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Nachthexe

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08.05.2006
46240
Ich habe da einige allgemeine Fragen zum Dienstplan

1.Wenn ich Überstunden abbummel muss ich dann für den Arbeitgeber erreichbar sein bzw sagte man mir auf der Arbeit das ich dann immer einsetzbar sein mus sprich nicht wegfahren darf??

2.Habe ich als Nachtwache eine 19,5 Stundenstelle und arbeite als Urlaub-und Krankheitsvertretung aber mir steht ja auch Urlaub zu

ich muss im Monat 7 Nächte arbeiten um meinen Soll zu erfüllen.

Angenommen ich habe für Juni Urlaub beantragt von 7 Nächten und nun muss ich weitere 7 Nächte einspringen laut Dienstplan

sind dann diese erarbeiteten 7 Nächte Überstunden??

3.Wie lange im vorraus muß ein Dienstplan eigentlich stehen ?
Da ich ja immer mich danach richten muss wie wer in Urlaub geht und der Dienstplan jeden Monat erst gegen 15. fertig ist plane ich halt kurzfristig .

4.Wieviele Nächte frei stehen einem denn zu wenn man 7 Nächte gearbeitet hat gibt es dafür eine Regelung?

5.Wieviel Nächte am Stück darf man leisten?

6.Wenn ich im Nachtdienst bin und am Tag findet eine Fortbildung statt die Pflicht ist für alle Mitarbeiter muss ich dann mein Schlaf unterbrechen um daran teilzunehmen wenn ich abends wieder zum Nachtdienst muß?
 
Qualifikation
altenpflegerin
Fachgebiet
pflegeheim
phantasie

phantasie

Mitglied
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04.02.2006
84152
1. Wenn du Überstunden abbummelst musst du natürlich nicht für den Arbeitgeber erreichbar sein, sonst wärst du ja in Rufbereitschaft.

2. Ja Richtig würde ich sagen

3. Dafür gibt es keine genaue Vorschrift soll bis 15. des Vormonats aushängen
4. Nein dafür gibt es keine Regelung.

5. Kommt auf den Tarifvertrag an.

6. Ich sage das das auf gar keinen Fall geht, weil du sonst auf alle Fälle die nötigen Pausenzeiten oder die nötigen Höchstarbeitszeiten laut Arbeitszeitgesetz unter oder Überschreitest.
 
Qualifikation
Altenpflege
Fachgebiet
Altenheim
Isis

Isis

Aktives Mitglied
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16.05.2005
2
Hallo Nachthexe,
ich denke, phnatasie 1 hat schon einiges erklären können.
Ich kann Dir erzählen, wie wir unseren Urlaub geregelt haben. Ist eine etwas kompliziert aussehende Rechnung, aber stellt alle zufrieden. :eek:riginal:

Also, laut unserem Tarifvertrag hat man 30 Tage Urlaub im Jahr (gleich 6 Wochen), wenn man 5 Jahre und länger im Betrieb ist (angefangen wird bei 26 Tagen, das steigert sich also Jahr für Jahr). Mehr als 30 Tage gibt es nicht. Aber: Die 30 Tage beziehen sich auf die Tagdienstmitarbeiter, die eine 5 Tage Woche haben. Wir Nachteulen aber machen erstens alle nur Teilzeit, und zweitens haben wir keine 5 Tage-Woche. Da gibt es dann folgende Berechnung: Jahresarbeitstage mal Urlaubsanspruch geteilt durch 260 gleich Urlaubsnächte im Jahr.
Nehmen wir mal mich als Beispiel: Ich mache 13 Nächte pro Monat, ergo habe ich 156 Jahresarbeitstage (13*12). Diese 156 multipliziere ich nun mit meinem Urlaubsanspruch, das sind 30 Tage, macht also 4680 (klingt ja nach sooooviel). Das nun geteilt durch 260 (frag mich nicht, wie man auf diese Zahl gekommen ist), ergibt 18 Urlaubsnächte im Jahr. Rechne ich das wieder runter auf meine 13 Nächte im Monat, komme ich tatsächlich auf sechs Wochen Urlaub.

In Deinem Fall müsste es bei gleichen Vorraussetzungen also folgendermaßen sein: 7*12= 84*30=2520/260=9,69 also 10 Nächte aufgerundet. Aber, dazu müßtest Du Dir Deinen Arbeitsvertrag genauer ansehen.

Wenn Du nun in einem Monat 7 Nächte arbeitest, also Dein Soll erfüllst, und 7 Nächte Urlaub hast, dann hast Du natürlich Überstunden angehäuft durch den Urlaub, denn jede Urlaubsnacht wird gerechnet wie eine gearbeitete Nacht.

Alle anderen Antworten auf Deine Fragen würde ich wie phantasie1 beantworten, nur bei Frage Nr. 6 würde ich noch mit dem Argument kommen, daß die Berufsgenossenschaft vermutlich keine Haftung mehr unternimmt, wenn Du Deine Höchstarbeitszeit dermaßen überschreitest, daß Du Dich bewußt in Gefahr begibst. Und natürlich zählt auch der Gesundheitsschutz - Schlaf abbrechen und danach wieder arbeiten müssen ist sowohl für Dich als auch für Deine Patienten gefährlich!!!

Gruß
Isis
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
U

UlrichFürst

2.Habe ich als Nachtwache eine 19,5 Stundenstelle und arbeite als Urlaub-und Krankheitsvertretung aber mir steht ja auch Urlaub zu.
ich muss im Monat 7 Nächte arbeiten um meinen Soll zu erfüllen. Angenommen ich habe für Juni Urlaub beantragt von 7 Nächten und nun muss ich weitere 7 Nächte einspringen laut Dienstplan sind dann diese erarbeiteten 7 Nächte Überstunden?
Nein nicht ganz. Soweit ich weiß bekommst du als Halbzeitkraft pro Urlaubstag nur die Hälfte deiner täglichen Arbeitszeit. Ob das jetzt 3,85 oder 5 Stunden oder was auch immer sind, weiß ich natürlich nicht. (bei uns wären es 38,5 Stundenwoche, 5-Tage-Woche = 38,5 : 5 = 7,7 Stunden pro Tag. Für eine Halbe Stelle dann eben 3,85).
Und dann gibt es (bei uns) für Teilzeitkräfte keine Überstunden sondern nur Mehrstunden (der Unterschied sind die im zweiten Fall nicht zu zahlenden Zuschläge...)
siehe auch

4.Wieviele Nächte frei stehen einem denn zu wenn man 7 Nächte gearbeitet hat gibt es dafür eine Regelung?
Soweit ich mich erinnere musst Du danach 5 Tage frei haben.

5.Wieviel Nächte am Stück darf man leisten?
Es gab da mal einen Thread dazu, denn ich aber gerade nicht mehr finde. Es gibt da eine maximale Wochenarbeitszeit, die nicht überschritten werden darf.

hth
Ulrich
 
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
6.Wenn ich im Nachtdienst bin und am Tag findet eine Fortbildung statt die Pflicht ist für alle Mitarbeiter muss ich dann mein Schlaf unterbrechen um daran teilzunehmen wenn ich abends wieder zum Nachtdienst muß?
Nein!

Pflichtfortbildungen müssen, wenn im Betrieb in Schichten gearbeitet wird (dazu gehören Kranken- und Pflegeinrichtungen ja eindeutig :wink: ) mindestens 2 mal angeboten werden, damit alle Beschäftigten auch daran teilnehmen können. Eine der beiden Termine musst Du allerdings wahrnehmen, auch wenn es Deine Freizeitplanung tangiert.
Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
J

Juso1905

Denke, das Meiste ist gesagt, nur noch ein paar Anmerkungen der Vollständigkeit halber:

zu 1: das erzähl ich zwar auch immer,:devil: ist aber nicht zulässig Sonst wäre es tatsächlich mit Bereitschaft gleich zu setzen und selbige muss, wie auch immer geartet, vergütet werden.

zu 2: Überstunden sind die Stunden, die über Deine Soll-Arbeitszeit, gehen.
Die berechnet sich nach Tagessollstunden mal Arbeitstage/Monat. Alles, was daüber geht, wären dann Ü-Std.

zu 3: Plane deinen Urlaub im voraus, wenn Du dann nicht in der Schicht eingeteilt bist sondern vorne oder danach hast, machst Du in dem Monat halt Ü-Std. Soll nicht dein Problem sein, wenn Dein AG dir sonst keine mittelfristige Planungsmöglichkeit gibt.
Urlaubsberechnung Nächte: Tagesarbeitszeit * Urlaubstage / Sollzeit Nachtdienst = Anspruch Urlaubsnächte

zu 4: siehe 2, somit kannst Du Dir ausrechnen, wieviel Frei(zeitausgleich) Dir zusteht.

zu 5: Eine Wochenarbeitszeit von 60Std. darf nicht überschritten werden darf.

zu 6: Zwischen den Schichten muß eine Ruhephase von 11Stunden liegen, selbige kann auf max. 10 Std. verkürzt werden, wenn dafür ersatzweise andere Ruhephasen mind. 12 Std. dauern
 
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Nachthexe

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
08.05.2006
46240
danke euch für die infos
 
Qualifikation
altenpflegerin
Fachgebiet
pflegeheim
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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