Gewerkschaften

Onkel Fritz

Onkel Fritz

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AW: Gewerkschaften

Hallo Tillidin, stell Dir vor, es ist Gewerkschaft und keiner geht hin. Da nutzt auch keine spez. Gew., geht auch keiner hin. Ohne Mitglieder kann keine Gew. etwas bewirken. Und Zwangsmitgliedschaft wird wohl nicht zu machen sein.
Ich bleib dabei, bei den meisten sind andere Interessen viel wichtiger geworden. Lassen sich wie eine Schafherde ins Gatter treiben und haben Zeit für WICHTIGES.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Selber schuld.
Schlimm nur, dass die, die wirklich was verändern/verbessern wollen, die Leidtragenden sind. Als Einzelkämpfer hat man es eben schwer.
 
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Bernd-Kl

Bernd-Kl

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Hallo Tilidin;

wir wäre es erst einmal mit einem regionalen Pflegstammtisch?
Hier pickt man sich dann einen besonders miesen Arbeitgeber raus und das Fachpersonal kündigt komplett.
Examinierte Pflegekräfte bekommen immer einen neuen Job, wenn sie nicht gerade richtig "Sche..." sind (soll es ja auch geben).
Dann verschwindet dieser Arbeitgeber ganz schnell vom Markt.

Stell Dir doch einmal vor, wir Autofahrer würden 1 Monat bundesweit einfach eine bestimmte Benzinmarke nicht mehr tanken. Es gäbe für diesen Konzern das reinste Chaos. Bei Shell hat das ja mal vor vielen Jahren recht gut geklappt, als sie diese Ölplattform im Meer versenken wollten. Sie wurden boykotiert und haben ganz schnell zurückgezuckt.

Natürlich darf dazu niemand öffentlich direkt aufrufen, aber an einem regionalen Stammtisch kann vieles passieren. Außerdem gibt es die lokale Presse, der man die Gründe, warum plötzlich alle Examinierten in einer bestimmten Einrichtung aufhören, ja stecken kann. Die Kolleg/innen müssen sich nur einig werden, wen sie sich rauspicken und diejenigen bei der Jobsuche unterstützen, die den Bettel hinschmeißen.
Eine eigene Pflegegewerkschaft ist m.E. ein erheblich zu hoch gestecktes Ziel. Lokal geht so etwas viel besser und ist enorm wirkungsvoll.
Bernd
 
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Tilidin

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Hallo Onkel Fritz
Hallo Bernd

Eigentlich dürfte ich es ja nicht schreiben, aber ich habe nicht mehr viel Lust, für andere etwas zu machen.(Undank ist der Welt Lohn)und eigentlich was es doch gar nicht so schlimm,jetzt hast Du aber überzogen. Ich kenne sie alle, diese ängstlichen Pappnasen, sie haben kein Kreuz u. am Ende stehst DU oder Ich alleine da.
Ich habe meine Form des Protestes, schwimme ein wenig im Verband mit u. dann ist es auch Gut.

Das ändert aber nichts daran, das ich meine Meinung habe u. die sagt, wir brauchen so etwas wie eine starke Gewerkschaft, nur sie muss erstmal den Kuchen backen, sonnst kommt keiner zum Kaffee.
Ach ja Onkel Fritz: wie will eigentlilch die spätere Pflegekammer, ihren Zwangsbeitrag begründen?
 
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Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
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traveler

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@tilidin:

dein Beispiel ist gut.

Viele haben noch nicht kapiert, dass aus dem Kuchen erst was wird, wenn alle daran mitarbeiten, ihren Teil beitragen und jeder was dazu gibt.

Andere den Kuchen backen zu lassen, dann zu schimpfen dass er nicht so geworden ist wie mans gern hätte, dass er zu klein ist und dann auch noch davon abhaben wollen.

und

beim nächsten Kuchen wieder die anderen machen lassen - die hätten mich ja einladen können zum Essen, dann werd ichs ihnen schon sagen obs passt.

Nein, auch bei einem Volksfest gibts viele die es ausrichten und dafür arbeiten, noch mehr die ihren Teil davon abhaben wollen (Zuschauer, Feiernde), aber die nicht mitgearbeitet haben müssen dann zumindest Eintritt bezahlen oder über die Verzehrpreise das ganze Finanzieren - sonst gibts nix.
Da sag ich auch nicht - ich wäre ja gekommen, wenn se mich zu Hause abgeholt hätten.

Schlussfolgerung: Ist es mir wichtig genug muss ich zum Gelingen meinen Teil dazu beitragen, in Form von Geld und/oder aktiver Mitarbeit, sonst wird es nichts.

Das haben aber ein größerer Teil noch nicht wirklich Verstanden.

Du kennst das Sprichwort vom - Hund zum Jagen tragen?
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Eigentlich dürfte ich es ja nicht schreiben, aber ich habe nicht mehr viel Lust, für andere etwas zu machen.(Undank ist der Welt Lohn)
Doch darfst du! ich finde auch diese Einstellung ist ganz einfach zu respektieren! Und es gibt mit Sicherheit entsprechende Erfahrungen und Gründe die zu dieser Einstellung geführt haben. Da bist du nicht alleine.

Ich bleib dabei, bei den meisten sind andere Interessen viel wichtiger geworden. Lassen sich wie eine Schafherde ins Gatter treiben und haben Zeit für WICHTIGES.
das find ich zu pauschal und oberflächlich beurteilt. Ich denk es gibt einen Haufen Leut, die mit vielfältigsten persönlichen/famil/gesundheitl usw, Problemen zu kämpfen haben und gar nicht die Kraft haben sich gewekschaftl für zu engagieren.

Und dann gibt es aber andererseits so Deppen wie mich, die immer wieder auf die Schnauze fallen, weil sie`s nicht lassen können Robin Hood zu spielen. Eigentlich kann ich mir das gar nicht leisten, für Andere immer wieder Kopf und Kragen zu riskieren, weil ich mein Maul nicht halten kann. Meine Erfahrung: wenn`s drauf ankommt, stehen keine geschlossenen Reihen mehr hinter oder neben mir. Warum trotzdem? Sag ich nicht, würde zu weit ins philosphische abtriften. Nur Edelmut wird`s wahrscheinlich nicht sein

Beide Haltungen sind zu respektieren.
 
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AP-gerontopsych.Fkr., PalliativFkr., Mentor,Gerontotherap.Dipl.Sozialbetr.
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Lisy

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Hallo Bernd,
die Ansage, man soll sich einen "echten Fiesling" raussuchen und dann durch eine Flut von Kündigungen in den Bankrott treiben, ist für mich persönlich eine Art von Mobbing! Außerdem glaube ich, das es nie zu einer Einigung kommen würde, wer jetzt den schlimmsten Fiesling als AG hat.
Ich persönlich, auch AG "schlage" mich lieber mit der Gewerkschaft und dem BR rum, nur leider, wollen meine MA weder das eine noch das andere.
Fazit: Ich "schlage" mich mit jedem Einzeln rum, kostet Kraft und vor allem unnötig Zeit.
Lisy
 
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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das find ich zu pauschal und oberflächlich beurteilt. Ich denk es gibt einen Haufen Leut, die mit vielfältigsten persönlichen/famil/gesundheitl usw, Problemen zu kämpfen haben und gar nicht die Kraft haben sich gewekschaftl für zu engagieren.
Diese Probleme gab es schon immer, dadrum geht es doch nicht. Ich schrieb, dass die INTERESSEN sich geändert hätten.
 
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traveler

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speerkaempferin:

Ich denk es gibt einen Haufen Leut, die mit vielfältigsten persönlichen/famil/gesundheitl usw, Problemen zu kämpfen haben und gar nicht die Kraft haben sich gewekschaftl für zu engagieren.
1. einen Dauerauftrag auszufüllen erfordert nicht die große Kraft und lässt sich mit dem Familienleben auch noch vereinbaren.
2. die 10-15€/mtl. für eine Vollzeipflegekraft die an Beitrag anfallen, nach steuerlichem Abzug, läßt sich denke ich auch verkraften.
3. der Beitrag ist bei nächsten Gehaltsrunde leicht wieder heraus oder wenn ich mal nen Rechtschutz brauche.

Aber warum soll man nicht ein wenig Beitrag zahlen, wenns die nächste Lohnerhöhung auch umsonst gibt, weil ein paar Dumme die Gewerkschaftsbeiträge brav bezahlen.

Und dann beißt sich die Katze schon in den Schwanz, den die diversen Probleme lassen sich auch nicht lösen oder verbessern ohne eine starke Organisation im Rücken.
 
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habe mich heute zu diesem Thema lange mit einem Mit-initiator einer Bürgerinitiative zur Überprüfung der Menschenwürde unterhalten. Er hat in stat. Einrichtungen Unterschriften gesammelt, bzw. sammlen wollen und bekam oft zur Antwort: " trau mich nicht, könnten ja Sanktionen folgen" ist das vielleicht einer der Gründe, warum nix geht?

www.rosenblätter im Irrgarten.de
Bürgerinitiative - öff.Petition an den Deutschen Bundestag zu Überprüfung der Menschenwürde.

läuft seit Anfang des Jahres. Bis 15.1.13 müssen ca 150000 Stimmen abgegeben sein.(ich weiß jetzt die genaue Zahl nicht mehr, bin Zahlenlegastheniker)
Bis jetzt wurden erst 200 abgegeben.
 
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Antje63

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Hallo zusammen,
Ich arbeite seit 1,5 Jahren in der Pflege . Ich bin zwar ganz zufrieden mit meinem AG, denke aber über eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft nach. Nun meine Frage: welche Gewerkschaft? Mein AG teilte mir bei der Einstellung mit, der Betrieb sei nicht tarifgebunden... Es handelt sich um einen Konzern mit mehreren Häusern und amb. Diensten.
Wie stelle ich mich am schlausten an? Bin in dem Bereich unerfahren.
 
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Tilidin

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Hallo Antje63

Erstmal ist es toll, das Du dich organisieren möchtes. Welche Form die richtige ist, ist sicher schwer zu beantworten.
Wenn es eine Gewerkschaft sein soll, würde ich mich fragen, ob es einen wohnortnahen Ansprechpartner gibt, ob Aktionen betrieben werden, ob die Gewerkschaft in den regionalen Blättern lebt.????
Wenn die Frage nun zwischen einem Pflegeverband oder Gewerkschaft entschieden werden soll, dann würde ich mir die inhaltlichen Pakete anschauen, sprich, wo meinst Du, den größten Nutzen zu haben.

Mittlerweile denkle ich, das man bei einem Verband besser aufgehoben ist, aber das ist nur meine subjektive Meinung.
 
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foenigin

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Hallo
ich bin im Deutschen Pflegeverband und Gott sei Dank auch seit letztem Jahr bei Verdie Mitglied. Beim DPV kommt nichts als geblubber wenn man Hilfe braucht. Bei Verdie geben Sie sich ultra viel Mühe und man bekommt sofort Hilfe.Und letztlich ist meiner Meinung auch der große Teil der Pflegenden selber Schuld mit Ihrer Demutshaltung und ihrem :wir können ja eh nichts ändern und keiner hilft uns Einstellung.
Gut macht was ihr wollt .Verdie sei dank ist mir sofort geholfen worden.
 
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thorstein

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Wenn es mir um Tarifpolitik geht, also um bessere Bezahlung, scheint mir verdi sowieso alternativlos.
Wichtig ist eine gute rechtliche Absicherung.
Wenn es um pflegepolitische Ziele geht, wird es spannender.
Verdi wird beispielsweise sicher nie ein Befürworter der Pflegekammer.
Die Verbände würden mangels Mitgliedern nichts lieber tun, als in einer zwangsfinanzierten Pflegekammer aufzugehen.
Das war natürlich ausdrücklich nicht neutral formuliert, sondern meine eigene politische Meinung.
 
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Altenpfleger
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Antje63

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In meiner Stadt direkt gibt es nichts aber ich werde mal im Internet suchen und anrufen, fange wohl mit Verdi an. Nächste Woche habe ich 3 freie Tage (wenn nix dazwischen kommt)

Ich hatte früher nur 1 direkten Chef, aber jetzt 1 PDL darüber 1 Einrichtungsleiter und darüber noch den Chef des Konzerns, da fühle ich mich ziemlich klein.
 
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ambulante Pflege
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