Gesundheitswissenschaft - Public Health - Gesundheit- und Gesundheitswesen

I

Ingo Tschinke



Titel: Public Health – Gesundheit- und Gesundheitswesen

Herausgeber: Friedrich Wilhelm Schwartz

Verlag: Urban & Fischer

ISBN: 3437222600

Preis: Gebunden, 905 Seiten, 99,- €

Das Public Health Buch ist eines der wichtigsten Nachschlage- und Grundlagenwerke der neu erstarkten Gesundheitswissenschaft. Die Gesundheitswissenschaft beschäftigt sich nicht nur mit dem Gesundheitswesen und der Institutionalisierung verschiedenster Organisationen der Behandlung von Krankheiten und deren Epidemiologie, sondern es geht viel weiter – sie folgt dem Konzept der multiplen Systeme: Produktions- und Konsumsysteme zur Befriedigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse, sowie das Gesundheitssystem sowie Systeme zur wissenschaftlichen Entwicklung und Bildung.
Gesundheit als Gut ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr nur ein privater Wert, aufgehoben in der Versorgungsintimität einer individuellen Medizin, sondern ein öffentliche Aufgabe. Public Health ist überwiegend mit dem angemessenen Management kollektiver Gesundheitsprobleme befasst, ohne allerdings die individuellen Präferenzen und Bedürfnisse zu negieren.
Das Buch deckt in seinem umfangreichen Spektrum alle verschiedenen Aspekte des Public Health ab.
Das Buch beginnt mit den Erläuterungen zu Public Health als Zugang zu Gesundheit und Krankheit der Bevölkerung und den Sinn und den Möglichkeiten von Analysen für effektive und effiziente Lösungsansätze. Im weiteren wird Public Health aus globaler und europäischer Sicht beleuchtet.
Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung von Gesundheit und Krankheit in der Bevölkerung, mit der Frage nach der Definition von Gesundheit- und Krankheit und der Erkrankung der Bevölkerung an und für sich. Es werden Umweltfragen, die Humangenetik und Forschung problematisiert. Als sehr interessant ist der Beitrag hervorzuheben, der danach fragt, wie wir uns durch unser gesellschaftliches Verhalten selbst krank machen und welche psychosozialen Aspekte hier eine Rolle spielen?
Auch die Auseinandersetzung mit Gesundheitsförderung und Prävention findet hier ihren Widerhall.
Kapitel drei setzt sich mit den Institutionen, Systemen und Strukturen auseinander, mit Fragen der Ziele und Strategien der Gesundheitspolitik, den Institutionen, Systemen und Strukturen der Gesundheitsprävention und den Gesundheitsausgaben. Der Krankenversorgung und Pflege ist mit der Betrachtung der verschieden Professionen ein breites Kapitel gewidmet. Auch der Patient, als Leistungsverbraucher des Gutes Gesundheit, wird von allen Seiten beleuchtet, als Nutzer, als Potential im Gesundheitsgeschehen durch Gesundheitsselbsthilfe, als Partner und in der Patientenedukation als mündiger Bürger.
Der nächste Teil des Buches setzt sich mit epidemiologischen Daten zur Information auseinander, wie man diese Daten nutzt und aufbereitet. Es werden Methoden der empirischen Forschung dargestellt und inwieweit diese nutzbar sind.
Die Betrachtungsweise einzelner Krankheitsbilder und deren Kontext zu gesellschaftlichen Entwicklungen ist das nächste Kapitel gewidmet, den sogenannten Zivilisationserkrankungen, von koronaren Erkrankungen bis hin psychischen Erkrankungen und Sucht.
Es werden die verschiedenen Bevölkerungsgruppen betrachtet und deren Einbeziehung in Systeme des Gesundheitswesen wie Arbeitende und Arbeitslose, Kinder und Jugendliche, Behinderte, Alte und Migranten.
Das nächste Kapitel befasst sich mit den System und Institution für das Gesundheitswesen, wie Planung und Management, Qualitätsforschung und der Evaluation des Gesundheitswesens, dem Qualitätsmanagement und den Leitlinien und Health technology assessment (HTA).
Ausbildung und Forschung schließen das Buch ab, mit den Möglichkeiten der Public Health Ausbildung in Deutschland und den Forschungsperspektiven in Europa.

Fazit: Bei dem Buch handelt es sich um ein sehr umfassendes, anschauliches und lesbares Fachbuch zu Public Health. Kaum jemand, der sich mit Gesundheitswissenschaft und gesellschaftspolitischen Themen zur Gesundheit der Gesellschaft beschäftigt, wird auf dieses Buch verzichten können. Besonders ins Licht der Betrachtung gehört der Bereich der Prävention, ein Bereich, den Pflegende in vielen Ländern praktisch bearbeiten, welcher in Deutschland durch Pflegende aufgrund vorhandener Strukturen kaum oder gar nicht bearbeitet wird.
Public Health bietet hier viele Perspektiven und Anforderungen, denen sich die Gesellschaft in 21. Jahrhundert stellen muss. Dies wird durch das Public Health Buch umfassen beleuchtet. Es ist einfach „Das Buch“ der Public Health.

Aufbau:


Aktualität:


Übersichtlichkeit und Gestaltung:


Didaktik und Verständlichkeit:


Buchformat:


Inhalt:


Gesamtbewertung:


Rezensiert von Ingo Tschinke

Auf das Bild klicken oder hier bestellen: Das Public Health Buch. Gesundheit...

[ 19. Mai 2003 19:25: Beitrag editiert von Christian Kröhl ]
 

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