GuK Geldgeschenke als Schüler auf Station

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GuKpS

GuKpS

Neues Mitglied
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Hallo, wie handhabt ihr es in den Stationsseinsätzen mit Geldgeschenken von Patienten, die an einen selbst gerichtet sind? Bei uns gibt es keine Hausinternen.- bzw. Stationsinternen Regelungen für so ne Situation. Was an die Station gerichtet ist, wird abgegeben-klar! Das was ich bisher in die Hand gerdückt bekam (1-20€) gab ich auch in die Stationskasse, was für mich kein Problem darstellt. Andere Schüler/innen erzählten mir, sie würden das behalten wenn das ausdrücklich für Sie bestimmt wäre, und den exam. nichts davon mitteilen. Ist das denn moralisch rechtens? Wie haltet Ihr das? Welche Regelungen gibt es bei euch dazu?
 
Qualifikation
Krankenpflgehelfer-> Azubi Gesundheits,- & Krankenpflege
Fachgebiet
Gesundheits,- & Krankenpflgeschule, Praktische Einsätze im angeschlossene KH
K

KiMy

Neues Mitglied
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13.05.2006
42327
Hallo zusammen,
Als ich mein Praktikum in der ambulanten Pflege absolviert habe,hab ich jeden Freitag von einem Mann 5 Euro bekommen.
Bei uns wurde es so geregelt,dass wir das Geld behalten dürften,trotzallem gab ich es jeden Freitag dann in die "Kaffeetasse".
 
Qualifikation
Azubi Altenpflege
Fachgebiet
Gerontopsychiatrie
C

charleene

Anfangs habe ich noch alles abgegeben, aber als die Heimleitung anfing, aus unserer Schwesternkasse Neuanschaffungen bzw. Reparaturarbeiten zu begleichen, habe ich dort nur noch eingezahlt, wenn es für die finanzielle Zuwendung Zeugen gab oder es eine tratschbedürftige Person war. Als Schüler freut man sich schließlich über jeden Euro und die HL kann neue Waschlappen auch sicherlich vom Budget bezahlen. Die Dinger gibt es teilweise für nichtmal 0,50 € hinterhergeschmissen.

Ansonsten kommt es darauf an, wie ich mich mit den Kollegen verstehe. Wenn ich in nem mistigen Betrieb gearbeitet habe, habe ich das Geld auch selbst eingesteckt.
 
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
hallo ihr..

also bei mir war das bisher immer so, daß das Annehmen von (Geld)-Geschenken nicht erlaubt war.
Es wurde immer begründet damit, daß Schwestern ordentlich bezahlt werden und ein "Trinkgeld" nicht im Lohn sozusagen mit einberechnet sei.

ich weiß auch, daß das in der Praxis schwer umzusetzen ist. Viele gerade ältere Menschen fühlen sich beledigt wenn man nichts annimmt.

Ich hab immer versucht zu sehen, daß kleinere geschenke nicht mit der Absicht gegeben werden sich einen Vorteil damit zu verschaffen.
Und sind wir mal ehrlich: viele versuchen schon damit auch was zu bezwecken :wink:

Ansonsten haben die Stationen natürlich immer eine "Kaffeekasse" - eben ein bischen vor der Leitung versteckt. Üblicherweise hat man das geld wirklich für Kaffee/Tee ausgegeben..im Sommer mal ein Eis gekauft.

ich fand das aber immer ne unangenehme Situation wenn mir jemand Geld in die Hand drückt..oder schlimmer noch: in die Tasche der Arbeitskleidung,

Irgendwie sah ich mich nie vergleichbar einer Kellnerin/Friseuse, wo trinkgeld ja im Lohn sozusagen berücksichtigt wird.

Ein herzliches "danke", freundliche Worte und nettes Miteinander waren/sind mir immer lieber gewesen.

Gruß Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
C

charleene

Wenn mir ein Bew. was geben wollte, habe ich ihm dieses abgelehnt, mit der Begründung, daß er doch selbst nicht so viel habe und es nötiger gebrauchen könne. Dann habe ich ihm vorgeschlagen mit ihm einkaufen zu gehen und für die 2 Euro lieber was schönes zu kaufen, viell. eine neue Blume für' Zimmer, Tafel Schokolade usw. So manches mal habe ich das Geld der PDL gebracht und auf sein Konto einzahlen lassen.

Bei Angehörigen sehe ich das etwas anders. Die Meisten geben wirklich aus Dankbarkeit. Zu meiner bestandenen Prüfung brachte mir eine sogar Osterglocken mit Geld darin eingebunden. Warum sollte ich dies ablehnen?

In manchen Häusern gibt es einen begleitenden Dienst, diese Kollegen bekommen seltener was als wir, dabei leisten auch sie sehr gute Arbeit.
 
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Anfangs habe ich noch alles abgegeben, aber als die Heimleitung anfing, aus unserer Schwesternkasse Neuanschaffungen bzw. Reparaturarbeiten zu begleichen, habe ich dort nur noch eingezahlt, wenn es für die finanzielle Zuwendung Zeugen gab oder es eine tratschbedürftige Person war.
Was ist das denn für eine Bigotterie? Was ist falsch daran, das "Kaffee-Geld", ausser für Kaffee, auch für das Arbeitsumfeld einzusetzen? Immerhin hast du das Geld ja nicht als Privatperson bekommen, sondern wegen Deiner "Dienstleistung".
Ich finde es schlimm genug, wenn Patienten oder Angehörige der Meinung sind, sie müssten "schmieren", um eine gute oder bessere Behandlung zu erfahren. Noch schlimmer, wenn einzelne Personen "geschmiert" werden müssen.
Wenn ihr als Team gute Leistung erbracht habt, dürft ihr sicher auch als Team belohnt werden ...... aber eben als Team. Und dann, denke ich, ist es auch ok, wenn das Geld für Dinge eingesetzt wird, was dem Team zugte kommt .... das kann ein gemeinsames Essen sein, aber auch eine materielle Ausstattung, die das Budget sonst nicht hergibt.

Das Einstecken in die eigene Tasche halte ich für unmoralisch und völlig kontraproduktiv, was den Teamgeist betrifft.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
L

LPSt

Mitglied
Basis-Konto
16.03.2005
96450
hi ihr!
ich finde, es kommt auf den empfänger drauf an, wie er mit der sache umgeht. wenn mir jemand etwas zustecken möchte, lehne ich auch ab, dann kommt meist ein gespräch zu stande, warum wieso weshalb wir nichts annehmen dürfen. ich weise die patienten auchdrauf hin, dass wir kein geld, jedoch kleinere sachgeschenke hingegen schon annehmen dürfen. oftmals gestaltet sich das schwierig oder sie bestehen darauf, das man das geld nimmt. mit unter frage ich dann ob es für mich persönlich ist, oder für die allgemeinheit. ich behandel einen "spendablen" patienten genauso wie einen, der nichts gibt - für mich macht das absolut keinen unterschied und wende mich allen gleichermasen zu.
leider gibt es auch da schwarze schafe (wie überall) die dann mehr für gebende pat's machen als für andere.
natürlich kommt es auch auf den patienten an, wie er zu andren pflegekräften steht etc.
persönlich nehme ich nichts an, die pat's stecken es dann in die kitteltasche.

ganz klar kommt es auch auf die station drauf an, auf der man sich gerade als schüler befindet - es gibt stationen, da "sacken" die schüler das meiste "trinkgeld" ein, weil sie bei den pat's besser ankommen als das eingesessene pflegepersonal (von der freundlichkeit her etc). dann sind stationen dabei, von denen das frühstück von der "kaffeekasse" gezahlt wird, für jeden mitarbeiter, jeden tag in der woche. da ist es dann etwas anderes.

gruß
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegeschüler
Fachgebiet
-
C

charleene

Was ist das denn für eine Bigotterie? Was ist falsch daran, das "Kaffee-Geld", ausser für Kaffee, auch für das Arbeitsumfeld einzusetzen? Immerhin hast du das Geld ja nicht als Privatperson bekommen, sondern wegen Deiner "Dienstleistung".
Ich finde es schlimm genug, wenn Patienten oder Angehörige der Meinung sind, sie müssten "schmieren", um eine gute oder bessere Behandlung zu erfahren. Noch schlimmer, wenn einzelne Personen "geschmiert" werden müssen.
Wenn ihr als Team gute Leistung erbracht habt, dürft ihr sicher auch als Team belohnt werden ...... aber eben als Team. Und dann, denke ich, ist es auch ok, wenn das Geld für Dinge eingesetzt wird, was dem Team zugte kommt .... das kann ein gemeinsames Essen sein, aber auch eine materielle Ausstattung, die das Budget sonst nicht hergibt.

Das Einstecken in die eigene Tasche halte ich für unmoralisch und völlig kontraproduktiv, was den Teamgeist betrifft.

Es ging mir darum, daß die HL meinte Waschlappen und Handtücher kaufen zu müssen. Wieso muss das aus der Schwesternkasse bezahlt werden? Auf einem bestimmten Flur, hat eine Bew. mit ihrem Rollstuhl die Zimmertüren zerschrammt, warum sollen diese Reparaturen aus der Schwesternkasse gezahlt werden? Die Anzahl der Pflegewagen wurde von der Heimaufsicht bemängelt, warum muss ein neuer aus der Schwesternkasse bezahlt werden? Die Pieperanlage muss überholt werden, auch hierfür wurde Geld aus der Schwesternkasse genommen.

Ich sehe es genauso, daß es dem Team gut tut, mal gemeinsam Kegeln zu gehen, sich im Sommer ein Eis zu holen, ein nettes Frühstück zu machen und und und. SOFERN, denn das Geld auch für solche AKtivitäten verwendet wird und nicht für den Geiz der Heimleitung!

Ist es nicht auch so, daß wir zwar als Angestellte die Zimmer betreten, aber immer auch etwas persönliches mitbringen? Nicht jeder Bew. oder Angehöriger gibt um sich Vorteile davon zu erhoffen. In vielen Köpfen ist es noch so drin, daß man einfach was geben "muss". Dankbarkeit aus welchem Grund auch immer.

Im Übrigen wird das Geld auch nicht zum Vergnügen der HL "gespendet". Wenn die Bew. der was geben wollen würden, würden sie das sicherlich mittels der monatlichen Überweisung tun.
 
U

UlrichFürst

ich weise die patienten auchdrauf hin, dass wir kein geld, jedoch kleinere sachgeschenke hingegen schon annehmen dürfen.
Also ich habe in diversen Fortbildungen zu Rechtskunde gelernt, dass es nicht darauf ankommt was es ist, sondern auf den Gegenwert. Also auch wenn Euch ein Pat. eine 2-Stöckige-Torte für 100,-- Euro gibt, ist das sicherlich kein Mitbringsel mehr, sondern kann als Bestechung ausgelegt werden. Die Grenze ist natürlich variabel. liegt aber durchaus nicht so hoch. Das können durchaus auch 30,-- Euro schon ausreichend sein.

Ulrich
 
M

Monika Bartz

Mitglied
Basis-Konto
02.02.2006
4020
Auf unserer Abteilung gibt es Patienten und Angehörige, die fragen kommen, was wir gerne hätten - weil sie sich erkenntlich zeigen wollen für unsere persönliche Pflege. Wir weisen dann drauf hin, dass wir gar nichts nehmen dürften, aber dass wir uns immer über Kaffee freuen, auch Süsses nehmen wir ohne lange Diskussion an und es wäre wahrscheinlcih für die Pat. beleidigend, wenn wir das ablehen würden. Vom Geld, das auch immer wieder gegeben wird, kaufen wir Jause oder auch Geschenke für Mitarbeiter zu bes. Anlässen (z.B. bei Geburt eines Kindes). Unsere Stationsfeiern werden ebenfalls vom "Kaffeeekassengeld" bezahlt. So profitieren alle davon. Schüler dürfen sich bei uns kleine Beträge behalten (bis 2 Euro ca.). Das ist auch deshalb so, weil die Pat. das als Anerkennung der Person gerne geben wollen und da sollte nicht lange drüber geredet werden. Wir sehen das nicht als Bestechung. Ich persönlich lehne es jedoch strikte ab, wenn der Pat. kaum auf der Station eingetroffen ist und schon will er Geld geben, das nenne ich Bestechung und in dem Fall wirds dann schwierig.
Da macht die Pflege keine Freude mehr. Wir nehmen dieses Geld nie an und weisen darauf hin, dass es uns nicht erlaubt ist, Geld anzunehmen.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
U

UlrichFürst

[...] Die Grenze ist natürlich variabel. liegt aber durchaus nicht so hoch. Das können durchaus auch 30,-- Euro schon ausreichend sein.
Also, nicht dass mich einer falsch versteht. Soweit die theoretische Seite... :innocent:
Im Prinzip läuft's hier so wie Monika Bartz es beschreibt. :tongue:

Ulrich
 
bayer

bayer

Neues Mitglied
Basis-Konto
02.03.2006
95448
grüß euch alle miteinander, hab jetzt den ganzen text oben nicht gelesen, aber wenn mir ein Patient z.B 5 euro gibt weil ich ihm die haare wasche o.ä dann denke ich das er es mir aus dankbarkeit gibt weil ich sein wohlbefinden erheblich steigere! ich weiß nicht wie das in anderen häusern ist aber bei uns werden die haare nicht täglich sondern nur bei Bedarf gewaschen. Natürlich muss dann auch Zeit dafür sein. Wie gesagt wenn er mir das Geld gibt weil ICH für ihn etwas gemacht habe was ihn freund dann behalte ich es für mich und sag der Station nichts. Anfangs hab ichs abgegeben aber dann wurde mir mehrmals mitgeteilt das ichs gern für mich behalten kann da es ja auch für mich bestimmt war.
 
Qualifikation
krankenpflegeschüler
Fachgebiet
schule
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
09.12.2005
Kaufbeuren
Im öffentlichen Dienst gibt es eine Regelung dazu, dass Geldgeschenke bis max. 10€ angenommen werden dürfen. Abweichend haben aber viele Arbeitgeber Regelungen wobei keinerlei Geschenke angenommen werden dürfen. Mal im Arbeitsvertrag, Zusatzvereinbarungen oder Dienstvereinbarungen nachsehen.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Im öffentlichen Dienst gibt es eine Regelung dazu, dass Geldgeschenke bis max. 10€ angenommen werden dürfen.
Soweit ich mich recht entsinne, betrug die Höhe - zumindest im Jahre 2000 noch - lediglich 5 DM. Alles was diesen Betrag überstieg konnte somit als Vorteilsnahme gewertet werden. Aber ich denke in der Praxis gibt es hierbei - damals wie heute - recht unterschiedliche Umgehensweisen damit.

Problematisch betrachte ich die Annahme von Geldgeschenken, für oder nach einer bestimmten Pflegehandlung (z.B. wie in diesem Thread mit der Haarwäsche beschrieben).
Unsere Patienten sollten nicht den Eindruck gewinnen, daß man - um in den Genuß von Pflegehandlungen zu gelangen - das Personal schmieren muß. :blushing:

Genau solche Vorfälle sind es, weshalb die persönliche Annahme von Geldwerten auch arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich bringt. In meinen Augen völlig zu recht. Und daher lehne ich solche situationsgebundenen Geschenke prinzipiell mit einem Lächeln und den Worten "Vielen Dank, aber sie haben lange genug Ihre Krankenkassenbeiträge bezahlt - jetzt ihre Krankenkasse mal dran :wink: ", ab.

Für mich gibt es hier aber einen Unterschied zu Patient/innen, die nach Ihrer Entlassung der Station - oder auch einzelnen Pflegekräften - einen Heiermann in die Hand drücken, um sich für die bereits vollendete geleistete Pflege vorrangig symbolisch zu bedanken.
Ob dies nun eine Packung Kaffee ist, ein Kuchen, Süßbapp oder ein geringer Geldbetrag sei dahingestellt.
Hierbei handelt es sich meiner Auffassung nach um ein "Dankeschön", daß viele nicht mehr über die Lippen bekommen und dies daher lieber 'durch die Blume' sagen.

Persönlich ist mir ein fester Händedruck, ein Lächeln und ein ausgesprochenes Dankeschön deutlich lieber - und es hat auch einen deutlich höheren Stellenwert für mich. :thumbsup:

Gruß,
Christian
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Soweit ich mich recht entsinne, betrug die Höhe - zumindest im Jahre 2000 noch - lediglich 5 DM. Alles was diesen Betrag überstieg konnte somit als Vorteilsnahme gewertet werden. Aber ich denke in der Praxis gibt es hierbei - damals wie heute - recht unterschiedliche Umgehensweisen damit.

Problematisch betrachte ich die Annahme von Geldgschenken, für oder nach einer bestimmten Pflegehandlung (z.B. wie in diesem Thread mit der Haarwäsche beschrieben).
Unsere Patienten sollten nicht den Eindruck gewinnen, daß man - um in den Genuß von Pflegehandlungen zu gelangen - das Personal schmieren muß. :blushing:

Genau solche Vorfälle sind es, weshalb die persönliche Annahme von Geldwerten auch arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich bringt. In meinen Augen völlig zu recht. Und daher lehne ich solche situationsgebundenen Geschenke prinzipiell mit einem Lächeln und den Worten "Vielen Dank, aber sie haben lange genug Ihre Krankenkassenbeiträge bezahlt - jetzt ihre Krankenkasse mal dran :wink: " ab.

Für mich gibt es hier aber einen Unterschied zu Patient/innen, die nach Ihrer Entlassung der Station - oder auch einzelnen Pflegekräften - einen Heiermann in die Hand drücken, um sich für die bereits vollendete geleistete Pflege vorrangig symbolisch zu bedanken.
Ob dies nun eine Packung Kaffee ist, ein Kuchen, Süßbapp oder ein geringer Geldbetrag sei dahingestellt.
Hierbei handelt es sich meiner Auffassung nach um "Dankeschön", daß viele nicht mehr über die Lippen bekommen und dies daher lieber 'durch die Blume' sagen.

Persönlich ist mir ein fester Händedruck, ein Lächeln und ein ausgesprochenes Dankeschön deutlich lieber - und es hat auch einen deutlich höheren Stellenwert für mich. :thumbsup:

Gruß,
Christian
Dem kann ich mich voll inhaltlich anschließen!
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
B

Bini

Mitglied
Basis-Konto
19.05.2006
1020
...so find ichs einfach besser

Wir sind aus Überzeugung für Sie da. Bitte bringen Sie uns nicht durch Trinkgelder in Verlegenheit. Falls Sie dennoch Ihre Dankbarkeit zeigen wollen,so stehen in jeder Abteilung Spendenboxen zur Verfügung. Die Spenden fließen in caritative Projekte, die von jeder Abteilung selbst bestimmt werden.
 
Qualifikation
Dipl.Gesundheits und Krankenschwester
Fachgebiet
xxx
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
...so find ichs einfach besser

Wir sind aus Überzeugung für Sie da. Bitte bringen Sie uns nicht durch Trinkgelder in Verlegenheit. Falls Sie dennoch Ihre Dankbarkeit zeigen wollen,so stehen in jeder Abteilung Spendenboxen zur Verfügung. Die Spenden fließen in caritative Projekte, die von jeder Abteilung selbst bestimmt werden.
Auch das gefällt mir gut!

Ich finde, man muss auch mal fragen, was mit all den anderen Berufsgruppen ist, die unsere Arbeit erst möglich machen und niemals auch nur ein Paket Kaffee vom Patienten erhalten. Ich denke da an die Technik, die EDV, die Verwaltung. Welche OP-Schwester hat jemals einen Heiermann bekommen? Welche Endoskopie-Abteilung wird zu Kuchen eingeladen?
Alle machen ihre Arbeit mit Engagement und Können. Warum sollte das Stationspersonal und speziell der Schüler (damit begann der Thread ja) grössere Vorteile aus ihrer Arbeit haben?
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
K

ksp2002

Mitglied
Basis-Konto
02.03.2006
Bad Neuenahr
Na ja, das finde ich ein wenig hart! Ich habe in der Ausbildung auch immer hier und da mal Geldbeträge zwischen 1 -10€ bekommen und hab mich darüber immer sehr gefreut. Warum soll ein Patient der mit meiner Pflege zufrieden ist, und der es sich leisten kann nicht auch mal ein Trinkgeld geben ? Meine Omi gibt den Arzthelferinnen in Ihrer Hausarztpraxis auch zwischendurch mal was. Wenn wir ins Restaurant gehen, geben wir den Kellnern ja auch ein Trinkgeld.Für viele Patienten gehört es dazu bei Enlassung ein Trinkgeld zu geben.Auch heute bekomme ich hier und da mal was, wenn gesagt wird das es für mich persönlich ist, nehme ich es auch gerne. Das Übliche für die Kaffeekasse, geht selbstverständlich da rein.Was ist da schlimm dran wenn meine Leistung noch zusätzlich honoriert wird ? Ich zwinge ja niemanden.
Und dafür das die OP- schwester nichts bekommt, kann ich ja nichts.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere medizin
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
Hallo zusammen,

ich bin nach wie vor der Meinung daß unser Berufsstand nicht zu vergleichen ist mit Berufen in denen Trinkgelder üblich sind und auch im Lohn einberechnet.
Ein Kellner bekommt zwar ein festgehalt - üblicherweise wird aber bereechnet was etwa an Trinkgeld zu erwarten ist und man berechnet das mit ein - macht sogar das Finanzamt. Von daher total klar, daß diese Berufsgruppe auf Trinkgeld angewiesen ist.

Ich persönlich finde es schlimm, daß Haare nur auf Wunsch gewaschen werden und dann auch wie selbstverständlich Trinkgeld dafür genommen wird.
Das ist allerübelst und entspricht nicht dem was man unter "guter Pflege" verstehen könnte.

Wir können uns natürlich selber dagradieren indem wir nur noch bestimmte - weil zeitintensive - Pflegerische Tätigkeiten gegen Geld machen.

Man begibt sich übrigens bei länger dauernder Pflege und dem Annehmen von Geld in einen Teufelskreis..ich glaub das dürfte klar sein!

Ansonsten: finde ich Binis Beitrag total klasse formuliert!!:thumbsup:

Lieben Gruß,
Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
C

charleene

man kann in andere beiträge auch hineininterpretieren was man gerne lesen möchte.
 
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