GuK Frage über Insulin - Glucose

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xray3279

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11.06.2006
40223
Und zwar ich habe irgendwo gelesen das man bei einer bestimmten Situation dem Patienten Glucose und Insulin gleichzeitig gibt, da Insulin dies besser födert, meistens über einen Perfursor. Leider finde ich das nicht mehr und weis auch nicht mehr was es war. Ich meine aber es wäre bei einem Hyperosmolaren Glykokämie. Ist meine Annahme richtig, wenn ja ich bräuchte dann noch mal die Begründung auch:rolleyes::rolleyes:.

Ich meine aber nicht die Glucose-Insulin-Kalium Gabe bei Herzinfarkt. Ich hoffe die Frage ist hier richtig, ansonsten einmal bitte nach Intenisv verlegen :p

Thx
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger I&A
Fachgebiet
Innere
Weiterbildungen
Weiterbildung I&A, Praxisanleiter
S

Surrogat

Glucose-Insulin-Kalium Gabe bei Herzinfarkt
???
Interessant; habe ich in der Praxis bis dato noch nicht gesehen - welchen besonderen Effekt erwartet man im Rahmen eines akuten HI?

Den einzigen Fall einer gleichzeitigen Gabe von Glucose und Insulin kenne ich im Rahmen der Senkung einer akuten Hyperkaliämie.
Das Insulin wirkt hierbei positiv auf die Na/K-ATPase und den Na/K/Cl-Cotransporter und stimuliert so die zelluläre Aufnahme von Kalium.
 
B

Batz

Mitglied
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15.05.2006
64625
Hallöle!:grin:
Kann mich Surrogant nur anschließen. Eine andere Anwendung kenne ich auch nicht.
Lg Batz:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
M

Michael-0711

Mitglied
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25.12.2005
70435
Hoc, Siegfried
Intensivmedizin: Glucose-Insulin-Infusion senkt Mortalität
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 28-29 vom 12.07.2004, Seite A-2067
VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

Seit circa 80 Jahren wird Insulin bereits eingesetzt, und seine klinische Bedeutung nimmt immer noch zu. So wurde gezeigt, dass eine initiale Infusion von Glucose und Insulin, gefolgt von einer mehrere Monate dauernden intensivierten Insulin-Therapie, die Mortalität von Diabetikern mit akutem Myokardinfarkt innerhalb von zwei Jahren deutlich verringert, berichtete Dr. Oliver Schnell (München). Nicht nur Diabetiker, sondern auch Nichtdiabetiker profitieren von einer solchen Optimierung der Stoffwechsellage durch eine Infusion aus Glucose und Humaninsulin, wie aktuelle Studien zeigen.
Ergebnisse des Herzinfarktregisters am Krankenhaus München-Schwabing belegen den Nutzen einer frühzeitigen intensivmedizinischen Intervention, zu der auch die Gabe einer Glucose-Insulin-Infusion zählt. Durch sie konnte die Sterblichkeit im Krankenhaus von Diabetikern mit akutem Myokardinfarkt in den Jahren 1999 bis 2001 von 29 auf 17,5 Prozent und damit in den Bereich von Nichtdiabetikern gesenkt werden.
Wie Schnell betonte, reduziert eine Glucose-Insulin-Kalium(GIK-)Infusion bei Patienten, bei denen aufgrund eines akuten Myokardinfarkts eine Ballondilatation (PTCA) durchgeführt werden muss und die keine Herzinsuffizienz aufweisen, die Mortalität deutlich: Die Sterblichkeit innerhalb von 30 Tagen beträgt nach einer Glucose-Insulin-Kalium-Infusion nur 1,2 verglichen mit 4,2 Prozent in der Kontrollgruppe.
Neue Studienergebnisse zur Stoffwechseloptimierung mit Glucose-Insulin-Infusion belegen den Vorteil einer solchen Maßnahme auch bei beatmeten Patienten auf der chirurgischen Intensivstation. Patienten, die mehr als fünf Tage auf der Intensivstation verbringen, profitieren besonders von einer sehr guten Stoffwechsellage, wie sie durch diese Infusion erreicht wird. Das gilt vor allem für Patienten mit mittleren Blutglucosewerten von unter 110 mg/dl. Weniger profitieren Patienten mit moderater Hyperglykämie mit Blutzuckerwerten von 110 bis 150 mg/dl.
Der Erfolg der Infusionstherapie zeigt sich vor allem in einer Halbierung der Hospitalisierungsrate sowie in einer Reduktion von Sepsis- und Polyneuropathie-Fällen. Auch der Bedarf an Bluttransfusionen ist niedriger, und der Krankheitsverlauf wird seltener durch ein akutes Nierenversagen kompliziert.
Der physiologische Hintergrund des Konzepts besteht darin, dass Insulin die Glucoseaufnahme in die Zelle stimuliert, die muskuläre Proteinsynthese forciert, die NO-Synthese der Endothelzellen ankurbelt und schließlich auch die antientzündlichen Mechanismen unterstützt. Außerdem verbessert es die Durchblutung und schützt vor Zellschädigungen.
So neu wie oftmals vermutet, ist die Idee einer Stoffwechseloptimierung durch die Zufuhr von Glucose und Abdeckung durch Insulin nicht, bemerkte Mehnert. Bereits der große deutsche Altersforscher und Internist Professor Max Bürger hatte um 1930 in Leipzig eine ähnliche Methode praktiziert, um damit den diabetischen Fuß zu behandeln.
Er verabreichte über eine Sonde Kohlenhydrate in Form von süßem Apfelmus, abgedeckt durch hohe Insulindosen. Heute wird das Apfelmus durch reine Glucose ersetzt, aber das Prinzip ist geblieben. Warum sollte sich das Myokard anders verhalten als das Gewebe am diabetischen Fuß, sagte Prof. Helmut Mehnert (München). Siegfried Hoc

Mittagsgespräch „Insulintherapie in Klinik und Praxis“ der Firmen B. Braun und ratiopharm im Rahmen des Internistenkongresses in Wiesbaden

Deutsches Ärzteblatt: Archiv "Intensivmedizin: Glucose-Insulin-Infusion senkt Mortalität" (12.07.2004)
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Internistische Intensivstation
S

Surrogat

Sehr interessant und in sich auch schlüssig; da keine Pharmafirma im Rahmen eines Monopols von dem erhöhten Einsatz von G - I - K profitiert, darf man davon ausgehen, das die Aussagekraft entsprechender Studien nicht von externen wertschöpfenden Faktoren beeinflusst wurde.

Kennt jemand ein etabliertes Dosierungsschema für diese Therapie?

Ich werde das `mal mit unserem zuständigen CA diskutieren...
 
M

Michael-0711

Mitglied
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25.12.2005
70435
Hab was gefunden, schau dir die Zusammenfassung an, da ist auch die Dosierung beschrieben.
 

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Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Internistische Intensivstation
P

Praxisanleitung

Glulose-Insulin bei Hyperkaliämie.
Glukose bringt das Kalium von intravasal nach intrazellulär.
Nachteil: BZ steigt (wg. der Glukose), daher gleichzeitige Gabe von Insulin.
Schema: "20, 20, 20"

20%ige Glukose (500 ml), i.v. +
20 I.E. Altinsulin über
20 Minuten

Cave: hohe Osmolarität der Glukose, daher wenn möglich nur zentralvenös verabreichen, nur in Ausnahmefällen periphervenös.
 
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05.07.2001
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