freiheitsentziehende Maßnahmen

Sonnensturm

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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Hier noch zwei Beiträge:
Tödlicher Unfall durch Bettengurt - Berlin.de
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lagetsi/allgemein/bettengurtga.pdf?start&ts=1260347824&file=bettengurtga.pdf

Zitat auf Wiki:
Mit einem einzelnen Bauchgurt ist der Patient an einem Punkt fixiert. Die Methode garantiert hohe Bewegungsfreiheit, ist aber für sich genommen nicht fluchtsicher und birgt das Risiko von tödlichen Unfällen mit Strangulation, wenn der Patient aus dem Bett rutscht.[2] Daher werden zusätzlich Bettseitenteile angebracht. Der Unfallgefahr wird, wie auch sonst bei der Fixierung von Kranken, durch ständige, engmaschige Überwachung begegnet.
Vielleicht reicht das als "Rechtsgrundlage"?:kopfkratz:
:wassat:Wasserfrau
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Also das Gutachten ist brauchbar;)
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Ich war vor etwas über einem Jahr auf einer Fortbildungsveranstaltung von SEGUFIX!

Dort wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wegen der enormen Flucht- und Strangulationsgefahr NUR 5-Punkt-Fixierungen durchzuführen sind.

Aus einem einzelnen Bauchgurt kommt man so leicht raus, dass ich eigentlich eine Sitzwache neben den Patienten bringen muss. Da kann ich ihn mir gleich schenken.
Im Heimbereich mag er vielleicht zur Sicherung von Leuten dienen, die nachts evtl. aus dem Bett fallen, weil sie unruhig schlafen. In diesem Fall kommt aber wieder die Sache mit der Strangulation in´s Spiel.

Im psychiatrischen Bereich gibt es klar umrissene Situationen, in denen fixiert wird. Eigen- und/ oder Fremdgefährdung, die nicht mehr anders in den Griff zu bekommen ist. D.h. ich muss zunächst davon ausgehen, dass der Patient alles daran setzen wird, um sich zu befreien. Deshalb macht man hier Nägel mit Köpfen und fixiert an fünf Punkten; in extremen Fällen auch noch mit Schultergurt. Und hier wird dann auch noch im 15 Minuten Takt kontrolliert. Hier haben durchaus schon angespannte Patienten die Fixiergurte durchgerissen.

Eine Fixierung ist für jeden Patienten eine wirklich einschneidende Erfahrung. Er sollte daraus nicht noch weitere Schäden davontragen. Deshalb ist für die Fixierung größtmögliche Sicherheit anzustreben.
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Danke für den ausführlichen Beitrag. Bei uns darf ja au nur noch 5-Punkt fixiert werden, hatte ich ja mal geschrieben, aber Rechtsgrundlagen dazu gibt es keine, habe das nur von meiner Chefin und sie sagte eben auch diese Gründe, die du halt au nennst. Die Sicherheit sollte im Vordergrund stehen, und nicht "na solange das nicht gesetzlich geregelt ist, reicht der Bauchgurt"! Oder "zeig mir, wo das steht, erst dann werde ich es tun"!
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Hallo!
Möchte deine Frage beantworten,zwecks Abzeichnen ( Grundpflege etc.)Du bist doch nicht jeden Tag im Dienst! Deshalb muß auch derjenige Abzeichnen, die er auch durchgeführt hat. Freiheitsentziehende Maßnahmen können wohl in der Pflegeplanung mit einbezogen werden.Hier ist es nur wichtig zu welchen Zeiten die Maßnahme erfolgt.Mit dem abzeichnen in der jeweiligen Schicht ist es Nachvollziebar wer die Maßnahme durchgeführt hat.
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

hallo, hier noch mal die Situation. Bew. hat eine bauchgurt Fixierung plus ein Fußgelenk Die genehmigung vom Amtsgericht liegt vor. Das Pflegepersonal hat nun noch die regelmäßigen kontrollgänge bei Fixierung abgezeichnet mit ihren Namenskürzel. Also diese Formulare die es halt bei den DAN-Produkten gibt (Leistungsnachweis). Nun sagt plötzlich die PDL, das wir uns das ersparen können, weil angeblich der Mensch der vom MDK im Hause war gesagt hätte, das könnt ihr euch sparen. Ihr braucht diesen regelmäßigen Kontrollgänge nur mit in die Pflegeplanung mit aufzunehmen. Und mit dieser Aussage habe ich so meine Zweifel.

Gruß

Barny
 
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Ich auch, ebenso mit der Fixierung an sich , nur Bauch und Fußgelenk. Aber das müßt ihr für euch selbst entscheiden. Wir würden so in der Art niemanden mehr fixieren, also wenn eine Fixierung notwendig werden sollte, dann werden wir nur noch 5-Punkt-Fixierung beantragen.
 
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Jetzt habe ich natürlich das Abzeichnen vergessen, natürlich muß das extra abgezeichnet werden, meine die Kontrollgänge. In der Pflegeplanung stehts natürlich mit drin, ich meine da steht au die regelmäßige Lagerung mit drin und ich zeichne trotzdem jeden Kontrollgang mit Lagerung im Zimmer ab. Kann mir ehrlich gesagt au nicht vorstellen, das der MdK sowas gesagt hat. Glaube deine PDL hat da irgendwas falsch verstanden.
 
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@ nofretete.

Wo steht das man Bewegungs- Lageveränderungsprotokolle führen muss?
 
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Wo steht das man Bewegungs- Lageveränderungsprotokolle führen muss?
Bei uns steht das in der entsprechenden Dienstanweisung.

Auch der gesunde Menschenverstand sollte einem sagen, dass das eine absolut sinnvolle Maßnahme ist.

Zeichnen wir doch mal den Worst-Case: Ein Patient, nur mit Bauchgurt und an einem Fuß fixiert, stranguliert sich, weil er unruhig ist und sich zu befreien versucht, aber in den Gurten hängen bleibt.
In dem Fall hast du als NW erheblich bessere Karten, wenn du konkret nachweisen kannst, dass du fünf Minuten zuvor noch nach dem Patienten gesehen hast und alles in Ordnung war. Das lindert die persönliche Belastung zwar nur wenig.
Gegen betroffene Angehörige, die dich wegen Verletzung deiner Aufsichtspflicht vor Gericht zerren wollen, ist das aber allemal hilfreicher, als eine pauschal abgezeichnete Pflegeplanung.
 
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Danke Schwester Christa, besser hätte ich es nich erklären können, eher schlechter!
 
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Ziel ist es, nur bei denjenigen Bewohner/innen ein Lagerungsprotokoll zu führen, bei denen dies angezeigt ist und nicht bei allen, die laut Dekubitusrisikoskala gefährdet sind. Mitunter bedarf der / die Bewohner/in nur eine Lagerung während der Nachtruhe, wenn die Gewebedurchblutung aufgrund absinkender Herzleistung nicht mehr der des Tages entspricht.Grundsätzlich kann auf das führen von Bewegungsnachweisen verzichtet werden, wenn anhand der Pflegeplanung erkennbar ist, zu welchen Zeiten Lagerungen durchzuführen sind. Abweichungen werden im Pflegebericht dokumentiert
Quelle: Pflegedokumentation Stationär - Das Handbuch für die Pflegeleitung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Lagerungspläne als Nachweis zu den Beobachtungen des fixierten Bewohners herzunehmen, ist eine Zweckentfremdung. Ich kann mir nicht vorstellen das das irgendwo gemacht wird. Und wenn ja, willkommen im alten Rom. Ständig Behauptungen ohne ordentliche Quellangaben aufzustellen bringt ausser Unsicherheit verbreiten rein gar nichts Und wenn es eine Dienstanweisung eurer Häuser ist, dann ist es auch nur für eure Häuser, und nicht allgemein für jeden. Das sollte man dann auch dementsprechend kenntlich machen.

LG
 
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Sorry hast da was falsch verstanden, Lagerungspläne werden bei 5-Punkt-Fixierungen neben den normalen Fixierungsprotokollen geführt,da derjenige sich ja nicht selbst bewegen kann. Und allein trinken kann er/sie ja au nich und deswegen wird au ein Trinkprotokoll geführt. Kam wohl bei meinen anderen Beitrag so nich rüber.
 
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AW: freiheitsentziehende Maßnahmen

Dazu finde ich keine Literatur. Trotzdem ist mir das zu allgemein gehalten. Lagerungsprotokolle muss man nicht führen, siehe mein vorheriger Beitrag. Trinkprotokoll würde ich auch nur kurzzeitig einsetzen. Erreicht der Pat. / BW stets die empfohlene Trinkmenge bzw. die ärztliche Mindesttrinkmenge, unabhängig davon ob es ihm angereicht wird oder er es selbst zu sich nimmt, trotz Fixierung, braucht man dieses nicht mehr führen. Weil wozu sollte ich es dann führen? Und für wen?

In der Altenpflege erlebe ich 5 Punkt Fixierungen äußerst selten, ich versuche es immer bei 3Punkt zu belassen. In Psychiatrien mag das anders sein, das kann ich nicht beurteilen.

LG
 
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Also bei uns ist es so, sobald ein Bewohner sich selbst nicht mehr drehen/bewegen kann, ob nun fixiert oder nicht, wird ein Lagerungsplan angelegt und geführt!
 
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genau, und das ist der punkt. Bei euch...
 
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Genau ich schreibe immer bei uns... was is daran falsch? Dies ist ein Forum für Erfahrungsaustausch unter anderem. Und falsch ist es ja wohl nicht Lagerungspläne anzulegen, wenn ein Bewohner sich nicht mehr selbst drehen kann.
 
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Jetzt habe ich natürlich das Abzeichnen vergessen, natürlich muß das extra abgezeichnet werden, meine die Kontrollgänge
Ein Beispiel für eine Verallgemeinerung deinerseits ohne Quelle und Rechtsgrundlage....

Es ist allgemein so. Wir machen alle viel. Die PDL will es so, dann machen wir es auch so. Ich ja auch. Aber selbst sollte man sich mit Quellen befassen. Es heisst oft beispielsweise, dass man monatlich eine Bradenskala ausfüllen muss. In dem Satz, den ich mir ständig anhören muss stecken gleich zwei Fehler. Würde ich nicht lesen, würde auch ich der Annahme sein, dass es so ist. Aber ich finde hier muss umgedacht werden. Man sollte sich beschäftigen und mit dem Beruf identifizieren. Dann kann man auch begründen. Wer weiss, kann begründen, wer nicht weiss sagt ja und Amen. Das gilt gegenüber der PDL, genauso wie gegenüber Heimaufsicht und MDK.
 
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Also bei uns natürlich schon wieder bei uns steht das in den QMs, nicht alles, was wir machen ist gesetzlich vorgeschrieben, warum auch? Habe ja auch selbst einen Kopf zum Denken! Die letzten Lagerungsprotokolle, die im QM verfaßt wurden z. B. waren voll für den A.....! Haben wir als Mitarbeiter kritisiert und sind wieder abgeschafft worden. Hat aber jetzt nichts mehr mit dem Thema zu tun. War nur ein Beispiel. Pfleger 84, du bist jemand, der immer alles gesetzlich geregelt haben will, ich nicht, wenn meine PDL sagt, das wird jetzt so u nd so aus diesem oder jenen Grund gemacht, dann tu ich das, und wenn ich merke is Schrott, dann sag ich das auch.
 
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du bist jemand, der immer alles gesetzlich geregelt haben will, ich nicht, wenn meine PDL sagt, das wird jetzt so u nd so aus diesem oder jenen Grund gemacht, dann tu ich das
Naja, ist ja schliesslich auch mein Kopf den ich ggf. hinhalten muss. Ich hab ja geschrieben, im endeffekt muss ich es auch so machen wie es meine PDL will. So ist das nun mal. Aber ich hinterfrage, und ich frage auch mal: wo steht das, dass wir das machen müssen? Auf welcher Grundlage beruht das?

Weisst du, ich bin es einfach satt. Immer dieses gejammer von wegen: Wir müssen nur dokumentieren, haben keinen Zeit für die Bewohner. BlaBlaBla. Doch, wir könnten mehr Zeit haben, wenn wir uns nur mal selbst mit dem Thema Pflegedokumentation befassen würden. Dann wüssten wir auch was wir täglich alles schreiben, was es gar nicht braucht. Und das, glaub mir, ist nicht wenig. Aber jeden das seine...
 
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