Altenpflege Frage zur Religion und Anstellung

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Mausgrau

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Hallo,

ich bin neu hier, habe mich gerade angemeldet und eins vorweg: Dieses Anmeldungsprozedere hier müsste dringend überarbeitet werden, es nervt einfach. Besonders die Kennzahlen, die trotz richtig eingetippt nicht erkannt werden.:mad_2:

Ich bemühe mich seit ca. 2. Jahren um eine Ausbildung als Altenhelferin. Ja ja Pflegenotstand, habe trotz Eignung nur Absagen erhalten.

Nun hat es endlich geklappt. Ich habe einen Schulplatz und war letzte Woche bei einem Vorstellungsgespräch im Altenheim. Der Personaler war auch begeistert von meinen Unterlagen, bis die Frage nach der Konfession kam. Ich bin aber konfessionslos.

Das bis dahin angenehme Gespräch veränderte sich schlagartig. Man wisse gar nicht, warum die Schule mich an diese Einrichtung weitergeleitet hätte, da alle Mitarbeiter zwingend eine Konfession benötigen. Egal was. Katholisch, Evangelisch oder Islam, hauptsache man gehört einer Kirche an. :blink:

Ich verwies auf meine guten Noten im Religionsunterricht, worauf der Personaler nur antwortete 'Auch noch ein Streber.' Den Einwand, dass man sich nicht auf ein Stückchen Papier (Taufurkunde) beruhen könne sondern es doch letztendlich auf ein Leben mit der Basis der Nächstenliebe ankäme, lies er nicht gelten. Ich mein, wie viele Papierkatholiken und Evangelen gibt es, die ihrer Konfession nicht gerecht werden... aber da soll dann alles gut sein, weil sie nur mit dem Taufschein wedeln brauchen?

Ich habe jetzt zur Option: Sollte man mir einen positiven Bescheid geben, verpflichte ich mich innerhalb von 6 Monaten einen Taufschein vorzulegen oder Entlassung. Amen. Wenn das mal nicht christilich ist.

Was aber, wenn ich mich für die buddhistischen Lehren entscheide, bei denen es ja gar keine Taufe gibt? Oder ich werde Hinduist? Weiss da jemand vielleicht besser bescheid, ich stehe im Moment arg sauer auf dem Schlauch. Ich kann das alles gar nicht glauben.
Ich fühle mich diskriminiert. Ausserdem bin ich nicht gerade wild darauf, Kirchensteuer zu zahlen. Ich geh eh nicht in die Kirche und glaube auch eher an die Wiedergeburt und beschäftige mich damit. Was für ein Desaster, das alles.


Brauche Rat :innocent: fühl mich so verloren gerade.




Mausgrau
 
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Joan Doe

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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Hi

aber da soll dann alles gut sein, weil sie nur mit dem Taufschein wedeln brauchen?
Ich stehe solchen "Lippenbekenntnissen" eher skeptisch gegenüber :angry:

Ich kenne das auch, gerade von "christlichen" Einrichtungen, dass eine Zugehörigkeit zu einer Kirche zwingend gefordert wird und habe auch schon erlebt, dass eine junge Frau extra wegen einer Arbeitstelle einer Kirche beigetreten ist.

Gerade wenn Personal aus den "neuen Bundesländern" sich vorstellt ist das Problem da.

Hatte aber auch das Problem mit einer geschiedenen Frau, die einen Lebenspartner hatte und eine Stelle in eiem katholischen Haus wollte - war so ein großes Problem dass sie die Stelle nicht bekam :blushing:

Gruß Joan
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Werde aus deinem emotionalen Beitrag nicht ganz schlau.

1. Ausbildungsstelle: Im bayerischen vor allem Obb.raum gibts seit Jahren unbesetzte Ausbildungsstellen und es werden immer mehr.

2. Wo hast du dich denn nun beworben - Träger?
3. Wieso wollen die einen Taufschein?
Taufschein - o.k. aber du mußt in keiner Kirche sein, oder auch noch, oder was?

Wenn ich in einem kirchlichen Haus eingestellt werde, möchten die natürlich als Tendenzbetrieb, dass ich deren Werte vertrete oder/und Lebe - klar und doch nicht die Werte einer anderen Konfession?

Ich Blick nicht durch?
Hast du da was durcheinander gebracht?
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Hallo Renje, z. B. in den Stellenangeboten der kirchlichen Träger steht steht als Voraussetzung: "... Mitglied einer christlichen Kirche".
Ich hatte mal die Ehre in solch einem Haus (Caritas) als Leiharbeiter zu arbeiten. Die suchen händeringend Personal, aber selbst die PDL meinte, durch diesen Zusatz hätten sie Probleme, Personal zu finden. Die hatten vor Jahren sogar Moslems eingestellt, aber nun auch nicht mehr.
Habe sogar mal ein Gerichtsurteil gefunden, dass Mitarbeitern, die sich scheiden lassen, gekündigt werden kann. (Caritas) Kommt dann eben auf das Arbeitsgericht an.
Aber genau dort zeigt sich, wie geduldig Papier sein kann.
:innocent:Wasserfrau
 
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Hallo Joan,

das mit dem Lebenspartner... muss ich dass denn meinem Chef mitteilen, ob ich einen Partner habe oder nicht? Ich bin da der Auffassung ob kath. oder nicht, privat bleibt privat und solange keine Heirat erfolgt, ist das alles doch gar nicht für den Chef zugänglich?

@renje

hier jammern auch alle, dass die kein Personal haben. Das ist auch kein Wunder wenn keines eingestellt wird! Ich habe mich 2 Jahre lang beworben, dass kann es doch nicht sein?

Meine Schule ist kath. und die haben mir ein evangelisches Haus zur Bewerbung vorgeschlagen. Wir haben in der Schule bei dem Vorstellungsgespräch über die Konfession gesprochen. Nach deren Aussage ist eine Konfession für die Ausbildung nicht zwingend erforderlich (allerdings später fürs berufliche Weiterkommen), dennoch wollten sie mir eine Stelle raussuchen, die nicht so arg konfessionsgebunden ist.

Der Träger, bei dem ich mich beworben habe, ist evangelisch. Und die wollen einen Taufschein. (Sofern ich die Stelle wirklich bekomme) Weil der Träger nur Mitarbeiter einstellt, die einer Religion angehören. Egal welche. Ich könnte auch Moslem sein, hauptsache ich habe eine Religion. Örgs.

Du schreibt dass ein kath. Haus natürlich möchte, dass ich deren Werte vertrete. Der grundsätzliche Wert ist wohl die Nächstenliebe. Und es liegt doch auf der Hand, dass ich mich um diese Stelle nicht wegen des riesigen Gehaltes oder der tollen Arbeitszeiten bewerbe, sondern weil mir etwas daran liegt, helfend in die Gemeinschaft einzugreifen. Dieses Vorkommen beruht nunmal auf Nächstenliebe - verstehe nicht warum ich dafür unbedingt einen Taufschein benötige. Sorry, aber das ist für mich absoluter Schmarrn.

Wenn ich getauft bin gehöre ich einer kirchlichen Gemeinschaft an - was bring ich da durcheinander?
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Ich denke mal, Kirchsteuer wollen die auch sehen. Denn dann gehörst Du erst einer kirchl. Gemeinschaft an.
:spinner:Wasserfrau
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Ich denke schon, dass du da etwas durcheinander bringst!

Ich bin auch getauft, habe einen Taufschein und gehöre keiner Konfession an!

Und ob du nun damit einverstanden bist oder nicht, ein Tendenzbetrieb wie die Kirche, kann eben verlangen, dass genau nach deren vorgegebenen Werten gelebt wird.

Und das Bekenntnis dazu, sehen diese Träger, als minimum nach aussen deutlich durch die Zugehörigkeit zur ev. od. kath. Kirche, ob ich das nun Gut oder Schlecht oder sonst was finde.
Ich muss da ja nicht Arbeiten!

das mit dem Lebenspartner... muss ich dass denn meinem Chef mitteilen, ob ich einen Partner habe oder nicht? Ich bin da der Auffassung ob kath. oder nicht, privat bleibt privat und solange keine Heirat erfolgt, ist das alles doch gar nicht für den Chef zugänglich?
Ja du, aber du bist nicht Massgebend, sondern der Träger. Wie gesagt du mußt ja nicht hingehen wenns dir nicht passt.

hier jammern auch alle, dass die kein Personal haben. Das ist auch kein Wunder wenn keines eingestellt wird! Ich habe mich 2 Jahre lang beworben, dass kann es doch nicht sein?
Hier gehts um Fachpersonal und nicht um unausgebildete Hilfskräfte!
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Ich bin auch getauft, habe einen Taufschein und gehöre keiner Konfession an!
Ich dachte immer mit der Taufe gehört man einer Konfession an?

Und ob du nun damit einverstanden bist oder nicht, ein Tendenzbetrieb wie die Kirche, kann eben verlangen, dass genau nach deren vorgegebenen Werten gelebt wird.
Natürlich kann sie das. Das ist zwar ein Widerspruch in ihrem Sinne, allerdings hat das auch rein gar nichts mit meiner Frage ansich zu tun. Die Frage im Ausgangsposting war, was passiert, wenn ich mich z.B. zum Buddhismus bekenne. Das ist schliesslich auch eine Weltreligion.

Ich muss da ja nicht Arbeiten!
Hm. Bei dieser Einstellung, mit Verlaub, wenn keiner den Mund aufmacht, wird sich nie etwas ändern.

Ja du, aber du bist nicht Massgebend, sondern der Träger. Wie gesagt du mußt ja nicht hingehen wenns dir nicht passt.
Die Antwort verstehe ich jetzt nicht ganz. Was hat das damit zu tun, ob ich einen Lebenspartner nach einer Scheidung habe oder nicht?

Hier gehts um Fachpersonal und nicht um unausgebildete Hilfskräfte!
Ach wirklich. Du hast aber schon gelesen, dass ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben habe und nicht als ungelernte Pflegekraft? Wenn keine Ausbildungen angeboten werden, oder zu wenig, wird es nunmal fast kein Fachpersonal geben. Da beisst die Maus keinen Faden ab.


Trotzdem danke für den sehr eigenwilligen Beitrag.
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Es ist eben so, wie es ist. Dann wehre Dich doch dagegen, der Weg ist Dir offen. Aber wie? Das würde mich aber auch interessieren.
Du bist ja schon im Berufsleben, also nicht gerade aus der Schule. Mein ich jetzt altersmässig, will damit sagen, dass Du doch eigentlich wissen müsstest, wie es so läuft im Leben, speziell mit der Kirche.
:blushing:Wasserfrau
 
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Ich denke mal, Kirchsteuer wollen die auch sehen. Denn dann gehörst Du erst einer kirchl. Gemeinschaft an.
:spinner:Wasserfrau
Das passt. Denn das ist 100% christlich, zumindest katholisch.
Vielleicht verkaufen sie mir auch noch einen Fegefeuergutschein?
 
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Es ist eben so, wie es ist. Dann wehre Dich doch dagegen, der Weg ist Dir offen. Aber wie? Das würde mich aber auch interessieren.
Du bist ja schon im Berufsleben, also nicht gerade aus der Schule. Mein ich jetzt altersmässig, will damit sagen, dass Du doch eigentlich wissen müsstest, wie es so läuft im Leben, speziell mit der Kirche.
:blushing:Wasserfrau
Wie läuft es denn so im Leben?
 
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Hallo Mausgrau,
Das die kirchlichen Träger nur Menschen die "religiös" sind einstellen ist bekannt und erlaubt. Du mußt ja nicht bei einem kirchlichen Träger deine Ausbildung machen. Es gibt ja auch noch die Wohlfahrtsverbände, die stattlichen und städtischen Träger und die Privaten.
Dort interessiert sich niemand für dein Privatleben.
Lisy
 
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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Mich machen 2 Punkte stutzig:

Der Personaler war auch begeistert von meinen Unterlagen, bis die Frage nach der Konfession kam.
Steht denn nicht in Deinem Lebenslauf, dass Du konfessionslos bist? Gehört da eigentlich hin, genauso wie Familienstand und Kinderzahl - insbesondere in einem Beruf, bei dem rund 70% der Argeitgeber in kirchlicher Trägerschaft sind.

Ich bemühe mich seit ca. 2. Jahren um eine Ausbildung als Altenhelferin. Ja ja Pflegenotstand, habe trotz Eignung nur Absagen erhalten.
Was ist in den letzten 2 Jahren so schief gelaufen, dass Du keinen Ausbildungsplatz erhalten hast?


Man wisse gar nicht, warum die Schule mich an diese Einrichtung weitergeleitet hätte, da alle Mitarbeiter zwingend eine Konfession benötigen.
Ob diese Einstellung noch zeitgemäß ist lässt sich sicher trefflich diskutieren. Fakt ist, dass der Arbeitgeber Bedingungen an seine Mitarbeiter stellen kann (z.B. Mindestgröße und Höchstalter bei Flugbegleitern).

Wenn Du sauer genug bist und ein Fanal setzen möchtest rate ich Dir zur Klage wegen Verstosses gegen das Gleichstellungsgesetz.

Gruß
Monika
 
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Trotzdem danke für den sehr eigenwilligen Beitrag.
verstehe ich nicht?
Was hast du gegen Fakten? Die sind zunächst Wertneutral.
Werden im übrigen durch die folgenden Beiträge ja auch nochmal bestätigt.

Ob ich das jetzt Gut oder Schlecht finde, es ist wie es ist - zunächst mal.

Wenn ich die Fakten kenne, kann ich diese zur Kenntnis nehmen, bewerten, einordnen und damit umgehen um nix anderes geht es doch, wenn ich auf ein Ziel hin arbeite - oder?
 
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Kalimera

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AW: Frage zur Religion und Anstellung

Das passt. Denn das ist 100% christlich, zumindest katholisch.
Vielleicht verkaufen sie mir auch noch einen Fegefeuergutschein?
Ich verstehe ja, dass Du Dich aufregst, aber ein bisschen Sachlichkeit könnte nicht schaden. Die evangelischen Häuser sind z.B. da vielerlorts auch nicht anders gestrickt, meinem Erleben nach sogar noch restriktiver. Aber darum geht es hier nicht.
Eine Kirche als Träger einer Einrichtung kann nunmal bestimmen, dass sie als Voraussetzung zur Einstellung bei ihrem MA die Zugehörigkeit zu einer Kirche verlangt.
Andere AG wollen keine Gewerkschaftsmitglieder, andere AG erwarten die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei...ect. Vielleicht kommunizieren es einige nicht "laut", das heißt noch lange nicht, dass es nicht so ist.
Was bleibt Dir? Entweder eine andere Arbeitsstelle suchen, oder den Erwartungen Folge leisten. Es ist auch völlig uninteressant was Du von dieser oder jener Kirche hälst, die Vorgaben müssen erfüllt werden.
Du kannst übrigens getauft sein und dennoch später aus der Kirche austreten, insofern hast Du zwar einen Taufschein, bist aber dennoch irgendwann aus dieser Gemeinschaft ausgetreten.
@Wasserfrau
Wenn es nur um die Kirchensteuer ging käme der Islam meines Wissens nicht in Frage.
 
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Du kannst übrigens getauft sein und dennoch später aus der Kirche austreten, insofern hast Du zwar einen Taufschein, bist aber dennoch irgendwann aus dieser Gemeinschaft ausgetreten.
@Wasserfrau
Wenn es nur um die Kirchensteuer ging käme der Islam meines Wissens nicht in Frage.
So habe ich es gemeint, Taufschein allein reicht nicht. Kirchsteuer sozusagen als Nachweis.
Die Moslems waren bzw. sind die einzigen Nichtchristen in diesem Haus. Wie das damals mit der Einstellung zusammenhing? Keine Ahnung. Wurde ja auch wieder rückgängig gemacht.
:innocent:Wasserfrau
 
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Steht denn nicht in Deinem Lebenslauf, dass Du konfessionslos bist? Gehört da eigentlich hin, genauso wie Familienstand und Kinderzahl - insbesondere in einem Beruf, bei dem rund 70% der Argeitgeber in kirchlicher Trägerschaft sind.
Ich habe selber in einer Personalabteilung gearbeitet und sämtliche Stunden damit verbracht, schulisch die optimalen Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Die Konfession gehört da nicht zwingend rein - da ich auch aus dem Bürowesen komme war es auch schlichtweg nie relevant.

Was ist in den letzten 2 Jahren so schief gelaufen, dass Du keinen Ausbildungsplatz erhalten hast?
Ich habe mich zum falschen Zeitpunkt beworben, da waren die Gruppen leider schon voll.

Wenn Du sauer genug bist und ein Fanal setzen möchtest rate ich Dir zur Klage wegen Verstosses gegen das Gleichstellungsgesetz.
Das kann ich nur, wenn es in diesem Hause Menschen gibt, die nicht getauft sind. Das ist lt. Personaler nicht so.

Wenn ich die Fakten kenne, kann ich diese zur Kenntnis nehmen, bewerten, einordnen und damit umgehen um nix anderes geht es doch, wenn ich auf ein Ziel hin arbeite - oder?
Ich nehme diese Fakten zur Kenntnis. Ich war in meiner Laufbahn teilweise auf kath. Schulen, hatte im Religionsunterricht immer ein sehr gut, habe christlich geheiratet, christlich erzogen und beschäftige mich privat mit Religionen. Ich weiss mehr als ein sonst ein Katholischer über den kath. Glauben, kann historische Zahlen auswendig, weiss bescheid über die Entstehung der Bibel und die Zusammensetzung der Evangelien darin. Um nur einmal diesen Punkt zu nennen. Deshalb finde ich es ärgerlich, die Einstellung von einem Taufschein abhängig zu machen. Das allein ändert aber nichts daran, dass ich mich dessen fügen werde, auch wenn es mit meiner Einstellung darüber nicht konform geht.

Was bleibt Dir? Entweder eine andere Arbeitsstelle suchen, oder den Erwartungen Folge leisten. Es ist auch völlig uninteressant was Du von dieser oder jener Kirche hälst, die Vorgaben müssen erfüllt werden.
Du kannst übrigens getauft sein und dennoch später aus der Kirche austreten, insofern hast Du zwar einen Taufschein, bist aber dennoch irgendwann aus dieser Gemeinschaft ausgetrete
Ich werde die Erwartungen erfüllen. Wenn auch mit schwerem Herzen. Austreten allerdings ist nicht. Sobald ich aus der Kirche austrete ist das ein sofortiger Kündigungsgrund.

So habe ich es gemeint, Taufschein allein reicht nicht. Kirchsteuer sozusagen als Nachweis.
Aus der Kirche austreten ist für kirchliche Träger ein Tabuthema und wird mit sofortiger Kündigung bestraft. Wäre ich getauft gewesen und schon ausgetreten, hätte ich die Stelle auch niemals bekommen. So wurde es mir gesagt.

Die Moslems waren bzw. sind die einzigen Nichtchristen in diesem Haus. Wie das damals mit der Einstellung zusammenhing? Keine Ahnung. Wurde ja auch wieder rückgängig gemacht.
Man hat Moslems eingestellt und sie wegen ihrer Religion später entlassen? Ist das so rechtens? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen....
 
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Also entweder willst oder kannst Du die Beiträge anderer nicht verstehen.
Wenn Du Dich in den kirchlichen Sachen so auskennst, frage einfach in dieser Institution nach.
:spinner:Wasserfrau

P.S. Nicht die Einstellungen wurden rückgängig gemacht, sondern die Vorgehensweise.
 
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Hallo Mausgrau, ich arbeite in einer katholischen Einrichtung. Die Situation trat ein, dass eine Kollegin die schon recht lange hier arbeitet aus der Kath. Kirche austrat. Das hatte ein Abmahnung bzw. Ankündigung von Kündigung zur Folge. Arbeitsrechtlich gibts dazu Urteile die dem AG recht geben. Ist eigentlich logisch. - Meiner Kollegein wurde eine großzügige Frist gegeben. Sie wird wieder eintreten, was allerdings nicht so einfach sein wird.-Wenn Du einen Ausbildungsplatz suchst, dann erkundige dich doch bei dem Konfessionsgebundenen Träger über ihre Aufnahmebedingungen. Und wenn du da nicht mitgehen kannst. Bleiben dir nur die Konfessionsfreien Einrichtungen. Aber das hat ja schon einer meiner Vorschreiber kund getan. Übrigens gesucht wird! viel Erfolg und Gottes Segenwolfwint
 
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Also entweder willst oder kannst Du die Beiträge anderer nicht verstehen.
Den Konsens 'Friss oder stirb' oder mich nach einer städtischen Einrichtung umzusehen habe ich sehr wohl vernommen.


Hallo Mausgrau, ich arbeite in einer katholischen Einrichtung. Die Situation trat ein, dass eine Kollegin die schon recht lange hier arbeitet aus der Kath. Kirche austrat. Das hatte ein Abmahnung bzw. Ankündigung von Kündigung zur Folge. Arbeitsrechtlich gibts dazu Urteile die dem AG recht geben. Ist eigentlich logisch.
Vor Kurzem stand doch ein Arzt vor Gericht, der entlassen wurde, weil er zum 2. mal geheiratet hatte. Sein Krankenhaus ist katholisch. Die Entlassung konnte vor Gericht allein aus dem Grund nicht standhalten, weil auch andere Kollegen zum 2. mal verheiratet sind und nicht entlassen wurden. Verstoß gegen das Gleichstellungsgesetz. Ansonsten wäre die Kündigung rechtlich einwandfrei gewesen.
 
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