Allgemeinchirurgie Gehirntumoren

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kentauren

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15.03.2001
Hat jemand genauere Informationen über die Behandlung von Geirntumoren mittels Magnetfeld???
Dabei wird ein Mittel, das Eisenoxyd enthält, Zielgesteuert
in den Tumor eingebracht, der diesen speichert und bei der Zellteilung im Tumorinneren verteilt. Durch Magnetismus kann dann der Tumor (nicht das Gehirngewebe) erwärmt werden (bis auf ca. 43 Grad) und somit zerstört werden. Diese Methode eignet sich besonders für Tumore die aufgrund ihrer kritischen Lage nicht operativ zu behandeln sind. Versuche sollen ohne Nebenwirkungen und sehr erfolgreich gewesen sein. Ich würde mich über Informationen jeder Art sehr freuen.
Leider ist das ein Pflegeforum, daß sehr schlecht besucht ist, obwohl ich mich mit anderen Mitarbeitern gerne austauschen würde. Vielleicht verirren sich ja ein paar "begeisterbare" auf meinen Text und werden sich in Zukunft ein bißchen öfter melden.
Oder gibt es eine andere, mehr besuchte Neurochirurgie-Seite???
Gruß Kentauren
 
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Nicole

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22.08.2000
Hallo,

diese Methode kenne ich nicht, obwohl ich in einer relativ großen Neurochirugie arbeite.
Ich finde auch das diese Seite nicht so gut besucht wird, aber ich arbeite sehr gerne in der Neurochirugie und würde mich über einen Austauch sehr freuen.

Nicole
 
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kentauren

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15.03.2001
Hallo Nicole

Danke für deine prompte Antwort. Leider hat sich meine Nachricht irgendwo verfangen und ich schreibe sie jetzt zum zweiten mal. Mehr Informationen zu dem neuen Verfahren habe ich auch nicht und weiß nur, daß sie in Berlin derzeit mit sehr gutem Erfolg durchgeführt wird. Desshalb wollte ich mehr darüber wissen.

Ich arbeite in einer Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik mit 23 neurochierurgischen Betten (meist 25 Betten). Im Wachraum sind 3 Betten für intensivpflichtige Patienten, die nicht mehr beatmet werden müssen.

Wo arbeitest du genau???

Gruß Stefan
 
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Nicole

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22.08.2000
Hallo Stefan,

ich arbeite auf einer IntermedärStation mit 8 Intermedärbetten und 5 Normalen. Unsere Patienten sind oft noch überfachungspflichtig aber nicht beatmungspflichtig. Wir haben insgesamt nur 13 Betten, das für uns Pflegende sehr angenehm ist. Unsere Klinik hat insgesamt 68 Betten. Die Intensivstation hat 8 Betten, dort habe ich auch schon mal gearbeitet.

Gruß Nicole

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kentauren

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15.03.2001
Hallo Nicole,

den Ausdruck IntermedärStation kenne ich nicht. Was bedeutet das genau (auf euch bezogen)??

Die neurochirurgische Intensivstation habe ich natürlich nicht mitgezählt, ich weiß auch nur, daß insgesammt 21 Intensivbetten vorhanden sind. Wie die Aufteilung ist, hab ich noch nie genau gefragt. Auf unserer Brandverletztenstation werden, sofern keinen Brandverletzten da sind, auch noch Betten für Intensivpatienten bereit gestellt. Unser Haus nimmt alles an Patienten an, und es ist wahrscheinlich nur einen Frage der Kapazität, wieviele Betten für neurochir. Pat. vorhanden sind.

Gruß Stefan
 
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Nicole

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22.08.2000
Hallo, Stefan,

bei uns ist eine Intermedärstation im Grunde eine Überwachungsstation. Wir bekommen die Station die entweder schwerpflegeabhängig sind oder überwachungspflichtig. Aber keine beatmeten Patienten.Ich denke unsere Patienten sind so wie bei euch diese drei Intensivbetten. Wir sind auch etwas besser besetzt als andere Stationen. Und das schone bei 13 Betten ist ma kann wirklich sehr intensiv mit den Patienten arbeiten. Da wir Zimmerpflege betreiben kann man sehr individuell arbeiten. Es ist bei uns die einzige Station die so klein und so eine Personalschlüssel hat.
Arbeitet ihr mit der Basalen Stimulation? Ich finde neurochirugische Patienten sine dafür besonders gut geeignet.

Gruß Nicole
 
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kentauren

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15.03.2001
Hallo Nicole,

leider muß ich zugeben, daß wir zu wenig mit Basaler Stimmultion arbeiten. Aromatherapien bzw. mit Duftölen versuchen wir es immer wieder, aber viel Spielraum haben wir nicht. Unser Durchlauf ist recht hoch und schnell, daher werden unsere Patienten auch nicht richtig "warm" mit uns Pflegekräften. Unsere Krankengymnasten und Ergotherapeuten sind allerdings sehr darauf bedacht und versuchen wo es nur geht den Patienten in dieser Richtung zu behandeln. Wir versuchen auch Stimmulationen über die Körperpflege und bei jeder Art der Bewegung usw. darzubieten. Meiner Meinung etwas zu wenig. Wenn du mein Argument mit dem schnellen Durchlauf nicht akzeptieren kannst, verstehe ich dich. Unsere Patienten sind teilweise nur eine (!) Woche da oder weniger. Das hat mit dem Kostenpunkt unserer Betten zu tun. Der Tagessatz liegt bei einem "Normalbett" bei ca. 1500 DM/Tag und ist im Wachraum sicher noch höher. Daher werden sie schnell in Rehazentren verlegt. Bei wechselnden Schichten ist dann auch noch eine gewissen Abweichung von der Regelmäßigkeit der Durchführungen nicht aus dem Auge zu verlieren, denn dann hat man das Ziel leider verfehlt. Einen Tag so, den nächsten Tag so. Wir sind zwar ein sehr junges (Durschnittsalter ca. 28 Jahre) und engagiertes Team, aber wir können auch nur eine Neuerung nach der anderen anstreben. Daher wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis wir effektiv mit der Basalen Stimmulation arbeiten. Aber wir sind uns alle im klaren, daß wir in dieser Richtung noch viel aufzuholen haben und die Ansätze werden immer besser. Dank einer neuen Mitarbeiterin, die auf diesem Gebiet Erfahrungen hat, hat sich dieses Thema in den letzten Wochen etwas vertieft und wird, wie schon gesagt, weiter vertieft. Schreib mir doch mal, wie ihr Basale Stimmulation durchführt, wo ihr euere Schwerpunkte setzt und welche Erfolge ihr damit habt. Wenn ich auf Station erzählen kann, wie andere Krankenhäuser damit arbeiten, kann man es auch den anderen Mitarbeitern "schmackhafter" machen.

Stefan
 
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kentauren

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15.03.2001
Hallo Nicole,
melde mich noch einmal, da ich ein kleines Problem habe. Ich suche die genaueste Möglichkeit, wie man die Bilanz macht. Ich brauche Angaben über die Berechnung von:
1) des tägl. Flüssigkeitsverlustes über die Haut
2) des tägl. Flüssigkeitsverlustes über Trachealkanüle
3) des tägl. Flüssigkeitsverlustes bei Fieber
usw.

Vielleicht hast du ja genaue Formeln zur Berechnung des Verlustes. Ich finde nur die allgemeinen Angaben zu diesem Thema.
Würde mich echt freuen, wenn du Informationen für mich hast.

Wir haben z.Z. eine Patientin mit cerebralen Regulationsstörungen und die verliert soviel Flüssigkeit, über die Haut, durch Temperatur usw., daß ich der Meinung bin, bei ihr eine so genau wie mögliche Berechnung des Bedarfes nötig ist. Unsere Internisten sind auch ständig bei ihr, da kleinste Abweichungen sofort mit Einlagern bzw. fast Anurie beantwortet werden.

Danke für deine Bemühungen
Stefan
 
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Nicole

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22.08.2000
Hallo Stefan,

bei Temp. rechnen wir pro Grad 500- 1l an Flüssigkeit.
Über die Haut wird mit 900 ml angegeben.Rechnen wir nur mit bei extremen schwitzten.
Die TK rechnen wir nicht mit.
Kann man bei dieser Patientin keinen ZVD messen um eine bessere Bilanzierung zu ermöglichen? Gerade wenn Patienten einlagern und die Niere nicht richtig funktioniert ist es schwierig.

Gruß Nicole

PS: über die BS erzähle ich beim nächsten Mal!

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petra.p

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01.09.2000
[QB]Hat jemand genauere Informationen über die Behandlung von Geirntumoren mittels Magnetfeld???
Dabei wird ein Mittel, das Eisenoxyd enthält, Zielgesteuert
in den Tumor eingebracht, der diesen speichert und bei der Zellteilung im Tumorinneren verteilt. Durch Magnetismus kann dann der Tumor (nicht das Gehirngewebe) erwärmt werden (bis auf ca. 43 Grad) und somit zerstört werden. Diese Methode eignet sich besonders für Tumore die aufgrund ihrer kritischen Lage nicht operativ zu behandeln sind. Versuche sollen ohne Nebenwirkungen und sehr erfolgreich gewesen sein. Ich würde mich über Informationen jeder Art sehr freuen.
Leider ist das ein Pflegeforum, daß sehr schlecht besucht ist, obwohl ich mich mit anderen Mitarbeitern gerne austauschen würde. Vielleicht verirren sich ja ein paar "begeisterbare" auf meinen Text und werden sich in Zukunft ein bißchen öfter melden.
Oder gibt es eine andere, mehr besuchte Neurochirurgie-Seite???
Gruß Kentauren[/QB]
 
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petra.p

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01.09.2000
servus kentauren :smile:
deine frage vom 6. april könnte auf folgende techniken zutreffen
a) stereotaktische rickham-reservoir implant. <u>Text</u>
hier erhält der Pat. an den zuvor festgelegten punkten am schädel ein lokalanästhetikum zur befestigung des ringes. danach wird ein CCT und ev. ein MRI gemacht. mit hilfe dieser beiden verfahren bestimmt man punktgenau das ziel. der rickham-katheter wird eingebracht. ermöglicht fortlaufende abpunktierung der zyste.
b) gamma-knife: ohne eröffnung des schädels wird mit einer 201 kobalt-60-strahlenquelle (gammastrahlen) der tumor punktgenau bestrahlt. vorteil: gammastraheln passieren den kopf, ohne das gewebe zu schädigen und nur bei präziser bündelung aller gammastrahlen kommt es in diesem "brennpunkt" zu zerstörung des gewebes. beste resulate: bei proszessn mit scharfer begrenzung und &lt;3cm. bei größeren sind mehrere serien erforderlich.
vorabereitung: kernspintomographie und angio - zur genauen bestimmung der zielkoordinaten. die therapie selbst ist schmerzfrei.
Text :rolleyes: liebe grüße aus wien p.p
 
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kentauren

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15.03.2001
Hallo Petra,
schön, daß auch Österreicher sich hier beteiligen (bin aus Vorarlberg, wohne aber schon länger in Deutschland).
Deine Methoden zur Behandlung von Gehirntumoren habe ich schon kennengelernt. Die von mir beschriebene Methode ist ganz neu entwickelt worden und soll, wie in meinen vorigen Beiträgen beschrieben, funktionieren. Leider hört man davon niergends etwas, denn es handelt sich um ein strahlenfreie Therapie (eben nur mit Magnetfeld). Nur das Einbringen des Eisenoxyds ist mit einem kleinen chir. Eingriff (CT-gesteuert) verbunden.
Danke für deinen Beitrag
Stefan :D
 
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Elisabeth Dinse

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13.08.2000
00000
Hallo Kentauren,
wir gehen in der Bilanz von fogenden Werten aus:
Perspiratio pro 24 Stunden: 800 ml (unabhängig von der
Körpergröße)
Fieber (1°über 37° über 24 Stunden): 500 ml
Diarrhoe: ca. 50- 250 ml bei massivem Stuhlgang
Schwitzen: ca. 100-200 ml pro Wäschewechsel
Reflux
Das endotracheale Absaugen wird nicht miteinbezogen. Der ZVD ist zur Flüssigkeitsbilanzierung meiner Meinung nach nur sehr eingeschränkt verwertbar. Er ist zu störanfällig. z.B. führt eine "gepresste Atmung" zur falschen Erhöhung des Wertes. So entstehen bei uns manchmal Schwankungen von bis zu 10 mm Hg in 8 Stunden ohne das es in der Flüssigkeitsbilanz nachweisbar wäre.
Elisabeth
 
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IBFW
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kentauren

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15.03.2001
Hallo Elisabeth,
danke für deine Antwort. Habe sie schon im intern. Forum gelesen (13.April), aber leider nicht darauf geantwortet (vergessen). Aber ich hab es mir gemerkt und zu Gemüte geführt (*g*).
Danke nochmals
Stefan ;)
 
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05.07.2001
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