Fütterungsprotokolle bei der Pflege alter Menschen

spade

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Guten Tag,

bei einer Fortbildung für ehrenamtliche Betreuer, wurde darauf hingewiesen sich vor der Zustimmung zum Legen einer P.E.G.-Sonde die Fütterungsprotokolle zeigen zu lassen. Ich hatte noch nie davon gehört.

Kann ich irgendwo nachlesen was es damit auf sich hat bzw. kann mich hier jemand aufklären, ob ich mit Recht erwarten darf, dass sowas geführt wird?

Dann interessiert mich natürlich auch, wie so ein Protokoll zu interpretieren ist?

Herzlichen Gruß

Frank
 
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Diplom-Sozialwirt, Sterbebegleiter, Patientenfürsprecher, Seniorenvertreter, Sprecher der GRÜNEN ALTEN Berlin-Brandenburg, Feiersprecher
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Honigbonbon

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Fütterungsprotokoll? Was für ein Ausdruck! Noch nie gehört! (Zum Glück, finde den nicht so toll!)

Ich würde mich auf jeden Fall vergewissern, dass die PEG nötig ist und nicht nur gelegt werden soll, um beim Nahrung anreichen Zeit zu sparen.
Habe aber noch nicht gehört, dass es solche Protokolle verpflichtend gibt...
 
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JoAn 98

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Hallo,

vom MDK gibt es eine Grundsatzstellungnahme "Ernährung". Ernährungsprotokolle gibt es von verschiedenen Pflegedokumentationsanbietern, wir arbeiten mit DAN.
Ich bin gerade etwas irritiert über den Begriff Fütterungsprotokoll. Sorry, aber die hätten euch bei der Fortbildung sagen müssen, dass das Essen angereicht und nicht gefüttert wird.
Es muß auch nicht zwangsläufig ein Protokoll geführt werden vor einer PEG - Anlage. Es kommt auf die Umstände an.

Gruß, JoAn
 
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panik

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@ spade:smile:
Hallo
Also... die sog."Fütterungsprotokolle" heißen Essensprotokolle .Wir füttern auch keine Menschen sondern reichen das Essen an!!!
Diese Protokolle dienen dazu einen Überblick zu bekommen wieviel, wann und was der Mensch ißt.Seine Vorlieben und seine Abneigungen, seine Hauptessenszeiten und natürlich die Menge der Nahrung.dann kann ich individuell Nahrungsangebote machen, wenn der Mensch nicht mehr wirklich essen will.Natürlich muß auch gesichert sein, dass er nicht aufgrund einer schlecht sitzenden Prothese, Zahnschmerzen, Halsschmarzen, Rhagaden, Bauchbeschwerden etc. kurz, Faktoren die, die Nahrungsaufnahme negativ beeinflussen, müssen ausgeschlossen sein!
Und dann die ethische Fragestellung bzgl. einer PEG/PJE:Wie alt ist der Mensch?Hat er eine Patientenverfügung? Hat er eine ausführliche Biographie, aus der hervorgeht, dass er das nie wollte.....Vielleich konnte ich ein paar Anregungen geben...
LG panik
 
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Krankenschwester, PDL
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*Ausbildung zur Krankenschwester
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* Weiterbildung zur PDL 2009
spade

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Ah, Essensprotokoll, ja das klingt gleich viel humaner.

Danke für die hilfreichen Antworten.
 
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