Atmung & Beatmung Geschwollenes Gesicht durch Beatmung?

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darkjewel

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12.10.2006
30419
Hallo.ein Patient wurde am freitag auf die ITS verlegt, z.n. REA,ALS.
Er war Beatmungspflichtig, wurde in der ambulanten Intensivpflege versorgt und hatte eine Maskenbeatmung.Nun durch den Vorfall wurde er intubiert und beatmet (BIPAP) nun ist sein Gesicht, eigentlich der ganze Körper angeschwollen, ich bin der Meinung das es ödeme sind, aber die Schwester von station sagte dass dies durch die Beatmung käme,alle Beatmeten hätten diese Veränderung.könnt ihr diese aussage bestätigen??
habe schon viele verschiedene Beatmete gesehen, ob jung oder alt, verschiedene modi aber niemand hatte einen so geschwollenen körper,bitte um sehr schnelle antwort.
danke
 
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D

Dirk Jahnke

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Moin darkjewel

Klingt ja wie eine Sepsis.
Grundsätzlich unter Beatmung - Nein.
Bei Sepsis und oder hohem PEEP - eher Ja.

Habe ja den Verdacht :
erbrochen - asphyktisch - reanimation - Pneumonie - Sepsis ?

Aber egal - auch die Schwellung durch die Beatmung wären Ödeme durch den veränderten intrathorakalen Druck. Bei einer Sepsis sind die Ödeme durch das Membranleck und die Volumenbelastung zu erklären.
 
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Internistische Intensivpflege
clemo

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05.10.2006
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Hallo darkjewel,

eine Beatmungstherapie kann tatsächlich zu Ödemen führen welche sich am gesamten Körper manifestieren können, was zu Pflegeproblemen führen kann, die sich aber in der Regel gut beherrschen lassen. Durch den (unphysiologisch) erhöhten Druck im Thorax, welchen die Beatmung mit sich bringt, ist der venöse Rückstrom zum Herzen vermindert. Ähnlich wie bei einer Rechtsherzinsuffizienz kommt es dadurch zu Ödemen. In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen was die Ursache für die Reanimation war. Hatte der Patient einen Herzinfarkt so kann dieser zusätzlich die Ödembildung begünstigen. Und wie arbeiten die Nieren?
Je höher die Beatmungsdrücke sind, desto ausgeprägter sind meist die Ödeme. Im Verlauf der Therapie können die Beatmungsdrücke / der PEEP meist wieder gesenkt werden, zeitnah bilden sich die Ödeme dann zurück.
Ah, sehe gerade dass Dirk Jahnke schneller war. Macht nix, du darfst meine Antwort trotzdem lesen:wink:

Gruß

clemo
 
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darkjewel

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12.10.2006
30419
Hallo,danke für die antworten.Der Pat.sollte ursprünglich ins Krankenhaus zur behandlung seiner Bronchitis.Auf der Fahrt dorthin musste er Husten,Wir nutzten immer den Caugh Assist, wenn das euch was sagt.ein Gerät der mit einem Inspiratorischen und expiratorischen Druck das Sekret via Maske aus dem Körper rauszieht, doch im Krankenwagen ging komischer weise das Gerät nicht, sodass der Notfall entstand, es war kein Arzt dabei, sodass die Sanis versuchten zu bebeuteln, dann intubierten und es dann aufgrund der obstruktion zu akuter Atemnot kam und dann zum Herzstillstand,die sanis reanimierten den pat.,konnten dann absaugen über den tubus, wenig später kam der Arzt der dann im wagen nen zvk legte und dann weitere schritte einleitete.jetz liegt pat. auf ITS,das ist jetz 3 tage her, am freitag und samstag sah er noch nicht so "aufgeblasen" aus, es ging erst gestern los.die gesichtsfarbe ist eher gelb, und er bekommt per perfusor noradrenalin und propofol.die ärzt sagten, dass die medis sehr niedrig gehalten werden, (Sedierung)und der Pat.eigentlich wach werden könnte, wird er aber nicht.neurologische untersuchungen werden heute durchgeführt. EEG,CT usw.wenn ich nachher da bin, werde ich mich mal über die Beatmungsparameter informieren, denn in der heimbeatmung war es ja doch anders.danke erstma.
 
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darkjewel

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12.10.2006
30419
Achso auf den Röntgenbild zeigte sich auch eine Pneumonie, aber ob die durch Aspiration des Erbrochenen oder durch die vorausgegangen Bronchitis entstand weiss ich nicht, war bei dem transport nicht dabei, weiss nur das auch da ne menge schief gegangen ist. der eine sani hatte wieder extubiert und darauf wies der andere kollege ihn an ihn wieder zu intubieren.und obwohl es strom für den caugh assist im rettungswagen gab ging das Absauggerät nicht, eigenartig oder??
ich vermute mal dass die sanis das gerät gar nich angeschlossen haben.:angry:
 
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo,

schon mal auf ein Hautemphysem geprüft? Typisches Schneeballknirschen. Luftfüllung von Körperhöhlen durch Traumata z.B. Spontanpneu oder ZVK Jugularis oder Subclavia etc.

Gruß renje
 
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darkjewel

darkjewel

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12.10.2006
30419
:heul: hallo, danke für eure antworten.durch die langandauernde REA ist heute der hirntod eingetreten, sagen die ärzte.morgen laufenden die unabhängigen neurologischen untersuchungen und dann wird entschieden wie es weiter geht.
 
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HBR69

HBR69

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05.10.2000
58644
Bischen merkwürdig ist die Geschichte trotzdem...

ZVK Anlage im RTW??? Warum??? Intubation durch RA ist schon ok. Aber warum voher erst die Extubation?? Absaugbereitschaft ist im RTW immer vorhanden und somit dürfte es eigentlich kein Problem sein auch ohne eurem Gerät absaugen zu können. (wenn der Transport nicht mit einem KTW abgelaufen ist....)

Beim Lesen kam mir auch der Verdacht des Hautemphysems. Aber leider ist ja wohl nun die Hirntoddiagnostik angelaufen...

Gruß
Heike
 
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Mitgliedschaft bei der DGF
R

RieSee

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03.03.2003
24392
Hallo darkjewel,
wir haben auf unserer ITS immer wieder Patienten die durch die Beatmung mit hohen Beatmungsdrücken zu generalisierten Ödemen neigen. Besonders ausgesprägte Ödeme findet man im Gesicht, wenn der Pat lange überkippt gelagert wurde. Häufig kommt es durch die hohen intrathorakalen Drücken zur relativen kardialen Insuffizienz. Hier kann man Therapieversuche mit Dobutamin unternehmen. Gegen die Ödeme hilft nicht vielen, die gehen weg, wenn die Beatmungsdrücke reduziert werden. Leider kommt es bei ITS Patienten häufig zu einem Eiweißmangel der durch niedrigen intravaskulären osmotischen Druck die Ödeme noch unterstützt.
Man muss wirklich nicht bei jedem "aufquellen" von beatmeten Patienten an ein Hautemphysem denken.

Gruß RieSee
 
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QM, Pflegestandards
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05.07.2001
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