Freiheitsberaubung oder nicht ????

anubis

anubis

Mitglied
Basis-Konto
1
99974
0
Hallo ,

Auch Interessante Fragen sind , ob das Rollstuhlbrett nun unter Freiheitsberaubung zählt oder nicht .
Ob, ein Stuhl vorm Bett unter Freiheitsberaubung zählt oder nicht .
Und warum brauche ich einen Richterlichen Beschluss um Bettseitengestelle hoch machen zu dürfen ???? :spinner: ??? wenn ich diese doch 24h ohne diesen hoch machen darf .
Fragen über Fragen was meint Ihr dazu ?????

Mfg
anubis
Ps :für auftretende Rechtschreibfehler übernehme ich keine Verantwortung :nono:
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim :)
G

Giana

Mitglied
Basis-Konto
0
23858
0
Sobald die Bew noch aufstehen können, und die bettgitter hoch sind, gilt diesen als freiheitsberaubung. Ist aber ein Bew. bettlägerig, und hat nicht mehr die möglichkeit aufzustehen, gilt dieses als sicherung.
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Altenpflege
anubis

anubis

Mitglied
Basis-Konto
1
99974
0
Hallo ,

Danke für Deine Antwort .
Aber , wenn ein Bew. zwecks mangelner Mobilität nicht mehr Aufstehen kann , dann verstehe ich nicht warum ich Ihn dann Absichen muß.
den , Bettseitengestelle dienen ja nicht der Sturzprophylaxe oder ???

Mfg
anubis
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim :)
nachteule44

nachteule44

Mitglied
Basis-Konto
0
24941
0
@ Giana
Bist Du Dir da ganz sicher? Das man bei einem bettlägerigen Pat. für Bettgitter keinen richterlichen Beschluß braucht?
Soviel ich weiß braucht man den Beschluß trotzdem, auch wenn es nur zur Absicherung dient, das der Pat. nicht aus dem Bett rollt.
Bei uns läuft es wenigstens so.

@ Anubis
Auch wenn jemand als bettlägerig gilt, kann er ja immer noch soviel Eigenbewegung haben, das er z.B. durch Drehung aus dem Bett fällt.

lg , nachteule
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
C.Tina

C.Tina

Mitglied
Basis-Konto
1
25489
0
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Senioren - und Pflegeheim
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Palliative Care
C.Tina

C.Tina

Mitglied
Basis-Konto
1
25489
0
Habe noch etwas gefunden:


Mechanische Fixierung​


Mechanische Fixierung ist eine der​
Kategorien von Fixierungsmaßnahmen.
Sie wird durchgeführt mittels
– Bett- / Seitengitter,
– Therapie- / Vorstecktisch,
– Gurte,
– Bettschürze / Patientenschutzdecke.
Alle mechanischen Fixierungsmaßnahmen beinhalten eine Steigerung
der Verletzungsgefahr des Bewohners, wie Dekubitusgefahr
durch eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit und Auflagedruck
von Gurten und anderen Vorrichtungen. Hieraus resultieren gesteigerte
Fürsorgepflichten der Pflegenden, welche u. a. durch
engmaschige Betreuung des Bewohners erfüllt werden können.
Sämtliche Maßnahmen sind mit besonderer Sorgfalt in der
Dokumentation


zu erfassen.
Alle vorgenannten Formen der mechanischen Fixierung sind


→​
unterbringungsähnliche Maßnahmen, die der Genehmigung


des Vormundschaftsgerichts unterliegen, sofern sie dauerhaft
oder regelmäßig angewandt werden. Bei Vorliegen eines
Rechtfertigungsgrundes oder wirksamer
Einwilligung des Bewohners

ist eine Genehmigung nicht erforderlich.


LG,Tina
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Senioren - und Pflegeheim
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Palliative Care
Katta

Katta

Mitglied
Basis-Konto
0
73207
0
Hallo ,


Und warum brauche ich einen Richterlichen Beschluss um Bettseitengestelle hoch machen zu dürfen ???? :spinner: ??? wenn ich diese doch 24h ohne diesen hoch machen darf .

Ps :für auftretende Rechtschreibfehler übernehme ich keine Verantwortung :nono:
Hallo anubis,
soweit ich informiert bin darf man nur einmal 24 Stunden die Seitenteile hochmachen und dann nicht mehr. Aus diesem Grund brauchst du die Genehmigung.
Gruß Katta
 
Qualifikation
examinierte Altenpflegerin /Praxisanleiterin
Fachgebiet
Pflegeheim
anubis

anubis

Mitglied
Basis-Konto
1
99974
0
Hallo an alle ,

Erstmal danke für euer Posten .

Ich hatte eigentlich auch immer gedacht das die Seitengestelle auch für Immmobile Pat./Bew./Klienten hoch gezogen müssten . Da ich dies in der Pfegeplanung schriftlich nieder geschrieben hatte, und es auch einen Richterlichen Beschluss gab , dachte ich das ich eigentlich auf der richtigen Seite stand. Dann kam unsere über alles geschätzte MDK Untersuchung die mir dann erstmal erklärten , das die Bettseitengestelle nutzlos sind . Da, Ich zitiere : Wenn ein Bew. keine Mobilität mehr vor zu weisen hätte , braucht man dann auch die Bettseitengestelle nicht hoch ziehen. Da war ich erstmal bluna , dann fragtei ich wenn der Bew. nun aus dem Bett fallen würde was dann geschehen wird. Antwort des MDK : Wenn ich das Bett soweit runterstellen würde ( war mir auch klar ) und evtl. eine Matratze auf den Boden legen würde , dann würde ein minimiertes Verletzungsrisiko bestehen. Desweitern wurde mir dann gesagt das die Bettseitengestelle nicht im rahmen einer Stursprophylaxe zählen.
Der MDK sagte dann noch , das ich die Seitengestelle für 24h ohne Richterichen Beschluss jedoch in Absprache mit dem Bew. ( wenn er in der Lage ist ) oder dem Betreuer hoch machen darf. Die Frage die sich mir da gestellt hat, Na , da kannste doch nach 19h die Teile runter machen ,1h warten und dann wieder für ca. 19-20h hoch machen ( klingt komsich aber nach dieser Aussage doch recht annehmbar ) .
PS: Rechtschreibfehler liegen nicht in meiner Verantwortung
Mfg
anubis
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim :)
S

stupanka

Aktives Mitglied
Basis-Konto
3
52070
0
Hallo
Nein das darf man so nicht tun.Alle regelmäßig wiederkehrenden Maßnahmen müssen richterlich genehmigt werden.
Ausnahme sind Bewohner die potentiell nicht mehr in der Lage sind sich zu bewegen.Hier braucht es keine richterliche Genehmigung,wurde so vom Amtsgericht bestätigt.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
anubis

anubis

Mitglied
Basis-Konto
1
99974
0
Hallo ,

Nun , da haben die vom MDK ja doch recht .
Okay na da weiss ich ich jetzt bescheid.
Muss jetzt auf Nachtschicht gute Nacht

Mfg
anubis
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim :)
double19

double19

Aktives Mitglied
Basis-Konto
0
56335
0
@all,

mich wundert doch sehr, was hier geschrieben wird. Hier mein Kenntnisstand, der seid Jahren Bestand hat:

Der Freiheit berauben kann ich nur den Bewohner, der sich sich auch wegbewegen kann. Wegbewegen bedeutet auch, dass der Bewohner sich im Rollstuhl aufstellen kann. Wer sich also aufstellen kann, aber nicht mehr laufen kann, ist eingeschränkt mobil. Hier ein Brett vorzuschieben, ist Freiheitsberaubung, egal ob es auch der Sicherheit dient. Das mag kleinkariert wirken, aber dient der eigenen Rechtssicherheit. Wie später im Fall des Falles der Richter in einem Strafverfahren entscheidet, kann man vorher nicht wissen.
Bettgitter sind Freiheitsberaubung, wenn es keine Genehmigung gibt oder der Bewohner sich nicht mehr selbstständig aus dem Bett begeben kann. Mein deutlicher Tipp: Immer einen Antrag bei Gericht zu stellen, damit das Amtsgericht dann schwarz auf weiß bestätigt, dass entweder das Bettgitter genehmigt oder abgelehnt wird oder keine Genehmigung erforderlich ist, da der Bewohner sich nicht mehr selbstständig fortbewegen kann. Außerdem ist es keine Freiheitsbraubung, wenn der Bewohner bei klarem Verstand dem Bettgitter zugestimmt hat. Das bitte immer schriftlich unterschreiben lassen.
Die 24-Stunden-Bettgitterfixierung kenne ich so nicht und kann nach meiner Einschätzung auch nur rechtswidrig sein. Ein renitenter Bewohner kann zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer kurzfristig fixiert werden, aber nicht länger wie notwendig. Ein pauschaler Zeitrahmen ist hier sicher nicht sinnvoll. Wenn fixiert wird, müssen weitere Maßnahmen erfolgen wie Arzt rufen, Amtsgericht einschalten, zeitliche enge Überwachung des Bewohners.

Wer zum Schutz des Bewohners Fixierungen vornehmen will, braucht immer eine Legitimation. Entweder durch den Bewohner selbst oder durch den Amtsrichter und bei Gefahr im Verzug. Ansosnten macht man sich strafbar. Der Betreuer keine keine rechtsverbindliche Genehmigung aussprechen!

Gruß double19
 
Qualifikation
selbstständig; Heimberater
Fachgebiet
Rheinland-Pfalz
nachteule44

nachteule44

Mitglied
Basis-Konto
0
24941
0
hi,
@ Tina
Danke für deinen link www.horstdeinert...., das war ja sehr informativ für mich.

Trotzdem habe ich noch eine Frage zu diesem Thema an Alle.
Vielleicht eine blöde Frage. Aber was ist mit einem Overal (Anzug) als Nachtbekleidung, um einen Bewohner davon abzuhalten die Vorlage zu zerpflücken???
Irgendwo hatte ich mal gehört, das dies auch eine freiheitsbeschränkende Maßnahme sein soll, ist es das?
Ich halte den Bew. ja schon von seiner Selbstentfaltung ab, aber im Sinne der feiheitsentziehenden Maßnahmen dürfte dies dann doch keiner Genehmigungspflicht unterliegen, oder doch???

Noch eine andere Frage, wo wir gerade beim Thema sind.
Beispiel:
Ein Bewohner wird nur nachts im Bett mittels Bettseitenteile geschützt. Spätdienst dokumentiert im Protokoll das Fixierungsmaßnahme um 20 Uhr begonnen hat nachdem Bew ins Bett gebracht wurde u. Bettseitenteile hochgezogen wurden.
Um 7 Uhr morgends dokumentiert der Frühdienst das Fixierungsmaßnahme beendet ist, da Bew. aus dem Bett geholt wurde.
Nachts wird der Bew. aber evtl. 2 X zur Toilette gebracht.
Bei uns im Haus ist unklar, ob auch der ND dokumentieren muß das er die Fixierungsmaßnahme jeweils für 3 Min. aufgehoben hat.
Oder ist dies nur für einen Toilettengang nicht nötig?

Wäre dankbar für die richtige Antwort.

lg, nachteule
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
C.Tina

C.Tina

Mitglied
Basis-Konto
1
25489
0
Hallo nachteule

Ich habe hier noch einen Link,der Dich vielleicht interessiert:

http://www.wernerschell.de/Rechtsalmanach/Betreuungsrecht/Muenchen06.pdf

Demnach gilt ein Overall NICHT als freiheitsentziehende Massnahme.
Für ein hochgezogenes Bettseitenteil,auch wenn nur nachts,muss ein richterlicher Beschluss beantragt werden,denn es gilt als immer wieder kehrende Massnahme.
Ich kenne es so das auch in der Nacht dokumentiert werden muss,wenn das Bettseitenteil für den Toilettengang entfernt wird.

LG,Tina
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Senioren - und Pflegeheim
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Palliative Care
nachteule44

nachteule44

Mitglied
Basis-Konto
0
24941
0
Hi Tina,
ich finde nichts wo speziell der Overall angesprochen wird.
Meinst du also, weil er nicht in der Bewegungsfreiheit einschränkt gilt er demnach nicht als freiheitsentziehende Maßnahme?
Oder hab ich es überlesen?
In meinem Beispiel mit dem Bettseitenteil für Nachts war klar das ein richterlicher Beschluß vorliegen muß.
Mein Problem oder Unklarheit bestand einfach nur darin ob wirklich für jeden Toilettengang nachts auch abgezeichnet werden muß.
Wir können uns doch sowieso vor Dokumentation schon kaum retten u. jetzt soll ich auch noch protokollieren das ich die freiheitsentziehende Maßnahme evtl. mehrmals Nachts beendet bzw. angefangen habe, nur wegen einem kurzen Toilettengang???
Auf meiner früheren Arbeitsstelle mußte es nicht jedesmal dokumentiert werden, da wir ja den Toilettengang sowieso abzeichnen u. es ist ja wohl klar das ich den Bew. nicht über das Bettseitenteil hebe oder steigen lasse.
Also klingt für mich diese Art der Dokumentation als völlig unnötig.

lg, nachteule
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
anubis

anubis

Mitglied
Basis-Konto
1
99974
0
Hallo Nachteule ;

Da haste recht , das wäre ja eine doppel Dokumentation und die wiederrum wird ja vom MDK angemahnt.
Eigentlich dokumentierst Du ja im Nachtdienst Deine Rundgänge/IKM-Wechsel/Lagerungen und damit dokumentierst Du gleichzeitig das hoch/runter machen der Bettseitengestelle.

Mfg
anubis
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim :)
nachteule44

nachteule44

Mitglied
Basis-Konto
0
24941
0
Ganz genau anubis, so sehe ich das. Bei uns scheint der MDK zwar bisher wohl noch keine Doppelt u. Dreifach Dokumentation kritisiert zu haben, aber ich persönlich sehe es nicht ein, wir haben doch auch schon so genug zu tun.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
c210989

c210989

Mitglied
Basis-Konto
0
41747
0
Hallo anubis,

Du bist examiniert?
Dein Beitrag hat von der ersten Fragestellung bis zur letzten Schilderung des MDK-Besuches nur Widersprüche. Weißt Du überhaupt, was Du tust?
Sorry, aber wenn ich solche Beiträge lese, stehen mir die Haare zu Berge.
Ich empfehle Dir dringend eine Fortbildung in Bezug auf Fixierungsmaßnahmen, welche eigentlich schon Bestandteil der Altenpflegeausbildung sind.

Gruß
c210989
 
Qualifikation
Heimleitung
Fachgebiet
Pflegeeinrichtung für Senioren und Junge Menschen
P

Punkrockmieze

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
88353
0
Auch wenn der Bew. nicht aufstehen kann gilt dies als Freiheitsberaubung. Weil wenn er nicht mehr in der Lage ist aufzustehen, wie z.B. beim Wachkoma braucht man den Seitenschutz gar nicht. Bin im zweiten Lehrjahr und hatte das in der Helfer Prüfung.
-Tablett am Rollstuhl=Freiheitsentziehung,

-Rollstuhlbremse festmachen am Tisch= Freiheitsentziehung
-Bettseitenschutz hoch= Freiheitsentziehung (länger als 48 Stunden oder wiederkehrend)

Einzige Ausnahme: Bew. ist Einwilligungsfähig und wünscht die Maßnahme. Geht nicht bei Demenz.
Ist eine absolut sinnvolle Regelung , da sonst jeder Pfleger die Leute fixieren würde wie er Lust hat!
Liebe Grüsse
 
Qualifikation
Alenpflegeschülerin
Fachgebiet
Wangen
JensGB

JensGB

Gesperrter Benutzeraccount
Das Leben als Bewohner in einem Heim ist ja grauenhaft! Das wird mir wohl auch blühen.
Wenn man als Bewohner um jeden Toilettengang betteln und erst ein schriftlicher Antrag auf eine Genehmigung mal pinkeln zu dürfen gestellt werden muß! Es ist ja schon seit langem schwierig allein in einem Heim oder Krankenhaus eine Kopfschmerztablette zu bekommen. Die eigenen vier Wände sind da doch immer noch das Beste.

LG Jens
 
Qualifikation
Frührentner
Fachgebiet
Patient
double19

double19

Aktives Mitglied
Basis-Konto
0
56335
0
Hallo JensGB,

deinen Worten kann ich leider nicht folgen. Was hat das mit dem Thema zu tun? Ich muss annehmen, dass du völlig falsche Vorstellungen von einem Leben im Heim hast.

Gruß double
 
Qualifikation
selbstständig; Heimberater
Fachgebiet
Rheinland-Pfalz
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.