Frage zur Höherstufung von PS II auf III

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Schmusekatze1985

Schmusekatze1985

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26.07.2007
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Nabend,

ich bräuchte mal eure Hilfe bzw. ein paar Infos, bin noch nicht so 100% fit was Pflegestufen bzw. die Vorraussetzungen von Höherstufung betrifft.

Fall:
Eine Bewohnerin hat die PS II, sie ist Demenziell erkrankt, und in Vergangenheit mehrmals gestürzt, bedingt durch die Angst und der allgemeine Abbau ist keine Standstabilität vorhanden, Nahrung und Flüssigkeiten müssen angereicht werden, Bewohnerin ist inkontinent, Transfer in den Rollstuhl wird von PK übenrommen ( 2-3x tägl.) Grundpflege wird auch komplett von PK übernommen, genau wie das An- und Auskleiden. Gehen ist auch mit Hilfe nicht mehr möglich.
Nun kommt der MDK zur Höherstufung. Ich soll jetzt auch die Dokumentation aktualisieren, was muss ich dabei achten. Ich persönlich finde die 3 gerechtfertigt, aber das heisst ja noch lange nicht das der MDK das auch so sieht.
Wäre über Tips und Hilfe dankbar.

Lg schmusekatze
 
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Sr. Käthe

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Habt ihr keine vorbereiteten Tagesprofile? Bist du die Zeiten mal durchgegangen? Anhand der Zeitkorridore des MDK?
Wenn du selbst da auf ca 280 Minuten kommst-ganz realistisch und ehrlich, mit allem,was ihr so tut, dann besteht die Möglichkeit, daß der MDK das auch als III sieht..allerdings mit weniger Minuten als ihr-warum auch immer :angry:
In die III zu stufen ist meist extrem schwierig, oft muß man auch erst nochmal in Widerspruch gehen..
Eure Pflegeplanung sollte jedes kleine Detail der Pflege beinhalten, am besten mit Begründung, warum das so gemacht wird.
Die Berichteblätter der letzen Wochen sollten auch eindeutig den Aufwand wiedergeben.
Wenn ihr ne III wollt, im Bericht aber nur alle 10 Tage mal was steht, werdet ihr direkt abgeblockt.
Außerdem sollten alle messbaren Werte, wie RR/Puls,Gewicht und BMI (auch den Verlauf sichtbar machen!) und ggf. BZ und Temperatur aktuell sein.
Bei einer demenzerkrankten Bewohnerin, die nicht selbständig ißt und trinkt, sollte auch ein Ernährungsprotokoll vorliegen, und ein Einfuhrplan.. am besten die tatsächlich Trinkmengen bei jedem Reichen(also z.B. 10.00:75 ml, 10.15 25 ml, etc..), ist ja oft schwierig, ausreichende Flüssigkeit zu verabreichen.
Wird diese Bewohnerin gelagert?.. wenn nicht, wirds von vornherein schwierig, auf die Minutenzahl von mind. 240 Minuten zu kommen.. ist sie verhaltensauffällig? Denkt an genaue Dokumentation und den Zeitbedarf für die Zuwendung..gibts wohl noch keine Zeitkorridor für, wird aber mittlerweile irgendwie eingebaut..
Hab ich noch was vergessen? Das fällt dann bestimmt den mitlesenden Kollegen auf :laughing:
 
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Cenny

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Hallo,

wenn ich nichts überlesen habe, fehlt der nächtliche Hilfebedarf, Inkowechsel, oder auf Toilettenstuhl setzten, sowas ist bei PS III wichtig, ebenso kann hinzugenommen werden, wenn der Bew. Abwehrverhalten bei der Pflege zeigt.

Ich habe das gleiche Gutachten wie der MDK und rechne mir vorher schon aus ob das hinkommt oder nicht, und dann wird der Antrag gestellt. Denn manchmal kommt man einfach nicht auf die gewünschten Minuten.
 
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2

20baerchen

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26.07.2007
46147
Manchmal denkt man, man bekommt keine Höherstufung und dann klappt es und bei welchen wo es eindeutig ist da wird es abgelehnt, cih hab edie Erfahrung gemacht das es leider auch oft auf den Prüfer ankommt
 
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Sr. Käthe

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03.04.2009
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:rolleyes: Noch ne gute Sache: Es ist immer besser, auf Anleitung, Motivation und Unterstützung zu bauen und die Planung und Dokumentation entsprechend zu gestalten. Auch der MDK weiß, daß VÜ ALLES wesentlich weniger Zeit kostet als z. B. der BW den Lappen in die Hand zu geben, sie verbal und mit Gestik zu unterstützen, das Gesicht zu waschen.. Priorität sollte immer der Erhalt oder die Förderung der Selbständigkeit sein.. und das kostet Zeit.
Wenn eure Durchführungskontrollen z.B. bei allen Verrichtungen VÜ gekennzeichnet sind, gibts keine III :wink:
Nehmt das volle Programm:A/B/U/TÜ/VÜ..je nach Tagesform..
 
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Katzen88

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Hallo !
Helfen kann auch bei der Höherstufung in Pflegestufe 3 wenn beim Mobilisieren,Lagerungen jedesmal 2 Personen benötigt werden und dies auch in der Planung so Dokumentiert ist, das sind Extraminuten wegen mehraufwand.Auch bei den Toilettengängen kann helfen , wenn das Gesäß z.B. nach Einkoten in die Vorlage ,Gewaschen werden muss .Dies ergibt das auch Extra Minuten gewährt werden . Da es über die normale Intimpflege hinaus geht.
Ebenfalls wichtig sind die Pflegebegründeten Diagnosen , warum der Mehraufwand geleistet werden muss und gerechtfertigt wird.Welche Diagnosen lösen einen Hilfebedarf aus. Fest steht dein Patient darf nichts mehr selbst können. Oft reicht aber nur die Diagnose Demenz leider nicht aus. Dies alles steht auch in dem Buch ,, Der MDK- Mit dem Gutachter eine Sprache sprechen " von Jutta König .:thumbsup2:
Ebenfalls enthalten : Ein Formgutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit .Dies kann dir helfen ob es sich lohnt eine Höherstufung zu beantragen.

Gruß
Katzen88
 
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K

Katzen88

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07.04.2009
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Hallo !
Helfen kann auch bei der Höherstufung in Pflegestufe 3 wenn beim Mobilisieren,Lagerungen jedesmal 2 Personen benötigt werden und dies auch in der Planung so Dokumentiert ist, das sind Extraminuten wegen mehraufwand.Auch bei den Toilettengängen kann helfen , wenn das Gesäß z.B. nach Einkoten in die Vorlage ,Gewaschen werden muss .Dies ergibt das auch Extra Minuten gewährt werden . Da es über die normale Intimpflege hinaus geht.
Ebenfalls wichtig sind die Pflegebegründeten Diagnosen , warum der Mehraufwand geleistet werden muss und gerechtfertigt wird.Welche Diagnosen lösen einen Hilfebedarf aus. Fest steht dein Patient darf nichts mehr selbst,das heißt Eigenständig ohne Hilfe können. Oft reicht aber nur die Diagnose Demenz leider nicht aus. Dies alles steht auch in dem Buch ,, Der MDK- Mit dem Gutachter eine Sprache sprechen " von Jutta König .:thumbsup2:
Ebenfalls enthalten : Ein Formgutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit .Dies kann dir helfen ob es sich lohnt eine Höherstufung zu beantragen.

Gruß
Katzen88
 
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