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Giraffe/OmniBed von Heinen&Löwenstein

  1. Hallo,
    wir haben seit ein paar Wochen die Giraffe OmniBed von Heinen&Löwenstein zum Testen auf Station. Es gibt wie immer unterschiedliche Meinungen darüber aber ein großer Teil ist nicht so begeistert. Die Temperaturregulation des Kindes hat nicht so gut geklappt.Schon gar nicht als das FG mehr Gewicht hatte und das Bett dann als Wärmebett genutzt werden sollte. Auch bei einer OP, wenn mehrere Köpfe sich über den Patienten beugen, bekommt der dann von oben wenig Wärme und von unten keine. Wie sind eure Erfahrungen mit diesem Bett. Wir wollten es nicht als Ersatz für Wärmebett oder Inkubator anschaffen, sondern für kleine FG die geplant zu einer OP zu uns verlegt werden und denen dann das Umlagern nach der OP wieder in den Inku erspart bliebe.
    MfG Katzedina
     
  2. Grüß Dich,

    wende Dich doch mal an die neonatologische Intensivstation der Uni-Klinik Frankfurt (Station 14-2, Tel. 069 - 6301 5524). Wie´s der Zufall manchmal so will, war ich erst kürzlich in meinem Fachkurs-Einsatz dort. Die Giraffe wurde durch das Team dieser Station entwickelt und wird jetzt über Heinen & Löwenstein vermarktet. Wende Dich einfach mal an die dortige Stationsleitung - mit Fragen zur Giraffe rennst Du dort offene Türen ein ;)

    Gruß,
    Christian.
     
  3. Hallo Katzedina,

    Dein Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich möchte Dir trotzdem noch antworten.
    Die "Giraffe" wird nur von Heinen und Löwenstein zusätzlich vertrieben. Sie ist aber ein Produkt von GE. Nur zur Info, falls Du noch weitere Fragen an das Gerät hast.
    Das Gerät hat viele Vorteile. Einen Nachteil habt ihr aber schon gefunden.
    Die Giraffe im OP zu beutzen ist ein wenig problematisch, besonders bei NEC-OP´s, etc. Unsere FG sind dabei auch immer ausgekühlt. :angry: Es gibt Kliniken, die legen eine Wärmematte unter das Kind während der OP. Wir machen das nicht.
    Die Heizung, bzw. der Heizstrahler haben einen anderen Allgorhythmus, als alle anderen Geräte, die auf dem Markt sind. Deshalb ist die Benutzung auch ein wenig gewöhnungsbedürftig.
    Ich arbeite nun seit 6 Jahren mit dem Gerät und das sehr intensiv. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich von dem Konzept begeistert (aber es hat wie alles andere, auch negative Seiten- wie z.B. OP).
    Falls Du spez. Fragen hast kannst Du mir gerne ein PN mailen.:neugier:

    Gruß
    Schlotterlotte

    PS: Ich arbeite auf der Station, die Christian verlinkt hat :thumbsup2:
     
  4.  
  5. Hallo freddy20020,

    zu den Vorteilen:
    • ich sehe die Waage schon mal als Vorteil an
    • im Notfall kannst Du den Deckel hochfahren und hast ungehinderten Zugang zum Kind
    • zu zweit finde ich die Größe als sehr angenehm (das ist natürlich meine persönliche Empfindung)
    • bei hoher Feuchte "tropft" es nicht von der Decke und der Inku ist nicht so stark beschlagen
    • man hat an einem Platz für alle kommenden Kinder ein passendes Bett gerichtet (Wärmebett bzw. Inku, je nach Kind)
    • das Bett hat ein anderes Befeuchtungssystem und kann somit zwei Wochen im Inku Modus genutzt werden (normale Inkus werden bei uns alle 7 Tage gewechselt)- frag mich bitte nicht, wie das genau funktioniert, dass kann ich Dir nicht sagen. Wir haben lange Zeit Abstriche gemacht und konnten auch keine höhere Keimbelastung feststellen. Wir haben der Aussage nämlich auch nicht vorbehaltlos geglaubt
    • Wärmevorhang beim öffnen der Klappen, bzw der Seitenklappe aktivieren (bei sehr kleinen Frühchen kann das das auskühlen beim Versorgen gut entgegen wirken)
    • bei kranken Kindern, die zum Känguruhn zu instabil sind machen wir den Eltern den Deckel mal eine Zeit lang hoch. Dann sind sie ihren Kindern etwas näher. Das hat einen unglaublichen postitiven psychologischen Effekt für die Eltern.
    Zu der Wärmematte kann ich Dir nichts genaueres sagen, wie oben beschrieben benutzen wir das nicht. Ich habe es beim Hospitieren in einer anderen Uniklinik kennen gelernt. Da wir noch nicht mal eine Wärmematte besitzen habe ich leider auch keine Chance in der Medizintechnik zu fragen, ob es MPG konform ist diese Version zu nutzen.

    Der Algorhythmus:
    Die genauen physikalischen Eigenschaften kann ich Dir nicht mit meinen Worten erklären. Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Gelegenheit einen der amerikanischen Entwickler zu sprechen. Der hat uns das erklärt, aber es ziemlich kompliziert. Ein Produktspezialist von GE ist aber bestimmt gerne bereit Dir das richtig zu erklären.
    Hier meine "Laienversion": Sobald die Hautsteuerung aktiviert ist und der Sensor korrekt geklebt ist (Hersteller empfiehlt Leberhöhe auf dem Kind, bei uns funktioniert es im Normalfall auch bei untergelegtem Sensor) misst er kontinuierlich die Temperatur. Bei einem Abfall oder Anstieg beobachtet er erstmal ein paar Minuten (glaube 10 Minuten, bin mir aber nicht 100%ig sicher) die Entwicklung der Temperatur bevor er gegen reguliert. Das soll unnötiges Überhitzen bzw. Unterkühlen der Kinder vehindern. Dieses Konzept sei in den USA üblich.
    Ich finde es weder negativ noch positiv. Es ist halt so bei dem Gerät.

    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
    Bei uns stieß das Gerät auch lange auf Skepsis und es hagelte Kritik. Mittlerweile haben es fast alle ganz gerne. Letztendlich ist es wie alles was neu ist. Man muß dem Neuen genug Zeit geben, um es genau kennen zu lernen.

    Herzliche Grüße
    Schlotterlotte
     

  6. hallo Schlotterlotte,
    vielen Dank also für deine Mühe, mir zu antworten. Versteh mich nicht falsch, wenn ich soviel gegen das Bett geschrieben habe. Ich bin nur nicht so begeistert von dem Teil (auch wenn wir es jetzt seit einem knappen halben Jahr nutzen). Und bevor ich es befürworten würde, daß etwa 30.000€ für eine weitere Neuanschaffung ausgegeben werden, müßte ich schon restlos überzeugt sein von diesem Bett. Bin ich aber nicht.

    Einzig die Möglichkeit, an dieses Bett im Kreissaal schon eine transportable und später abnehmbare Rea-Einheit mit Beatmungsgerät, Gasflaschen, Perfusoren etc. zu befestigen finde ich sehr interessant und brauchbar. So bräuchten die kranken Kinder nicht mehr umgelagert werden, wenn sie auf Station ankommen, sondern könnten gleich die ersten vierzehn Tage in ihrem eigenen Bett liegen bleiben. Dazu bräuchten wir allerdings viele von den Betten, um den Rearaum am Kreissaal immer bestücken zu können...

    also vielen Dank und tschüß
     
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