaus ein, wenn Du Deine Dienstkleidung zurückträgst.
Hier kommen dann Deine Erreger und Allergene aus dem häuslichen Umfeld dazu. Denke bei Allergenen beispielsweise an Tierhaare!
Ebenso wenig wünschenswert ist es übrigens, wenn getragene Dienstkleidung im Umkleideraum verbleibt, statt in die Wäschesammlung gegeben zu werden, denn auch da geht es weiter mit Wachstum und Verbreitung der Erreger.
Hier werden dann leider auch saubere Kleidungsstücke der Kollegen behaftet.

Vielleicht solltest Du einfach mal Kontakt aufnehmen mit der oder dem Hygienebeauftragten in Eurem Haus. Da erfährst Du neben den aktuellen Richtlinien auch gleich, welche absurden Wege manche Erreger zu gehen wissen, nur um zu überleben und sich zu vermehren.

Liebe Grüße!
Jens

-------------------------------
So mancher hört auf nach Arbeit zu suchen, sobald er einen neuen Job gefunden hat...
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegemanagement Innere Medizin
C

charleene

Wenn man im Krankenhaus arbeitet hat man wenig Sorge um die Reinigung der Wäsche.
In Altenheimen ist es sehr selten der Fall, daß Dienstkleidung im Heim gewaschen wird. Teilweise wird nicht mal in kochfester Kleidung gearbeitet, sondern "Zivil-Kleidung" ist erwünscht. Da kommt schon mal jemand in der neuesten Mode, die dann teilweise auch nur bis 30/40° waschbar ist.

Da meine Waschmaschine in der Küche steht und ich meine Dienstkleidung bei mir daheim wasche. Schmeiße ich den Stoffbeutel gleich mit in die Wäsche. Und benutze auch spezielles Waschmittel, z. B. von Sagrotan.

Auch wenn es Kritiker gibt, welche der Meinung sind, daß man es mit häuslicher Hygiene auch übertreiben kann ... ich gebe in mein Wischwasser genügend Desinfektionsmittel und desinfiziere auch die Luke meiner Waschmaschine bevor ich die Wäsche wieder raushole.
Viel Arbeit - aber ich bin mit Keimen usw. vorsichtig und übertreibe es lieber ein wenig.

Gruß charleene
 
J

Jens Schouten

Mitglied
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Sehr vernünftig, Charleene, Deine Maßregeln!
Kleidest Du Dich an der Arbeit um?
Zum Glück sind diese Desinfektionsspüler auch bei niederen Temperaturen einsetzbar.
Ein weiterer Vorteil in Altenpflegeeinrichtungen ist der eher "normale" Erregerbesatz aus dem häuslichen Umfeld. Sicherlich finden wir, bei genauer Suche, auch im Pflegeheim MRSA und andere Kokken, sowie Pseudomonaden und ähnlich gemeines Zeugs (-vor allem bei Bewohnern, die gerade einen Klinikaufenthalt hinter sich brachten-). Doch herrscht hier ein anderes Klima, welches doch deutlich andere Voraussetzungen für Überleben, Wachstum und Vermehrung schafft, als wir dies in klinischer Umgebung antreffen.
Nun habe ich eines nicht mehr im Gedächtnis: Sind deutsche Arbeitgeber in privater Altenpflege berechtigt, dem Personal vorzuschreiben, daß dieses in ziviler Kleidung erscheinen möge? Und wenn ja, können die dies, ohne einen Kleidergeldanteil, da ja so private Kleidung dienstlich verschlissen wird UND wie von Charleene noch besonderen Maßregeln unterworfen wird, die der Wäschefaser auf lange Sicht wohl auch nicht immer dienlich sind? Und: Ist es nicht möglich, KollegInnen, die tatsächlich in "neuester Mode" erscheinen, abzuverlangen, in praktischer, strapazierfähiger Kleidung an den Arbeitsplatz zu kommen. Ich meine, bei aller Liebe zum Detail ist doch ein Pflegeheim immernoch kein Laufsteg und keine Ausgehgelegenheit. Damit will ich noch nicht gefragt haben nach der Auswirkung von "zeitgemäß modischer Kleidung" auf das Orientierungsvermögen Demenzkranker Patienten bzw. Bewohner.

Gruß, Jens
 
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charleene

Moin Jens,
ja ich ziehe mich bereits am Arbeitsplatz um, und nehme dann die Klamotten mit nem Stoffbeutel (wird gleich mitgewaschen) nach Hause.
Die Arbeitgeber mit denne ich bislang zu tun hatte, haben von vorneherein gesagt: waschen und bügeln daheim und in der Freizeit. Auch auf einen finanziellen Ausgleich wurde nicht eingegangen. Immerhin ist man ja dankbar dafür für die Hoheiten zu arbeiten und mit ein bischen Glück Fahrtkosten erstattet zu bekommen ;-) .
Mir wurde mal eine Stelle angeboten, wo die Dienstkleidung im Haus gewaschen wird. Dies wurde mit Hygienevorschrift begründet. Allerdings sah die Hygiene auf den Stationen entsetzlich aus (kein Hände- oder Flächendesinfektionsmittel, keine Handschuhe ..), und aus genau dem Grund habe ich diese Stelle auch abgelehnt. Ich muss mir keine Krankheiten ins Haus holen.
Zu den Keimen in der stationären Altenpflege .. es wäre schön, wenn hier wirklich nur die normalen häuslichen Keime vorkämen. Allerdings kann man sich ja nie so richtig sicher sein, was unsere Bew. von zu Hause (oderr wie Du schon sagtetst, aus dem Krankenhaus) mitbringen oder wie sauber und genau die Küche arbeitet. Salmonellen, ORSA/MRSA, Influenza usw. können genausogut von Angehörigen angeschleppt werden.
Gewissen Kollegen und deren unhygienisches Arbeiten kann man ebenfalls recht schnell auf die Schliche kommen, wenn nur in deren Bereich sich z. B. Bindehautentzündungen häufen.
Auch in der Schule wurde uns gelehrt, daß ein Altenheim ein zu Hause und kein Krankenhaus ist und vor allem, daß die Keimbesiedelung hier eher gering ist. Allerdings ist es auch so, daß die älteren Herrschaften nicht gerade mit einer Top-Abwehr ausgestattet sind. Daher bin ich der Meinung, daß man lieber vorsichtig sein sollte mit potentieller Keimverschleppung.
Gruß charleene
 
J

Jens Schouten

Mitglied
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Auch in der Schule wurde uns gelehrt, daß ein Altenheim ein zu Hause und kein Krankenhaus ist und vor allem, daß die Keimbesiedelung hier eher gering ist. Allerdings ist es auch so, daß die älteren Herrschaften nicht gerade mit einer Top-Abwehr ausgestattet sind. Daher bin ich der Meinung, daß man lieber vorsichtig sein sollte mit potentieller Keimverschleppung.
Gruß charleene
Vollkommen korrekt, wie übrigens der Rest Deines Beitrags auch, Charleene.
Danke dafür!
Liebe Grüße!
Jens
 
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05.07.2001
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