Freie Tage nach dem Nachtdienst

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Chan

Chan

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28.12.2005
63500
Mein letzter Nachtdienst hat mich so sehr geschlaucht, so das ich im zweifel bin, das meine Chefin den Dienstplan für meine Nächte richtig erstellt hat.
Er sah so aus: ) 9 Nächte- 4 Tage frei - 7 Nächte - 4 Tage frei - 6 Nächte und dann 7 Tage frei
Mich intressiert, wieviel freie Tage mir zu stehen, wenn ich 10 Stunden in der Nacht arbeite.
Wer kann mir dazu antworten?

Danke!
chan
 
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krankenschwester
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traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Grundsätzlich darf man in einer Woche nur 60Stunden arbeiten. Dies ist die Höchstarbeitszeit.

2. Ruhezeiten
§ 5 Abs. 1 ArbZG schreibt vor, dass den Arbeitnehmern nach Beendigung der Arbeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zu gewähren ist.
Eine Ausnahme besteht im Verkehrs- und Gaststättengewerbe: Hier kann in einigen Bereichen die Ruhezeit auf 10 Stunden herabgesetzt werden, wenn innerhalb von einem Monat oder von vier Wochen durch eine entsprechende Verlängerung der Ruhezeiten ein Ausgleich geschaffen wird.
§ 7 Abs. 1 Nr. 3 ArbZG lässt eine noch weitergehende Ausnahme zu: Im Tarifvertrag kann eine Reduzierung der Ruhezeit auf 9 Stunden und ein Ausgleich innerhalb eines frei festzulegenden Zeitraumes vereinbart werden.

zu deiner Frage:
Wieviel Stunden arbeitest du 38,5 oder 40 oder Teilzeit?. Dein Beispiel erstreckt sich über 34 Tage. Ist das ein Dienstplan für 2 Monate, kommt dann nicht ganz hin? Die Arbeitszeit wären dann 220 Stunden? Ist es tatsächlich so, oder sind da Pausen eingerechnet die abgezogen werden? Ich gehe mal davon aus, dass 45Min-60Min als Pausenzeit abgerechnet werden? Wie wird bei euch die Monatarbeitszeit z.B bei Feiertagen berechnet? Im Vorwegabzug oder nach BAT wonach Feiertage nur vergütet werden, in Geld oder Freizeit, wenn man planmäßig zum Dienst eingeteilt gewesen wäre?

Beispiel: Der Monat hat 22 Arbeitstage. Bei einer 40 Stunden/Wochen 8Stunden/Tag ergibt dies 176 Stunden/Monat. Bei einer 38,5Stunden/Woche 7,7Stunden/Tag 169,4Stunden/Monat. Alles darüber sind Mehrarbeitsstunden, darunter Minusstunden. Schau dir den nächsten und übernächsten Monat an. Innerhalb eines Quartals sollten die Stunden ausgeglichen sein.

Für eine einigermaßen klare Antwort sind Details notwendig.

Wohl derjenige, der bei arbeitsrechlichten Fragen oder sogar Auseinandersetzungen Mitglied im Berufsverband oder Gewerkschaft ist.
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
Chan

Chan

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28.12.2005
63500
Ich habe eine 38,5 Stunden Woche.
Arbeite aber nur nachts und das 10 Stunden mit einer bezahlten Stunde Pause.
Meine Chefin schreibt den Dienstplan so, das wenn ich z.B. am Vormonats ende noch zwei oder drei Nachtschichten habe, am Anfang des neuen mir 7 Tage Nacht ein- damit sind es dann neun Tage am Stück.
Gruß Chan
 
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krankenschwester
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pflegeheim
T

traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Mehr wie 60 Stunden am Stück sind nicht erlaubt. Hat mit Monatswechsel nichts zu tun. Wieviel freie Tage dir zustehen auch nicht ob du 8,9 oder 10 Stunden arbeitest am Tag. Wichtig ist wieviel Sollarbeitsstunden sind im Monat zu erbringen, ist natürlich unterschiedlich und die Istarbeitsstunden gegenüberstellen.


Kleine Hilfe: Arbeitstage des Monats zählen, bei einer 38,5 Stunden Woche mal 7.7 nehmen dann hast du die Sollarbeitszeit.

Bleibt noch der Berechnungsmodus wenn Feiertage anfallen.

Kommst du nicht zurecht, würde nur noch dein konkreter Dienstplan weiterhelfen.
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
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tumarin

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15.10.2006
4831
Ich arbeite auch im Nachtdienst habe 5 Nächte und dann 5 Tage frei, Rythmus ist unterschiedlich mal 4 mal 5 Nächte aber ich komme gut damit hin, weil ich die Ruhezeiten habe, sonst würde das eher schlauchen.
 
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ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
katze

katze

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ich arbeite zu 100%, also Vollzeit im Nachtdienst auf der Gerontopsychiatrie:eek:riginal: meine Nacht hat 8 Stunden + 1 Std. Pause
Ich brauche 20 -21 Nächte um auf meine Sollarbeitszeit zu kommen, d ist mit Privatleben nicht mehr viel drin, wenn ich im Monat nur ca 6-7 Nächte frei habe
Wir sind nachts 2 exam. Kräfte und eine Helferin
1 Person fängt um 20.45 Uhr an bis 5.45 Uhr, die zweite examinierte kommt von 21.45 Uhr bis 6.45 Uhr
so kann das Haus mehrere Nächte im Monat sparen


Ich arbeite immer große Blöcke: ab 23.12. habe ich 11 Nächte, 5 frei, wieder 11, dann 3 frei und dann wieder 8
sonst habe ich ja fast keine Freizeit mehr:sad:

liebe Grüße
Hannelore

 
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krankenschwester
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Weiterbildungen
Gerontopsychiatrie
Palliativ Care
K

Ken

Grundsätzlich darf man in einer Woche nur 60Stunden arbeiten. Dies ist die Höchstarbeitszeit.
Mehr wie 60 Stunden am Stück sind nicht erlaubt.
Jetzt muss ich mal nachfragen!

Die Höchstarbeitszeit bezieht sich doch auf die wöchentliche Arbeitszeit und nicht auf das Arbeiten "am Stück". Oder lieg ich da falsch?

D.h. wenn du Mittwoch in die erste (der 9) Nacht gehst bis Sonntag = 50 Stunden
dann weiter Montag (neue Woche) bis Donnerstag = 40 Stunden
ist "alles" im grünen Bereich (für den Arbeitgeber).


Wir planen nur noch 3 oder 4 Nächte. Im argen Ausnahmefall mal 5 - aber auch nur bei Mitarbeitern, die sich damit einverstanden erklären oder das gar wollen. Frei planen wir immer 3, eher 4 Tage. Müssen wir nicht, machen wir aber, weil wir so nett ;-) sind.
Dauernachtwache habe ich keine auf Station. In Vollzeit stell ich mir das sehr schwierig vor, einen attraktiven Dienstplan zu basteln.

LG
der Ken
 
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Fozzy™

Neues Mitglied
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19.05.2007
84130
Hallo erstmal!
Zwei Fragen, die mir schon lange unter den Fingernägeln brennen...

1.) Ich arbeite seit einigen Jahren im Nachtdienst. Ich arbeite einen Rhythmus von 7 Tage Nacht / 7 Tage frei. Die Woche beginnt am Montag um 22:30 Uhr und endet am darauffolgenden Montag um 07:30 Uhr. Da bei uns im Betrieb unterschiedliche Meinungen herrschen, nun meine Frage: Gilt der Montag an dem ich aus dem Nachtdienst ausscheide schon als freier Tag oder eben nicht?

2.) Ab wieviel Jahren Nachtdienst kann man von einem Gewohnheitsrecht sprechen? Ich beziehe mich jetzt auf das Urteil des LAG Hessen, SaGa 1623/02: "Ein Arbeitnehmer, der jahrelange nur in der Nachtschicht eingesetzt wurde, kann einen Anspruch auf ausschließlichen Nachtdienst haben, selbst wenn dies nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart wurde."

Schon mal vielen Dank für jede Auskunft!!
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
gerontopsychiatrische Station
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Fozzy™

Neues Mitglied
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19.05.2007
84130
Hallo erstmal!
Zwei Fragen, die mir schon lange unter den Fingernägeln brennen...

1.) Ich arbeite seit einigen Jahren im Nachtdienst. Ich arbeite einen Rhythmus von 7 Tage Nacht / 7 Tage frei. Die Woche beginnt am Montag um 22:30 Uhr und endet am darauffolgenden Montag um 07:30 Uhr. Da bei uns im Betrieb unterschiedliche Meinungen herrschen, nun meine Frage: Gilt der Montag an dem ich aus dem Nachtdienst ausscheide schon als freier Tag oder eben nicht?

2.) Ab wieviel Jahren Nachtdienst kann man von einem Gewohnheitsrecht sprechen? Ich beziehe mich jetzt auf das Urteil des LAG Hessen, SaGa 1623/02: "Ein Arbeitnehmer, der jahrelange nur in der Nachtschicht eingesetzt wurde, kann einen Anspruch auf ausschließlichen Nachtdienst haben, selbst wenn dies nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart wurde."

Schon mal vielen Dank für jede Auskunft!!
 
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gerontopsychiatrische Station
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Kalimera

Unterstützer/in
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17.01.2001
Hamburg

Die Woche beginnt am Montag um 22:30 Uhr und endet am darauffolgenden Montag um 07:30 Uhr............ Gilt der Montag an dem ich aus dem Nachtdienst ausscheide schon als freier Tag oder eben nicht?
Genau genommen arbeitest Du an dem Montag nach Deinem Nachtdienst bei Deinen Arbeitszeiten 6,5 Stunden ( von 0:00h bis 7:30h). Davon müsstest Du noch evtl. die Pause abziehen falls Du sie nach Mitternacht machst.
Also faktisch ist dieser Montag nicht frei, auch wenn er so im DP gekennzeichnet ist. Insbesondere kommt die genaue Abrechnung zum Tragen wenn es um Feiertagszuschläge geht.
 
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Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
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Fozzy™

Neues Mitglied
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19.05.2007
84130
Insbesondere kommt die genaue Abrechnung zum Tragen wenn es um Feiertagszuschläge geht.
Das ist bei uns eben nicht so. Aktuelles Beispiel: Meine Gegenschicht beendet am Pfingstmontag ihre Arbeitswoche. Ich beginne mit meiner Woche. Sie bekommt den Feiertag nicht gutgeschrieben, ich hingegen schon.
 
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Altenpfleger
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gerontopsychiatrische Station
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Kalimera

Unterstützer/in
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17.01.2001
Hamburg
Das ist bei uns eben nicht so. Aktuelles Beispiel: Meine Gegenschicht beendet am Pfingstmontag ihre Arbeitswoche. Ich beginne mit meiner Woche. Sie bekommt den Feiertag nicht gutgeschrieben, ich hingegen schon.
Wenn Du Dir da sicher bist, dann würde ich in der Perso nachfragen.
DP-technisch steht bei den Dauernachtwachen bei uns auch nur der letzte Nachtsdienst geschrieben. Endet dieser aber an einem Feiertag weiß ich, dass unsere Perso das berechnet und diese Stunden ( von 0:00h bis Ende der Dinestzeit) bezahlt werden, auch wenn nicht exrta auf dem DP vermerkt.
Unsere Dauernachtwachen sind die einzigen, bei denen die Feiertagsstunden 100% in Euro bezahlt werden.
Ihr braucht doch auch bloß Eure Lohnzetttel zu kontrollieren, dort ist die Anzahl der Stunden, die mit Zuschlägen vergütet werden, vermerkt.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
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05.07.2001
www.pflegeboard.de
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