Altenpflege Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

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paperplane

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22.01.2013
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Halli hallo,

ich habe im Oktober letzten Jahres eine Ausbildung zum Altenpfleger in einem privaten ambulanten Pflegedienst begonnen.
Die Berufsschule ist unter der Trägerschaft der Caritas.

Ich hab da jetzt aber ein Problem:
Aus persönlichen Gründen will ich aus der katholischen Kirche austreten. Mein Chef weiß bereits davon und für ihn ist es in Ordnung. Allerdings hab ich jetzt Bedenken wegen der Schule, da sie ja unter der Trägerschaft der Caritas steht.
Kann ich dennoch austreten? Ganz so eng scheinen die es hier nicht zu sehen, da auch Muslime in meinem Kurs sind.
Bin etwas verunsichert, vielleicht weiß von Euch ja jemand Bescheid?
Danke schon Mal im Voraus :)
Gruß
 
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Einfach mal nachfragen in der Schule.
Ich habe mal in einem Caritas- Heim gearbeitet, da war die HL geschieden. Kommt immer auf die Einrichtung oder Diozöse an.
 
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KS
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leaving-the-moon

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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Ich denke wegen der Berufsschule dürfte das kein Problem geben, eher ist das der Fall wenn es sich um einen Kirchlichen Träger beim Ausbildungsbetrieb handelt - dort hast du aber kein Problem.

Fragen würde ich auch empfehlen.
 
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PFK Intensiv und Anästhesie
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Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
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abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
S

Stripping

AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

riskieren würde ich es trotzdem nicht, denn die rkk ist hier sehr konsequent und es ist ihnen egal, ob sie als Verlierer herausgehen.
Wir hatten einen Fall, indem die kirchliche Schule jemanden los haben wollte und "höflichst" gebeten wurde, die Schule zu wechseln. Er tat es dann auch letztlich. Die Schule war sehr "hilfsbereit" und suchte dem Schüler eine andere Schule aus und hat alles in die Wege geleitet.
Bedenke auch, dass im Rahmen der AP-Ausbildung Sterbeseminare und Palliative Care im 3. Lehrjahr großes Thema ist und auch Theologen unterrichten und Besuche, womöglich auch mit Übernachtungen in Klöstern o.ä. statt finden. Das spricht sich unter katholischen Kreisen sehr schnell rum, gerade in Bezug auf das was in der Presse derzeit läuft.
Ich würde es während der Ausbildung nicht tun.
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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29.06.2011
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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Wenn die Schule auch Schüler muslimischen Glaubens aufnimmt sehe ich nicht wo das Problem sein sollte.
 
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-Rio-

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09.07.2010
80689
AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Entweder du stehst zu deinen persönlichen Gründen oder eben nicht. Nicht jeder lebt sein wahres Ich aus – lügen für andere, finden andere klasse.

In Deutschland ist dir alles Freigestellt.

Im Islam hat das ganz andere folgen.
 
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weissbrk

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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Wenn die Schule auch Schüler muslimischen Glaubens aufnimmt sehe ich nicht wo das Problem sein sollte.
Ich würde auch dringend empfehlen, das Regelwerk der Schule genau zu lesen oder eben zu fragen.. ich kenne kirchliche Schulen (in diesem Fall allgemein bildende), die von den den Schülern ein Bekenntnis verlangen, es muss aber nicht das RK sein.
 
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Verwaltung
Fachgebiet
privat
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paperplane

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22.01.2013
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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Danke für die ganzen Antworten :)
Ich werde mal nachfragen wie es hier gehandhabt wird. Notfalls warte ich mit dem Austritt bis nach der Ausbildung.
 
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L

Lexus

AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

ich habe im Oktober letzten Jahres eine Ausbildung zum Altenpfleger in einem privaten ambulanten Pflegedienst begonnen.
Arbeitgeber ist nicht Caritas, bzw. eine kirchliche Einrichtung

Die Berufsschule ist unter der Trägerschaft der Caritas.
= nicht Arbeitgeber


Aus persönlichen Gründen will ich aus der katholischen Kirche austreten. Mein Chef weiß bereits davon und für ihn ist es in Ordnung. Allerdings hab ich jetzt Bedenken wegen der Schule, da sie ja unter der Trägerschaft der Caritas steht.
siehe oben, der Austritt ist also möglich

..., ist auch ohne Konsequenzen möglich, aaaaaaaber eventuell nicht ratsam!

Anmerkung hierzu:

Die Kirche, als Arbeitgeber hat kein Problem mit anderen Konfessionen oder Konfessionslosen Mitarbeitern in der Pflege, Krankenhäusern oder Sozialen Einrichtungen.
Ist aber die Kirche (hier Caritas) Arbeitgeber mit Dienstvertrag zum Arbeitnehmer hat sie ein Kündigungsrecht, wenn ein Kirchenaustritt erfolgt (siehe hierzu AVR Caritas).
Das heißt, wenn Du später einmal bei einem Arbeitgeber mit kirchlicher Tragerschaft (z.B. Caritas, Diakonie, Orden, etc.) anfangen möchtest und keiner Konfession zugehörst (Personalfragebogen) würde dies über das Kirchenregister (Taufregister) nach geprüft. Somit würde hierzu ein DV (Dienstvertrag) sofort annulliert. Dies haben auch Arbeitsgerichte den Kirchen zuerkannt.

Somit ist also nicht die Konfession entscheidend, sondern der "irgendwann erfolgte" Austritt, welcher einem möglicherweise ein Leben lang denn Zugang zur Abeitnehmerschaft der Kirchen versperrt.

Aus diesen Gründen habe ich schon manch gute Pflegefachkraft nicht einstellen können, welche es letztlich dadurch auch für sich bereut hatten.

Ich würde es mir gut überlegen! Privaten AG´s ist das egal, aber selbst diese würde "Illoyalität" gegn sich ebenso bewerten.
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

#zon Ist aber die Kirche (hier Caritas) Arbeitgeber mit Dienstvertrag zum Arbeitnehmer hat sie ein Kündigungsrecht, wenn ein Kirchenaustritt erfolgt (siehe hierzu AVR Caritas). #zoff

Das stimmt - aber von einem Recht muss niemand auch Gebrauch machen. Es gibt durchaus kirchliche Träger die bekennende Atheisten/Agnostiker (die meisten waren irgendwann einmal in einer der großen Kirchen) einstellen, sogar in Führungspostitionen.
Fachkräftemangel führt auch hier wenn schon nicht zu einem Umdenken, so doch zu einem aneren Handeln.

Wenn jemand aus Überzeugung aus einer Kirche austreten möchte, dürfte meineserachtens das Risiko bei einem kirchlichen Träger mal vielleicht keine Anstellung zu bekommen keine Rolle spielen dürfen. Warum sollte jemand der aus Überzeugung aus einer der Kirchen austritt wohl eine solche Anstellung suchen.
Wenn man es tun will um Kirchensteuer zu sparen sieht es schon ein bißchen anders aus. Da würde eventuell zum Verbleib raten.
 
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Lexus

AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

#zon Ist aber die Kirche (hier Caritas) Arbeitgeber mit Dienstvertrag zum Arbeitnehmer hat sie ein Kündigungsrecht, wenn ein Kirchenaustritt erfolgt (siehe hierzu AVR Caritas). #zoff

Das stimmt - aber von einem Recht muss niemand auch Gebrauch machen. Es gibt durchaus kirchliche Träger die bekennende Atheisten/Agnostiker (die meisten waren irgendwann einmal in einer der großen Kirchen) einstellen, sogar in Führungspostitionen.
Wo, Wann, Wer?
Das würde ich gerne Nachlesen.


Fachkräftemangel führt auch hier wenn schon nicht zu einem Umdenken, so doch zu einem aneren Handeln.


Bei ausgetretenen Schäfchen, welche sich quasi von der Katholischen Kirche abwandten und die gemeinsame Glaubensbasis verliesen ????

Meine "internen" Beobachtungen sehen da eher anders aus.



Wenn jemand aus Überzeugung aus einer Kirche austreten möchte, dürfte meineserachtens das Risiko bei einem kirchlichen Träger mal vielleicht keine Anstellung zu bekommen keine Rolle spielen dürfen.
Sehe ich auch so,
aber es gibt unzählige kirchliche Träger. Immerhin ist die Kirche insgesamt der größte Arbeitgeber im Sozialen Bereich, mit beinahe 590.000 Arbeitnehmern.

Meine private Meinung hierzu ist vielleicht altmodisch und nicht alle Lebens- und Glaubenssituationen gehen einander immer einher, "aber dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing", heißt es nicht zu unrecht.

Im Übrigen kenne ich selbst niemanden, welcher nicht allein wegen der Kirchensteuer ausgetreten wäre oder gar die Zeit hatte, ungezwungener maßen in unserer zivilisierten freien Welt konvertieren zu müssen, ohne sich nich einem anderem Joch zu unterwerfen.

Man lernt eben immer wieder dazu, andererseits hätte es dann der Eingangsfrage erst gar nicht bedurft.
 
leaving-the-moon

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Karlsruhe
AW: Frage zu Berufschule- Kirchenaustritt

Ich weiß von einer kirchlichen Einrichtung, die mindestens zwei Mitarbeiter in Führungspositionen hat, die kein Glaubensbekenntnis haben und für diese Führungspositionen eingestellt wurde (1x Stationsleitung, 1x höhere Verwaltungsebene). Ich kenne die Leute nicht so gut, dass ich wüsste ob sie in der Kirche gewesen sind - ich halte es nur für wahrscheinlich, weil der größte Teil der Deutschen und hier geborenen in ein Bekenntnis hineingeboren wurde. Da die eine Person über 50 ist halte ich es nochmals für wahrscheinlicher, dass diese irgendwann einmal aus einer der Kirchen ausgetreten ist.
Belegen kann ich dir da nichts und die Einrichtung werde ich sicherlich auch nicht benennen.

Im Übrigen kenne ich selbst niemanden, welcher nicht allein wegen der Kirchensteuer ausgetreten wäre oder gar die Zeit hatte, ungezwungener maßen in unserer zivilisierten freien Welt konvertieren zu müssen, ohne sich nich einem anderem Joch zu unterwerfen.
Nun gut, dann kennst du jetzt zumindest eine Person, die aus Überzeugung aus der Kirche ausgetreten ist und keiner anderen Glaubensgemeinschaft beigetreten ist, mich (schon im zarten Alter von 16 Jahren - Kirchensteuer hab ich damals noch gar keine gezahlt) - und diese Person kennt noch einen Haufen anderer. Es ist halt auch so, dass man in seinem Umfeld eher Leute mit eher gleichen Ansichten ansammelt... deshalb nicht verwunderlich, dass man Leute mit anderen Beweggründen dann eher nicht so viele kennt.
 
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