Gewohnheit vor Qualität?

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S

Stripping

Hallo,

ein Pat, PS 1 hat Selbstversorgungsdefizite in der Körperpflege. Bisher hatten überwiegend Helfer diese Kundin versorgt, bei der aus meiner Sicht einiges noch optimiert werden konnte. Beispielsweise das Anziehen von Kompressionsstrümpfen im Liegen, ohne vorher Hautpflege mit verschiedensten Salben und Cremes durchzuführen. Meine Begründung: Es saugt sich in den Strümpfen, kein wirklicher Effekt vorhanden und zum anderen erschwert es das Anziehen erheblich. Außerdem müssen diese Strümpfe angezogen werden, wenn Kundin vorher gelegen hat.Bisher wurden sie ihr im sitzen nach der Pflege angezogen. Habe Kundin beraten, Hautpflege der Beine vom Spätdienst durchführen zu lassen, dass mit Übereinstimmung der Kundin an PDL weitergegeben wurde.
Körperpflege wurde von Helfern seit Pflegebegin bisher vollständig übernommen, ohne Einbezug ihrer Fähigkeiten. Allerdings kann sich Kundin selbst Kämmen und hat die Fähigkeiten, Zigaretten zu halten und diese anzuzünden.
Laut Pflegeplanung KANN sie sich das Gesicht und Oberkörper waschen und eincremen. Bisher äußerte sie durch meiner ressourcenorientierten Pflege Zufriedenheit, dass auch so dokumentiert wurde. Ich habe sie beraten, es auch künftig selbst zutun, da es für die Beweglichkeit ihrer Gelenke gut tut.
Sie äußerte Unzufriedenheit, da eine Ganzkörperpflege berechnet wird, obwohl sie nicht einsieht, dass Rücken, Genital- und Fußwäsche eine Ganzkörperpflege ist. Es kam ihrerseits auch die vorsichtige Äußerung eines möglichen Leistungsbetruges, dass ich so an die PDL weitergegeben habe. Sie ist der Ansicht, eine Ganzkörperpflege ist die Übernahme ALLER pflegerischen Tätigkeiten, ansonsten soll es nicht so abgerechnet werden, obwohl sie mit ressourcenerhaltender Pflege zufrieden und von mir auch SO dokumentiert wurde.
Kundin hat sich nun über mich beschwert, und hat meine Empfehlung der Beweglichkeit negativ weitergegeben mit den Worten, ich hätte behauptet, sie soll sich "etwas bewegen".
Kundin hat bei den Hlfern gweint, weil sie nicht zufrieden damit sei und künftig entweder alle pflegerischen Tätigkeiten übernommen haben möchte, ansonsten sie den PD wechselt.
Lt Pflegeplanung KANN sie es aber.
Soll ich nun von meiner Begründung absehen und sinnlose Pflegetätigkeiten übernehmen, obwohl ich WEIß, dass ich ihr somit Fähigkeiten aberziehe, oder soll ich weiterhin darauf bestehen?

Meiner Meinung nach sehe ich hier eindeutig, dass der Kunde nicht die nötigen Informationen von Ganzkörperpflege erhielt die er brauchen würde, und andererseits auch eine einfühlsame Patientenedukation nötig ist, um ihre Entscheidungsfreiheit zu fördern.

Ich stehe nun in einer sehr unglücklichen Situation, die Kundin hat bei den Helfern geweint und es tut mir sehr leid. Ich dachte, meine Änderung war in ihrem Sinne. Anscheinend nicht.
 
P

Pewal

Mitglied
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27.04.2011
28201
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Ich bin jetzt alles andere als Fachfrau für Pflege, aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Zunächst einmal mit der Patientin ein klärendes Gespräch führen und sich ihre Wünsche schriftlich geben lassen. Auch wenn sie körperlich in der Lage ist sich zu pflegen - sie muß auch die Bereitschaft mitbringen, sonst wird das nichts. Wenn sie sich allerdings nur nicht selbst pflegen will, weil irgendjemand sie angespitzt hat - daß der Pflegedienst doch dafür bezahlt würde und das Geld dafür einstreicht, auch wenn sie es selbst tut (das kann durch die Medien, Angehörige oder Mitpatienten erfolgt sein, Menschen leben ja nicht in einem sozial luftleeren Raum), fände ich es wichtig sie im Beisein von einem Zeugen genau aufzuklären was ihre Rechte und Pflichten als Patientin sind. Bloß nicht dadurch einschüchtern lassen, daß sie geweint hat - aber sie ernst nehmen in ihrer Unzufriedenheit. Das wäre so mein Tip. Und sich alles von ihr - oder falls nicht selbst in der Lage von ihrem Betreuer - schriftlich geben lassen, dann bist Du nicht in der blöden Situation erklären zu müssen, warum Du Leistungen wie abrechnest. LG
 
Qualifikation
OTA Azubine
Fachgebiet
Gefäßchirurgie
M

Maadla

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2012
90453
Im Prinzip ist aktivierende Pflege ja richtig und wünschenswert, aber scheint hier der Wunsch nach Passivität im Vordergrund zu stehen und ich denke, auch das gilt es zu respektieren. Würde ich jetzt so sagen als "Nichtpflegekraft".
 
Qualifikation
Fachkraft gerontopsychiatrische Betreuung
Fachgebiet
Soziale Betreuung im Altenpflegeheim
G

Gunda

Mitglied
Basis-Konto
20.09.2010
34130
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Da sind ja bei deiner Pat. eigentlich zwei Probleme.
Einmal versteht sie die Abrechnung der Leistungen nicht, also dass auch Pflege abgerechtet wird wenn sie sich teilweise selber wäscht, du aber dabei stehst und assistiertst und zum Anderen hat sie wohl noch nicht verstanden welchen Sinn die aktivierende Pflege hat.

Beides würde ich auch in einem Gespräch, nach Möglichkeit mit Angehörigen zusammen, zu klären versuchen.

Mein Ziel ist es immer aktivierend zu pflegen. Wenn aber ein Pat. trotz Aufklärung meint dass er uns ja für diese Leistung bezahlt, wir das deshalb auch machen sollen, dann machen wir das. In der Pflegeplanung und Beratung sollte das dann nur irgendwie festgehalten werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester/PDL
Fachgebiet
amb. Pflege
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Vielen Dank für eure Antwort.

Es war leider nicht ersichtlich, dass sie den Einbezug ihrer Fähigkeiten nicht möchte. Bisher hatte sie immer Zufriedenheit geäußert und es hat den Anschein gemacht, als ob sie begriffen hat, dass es für die Beweglichkeit und Entscheidungsfreiheit wichtig ist. Manchmal möchte man doch selbst mal mehr, mal weniger Duschgel haben oder auch garnicht eincremen. Wenn sie es gesagt hätte oder nonverbal den Eindruck gemacht hätte, dass es ihr nicht gefällt, hätte ich anders gehandelt. Es macht etwas mit einem, wenn man hört, dass der Kunde geweint hat, denn das war nicht mein "Pflegeziel" :wassat:.
Allerdings wäre das für eine Fallbesprechung wichtig, dass auch Helfer mal in PP hineinschauen und nicht etwas tun, was eigentlich genau das Gegenteil bewirkt. Das Kundin so handelt, ist irgendwie auch verständlich denn es ist etwas Neues, was sie nicht kennt.

Die Kompressionsstrümpfe werde ich ihr im sitzen anziehen, drei verschiedenste Pampen darunter und mich abquälen. Allerdings werde ich es so dokumentieren.
 
G

Gunda

Mitglied
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20.09.2010
34130
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Genau. Wenn du schreibst, dass auf Wunsch der Pat. die Strümpfe nicht vor dem Aufstehen sondern erst nach der GP angezogen werden, bist du auf der sicheren Seite. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass sich die Beine in entstautem Zustand befinden. Das wäre auch möglich wenn sie z.B. im Sessel sitzend, den Oberkörper etwas nach hinten geneigt, die Beine eine Weile hochliegen hat.
 
Qualifikation
Krankenschwester/PDL
Fachgebiet
amb. Pflege
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hallo Betablockerin,
wer hat den die Pflegeplanung geschrieben? Und wer hat die Helfer eingewiesen? Wer kontrolliert deren Arbeit?
Unter diesen Aspekten ist das Problem eventuell ein Stück weit selbstgemacht.
Auf der anderen Seite stellt sich mir bei solchen Zenarien immer die Frage: hat sie wirklich geweint und wenn ja, hat sie geweint weil sie was selber machen soll oder weil sich die Bezugspflegerinnen ändern?
Was mich auch noch interessiert: wußtest du wie gepflegt wird oder wurde es dir erst hinterher bewußt?

Könnte auch sein, das die Kundin die Vollpflege als Verwöhnprogramm erlebt (z. B.weil sie außer den Pflegern niemand berührt)
Es könnten sich auch noch viele ganz andere Dinge hinter dem Problem verstecken.
Eins weiß ich aber sicher, ich würde niemals ohne zwingenden Grund "gefährliche" Pflege machen, sprich, wenns die Möglichkeit gibt würde ich die Strümpfe im liegen anziehen.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hallo Lisy,

PP schreiben Fachkräfte. Wer diese Helfer eingewiesen hat, weiß ich nicht, denn die waren schon weit vor meiner Zeit dort. Diese Arbeit sollte normalerweise durch Pflegevisiten kontrolliert werden. Wann die letzte war, weiß ich nicht und es ist auch nirgends ersichtlich. Es werden bei uns aber Pflegevisiten durchgeführt, nicht nur bei Helfern sondern auch bei Fachpersonal.
Bezugspflege haben wir in diesem Sinne nicht wirklich, denn wir switchen von einer zur nächsten Tour, was ich persönlich nicht gut finde. Es wäre gut, einen gewissen Anspruch durch Fachpersonal zu planen, durchzuführen und zu überprüfen. Es ist leider nicht der Fall. Diesem System passe ich mich an.

Ich wußte durch meiner damaligen Einarbeitung, wie gepflegt wurde und Kundin äußerte damals der Helferin gegenüber, sie würde durch dieser Pflege wie "ein Baby behandelt werden".Allerdings nicht eskalierend. Habe das stillschweigend registriert, aber war für mich ein einschneidendes, prägendes Erlebnis das nicht sein soll. Wir haben es mit einer erwachsenen Frau zutun, die auch als Solche behandelt werden soll. Demenz oder irgendeine andere Degeneration besteht nicht. Sie hat PS 1. All meine Veränderungen wurden ausgibig mit Kundin besprochen und ihrerseits auch erwünscht und gerne angenommen. Bisher glaubte ich jedoch, es sei ein Problem der unzureichenden Kommunikation, weil sie Informationen benötigt, welchen Pflegebedarf sie eigentlich hat. Das sie allerdings den Spieß umdreht und diese Leistung reklamiert, fand ich höchst überraschend und verwundertlich. Noch schlimmer fand ich, dass Tränen geflossen sind, denn das tut mir aufrichtig leid. Es weckt in mir Schuldgefühle für etwas, was mir NOCH nicht wirklich klar ist.
Da sie Angehörige informiert hat und mit dem Chef wegen meiner Pflege ein ernstes Wort reden möchte (Info wurde mir zugetragen), werde ich besser nachgeben und eine Pflege anpassen, die teilweise sinnlos ist.

Ein Gespräch ist mit Kundin derzeit nicht möglich, weil ich sie nicht auf der Sachebene erreiche. Sie diskutiert ständig auf der Emotionalebene wegen ungerechtfertigten Kosten der Ganzkörperpflege.
 
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hallo Betablockerin,
ja, das hab ich mir schon fast so gedacht. Schau mal genau hin in die Richtung der Kollegin/en, die dir das alles zugetragen hat/haben.
Es wäre nämlich nicht das erste Mal, das sich die Helferinen auf den "Schlips" getreten fühlen, weil mal wieder eine "EXE kommt und alles besser weiß Und das wo die das schon immer so machen. Achtung Ironie (das geht doch gar nicht, wie kann man auch)
Und ich würde das Gespräch mit dem Chef suchen damit die Ergebnisqualität besser wird.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Jetzt wo du es so direkt beschreibst, fällt mir ein das dieser Kollege (Helfer) meinte, dass PDL Rücksprache mit ihm hielt, um von ihr über genauen Sachverhalt berichtet zu bekommen...dieser Helfer in einer eher flapsigen und lustigen Art sagte, dass er unseren PDL mitteilte, dass "ich nichts falsch mache aber "Was anderes hier reinbringen will". Das - ehrlich gesagt, hat mich etwas enttäuscht denn ich finde es nicht ok, meine Entscheidung zu untergraben und sich Helfer zur Meinungsbildung mit ins Boot zu ziehen. Fakt ist, Kunde hatte Neuerungen akzeptiert, angenommen und auch umgesetzt. Fakt ist auch, abgesehen mal von der Übernahme der vollständigen Pflege, dass KS nicht angezogen werden sollen, wenn Kunde schon mehrere Stunden sitzt und die Beine herunter hängen hat. Das Sahnehäubchen sind dann noch diese Cremes und Salben, die noch morgens unter den Strümpfen aufgetragen werden sollen.
Ich vermute, mein PDL weiß es insgeheim auch das es nicht korrekt ist aber aus kommerzeillen Gründen so passiv ist.
 
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hallo Betablockerin,
ich ahne, vermute deine PDL weiß von diesem Gespräch überhaupt nichts.
Abenteuerlich auch ist es von- einem Helfer als Examinierte- die Absolution zu bekommen.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Ja das stimmt schon, aber es muß irgendetwas dran sein, denn sonst würde die PDL, nachdem ich auf ihr zuging, nicht mit Abwehrhaltung reagieren. Andererseits wäre es schon ein starkes Stück, wenn sie die Beurteilung eines Helfers über meiner Pflege einholen würde. Wäre das der Fall, gäbe es nur drei Möglichkeiten. Entweder sich etwas anderes suchen, es zu akzeptieren oder Unzufriedenheit äußern.

Wie würdest du darauf reagieren? Eine Fallbesprechung veranlassen?
 
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
28.09.2010
01983
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Ja das ist glaube ich die beste Idee, eine Fallbesprechung, und dort beschließen, dass die Stümpfe im Liegen angezogen werden und und und, wir haben auch so eine uneinsichtige, die wäscht sich gern zeitig, was natürlich kein Problem ist. Sie soll halt vorher läuten, dann geht ND hin, nein tut sie nicht, also wird es halt so dokumentiert!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
G

Gunda

Mitglied
Basis-Konto
20.09.2010
34130
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Jetzt wo du es so direkt beschreibst, fällt mir ein das dieser Kollege (Helfer) meinte, dass PDL Rücksprache mit ihm hielt, um von ihr über genauen Sachverhalt berichtet zu bekommen...dieser Helfer in einer eher flapsigen und lustigen Art sagte, dass er unseren PDL mitteilte, dass "ich nichts falsch mache aber "Was anderes hier reinbringen will". Das - ehrlich gesagt, hat mich etwas enttäuscht denn ich finde es nicht ok, meine Entscheidung zu untergraben und sich Helfer zur Meinungsbildung mit ins Boot zu ziehen.
Hallo Betablockerin,
ich lese heraus, dass bei euch eine Kluft zwischen den Helfern und den examinierten Kräften besteht. Ihr seid doch ein Team, jeder macht eben das wofür er ausgebildet ist.
Auch wenn eine Auszubildende eine Aussage trifft, muss ich die ernst nehmen (eben in Bereichen, die sie beurteilen kann).
Wäre die Aussage von einer examinierten Kraft gekommen, hättest du dich auch 'auf den Schlips getreten' gefühlt?
 
Qualifikation
Krankenschwester/PDL
Fachgebiet
amb. Pflege
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Nein ich fühle mich dabei garnicht auf den Schlips getreten und ich sehe seitens von Fachkräften keine Klufft. Wenn es seitens von Helfern entstand, dann wäre es ein stummer Kampf, worüber dann gesprochen werden muß.

Es ist das Misstrauen, was mir als zuverlässige Mitarbeiterin entgegengebracht wird. Wenn ich Entscheidungen treffen muss, dann muss es mit Kriterien gefüllt werden und Qualität messbar sein. Wenn Stümpfe nach stundenlangem Sitzen angezogen werden, ist es schlechte Qualität. Möchte ich es gerne beheben, wünsche ich mir von meinem AG Vertrauen in meinen Handlungen. Wozu Fachkräfte wenn es nichtmehr in unserer Entscheidung liegt.. Dann tue ich's, ohne zu hinterfragen.
Es hat nichts mit der Beziehung untereinander zutun, sondern mit Fachkompetenz. Wie soll man es auch wissen, wenn man es nicht gelernt hat
 
H

Heiri78

Mitglied
Basis-Konto
25.08.2008
Zürich
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hey Betablockerin,

habt ihr eigentlich ein Leitbild oder Ähnliches?
Ich denke eigentlich, dass die Patientin einen Vertrag mit euch schliesst und sie sich über die "Regeln" informiert.
Wenn ihr euch "aktivierende Pflege" auf die Fahnen schreibt (was ja viele machen), dann sollte sie sich darüber bewusst sein.
Weiss ja nicht ob dies bei euch gerade zutrifft. Aber ich meine halt nur, weil bei Leistungsstreitigkeiten in anderen Gewerben eigentlich immer sofort auf die AGB's verwiesen wird.
Vielleicht lohnt auch hier ein Blick :wink:

schöne Grüsse

Heiri78
 
Qualifikation
Pflegefachmann
Fachgebiet
Reha
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hy Heiri,

ja wir haben es im Leitbild stehen, dass bei uns die Autonomie gefördert wird. :verknallt Klingt toll, oder?

Vielleicht sollte ich ernsthaft in Erwägung ziehen, die Pflegeziele in der PP umzuformulieren : ".. Restfähigkeiten wurden aberzogen"... oder so :verknallt
 
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Hallo Betablockerin,
ich lach grad herzhaft, wäre ne nette Möglichkeitsich sich vollends unbeliebt zu machen, das mit der Selbständigkeit aberzogen.
Aber mal im Ernst, wenn dem Helfer/in von deinem Vorgesetzten Dinge eingefordert werden, die er schlicht weg nicht beurteilen kann, dann müßte man mal auf die Beziehungsebene wechseln und sich fragen: sind die beiden befreunedt oder stehen die sich sonst irgendwie nahe?
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
B

Bookwood

Mitglied
Basis-Konto
31.03.2010
52531
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Dokumentieren doch das genau so! Mach ein Beratnungsgespräch zu den Kompressionsstrümpfe und dokumentiere die Ablehnung des Pflegebedürftigen.
Bsp.:
Klient wurde informiert, dass die Kompressionsstrümpfe im liegen bei entstauten Beinvenen angezogen werden werden sollen. Als alternative wurde ihr weiterhin angeboten die Beine 20min vorher hoch zu lagern. Der Klient besteht weiterhin auf das direkte Anziehen der Kompressionstrümpfe nach der Grundpflege und lehnt die vorgeschlagene Durchführung der Kompressionstherapie ab.

Der MDK kann dann euch nichts mehr (wäre aber auch nicht Transparenz/Benotungs relevant).

Eine Möglichkeit wäre noch der Kunden die Versorgung mit Cremes am abend nach dem Ausziehen der Kompressonsstrümpfe anzubieten. Bzgl. der Körperpflege würde ich die Ressourcen genauso erfassen, aber als Problem darstellen das die Kundin sich sehr "passiv" verhält und darauf besteht das die ganze Körperpflege übernommen haben möchte.
Letzendlich ist sie einer der Kunden und sie bestimmt die Qualität. Du als Pflegefachkraft kannst nur enstprechend beraten, die Entscheidung fällt der Patient. Wir hören ja auch nicht immer auf die Ratschläge des Arztes (mit dem rauchen aufhören usw.)

Letzendlich hört es sich aber auch so an, dass die Kunden nicht auf 45min pflege am Tag kommt. Aber das ist ein anderes Thema :)
 
Qualifikation
Auditor
Fachgebiet
TQM Auditor, QM
Weiterbildungen
Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Gewohnheit vor Qualität?

Nun habe ich entschlossen, alles so zu tun, wie es von den Helfern eingeführt wurde. Habe mit dem Helfer heute gesprochen, dass es sehr gut ist, wenn man dem Kunden etwas gutes tun möchte, aber einige Specials auch als Solche zu erkennen gibt, damit keine Missverständnisse auftauchen. Allerdings wollte man damit argumentieren, dass es ja ein älterer Mensch sei, aber dass kann man nicht mit dem Alter begründen, sonst müsste man in der Annahme sein, jüngeres Klientel hätten bei höherer Pflegestufe weniger Anspruch auf einwandfreier Versorgung. Es wurde verstanden (hoffe ich) . Habe mit meinem Chef gesprochen, das er dringend einen Termin aufgrund eines Beratungsgesprächs vereinbaren soll.
Es ist aber eine Erfahrung, über die ich mir selbst auch Gedanken darüber mache, wo ich stehe, was ich ändern kann und was ich mir künftig vorstelle.
 
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