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Frage zur häuslichen Versorgung

  1. Das Problem

    Zwei Personen Haushalt
    1. Person Rentner mit beginnendem demenziellem Verhalten benötigt regelmäßig seine Medikamente, wenn er die ne weile nicht nimmt wird er nen Fall für die Psychiatrie.
    2. Person Geistig Behindert, einkaufen, sich versorgen und mit dem vorhandenen Geld wirtschaften bekommt sie hin, wenn man ab und an mal koordinierend eingreift. ( Mindestlohn Job) Braucht aber nen Betreuer der sie bei den Finanzen, Versicherungen Behörden etc. unterstützt.
    Der Mensch der das bisher für die Beiden gemacht hat ist nun leider gestorben.

    Nun die Frage :
    Für den Ersten, wie bekomme ich es hin das er zum Beispiel einen Pflegedienst bekommt, der sich um seine Medikamente und Arztbesuche kümmert ?

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein ?



    Für Person zwei : Wie bekomme ich es hin das sie einen Betreuer bekommt, der sich um die Finanzen kümmert und ggf. feststellt das die Betreuung ausgeweitet werden muß ?

    Pflegeeinrichtung ist nicht das Ziel, die beiden sollten schon die Möglichkeit haben ein möglichst selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung zu führen.
     
  2. Hallo Willy_Wuff,

    zu Person 1: Geh zu dem Arzt, der die Medikamente anordnet und lasse dir eine "Verordnung häuslicher Krankenpflege" für Medikamentengabe ausstellen. Bei demenzieller Entwicklung sollte ja eine entsprechende Diagnose vorliegen, das reicht als Voraussetzung aus. Damit gehst Du zum Pflegedienst eurer Wahl, die werden das weitere Prozedere dann in die Hand nehmen. Thema Arztbesuche ist schon etwas schwieriger. Dafür braucht er einen Pflegegrad um das finanzieren zu können. Liegt kein Pflegegrad vor, diesen bei der Pflegekasse beantragen. Variante 1 ist dann das der Pflegedienst das auch macht (unwahrscheinlich), Variante 2 wäre sich einen Betreuungsdienst zu suchen der das über den Entlastungsbetrag macht (wahrscheinlicher), Variante 3 wäre sich eine Privatperson zu suchen (z.B. der nette Rentner von nebenan, der sich gerne ein paar Mark zur Rente dazu verdient) und diese dann über das Pflegegeld finanzieren. Sollte das wider Erwarten alles nicht funktionieren an eine Beratungsstelle wenden, die kennen das regionale Angebot und können weiterhelfen.

    zu Person 2: Sofern sie es nicht selbst in die Hand nimmt, kannst Du beim zuständigen Amtsgericht eine Betreuung "anregen". Entsprechende Formulare findet man dort im Netz. In diesen Formularen können Vorschläge gemacht werden welche Aufgabenbereiche ein Betreuer übernehmen sollte.

    Beste Grüße,
    Pevaueff
     
  3. Vielen Dank, nun habe ich wenigstens eine Vorstellung davon, wie es geht.
     
  4. Hallo Willy_Wuff,
    wenn Du irgendwie nicht weiter weißt, dann gehe zu einem Pflegestützpunkt. Gibt es doch jetzt verstärkt in fast jeder Stadt. Aber auch die Krankenkassen geben Dir die Auskunft.
    Bei uns im ambulanten Dienst helfen die Fachkräfte auch gerne weiter und beraten auch die Leute die bei uns noch nicht als Kunden registriert sind.
    Am besten aber für beide Personen einen Pflegegradantrag bei der Krankenkasse anfordern, geht telefonisch. Dann ausfüllen wenn er per Post kommt und weg. Der MDK kommt daraufhin angemeldet ins Haus und führt eine Begutachtung durch, was Sie alles noch können.
    Bis dahin gibt es auch Privatleistungen bei jeden Pflegedienst. (weiß nicht ob das passt?)
    Ich hoffe konnte ein wenig helfen.
    MfG
     
  5. Vielen Dank.
    Zumindest bin ich nun schon mal schlauer, weil ich weiß wo ich mich schlau machen kann :)
    irgendwie, für einen der keinen Dunst hat, alles recht kompliziert :)
    thx
     
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