Gefährdung beim Rad fahren

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UlrichFürst

Natürlich gibt es auch sehr gute und tolle Radwege. Es gibt aber meist viele gute Gründe warum es gefährlicher ist Radwege zu benutzen Petition gegen die RWBP – Cycleride Es geht hier nur um die die direkt an der Straße entlang geführt werden.

Einfach mal lesen und ggf. hier DEUTSCHER BUNDESTAG – Petitionsausschuss: E-Petitionen Petition einsehen/unterschreiben mitzeichnen:thumbsup2:

Und wenn die Benutzungspflicht abgeschafft wird, heißt dass nicht, dass man dann auf Radwegen nicht mehr fahren darf; man kann dann nur wählen...

aus http://rad-weg.nueb.de/petition/petition-flyer.pdf
Öffentliche Petition zur Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht

Radwege dienen nicht der Sicherheit des Radfahrers, im Gegenteil -- das Unfallrisiko auf einem Radweg ist 3- bis 12-mal höher als auf der Fahrbahn. Sie gaukeln dem unbedarften Fahrradfahrer eine trügerische Sicherheit nur vor. Durch Radwege werden Gefahren schaffen, die beim Mischverkehr auf der Fahrbahn erst gar nicht möglich sind -- wie z.B. die häufigen Unfälle mit abbiegenden Kfz. Weil sich Radwege weder als sicher noch als verkehrsgerecht herausgestellt haben, dürfen Radfahrer nicht gezwungen werden, sich dort zu gefährden. Zudem entsprechen die allerwenigsten benutzungspflichtigen Radwege in Deutschland den Anforderungen der StVO, die ein Verbot des fließenden Verkehrs nur ausnahmsweise zuläßt, wenn es sehr gute Gründe dafür gibt. Die meisten »Blauschilder« sind also illegal.

Sven Ledebrink hat nun beim Petitionsausschuß des Deutschen Bundestags eine Petition eingereicht, die die Abschaffung der Benutzungspflicht und die Umwandlung in ein Benutzungsrecht fordert. Diese Petition kann nur erfolgreich sein, wenn möglichst viele sie durch ihre Unterschrift unterstützen. Es geht dabei nicht darum, Radwege generell abzuschaffen, sondern lediglich deren Benutzungspflicht -- sofern sie z.Z. durch ein »Blauschild« angeordnet ist. In der Praxis ist dies hauptsächlich wichtig, wenn es im Falle eines Verkehrsunfalles negativ ausgelegt wird, daß ein Radfahrer einen vorhandenen Radweg nicht benutzt hat.

Auch wenn Sie nie radfahren, sollten Sie diese Petition unterstützen, in der Hoffnung, daß weniger Radfahrer Radwege benutzen, wenn sie sich nicht mehr gezwungen fühlen. Dann könnten Sie sicherer über einen Radweg gehen und fahren.

Link: radwege-petition.de

Die Mitzeichnungsfrist endet am 27. April 2007.
Ulrich
 
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Hallo

Ich bin selber regelmäßiger Radfahrer (mangels Führerschein) und muss offen gestehen, daß ich mich persönlich auf dem Radweg sicherer als auf der Straße fühle. Oft bin ich, mangels Radweg, gezwungen, auf vielbefahrenen Straßen zu fahren und muss schon sagen, daß kaum Rücksicht genommen wird. Wenn man Abstand zu parkenden Autos halten möchte, weil man auf Kontakte mit sich plötzlich öffnenden Autotüren oder mit Rückspiegeln vermeiden möchte, sitzt man sprichwörtlich in der Zwickmühle, wenn ein Auto an einem vorbeifährt.
Teilweise quetschen sie sich förmlich an einem vorbei, daß man grade noch die Möglichkeit hat, langsam zufahren oder aber vom Rad zu springen, damit man nicht umfällt.

Ich werde, so oder so, den Radweg, soweit angeboten, weiterhin nutzen. Ich bin aber eher dafür, bevor die Radwegbenutzungspflicht abgeschafft werden soll, daß die vorhandenen Radwege besser ausgebaut - und gekennzeichnet werden.

LG
Nightnurse76
 
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UlrichFürst

Ich bin selber regelmäßiger Radfahrer (mangels Führerschein) und muss offen gestehen, daß ich mich persönlich auf dem Radweg sicherer als auf der Straße fühle.
Tja, das ist halt so eine Sache mit der gefühlten Sicherheit. Lt. Polizeistatistiken und der BaSt ist es aber genau umgekehrt: Man fährt auf der Fahrbahn einfach sicherer als auf einem (selbst guten) Radweg. Um genau zu sein, ist bei letzterem das Risiko bis zu 12 mal größer einen Unfall zu haben.

Teilweise quetschen sie sich förmlich an einem vorbei, daß man grade noch die Möglichkeit hat, langsam zufahren oder aber vom Rad zu springen, damit man nicht umfällt.
Ich fahre auch vielbefahrene Straßen. Wenn die Autos zu dicht überholen, dann fahr ich halt noch weiter links damit ich im Falle eines Dränglers nach rechts ausweichen kann ohne mich zu gefährden. Dabei kann's schon mal sein, das halt ein Auto nicht überholen kann solange Gegenverkehr ist. Egal. Ginge eh nicht, wenn die Autofahrer den geforderten Sicherheitsabstand einhalten würden:wink:

Ich werde, so oder so, den Radweg, soweit angeboten, weiterhin nutzen. Ich bin aber eher dafür, bevor die Radwegbenutzungspflicht abgeschafft werden soll, daß die vorhandenen Radwege besser ausgebaut - und gekennzeichnet werden.
Das widerspricht sich ja nicht! Es soll ja nur die Pflicht abgeschafft werden einen Sonderweg benutzen zu müssen. Dürfen tut man weiterhin. Nur hast Du z. Z. zum Beispiel wenn Du einen Radweg nicht benutzt, weil er (im Gegensatz zur Straße) nicht von Schnee frei geräumt oder mit Ästen vom letzten Sturm übersäht ist ein Argumentationsproblem wenn Du von der Polizei angehalten wirst oder einen Unfall hast.
Da das bei Wegfall der Pflicht aber kein Problem mehr darstellt hat man einfach mehr Rechtssicherheit...

Ach ja, zu "lieber besser Ausgebaut": Das wird automatisch passieren, weil ja schlechte Radwege gemieden werden, wenn man es mal darf. Da dann der Bau schlechter Radwege bzw. das nichtinstand halten schlecht ist und letztendlich die Gelder des ursprünglichen Neubaus unnötig verschwendet hätte, ist eben zu hoffen, dass das als angenehmer Nebeneffekt herauskommt.

Schön erklärt und Zusammengefasst wurde es hier

Ulrich
 
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Nur hast Du z. Z. zum Beispiel wenn Du einen Radweg nicht benutzt, weil er (im Gegensatz zur Straße) nicht von Schnee frei geräumt oder mit Ästen vom letzten Sturm übersäht ist ein Argumentationsproblem wenn Du von der Polizei angehalten wirst oder einen Unfall hast.
Da das bei Wegfall der Pflicht aber kein Problem mehr darstellt hat man einfach mehr Rechtssicherheit...
Da stimme ich Dir allerdings zu!
 
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UlrichFürst

Noch eine schöne Erleuterung:
Grüße aus Mannheim
Die Radwege, die uns stets als Beitrag zur Sicherheit und zur Förderung des Radwerkehrs angelobt werden, sind in wirklichkeit weder sicher noch fördern sie unser Fortkommen. Tatsächlich kommt man nämlich auf einem Radweg im Schnitt nur halb so schnell voran als auf der Fahrbahn (das zum Thema Förderung), trägt dafür aber ein mindestens dreimal höheres Unfallrisiko (und das zum Thema Sicherheit). Und das ist keineswegs nur eine rotzfreche Behauptung irgend welcher militanter Fahrrad-Terroristen, sondern ist durch knallharte Zahlen der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BaST), und andere, apodiktisch belegt!

(Lese hierzu bei Gelegenheit auch meinen Artikel über die Radweg-Sicherheit)

Aber damit da keine Mißverständnisse aufkommen, diese Petition richtet sich nicht gegen die, die ganz bewußt einen Radweg benutzen wollen! Denn auch wenn diese Petition Erfolg haben sollte, wird es weiterhin Radwege geben, die man dann aber frewillig benutzen darf und nicht zwangsweise benutzen muß. Auch überzeugte Radwegfahrer dürfen sich darum gerne an diese Petition beteiligen, denn es geht mitnichten um weniger, sondern um mehr Rechte, um eine gute Sache also.
Ulrich
 
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GPP

Guten Morgen,

auf meinem täglichen Radweg zur Arbeit gibt es 3 Stellen, an denen ich schon der Öfteren Fastunfälle hatte. Bis dato half eine Vollbremsung und / oder das Abspringen. Diese 3 Stellen sind 2 Tankstellenausfahrten und eine abbiegende Straße. Die Mechanismen sind jedesmal die gleichen. Autofahrer kommt herraus, oder biegt ab, achtet auf die Straße, übersieht den Radweg.
Ich werde die Petition mitzeichnen, allerdings auch weiterhin auf dem Radweg fahren...denn ich habe die Erfahrung nicht mehr gemacht, seitdem ich auch tagsüber mit Licht fahre. Nichts desto trotz gibt es mittlerweile eine Stelle, an der ich den Radweg meide und schon jetzt auf der Straße fahre. Erstens ist der Radweg voller Schlaglöchern zweitens gibt es eine Kreuzung, an der ich bereits zum Zeugen und Ersthelfer bei einem, wie bereits beschriebenen Unfall wurde.

Gute Sache. Unterstützung!

Gruß aus der Quadratestadt
Gerhard:thumbsup2:
 
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wuschelkopp

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Mir hat ein Polizeibeamter erzählt ich dürfte sowieso den Radweg ignorieren, wenn dieser für mich gefährlich oder unzumutbar wäre. Wegen Verschmutzung zum Beispiel (große Pferdehinterlassenschaften) oder weil sie schlechter bei Eis und Schnee geräumt werden, ein Auto quer steht beim Parken und den Radweg blockiert, und und und...

Ich fahre nur ungern auf der Strasse, wenn ein Radweg vorhanden ist, es kommt mir immer falsch vor. Und ich fühle mich unsicher. Aber das mich ein von mir benutzter Radweg davor geschützt hätte, von Autofahrern übersehen zu werden, das kann ich gerade nicht sagen. Bis jetzt hatte ich bei diesen Unfällen einfach immer ein Riesenglück, und einmal allerdings auch einen Totalschaden an meinem Rad...
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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Auf Seiten der Autofahrer gibt es solche und solche.
Auf Seiten der Radfahrer gibt es solche und solche.
Mich nerven Autofahrer, die prinzipiell nicht blinken, ständig die Spur wechseln, falsch blinken im Kreisverkehr usw.
Mich nerven Radfahrer, die bei ROT fahren, die plötzlich aus einer Lücke rausgeschossen kommen, ohne Licht fahren, ohne Zeichen geben abbiegen usw.
Diese Beispiele kann man unendlich fortsetzen, auch mit Fussgängern, die glauben die ganze Strasse wär ein Zebrastreifen, also mit jedem Verkehrsteilnehmer.
Wo führt das hin? Jeder beschuldigt jeden und bedauert sich am meisten.

:spinner: Eveline
 
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UlrichFürst

Mir hat ein Polizeibeamter erzählt ich dürfte sowieso den Radweg ignorieren, wenn dieser für mich gefährlich oder unzumutbar wäre.
Stimmt. Da hat er Recht! Nur wie willst Du das vorher beurteilen (ob der Radweg in ein paar hundert Metern unbrauchbar wird) und es gibt leider viele Beamte die das nicht wissen...
Ich fahre nur ungern auf der Strasse, wenn ein Radweg vorhanden ist, es kommt mir immer falsch vor. Und ich fühle mich unsicher.
ja, ja, das Selbstvertrauen :eek:riginal:

@evelin
Es geht hier weder um jammern noch um Beschuldigen. Es geht darum, dass der Gesetzgeber Radwege eingeführt hat um den Radfahrer zu schützen. Das können Radwege aber nicht erfüllen, wie der Gesetzgeber selbst schon festgestellt hat und deshalb 1997 das ganze über eine Verwaltungsvorschrift schon aufgeweicht hat. Das hindert allerdings die Städte und Gemeinden nicht gegen dieses VwV zu verstoßen.
Gäbe es die Pflicht nicht mehr einen Radweg zu benutzen sondern nur noch eine Erlaubnis, könnte man sich je nach Zustand frei und ohne Gefahr für lange Diskussionen mit der Polizei entscheiden, ob man Radweg oder Straße benutzt.
Fußgänger würden evtl. auch davon profitieren. Ich persönlich hoffe, dass mit zunehmender Zahl Straßenradler (wenn es mal wieder zum Normalbild wird) auch die Gehwegradler weniger werden!

Ulrich

P.S: ich hab den Thread noch mal kurz überflogen, kann aber kein gejammere oder Beschimpfungen finden...
 
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chriziko

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es ist nicht wahr, dass radwege eingeführt wurden, um radfahrer zu schützen. sie wurden eingeführt, um die straße für den sogenannten fortschritt - also für die autos - frei zu machen. das argument mit der sicherheit kam erst später und ist - wie wir inzwischen wissen - falsch.

richtig ist, dass ein unsicherer radfahrer auf der straße gefährdet ist, weil er sich leicht an den rand drängen lässt. er ist, wenn er dort langsam fährt und höllisch aufpasst, auf dem radweg sicherer.

ich fahre immer auf der fahrbahn, wenn die radwege nicht benutzungspflichtig sind (also nicht mit blauem schild markiert sind) und hatte bisher selten probleme.

wenn ich probleme hatte, dann ausschließluich mit autofahrern, die mich aus "erzieherischen gründen" bedrängt haben, weil sie immer noch nicht mitbekommen haben, dass seit 10 jahren nicht mehr jeder radweg benutzt werden muss. wenn die benutzungspflicht allgemein aufgehoben würde, würde dieses problem vielleicht auch abnehmen.

gefährliche situationen mit dem rad erlebe ich dagegen oft auf radwegen. wenn man nicht vor jeder einmündung auf schrittgeschwindigkeit runterbremst, läuft man ständig in gefahr von rechtsabbiegern oder autos, die aus der einmündung kommen, vom rad geholt zu werden, weil diese einfach nicht auf den radweg achten.

außerdem wird man ständig in konflikte mit fußgängern verwickelt, die den radweg für die erweiterung des fußwegs halten. eine aufhebung der radwegebenutzungspflicht wäre also auch ein stück fußgängerschutz.

niemand verlangt, dass radwege abgeschafft werden. die petition betrifft nur die benutzungsPFLICHT und ist daher absolut unterstützenswert.

ich habe bereits unterzeichnet und auch alle mir bekannten mail-adressen angeschrieben und um unterstützung gebeten.
 
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Also ich habe mittlerweile unterzeichnet, da ich nach reiflicher Überlegung und der vorhandenen Argumentation zu dem Schluss gekommen bin, daß es augenscheinlich eine gute Sache ist.

Sch**** Gruppenzwang :laughing:

Nee, kleiner Scherz...:wink:


Und @Wassermann
Hab bis jetzt auch kein Gejammere und Beschimpfungen hier feststellen können, lediglich einen Erfahrungsaustausch.

Wenn ich jammern oder schimpfen würde, klänge das in etwa so: ........*piiiiep*........

Oder so ähnlich *gg*

Schönen Sonntag noch,

Nightnurse76
 
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UlrichFürst

Danke chriziko für die Richtigstellung!

Und auch wenn's jetzt hier wieder um Sicherheit geht: Gerade wieder gefunden:

von:
Prinzip Radweg


Ulrich
 
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