Innere Medizin Gewalt , Inkompetenz in der Pflege

anubis

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Hallo Ihr da draussen ,

Ich habe da mal eine Frage , und zwar wie verhält man sich wenn weiß und es auch mehr als einmal gesehen und gehört hat und das nicht allein das eine Pflegehelferin ( Assistentin :sick: ) Bew. schlägt , sowie verbal massiv beschimpft ????
Eigentlich dachte ich, das es Ihr beim erstenmal aus einen Affekt passiert ist ( was keine Endschuldigung ist ) aber dann mußte ich mit entsetze feststellen das sie es des öfteren tut. Ich hatte dann um eine Aussprache gebeten wo, wie sollte es auch ein sie es abstritt. Dann suchte ich das Gespräch zur PDL und zur Heimleitung Antwort : Wir wissen wie sie ist , können aber nichts daran ändern !!!!!!!. Eine Kündigung könne sie mir nicht erklären da es offensichtlich keinen Beweis gebe. ( heeeeee was sollte dann die Aussage )

Nun das zweite Problem ist das es eine Fachkraft gibt die mit der Pflegeplanung ( nach Krohwinkel ) nicht zurecht kommt , also lässt die Fachkraft die Planung ebene von seiner Mutti schreiben ist das erlaubt oder nicht ???? PS : auch darüber wurde PDL u. Heimleitung informiert jedoch passierte da auch nichts :mad_2: . ( Blumen sprechen halt eine andere Sprache )

Nun , ich habe da jezt aufgehört da ich einee neuen Tätigkeit mit freude antrteten werde ,und eigentlich geht es mich ja auch nicht mehr an aber , es lässt mich nicht in Ruhe da ja die Bewohner immer noch da sind .
Ob ich dem MDK ,den Krankekassen mal einen Tipp geben sollte ??? was meint Ihr da dazu ?????


Mfg
anubis
 
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Mary-13

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Hallo anubis, habe gerade mit Entsetzten Deinen Eintag gelesen. Also ich bin kein Mensch der sofort wegen jeder Kleinigkeit zur PDL läuft aber bei Gewaltin der Pflege hört es auf. Vielleicht solltest Du dich mal mit der Geschäftsführung in Verbindung setzten. Was die Pflegeplanung betrifft ist es nicht erlaubt Bewohnerdaten aus dem Haus zu tragen und anderen zugänglich zu machen. Es gibt soetwas wie Schweigepflicht und Datenschutz.
Mfg
Mary-13
 
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anubis

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Hallo ,

Danke für Dein Posten.

Ja das mit der Geschäftsführung ist auch so eine Sache den die macht gerne die Augen zu und ist froh darüber das die MDK Prüfung gut überstanden ist.
Klingt vieleicht eigenartik aber sowas habe ich auch noch nie erlebt !!!
Meine damaige PDL ud Heileitung haben eben Narrenfreiheit und können machen was sie wollen. Ich hatte auch schon darüber nachgedacht eine Anzeige Privat zu machen aber das Problem ist, das ich da auch allein stehe und ich da bestimmt keine Chance haben werde . Aber das ist ja auch noch nicht alles was passiert ist. Ich will nicht mit dem Heim abrechnen aber ich will und werde auch nicht die Augen verschließen wie es leider oft vorkommt. Ich habe eigentlich gute Kontakte zum MDK (Bruder arbeitet da)
und der hatte mir gesagt, das da auf jedenfall was unternommen werden wird aber das kann halt etwas dauern ( Gottes Mühlen malen langsam aber gerecht ).

Mfg
anubis
 
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Mary-13

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Das ist leider wirklich so aber ich finde es gut das Du etwas machen willst und nicht wie viele andere die Augen verschließt.Mit demMDK ist doch auch ok. Wichtig ist das man was dieses Haus betrifft einfach sensibilisiert wird was Gewalt in der Pflege betrifft. Schlimm ist das die meisten Bewohner selbst wenn sie könnten nicht sagen aus Angst vor weiteren Sanktionen.

Mfg
Mary-13
 
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anubis

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Hallo ,

Sagmal ich hatte mal gelesen und gehört das es im Netz irgndwo eine Seite gibt , wo man über solche Heime was schreiben kann ???. Hast Du eine Ahnung wo ich eine solche finden kann ???

Mfg
anubis
 
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anubis

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Hallo Wassermann ,

Jeep so eine hatte ich gemeint . Nun werde ich mich da mal durchlesen und dann auch meinen Beitrag leisten. Danke nochmal

Mfg
anubis
 
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Vaiolenz

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Hi, anubis!
Gewalt gegen Bewohner ist, in welcher Form auch immer (verbal oder körperlich), leider immer noch kein Einzelfall. Laut meiner Erfahrung werden die Pflegekräfte hierbei immer wieder geschützt, einzige Ausnahme: in den letzten Tagen. Hier wird gehandelt und nicht geschützt. Das ist erstaunlich, soweit es meinen Erkenntnissen entspricht. Die Dunkelziffer wird meines Erachtens deutlich höher sein, man erfasst halt dass, was letztendlich auch greifbar und beweisbar ist.
Das Problem liegt, wieder meiner Meinung nach, an anderer Stelle: Eine Überforderung an sich ist hier nicht wegzudiskutieren, wir können das beste wollen, aber wir sind alle an Realitäten gebunden. Ergo: wir müssen uns als Pflegekräfte zusammenschließen, wir müssen die Probleme verdeutlichen, wir müssen geschlossen agieren, wir müssen uns eine Lobby schaffen. Wir arbeiten für und mit Menschen und nicht bei VW. Ein "Montagsauto" ist ein "Montagsauto". Ein mißhandelter oder ein allein gelassener Mensch ist immer noch ein Mensch. Der Bewohner benötigt den Schutz, aber auch die Pflegekraft. Das ist, rein theoretisch, kein Ding. Pragmatisch sind es Welten. Meiner Meinung nach sind wir demnach eigenständlich verantwortlich, dieses zu ändern. Selbstpflege, Mediation und dergleichen sind wichtig, aber auch ein dementsprechendes Arrangement. Dafür müssen eben mal auch Überstunden geleistet werden. Hier geschieht das, freiwillig. Warum nicht an anderer Stelle?!?
Liebe Grüße und ein definimief ruhiges Wochenende wünsche ich Dir,
Dein Jens.
 
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Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
jackdanielsx84x

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Hallöle!

Überstunden? Ah ja, du sammelst wohl sonst noch nicht genug. :eek:riginal:


Nun, zielgerichtete, mit der Absicht den Patienten/Bewohner physischen oder psychischen Schaden zuzufügen, ist natürlich nicht zu akzeptieren und es besteht akuter Handlungsbedarf.

Ich möchte nur mal zu bedenken geben:
Physische Gewalt richtet sich auch sehr häufig gegen Pflegepersonen, wenn nicht sogar zu einem höheren Anteil, als umgekehrt. Nur steht das natürlich nicht in der Zeitung......

Gruß
Dennis
 
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...... Im allgemeinen schäme ich mich nicht für diese Pflegekräfte, die so einen Mist machen, sondern für die Pflege an sich. Das sind nur die Spitze des Eisberges. Wir müssen mehr einfordern für das Wohl und für den Schutz unserer Klienten, denn irgendwann liegen wir auch irgendwo in einer Einrichtung und dann erleben wir es am eigenen Körper. Das sind für mich die Fakten, wenn die community andere parat hat, dann lasse ich mich gern überzeugen. Es ist an der Zeit, die Situation(en) zu ändern. Mit Argumenten, mit Intelligenz, mit Wissen, mit Charme. Keine holen Phrasen, klare statements. Esprit.
Guts Nächtle,
Jens.
 
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jackdanielsx84x

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Ich schäme mich weder für den Pflegenden noch für die Pflege im gesamten.
Jemand hat einen Fehler gemacht, einen Fehler, der nicht zu tolerieren ist, vielleicht hat er diesen Fehler auch öfter gemacht und dafür muss er/sie die Konsequenzen tragen.

Das einzige was es zu bekämpfen gibt ist die Konsequenzarmut.

Ich denke nach der Spitze des Eisberges kommt nicht mehr gar so viel.

Gruß
Dennis
 
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Hallo, Dennis!
Bezüglich der Überstunden sehe ich nur die KolegInnen, die möglichst oft zu eigenen Konditionen frei haben und darüber hinaus. Ein Beruf hat auch immer etwas von Berufung, so denke ich jedenfalls. Sicher habe ich genügend Überstunden, aber darum geht es nicht. Wie willst Du Dich, aus dem Dienstplan heraus, engagieren? Bei mir klappt das nicht, sorry.
Sicher gibt es auch Gewalt gegen das Pflegepersonal, aber das geschieht ja nicht aus Langeweile heraus, oder siehst Du das anders? Welchen Menschen läßt Du, rein persönlich, als Privatperson, wissentlich körperliche Gewalt antun? Und noch einmal: Zeit ist ein Faktor. Ich ahbe noch in den Neunzigern mit teilweise zehn Pflegekräften sechsunddreißig Bewohner gepflegt, das ist kein Scherz. Da ging was. Das war Pflegequalität. Du mußt doch auf Deine Mitmenschen eingehen können, oder? Was bleibt denn zwischen den Protokollen, den Berichten, den Nachweisen, der Kommunikation zwischen den Schnittstellen und Dir, was auch protokolliert werden muß? Wund,- Schnerzmanagement? Pflegeplanung? Verlaufsberichte? Entwicklungsberichte? Novellierungen? Du bekommst das also alles so einfach auf die Reihe? Supi.
Es geht hier nicht um uns, es geht um unsere, uns anvertraute Menschen. Du kannst es handlen, andere wiederrum nicht. Aber das hat doch seine Gründe, oder?
Sind in Deiner Einrichtung noch Jobs frei? Wenn es so gut läuft, dann bewerbe ich mich gerne bei Euch. Sicher möchtest Du mich aber nicht als Kollegen haben, denn ich schaue nach. Und ich bin leider bekannt dafür, das ich genau schaue. Hier unter solch reflektierten KolegInnen ist das nicht nötig, auch wenn ich nicht immer einfach bin, das gebe ich ganz offen zu.
Schau Dir nur einmal Deine KolegInnen an: würdest Du für Sie Deine Hand ins Feuer legen? ich ahb es getan und es war falsch. Und ich habe daraus gelernt. Es stimmt insgesamt eben nicht. Das hat gar nichts mit dem MDK oder der Heimaufsicht zu tun, es ist unser Image. Welches uns nebenbei so auferlegt wurde. Das ist Politik. Laß uns doch da was machen!? Es geschieht so vieles, aber wir müssen am Ball bleiben. Stillstand ist der Tod.
Liebe Grüße und Dir ein ruhiges Wochenende,
Dein jens.
 
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Ich schäme mich weder für den Pflegenden noch für die Pflege im gesamten.
Jemand hat einen Fehler gemacht, einen Fehler, der nicht zu tolerieren ist, vielleicht hat er diesen Fehler auch öfter gemacht und dafür muss er/sie die Konsequenzen tragen.

Das einzige was es zu bekämpfen gibt ist die Konsequenzarmut.

Ich denke nach der Spitze des Eisberges kommt nicht mehr gar so viel.

Gruß
Dennis
Da stimme ich Dir zu. Die Konzequenzarmut ist, um es ganz klar zu verdeutlichen, armselig und besch........
Meiner Meinung nach fehlt hier die Basis in letzter Instanz. Oder basisorientiert. Wir müssen es insgesamt als eine Einheit weiterhin und konsequent politisieren. Das ist krass aufwendig, aber es ist nötig.
Liebe Grüße,
Dein Jens.
 
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..... oder den Begebenheiten nach orientiert, meinte ich. Die Basis ist wichtig, aber die Begebenheiten können weit davon entfernt ihr Dasein fristen. Ich mach mal lieber den Kasten hier dicht, bevor ich noch mehr Blödsinn schreibe.
Besser häte ich gleich an ein entsprechendes Gremium posten können, sowie viele andere hier auch. Wenn alles so eifach wäre, müßten wir uns hier nicht unsere Köppe heiß schreiben.
Ich geh jetzt mal in die Bubu und reflektier mal mein Geschreibsel............
Auweia:blushing: :cry: !
Bis gleich,
Dein jens.
 
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jackdanielsx84x

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Für mich ist das größte Problem der Konsequenz, das die Tat, die zur Konsequenz führte in der Öffentlichkeit erscheint und auch wenn dort kein Name der Einrichtung erwähnt wird, spricht es sich im näheren Umkreis herum.

"Haste gehört? DORT werden die Patienten verdroschen!"

und nicht

"Haste gehört, da hat JEMAND einen Patienten geschlagen und wurde KONSEQUENT raus geworfen! Jetzt ist eine gute Versorung gewährleistet"

Gruß
Dennis
 
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Hallo, Dennis!
Ich gebe Dir wieder einmal vollkommen recht. Nur liegt es in der Natur des Menschen, das sich negative Schlagzeilen schneller und besser verkaufen als positive. Das "dort werden Menschen verdroschen" wird sich schneller festsetzen als: "da wird niemand mehr verdroschen, da geht jetzt alles glatt" . Wenn Du beides nebeneinander stellst und gewichtest: was bleibt als Schlagzeile?
Warum filmen Menschen Unfälle, anstatt zu helfen? Warum beobachten Menschen Notsituationen, anstatt einzugreifen? Warum kommt ein RTW nicht vorort schnellstmöglichst zum verunfallten Menschen? Warum schauen Jugendliche gern mal bei Rott....com vorbei? Warum Gewaltspiele statt Jodelspiele? Das können wir endlos ausdiskutieren, wir werden beide Recht haben und doch im Unrecht sein. Wir Sollten etwas an der Basis ändern. Und wir müssen uns von quälendem Pflegepersonal verabschieden (besser wäre Hilfe, sorry). Wir bruachen aber auch Möglichkeiten, uns vor schlagenden Bewohnern zu schützen. Rein theoretisch, so habe ich das während einer Fortbildung gelernt, ist ein Angriff auf Dich und mich als Pflegekraft rechtlich gesehen zu ahnden. Blos: inwiefern liegt eine tatsächlich bestimmbare Absicht, mir oder Dir zu schaden, zugrunde? Ist eine Absicht nachzuweisen? Geschah es im Besitz aller geistigen Kräfte, zielgerichtet? Angemessen?
Schwere Klamotte. Aber es gehört auch irgendwie zum Job. Entweder man akzeptiert es, oder man klagt, oder man wehrt sich. Letzteres muß zur Kündigung führen. Vielleicht. Ich kann es nicht beurteuilen. Es gibt schwerwiegende Auseinandersetzungen, bei denen es um die eigene Existenz geht. Ich stelle das zur Diskusion.
Folter, Qualen, Demütigungen,.... sind, per se, meschenverachtend und müssen dementsprechend rechtlich verfolgt werden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Klaro.
Gute Nacht, ich schlafe schon zu dreiundeinviertel............
Bis dennsen,
Jensen
 
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.....noch eibnmal kurz hinterhergeworfen: detailierte Angaben zu Mißständen am jeweiligen Arbeitsplatz könnten bezüglich der Schweigepflicht nicht unerhebliche Konsequenzen für den Klagenden mit sich ziehen, es sei denn, der Arbeitgeber entbindet Dich von dieser Pflicht. Das ist in letzter Konsequenz nicht akzeptabel, also besteht hier auch zukünftig Handlungsbedarf. Berichtigt mich bitte, wenn ich falsch liege.
Nacht.
Jens.
 
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jackdanielsx84x

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Der Arbeitgeber muss dich nicht entbinden, dazu gibt es rechtliche Grundlagen in solchen Fällen:

Quelle: Bericht von Dr. Diether Deiseroth (Richter am Bundesverwaltungsgericht) veröffentlich im Brennpunkt Gesundheit 1/2007

"Das in Artikel 17 des Grundgesetzes geschütze Grundrecht der Petitionsfreiheit enthält.....
"Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden"

weiter schreibt er:

"Ist ein/eine Beschäftigte/r auf Grund konkreter Anhaltspunkte der Auffassung, dass aus dem Betrieb Schäden oder schwewiegende Risiken für Menschen, eherbliche Rechtsgüter oder Sachwerte oder Umwelt drohen oder dass eine Verletzung von Strafgesetzen oder von internationalen Abkommen, aus denen sich rechtliche Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland ergeben, erfolgt ist oder unmittelbar bevorsteht, so ist er berechtigt, den Arbeitgeber zur Abhilfe aufzufordern.
Kommt der Arbeitgeber der Aufforderung nicht nach, so kann sich der Beschäftigte an die zuständige außerbetriebliche Stelle wenden.
Der Beschäftigte darf sich unmittelbar an die außerbetriebliche Stelle wenden, wenn nicht zu erwarten ist, dass eine Aufforderung zur Abhilfe führen würde.
Aus der Wahrnehmung dieses Rechts darf dem Beschäftigten kein Nachteil erwachsen."

Beschluß: Bundesverfassungsgericht 02.07.2001

"Nehmen Bürger ein staatsbürgerliches Recht in Anspruch oder erfüllen sie eine ihnen als Staatsbürger obliegende rechtliche Pflicht, so dürfen sie nach Art. 2 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatprinzip (Art. 20 GG) verlangen, dass ihnen dadurch keine zivilrechtlichen Nachteile entstehen.
Gruß
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