Medizinrecht grob fahrlässige kollegin

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G

georgie

Mitglied
Basis-Konto
21.06.2007
38106
es geht um eine arbeitskollegin.
situation ist: instabiles beatmetes kleinkind.
die vorfälle nach dem dienst der kollegin häufen sich immer mehr.beispiele: kind bekommt seine sondennahrung nicht ( kind hat schon 600 g abgenommen und ist krankheitsbedingt sowieso unterernährt), es wird mit abgelaufenem nacl inhaliert, parameter am beatmungsgerät werden aus versehen verstellt, dokumentation wird gefälscht bzw gar nicht geschrieben, im beatmungsschlauch wird die wasserfalle nicht geleert, so das infolgedessen wasser ins schlauchsystem gerät und im schlimmsten fall in die lunge des kindes, es wird eine falsche trachealkanülengrösse eingesetzt, medikamente nicht gegeben, lebenswichtige medizinische geräte zb mob.absauggerät, mob.beatmungsgerät wird nicht an den strom gemacht, so das man wie gestern als stromausfall war, das kind bebeuteln musste, weil der akku des beatmungsgerätes leer war...

es wurde von allen seiten im team mehrfach mit der kollegin gesprochen.diese zeigt nur bedingt einsicht.fühlt sich selber überfordert.
der pflegedienst wurde informiert, spielt aber alles herunter.
eltern sind selber nicht in der lage, den pflegedienst zu wechseln oder sich durchzusetzten.

das kindswohl ist in grossem maße gefährdet.hab so was noch nie erlebt
deshalb die frage, an wen kann man sich wenden?
die kollegin hat nur einen befristeten vertrag, aber ich hab echt angst so jemanden auf andere patienten loszulassen.
 
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante kinderintensivpflege
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Schwierige Geschichte .... es müssen natürlich Beweise her.
Du kannst anonym eine Anzeige erstatten. Eine anonyme Anzeige würde bei mir persönlich aber einen fahlen Beigeschmack hinterlassen.
Ich für meinen Teil würde eine offizielle Anzeige z.B. wegen vorsätzlicher Körperverlezung bevorzugen, insbesondere, wenn sich die PDL nicht als entscheidungsfähig erweist. Hier gibt es 2 Möglichkeiten:
- auf die Beiweisumkehrlast setzen (die Pflegekraft muss beweisen, dass sie ordnungsgemäß gehandelt hat)
- oder besser: selber Beweise für das Fehlverhalten erbringen.

Dann gibt es noch die Möglichkeit, die zuständige Aufsichtsbehörde (z.B. MDK) mit der Bitte um Überfrüfung der Pflegemaßnahmen zu informieren - das wäre ein relativ schmerzfreier Weg für die Eltern.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, die Eltern zu einer Anzeige zu bewegen, aber damit begibt man sich auf verdammt dünnes Eis.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Pflegeboard.de

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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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