Arbeitsrecht Geplante Krankmeldung

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Codexia

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01.10.2018
Hallo , vll kann mir hier jemand helfen. Ich werde operiert und aufgrunddessen für 3 Tage krankgeschrieben, dies teilte ich meinem Arbeitgeber im vorraus mit und das Zeitlich vor dem erstellen des Oktoberdienstplanes. Heute sehe ich diesen Dienstplan und nun wurden mir an den 3 Tagen an denen ich krank geschrieben werde freie Tage zugeteilt. Das sind meine einzigen 3 freien arbeitstage diesen Monat.
Ist hier korrekt vom Arbeitgeber gehandelt worden? Es kann doch nicht sein das ich weil ich so freundlich bin meine Krankmeldung im vorraus ankündige und die mir darauf hin freie Tage in den Dienstplan eintragen. Das hieße ja jetzt das ich für die drei Tage trotz Krankmeldung nicht vergütet werde? Und keine Stunden an diesen freien Tagen eingetragen bekomme? Oder muss der Arbeitgeber mir für die Kranktage stunden aufschreiben.

Danke schonmal im vorraus
 
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Exa. Altenpfeger
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A.Rosner

A.Rosner

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Hallo Codexia,

mal ausgehend von einer 5 Tage Woche, muss Dir Dein AG pro geplanten Krankheitstag 1/5 Deiner wöchentlichen AZ eintragen. Je nach Tagewoche und vereinbarten Arbeitstagen gibt es entsprechende Abweichungen.
 
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Sozialmanager (M.A.), Dipl.-Sozialpädagoge
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DGQ-Qualitätsbeauftragter und interner Auditor, Industriekfm. (IHK)
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Sozialmanagement, Sozialpädagogik, Religionspädagogik
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Codexia

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01.10.2018
habe eine 5.5 tage woche bei 35 Stunden die Woche. Aber die haben mir ja jetzt über den Zeitraum an dem ich KRank bin frei gegeben. besteht da trotzdem ein Anspuch drauf? Weil wenn ich gesund wäre könnte ich ich die freien Tage nutzen ?

Ich fühle mich da gerade etwas in meiner gutmütigkeit betrogen , hätte ich nämlich nichts gesagt wäre ich ganz normal für die dienste eingetragen worden und nicht mit frei.
 
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A.Rosner

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Tägliche Arbeitszeit = Vereinbarte Wochenarbeitszeit / Anzahl der Arbeitstage pro Woche. Das wären somit 6,364 Stunden pro geplantem Krankheitstag. Meines Erachtens hast Du auf jeden Fall Anspruch darauf. Es dürfen Dir dadurch keine Nachteile entstehen. Der Dienstplan muss ausgeglichen geplant werden. Bitte mit Betriebsrat o.ä. abklären falls es nicht möglich ist, dies direkt mit dem AG zu klären. Auf jeden Fall nicht einfach schlucken. Es ist was anderes, wenn die Krankheitstage in bereits geplante "Frei"- Tage fallen. Das ist dann Pech für den AN.
 
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Codexia

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01.10.2018
Jop ist anscheinend mein persönliches Pech das ich vor dem erstellen des Dienstplanes bescheid gegeben habe wann ich operiert werde, sodass der AG mir an den Kranktagen nun als freie Tage planen konnte.
Konsequenz nächstes mal nicht im Vorfeld bescheid geben und erst am Tag der Krankmeldung , damit alle anderen darunter leiden müssen, weil man sieht ja wieder gutmütigkeit wird bestraft im Leben.
 
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lulli00

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17.02.2016
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...
Konsequenz nächstes mal nicht im Vorfeld bescheid geben und erst am Tag der Krankmeldung...
Leider bist du verpflichtet die Krankheitstage unverzüglich ab Bekannt werden mitzuteilen.

Allerdings kann ich dir nur beipflichten das nochmal Prüfen zu lassen. Mein Bauch sagt mir auch das da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Nach meinem Verständnis müssten die Tage mit Krank gekennzeichnet sein.

Zudem gilt ja der Grundsatz, Krank gilt als Gearbeitet. Du müsstest nach meinem Verständnis für die Tage mit +/- 0 gezählt werden. Einzig Über- Minusstunden werden dann nicht gezählt und jeh nach Tarif werden Zuschläge im Durchschnitt berechnet.
krank ist wie gearbeitet - Schichtplan-Fibel für Betroffene
 
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Cutter

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16.11.2008
Hannover
Eine Arbeitsunfähigkeit muss unverzüglich dem AG mitgeteilt werden.
Der AG hat hier sofort die Tage der Krankzeit auf dem Dienstplan zu kennzeichnen.

Ist der Dienstplan noch nicht erstellt, werden diese Kranktage eingetragen. Und die Freitage sind auch einzutragen, zusätzlich, denn Kranktage sind keine Freitage.
 
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ludmilla

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14.08.2011
Düsseldorf
Wenn der Dienstplan erstellt ist, werden die AU-Tage gewertet, wie es geplant war. Wenn du vor dem Erstellen des Planes schon gesagt hast dass du krank bist, dann müssen die Arbeitstage wie gearbeitet gewertet werden. Auf gar keinen Fall darf diese geplante AU dazu genutzt werden, deine freien Tage zu verplanen. Ich würde mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stünden dagegen angehen.
 
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Pflegekraft
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ausserhalb der Klinik
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Velivar

Velivar

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15.06.2008
Vielleicht war's ja auch keine böse sondern geplante Absicht: Der Dienstplan steht nämlich mit Deinen "freien" Tagen und keiner muß als Ersatz einspringen. Du solltest nur bei der Stundenabrechnung aufpassen, daß die Krank-Tage mit Stunden hinterlegt sind.
 
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lulli00

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17.02.2016
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Vielleicht war's ja auch keine böse sondern geplante Absicht: Der Dienstplan steht nämlich mit Deinen "freien" Tagen und keiner muß als Ersatz einspringen. Du solltest nur bei der Stundenabrechnung aufpassen, daß die Krank-Tage mit Stunden hinterlegt sind.

Der Dienstplan ist ein Verbindliches Dokument und da muß der Dienst so eingetragen werden wie er geleistet wird. Anders wäre es wie der Maler der nur das Wohnzimmer in Rechnung stellt, aber die ganze Bude streicht und sich die Kohle schwarz einsteckt.
 
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Velivar

Velivar

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15.06.2008
− Multi-Zitat
Der Dienstplan ist ein Verbindliches Dokument und da muß der Dienst so eingetragen werden wie er geleistet wird. Anders wäre es wie der Maler der nur das Wohnzimmer in Rechnung stellt, aber die ganze Bude streicht und sich die Kohle schwarz einsteckt.
Der Dienstplanersteller macht es sich natürlich einfach: bei geplantem Krank tritt eigentlich der Regeldienstplan in Kraft.
Einschließlich natürlich der gesetzlichen Vorgaben wie Arbeitszeit, Tarifverträge, kirchliches Recht etc.
Ich will nur nicht von vornherein dem Arbeitgeber böse Absicht unterstellen. Vielleicht frägst Du ihn einfach kurz, wie das mit den freien Tagen und Krank gehandhabt wird?
 
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Codexia

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01.10.2018
Vielleicht war's ja auch keine böse sondern geplante Absicht: Der Dienstplan steht nämlich mit Deinen "freien" Tagen und keiner muß als Ersatz einspringen. Du solltest nur bei der Stundenabrechnung aufpassen, daß die Krank-Tage mit Stunden hinterlegt sind.
Keine Böse absicht? Wenn mir auf nachfragen gesagt wird ich solle das nächste mal warten bis der dienstplan steht , dann würde man mir auch die kranktage geben . Dann war das beabsichtlich mir meine einzigen freien Tage in dem Zeitraum zu geben in dem ich Krank sein werde. Und das finde ich persönlich ziemlich verwerflich. Ist ja nicht so das ich 12 tage am stück arbeiten muss und 2 tage frei habe und sich das so immer und immer wiederholt , und nun muss ich die 3 freien Tage die iich zwischendurch hätte haben können krank verbringen .
 
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Der Eine

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Hallo Codexia,
mal eine ganz "verwegene" Frage:
Kannst du die OP nicht um ne Woche verschieben? Kommt doch immer mal wieder vor, das Eingriffe verschoben werden;).
Dann hast du 3 Tage frei und bist in der Woche danach krank.

LG Der Eine
 
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Krankenpfleger
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OP
Velivar

Velivar

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15.06.2008
Wenn mir auf nachfragen gesagt wird ich solle das nächste mal warten bis der dienstplan steht , dann würde man mir auch die kranktage geben.
Das hattest Du bisher nicht geschrieben!
Und so muß ich dem Dienstplanersteller böse Absicht unterstellen. Habt Ihr einen Betriebsrat? Dann da hingehen.
Falls nicht, bist Du gewerkschaftlich organisiert? Die haben auch gute Ratschläge und anwaltlichen Rat.
 
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Dipl. Pflegewirtin (FH), Exam. Krankenschwester
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Tägliche Arbeitszeit = Vereinbarte Wochenarbeitszeit / Anzahl der Arbeitstage pro Woche. Das wären somit 6,364 Stunden pro geplantem Krankheitstag. Meines Erachtens hast Du auf jeden Fall Anspruch darauf. Es dürfen Dir dadurch keine Nachteile entstehen. Der Dienstplan muss ausgeglichen geplant werden. Bitte mit Betriebsrat o.ä. abklären falls es nicht möglich ist, dies direkt mit dem AG zu klären. Auf jeden Fall nicht einfach schlucken. Es ist was anderes, wenn die Krankheitstage in bereits geplante "Frei"- Tage fallen. Das ist dann Pech für den AN.
Ergänzend muss ich hier hinzufügen, dass ich die geplanten "Frei"-Tage im bereits verabschiedeten Dienstplan gemeint habe.
 
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marinadiezweite

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10.09.2014
Uelzen
Hallo Codexia, ich sehe da keine Fehler deinerseits. Aber vielleicht auch keine böse Absicht von der Planung her. Vielleicht nur von jemandem praktisch gedacht. Jedoch nicht rechtens. Eine Krankmeldung wegen geplanter OP ist als solche einzutragen. Die freien Tage in dem Monat stehen dir also trotzdem zu an anderen Tagen. Bezahlt wird das ja grundsätzlich auf jeden Fall. Egal, ob frei oder krank. Nur, wenn es nicht mit den drei Tagen abgeht, dann wird aus den drei freien Tagen dann doch ein Krank. Ich weiß nicht, ob man das vergleichen kann mit einem Urlaub, in dem du krank wirst. Dann kann man auch diese Tage nachträglich als krank melden. Bekommt den Urlaub dann nachgewährt. Aber dieses ist ja rechtzeitig bekannt gegeben. Daher hat das bei der Planung so dort zu stehen als Krank.
Ich denke, das ist sehr wichtig, dass das da jetzt schon geändert wird. Nochmal drauf hinweisen und zu der entsprechenden Zeit unbedingt ein Attest einreichen. .
 
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Altenpflegeassistentin
Fachgebiet
stationäre Altenpflege
Weiterbildungen
Einjährige Ausbildung Pflegeassistentin Alten- und Krankenpflege mit Ausbildung als Alltagsbegleiterin §87b, jetzt 53c
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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29.11.2008
Cottbus
. . . der Dienstplan ist im Krankheitsfall so weiterzuführen, wie man üblicherweise arbeiten würde. Wenn bei Euch z.B. nach einem gearbeiteten Wochenende anschließend gleich die freien Tage gewährt würden, dann darf das auf dem Dienstplan auch so draufstehen. Ein Abbau von freien Tagen während der Arbeitsbefreiung wäre nach §106 GewO eine unbillige Härte.
Die Handhabung, den Dienstplan so weiter zu führen, wie betriebsüblich gearbeitet wird garantiert, dass das Risiko gleich verteilt wird:
- ich werde während meines geplanten Frei arbeitsunfähig, geht es zu meinen Lasten
- ich müsste planmäßig arbeiten, werde arbeitsunfähig und der Arbeitgeber muss mir anschließend für die fiktiv gearbeiteten Tage frei geben, geht es zu seinen Lasten.
Das komplette Risiko auf den Arbeitnehmer abzuladen ist unbillig . . .
 
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Krankenpfleger
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Altenpflegeheim
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Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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05.07.2001
www.pflegeboard.de
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