Intensiv Gebühr bei Ausbildund

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S

SaschaKlein

Neues Mitglied
Basis-Konto
01.05.2006
51143
Hallo Ihr lieben,

ich habe da mal eine Frage. Ich habe gerade gelesen das man für die Ausbildung zum Fachschwester Intensiv/ Anästhesie eine Gebühr von 4.000 Euro bezahlen muss pro Semester!!!!!!!! AHHHHHHHHH! Meine Schwester will dieses Jahr anfangen!
Ist das überall so?
Ich glaube nicht das sie das weiss!??!?!?!?!?!?!?!?!?:eek:
 
Qualifikation
ingenieur
Fachgebiet
-------
S

Surrogat

Die Kosten sind korrekt - in unserem Haus sind es im Gesamten aktuell 3990.- für beide Jahre der Fortbildung.

Zahlungsmodelle sind je nach Ausbildungstätte natürlich unterschiedlich.

a) Komplette Kosten selbst zahlen - und dafür keine Verpflichtung akzeptieren.

b) Verpflichtung für eine bestimmte Zeit nach Abschluss der Massnahme (meist 2 - 5 Jahre) im gleichen Haus beschäftigt zu bleiben und bei früherem Weggang den entsprechenden Anteil zurückzuzahlen - dafür keine eigenen Kosten

c) 50% Arbeitgeber und 50% Teilnehmer mit kürzerer Verpflichtungszeit (s.o.)

d) Individuelle Tarfifmodelle

...also keine Sorge wegen evtl. finanzieller Überforderung.

Ob sich die Fachweiterbildung an sich noch lohnt wage ich nach diversen Gesprächen mit Kollegen und Ausbildern allerdings stark zu bezweifeln.

Der finanzielle Zugewinn steht, zumindest in den Häusern die ich kenne, in keiner Relation zu dem während der Ausbildung zu treibenden Aufwand und der Zunahme der Verantwortung nach derselbigen...
Ausserdem schaut mit dem geplanten Berufsbild des ATA ein weiterer,preiserterer, Konkurrent im Bereich OP/Anästhesie um die Ecke, sodass über kurz oder lang auch die eher lukrativen Bereitschaftsdienste (so diese nicht sowieso schon unter der "Führungsriege" aufgeteilt worden sind:mad_2: ) eingschränkt werden könnten.

Allerdings wäre ein Haus natürlcih auch gut beraten einen ausgebildeten Facharbeiter nicht einfach wegzurationalisieren - für diesen Zwecks stehen ja dann auch genug andere Kräfte zur Verfügung (uuppss...da fällt mir ja ein...ich bin ja auch einer davon :innocent:)
 
B

bikerin

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2006
81737
HI
bei uns sinds 3880,-
aber zahlt das krankenhaus, und wir müssen dafür 3 jahre nach beendigung am haus bleiben (bzw dürfen innerhalb der verbundskrankenhäuser wechseln)
ansonst anteilige rückzahlung (oder der neue arbeitgeber übernimmt die höhe der rückzahlung)
gruß bikerin
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
chir. ITS
L

lounge

Mitglied
Basis-Konto
14.05.2005
02789
www.myspace.com
ich meine, die haben mir sogar was von 4 Jahren Verpflichtung erzählt; das war allerdings 2003 und ich bin nicht auf dem neuesten Stand und hab aber auch nicht wirklich vor, diesen Weg zu gehen, weil sie uns ja auch ohne diesen Bildungsweg genommen haben. Auf jeden Fall ist der Preis recht hoch, ja. Bildung ist nach wie vor Elite. Wenn ich da an meine Studiengebühren denke, wird mir mal wieder schlecht... :sick:
 
Qualifikation
Pflege, B.A.
Fachgebiet
Intensiv
T

Thomas_B

Mitglied
Basis-Konto
11.07.2004
21339
"Ob sich die Fachweiterbildung an sich noch lohnt wage ich nach diversen Gesprächen mit Kollegen und Ausbildern allerdings stark zu bezweifeln."

Die Frage ist doch, welche Weiterqualifikation denn dann ? Wenn es nur um die finanzielle Seite geht, dann hat sich die Weiterbildung niemals gelohnt. Aber Wissen ist doch eigendlich auch eine Form der Entlohnung ? Oder ...??

Gruß Thomas
 
Qualifikation
Fachkr.pfl.A / I, Rett.Ass., Praxisanleiter
Fachgebiet
Anästhesie
S

Surrogat

"Ob sich die Fachweiterbildung an sich noch lohnt wage ich nach diversen Gesprächen mit Kollegen und Ausbildern allerdings stark zu bezweifeln."

Die Frage ist doch, welche Weiterqualifikation denn dann ? Wenn es nur um die finanzielle Seite geht, dann hat sich die Weiterbildung niemals gelohnt. Aber Wissen ist doch eigendlich auch eine Form der Entlohnung ? Oder ...??

Gruß Thomas
Primär "lohnt" sich jede Weiterbildung die dich finanziell besser stellt oder deine generellen Arbeitsbedingungen verbessert.Dies war bis vor einigen Jahren und bei einer geringeren Anzahl an Fachpersonal z.B. über die sehr lukrativen Bereitschaftsdienste möglich...

Idealistisch betrachtet ist Wissen sicherlich auch eine Form der Entlohnung - aber Wissen alleine zahlt nicht meine Miete und ernährt auch nicht meine Familie.
Auch ist Wissen das du nicht anwenden kannst oder darfst keine Bereicherung sondern eher eine Last- gerade in unserem Beruf, in dem besseres Wissen einfach durch die Präsenz eines akademischen Grades aus Kraft gesetzt werden kann (heisst hier: ärtzliche Therapiefreiheit).

Die Zeiten des Bildungsbürgertums ("Wissenserwerb um des Wissens willen") sind, so sie überhaupt jemals in reiner Form existiert haben, vorbei, wobei ich hier natürlich auch schuldig im Sinne der Anklage bin.
Meine Liste mit besuchten Fortbildungen für 2006 ist bereits ein knappe Seite lang...und hat mir ausser dem guten Gefühl das ich pflegerisch und medizinisch up-to-date bin nichts gebracht.
Ich leiste also theoretisch pflegerische Arbeit auf hohem Niveau, unterscheide mich aber nach aussen hin nicht von den Kollegen die es nicht einmal zu den Pflichtfortbildungen schaffen - denn geheilt hat den Patienten eh`immer der Arzt und neue Ideen werden vom Entscheiderkreis implementiert und nicht von der Basis.

Wenn ich mich aber allerdings zwei Jahre beruflich und fachspezifisch fortbilde und dabei wissentlich Dinge wie schlecht gelaunte Tutoren,praxisferne Informationen, zusätzlichen Prüfungsstress und grenzwertige Dienstplangestaltung in Kauf nehme (nebenbei haben die meisten Menschen auch noch ein Privatleben das unter diesen Dingen leidet), dann soll dafür auch am Ende ein wenig mehr `rausspringen als noch eine weiterer Titel auf meinem Namensschild, mehr Verantwortung und Wissen - denn all das kann ich mir auch ohne Fachweiterbildung leicht selbst verschaffen...und zwar deutlich preiswerter und vor allem geplanter.

Ich kenne zuviele Fachpfleger neueren Datums deren Tenor ist "wenn ich das vorher gewusst hätte..." - und nein, damit meinte keiner die rein fachliche Komplexität der Ausbildung.

Warum viele trotzdem noch die Ausbildung starten?
Wenn man sich mit ihnen in einer ruhigen Stunde zusammensetzt und das blahblah bzgl. "Pflege weiterbringen" und "qualitative Standards" verklungen ist, so kommen dann doch eher Dinge (OZ) zum Vorschein wie
"die kündigen mich nicht während der Weiterbildung" oder "als Fachpfleger bleibst du auch bei Stellenkürzungen eher im Haus" oder "ich will unbedingt aus der Pflege raus! - aber die Firma xyz nimmt nur Fachpflegepersonal für den Aussendienst...oder Studierte", "ich mach noch schnell die Fachpflege...und dann nichts wie ab ins Studium und nebenher ein bissl Geld verdient".

Wissenserwerb?
Nu denn...
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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05.07.2001
www.pflegeboard.de
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