Sonstige WB Freiwillig registriert??

K

Kugeli

Hallo,
ich wollte mal fragen, was es denn mit diesem "Freiwilligen Registrieren" eigentlich genau auf sich hat. Ich hab auf den Seiten des DBfK darüber gelesen und es klang ja gar nicht schlecht, was dazu dort stand. Aber welche Fortbildungen gelten dafür?? Wenn ich an unsere Klinik denke, wir haben fast nie Fortbildungen und wenn dann meistens Hygiene (immer das gleiche Thema). Oder irgendwelche Infoveranstaltungen der AOK... Wie ist das bei euch?? Was bringen mir diese Punkte und diese Registrierung?? Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht??
LG Kugeli
 
W

Words.myth

Hallo Kugeli,

auf der homepage Freiwillige Registrierung für beruflich Pflegende
findest du angegeben, welche Fortbildungen etc. welche Anzahl von Punkten geben.

Die Resonanz im Pflegesektor ist wohl eher gering...und die Tatsache, das die zugehörige Homepage Anfang 2007 zum letzte Mal aktualisiert wurde, spricht für mich Bände :idee:

Freiwillig registriert zu sein bringt dir persönlich nicht wirklich etwas...ausser dem Gefühl, dich irgendwie berufspolitisch engagiert zu haben, aber das geht meiner Meinung nach besser und direkter via Berufsverband, MAV oder Gewerkschaft - und dort erhält man zumindest sofort auch einen "realen" Gegenwert für den - finanziellen - Einsatz (Berufsrechtschutz, Rabatte, Suventionierte Fortbildung, etc.).

Argumente wie "Überwachung/Dokumentation des eigenen Qualifikationsstandes" und "Grundlage für Arbeitgeber zur Personaleinstellung/ -haltung schaffen" sind natürlich nicht wirklich sinnig, da man die Dokumentation auch selbst durchführen, archivieren und beim potentiellen AG vorlegen kann (und de fakto für die FRfbP eh' muss).

Die FRfbP ist an sich gut gemeint - "erwischt" allerdings sowieso wieder nur diejenigen, welche bereits Interesse (und die notwendige Zeit) an Fort- und Weiterbildung haben, ist damit für das Gros der Pflege in Deutschland nicht representativ und geht nicht wirklich weit genug (Thema: Pflichtregistrierung).
Zahlenwerte die so erhoben werden können wegen der geringen Menge Beteiligter auch nicht als Argumentationsgrundlage gegenüber Politik und Bevölkerung dienen.

Daher würde ich dir aktuell raten, dir das Geld zu sparen und lieber ein paar Mal gut Essen zu gehen...bringt für die Psyche mindestens den gleichen Effekt.

Gruss,

Words.myth
 
K

Kugeli

Hi Words.myth,
vielen Dank für deine Einschätzung. Wenn ich sie mir so durchlese, hast du auf jeden Fall recht.
Wie ist das denn bei euch mit Fortbildungen?? Habt ihr viele?? Ich habe gelesen, du bist auf einer Intensiv tätig. Wo arbeitest du?? Ich möchte auf gern auf einer Intensiv arbeiten, ich bin gerade am bewerben. Leider tu ich mir sehr schwer, eine Stelle zu finden, da ich noch keine Berufserfahrung im intensivmedizinischen Bereich habe. Aber ich werde die Hoffnung nicht aufgeben und mich in Geduld üben, bis mich einer nimmt.
LG Kugeli
 
W

Words.myth

Hallo Kugeli,

auch wenn ich bzgl. der FRfbP sehr skeptisch geworden bin, halte ich das Thema "Fortbildung" für sehr wichtig.

Stationsinterne Fortbildungen, meist 30 - 60 min lang, zu den verschiedensten Themen mit Ausrichtung auf Intensivmedizin und -pflege haben wir so 4 - 8/Monat; dazu zählen auch regelmässige Einweisungen auf neue bzw. bereits im Betrieb befindliche Geräte bzw. Probestellungen.
Die meisten Fortbildungsthemen werden so ein bis zweimal pro Halbjahr gemacht, lediglich ACLS läuft quasi kontinuierlich übers Jahr, was aufgrund der Mengen an Personal auch nicht anders geht.
Über unser angegliedertes Bildungszentrum werden dann noch diverse weitere und auch breit gefächerte Themen für die Pflege/Ärzteschaft angeboten, u.a. die Fachweiterbildung für Anästhesie/Intensivpflege.

Nähere Info's findest du hier unter dem Thema "Bildung": Krankenhaus Hetzelstift

Gruss,

Words.myth
 
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