Frage an PDL´s

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S

Suseline

Hallo!
Mich würde interessieren, wie ihr folgendes in euren Häusern handhabt:
Wenn ein MA sich krank meldet, muss er das natürlich vorzugsweise bei einem Vorgesetzten machen, ist auch ok.
Bei uns ist es auch so, dass man sich zwar z.B. beim Nachtdienst für den Tagdienst krank melden kann, man muss sich aber unbedingt am Tag dann bei einem Vorgesetzten persönlich (telefonisch) entschuldigen.
Darüber gibt es auch eine Dienstanweisung.
Was ungeklärt ist, wo melde ich mich bei einer fortgesetzten Krankmeldung?
Reicht es auf Station anzurufen oder (natürlich rechtzeitig) eine Email zu schreiben?
Kann ich grundsätzlich gezwungen werden, eine Krankmeldung oder eine Fortsetzung persönlich (telefonisch) abzugeben oder darf ich auch meinen Partner, eine Freundin oder eine andere vertraute Person darum bitten.
Vielleicht weil es mir nicht gut geht oder ich in der Krankheitssituation einfach nichts mit der Firma zu tun haben will?
Hintergrund:
Bei uns gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Ärger. Da hatte eine Kollegin sich durch ihren Ehemann krank melden lassen oder ich selbst habe meinen Mann gebeten, für mich anzurufen und Bescheid zu sagen, dass ich weiter krank geschrieben bin. Ich wollte einfach mit niemandem sprechen und der Kollegin ging es wirklich nicht gut.
Bei der Kollegin bekam ich selbst mit, wie jemand sagte, die kann sich nicht mal selber krank melden! Bei mir rief mich eine nette Kollegin an und gab mir den freundschaftlichen Tip, das nächste Mal lieber selber anzurufen, die PDL hätte sich sehr geärgert.
Ich sehe ein, dass eine Form gewahrt werden muss. Ich frage mich nur, wie weit die Form gehen darf.
In Ordnung ist meiner Meinung nach, dass man sich ordnungsgemäss und rechtzeitig krank melden muss. Ich finde schon, dass man nicht mehr gezwungen werden kann, dies selber zu machen - wenn ich mich nicht in der Lage fühle. Hauptsache der Betrieb weiss Bescheid.
Da ich meinen Laden kenne, weiss ich, dass man bei uns gerne demütigt und das hinterherreden zeigt auch keinen besonders tollen Stil. Ich verstehe halt nicht, was die damit erreichen wollen.
Nun meine Frage an PDLs hier, wie seht ihr das? Und gibt es gesetzliche Vorschriften?
LG
Susi
 
Pflegedienst Ute

Pflegedienst Ute

Neues Mitglied
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30.06.2008
65529
Hallo Suseline,
Jeder MA muß sich Telefonich Krankmelden, damit die PDL oder Chef´s laut Stimme Vernehmen können, wie man sich auch anhöhrt und in welchem Zustand man sich befindet (Neugirde). Kann dann per Brief seine Krankmeldung an seinem Arbeitgeber schicken. Die sollte nicht länger als 3 Tage benötigen, bis dies beim Arbeitgeber angekommen ist.
Grüße Ute
 
Qualifikation
Altenpflegerin
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Privat
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L

Lisy

Unterstützer/in
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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Suseline,
ich kenne keine rechtliche Grundlage zum telefonischem krankmelden.
Im Gesetz steht nur rechtzeitig dem AG die Krankheit mitteilen.

@Pflegedienst Ute,
was die PDL gerne hätte, ist noch lange nicht Gesetz.
Gäbe es bei uns so eine Regelung würde ich die sehr schnell kippen, denn das ist so rechtlich nicht haltbar.
Gruß Lissy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
M

mattea

Mitglied
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22.01.2008
33175
Hallo suseline, in deiner besonderen Situation würde ich die Folgebescheinigung einfach nur einwerfen und gut ist. dies ist deine gesetzliche Verpflichtung (nämlich den "AU-Schein") dem AG vorzulegen. Du mußt nicht anrufen.
Ich finde es immer schön, wenn sich jemand telefonisch meldet, da man dann fragen kann wie es ihm/ihr geht, ob er was braucht etc.
Ist in deinem Fall aber wohl eher Utopie, von daher würd ich es so machen, wie oben beschrieben.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Weiterbildungen
Pflegeberater
Lehrer für Pflegeberufe
Wundmanger
PDL
K

knutschfussel26

Themenstarter/in
hallo, ich arbeite in einem betreuten wohnen und bei uns ist das so, dass keiner was sagt, wenn eine krankmeldung durch einen partner oder ehemann erfolgt, wichtig ist nur das sie rechtzeitig erfolgt, ich meine mann weiss ja nicht was derjenige hat und vielleicht ist er einfach nicht in der lage zu reden oder sich zu bewegen, ich denke mann sollt die kirche im dorf lassen, ich denke weiter das eine krankmeldung klar bei der station erfolgen sollte aber auch genauso unverzüglich bei der pdl oder inhaberin selber. liebe grüße de fussel
 
S

Suseline

Themenstarter/in
Hallo an Alle!
Habe das Thema heute bei einer MAV Sitzung als Thema eingebracht.
Eine Kollegin sagte, dies hätte man gemacht, weil es spezielle Leute (???) gäbe, die sich mit Vorliebe bei den Nachtwachen krank melden und sind dann für den Rest des Tages nicht mehr erreichbar. Oder ebenfalls ein "spezieller" Kollege würde sich besonders gerne wenige Stunden vor Dienstbeginn der Nachtwache krank melden.
Ich finde diese Meinung zu Kollegen finde ich ziemlich herabsetzend. Ich habe schon auch hier und da im Nachtdienst Krankmeldungen entgegengenommen und weitergegeben. Und habe den Kollegen auch immer gesagt, sie sollten sich dann am Tag noch mal bei der PDL melden.
Deswegen aber grundsätzlich davon auszugehen, dass eine solche Verfahrensanweisung Blaumacher und miese Kollegen davon abhält sich überhaupt krank zu melden, weil sie keine Lust haben sich Vorhaltungen machen zu lassen, finde ich richtig schräg.
Ich konnte heute aber wenigstens erreichen, dass dieser Punkt im Qualitätszirkel noch einmal besprochen werden soll.
Einig waren wir uns über die Erstmeldung und dass man auch Bescheid sagt, wenn eine Krankmeldung zu Ende geht oder eine Folgemeldung kommt.
Dies könnte man dann aber ohne weiteres einer Person seines Vertrauens machen lassen (wenn man nicht kann oder möchte).
Mal schauen, was draus wird.
Vielen lieben Dank an euch!
Susi
 
P

pinksheep

Themenstarter/in
Hallo Suseline,
beim lesen Deiner Angaben standen mir kurz die Nackenhaare hoch. Im TVöD ist geregelt, dass bei oben beschriebenen Mitarbeitern eine Krankmeldung schon grundsätzlich ab dem ersten Tag eingefordert werden kann. Aber dass der "Kranke" sich persönlich bei der PDL melden muss...? Der Arbeitgeber hat keinerlei Recht, sich über den Grund der Erkrankung, Diagnose usw. Kenntnisse zu verschaffen. Er kann max. über das Gesundheitsamt die Krankschreibung überprüfen lassen, wenn er Zweifel hat. Aber auch dann keine Auskunft zur Diagnose.

Eure MAV sollte das tun, wofür sie eingerichtet wurde - den Arbeitnehmer zu vertreten.

Schönes Wochenende
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
damit die PDL oder Chef´s laut Stimme Vernehmen können, wie man sich auch anhöhrt und in welchem Zustand man sich befindet (Neugirde).
Frage:"Wie hört sich meine Stimme an, wenn mein linkes Wadenbein gebrochen ist?"

Ansonsten ist die persönliche Meldung Quatsch oder Schikane.

:nono: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
K

Kalimera

Unterstützer/in
Basis-Konto
17.01.2001
Hamburg
Frage:"Wie hört sich meine Stimme an, wenn mein linkes Wadenbein gebrochen ist?"

Kannst Du Deiner Stimme keinen leidenden Ausdruck verleihen...:wink:

Im Ernst:
Eine Krankmeldung hat zunächst einmal sofort dann zu erfolgen, wenn absehbar ist, dass ich einen geplanten Dienst nicht antreten kann. Logischerweise wird sich des nächtens bei der NW krank gemeldet.
Allerdings wird ein weiterer Anruf am Tage erwartet, wenn absehbar ist, wie lange die Krankheit dauert, dieser muss allerdings direkt an die/den nächsten Vorgesetzten erfolgen. Die Bestimmung gilt daher, weil Krankmeldungen bei den MA auch schon mal untergegangen sind, schlicht und ergreifend vergessen wurde Bescheid zu sagen.
Unsere PDL erwartet von jedem MA, dass er die PDL informiert, wenn die Krankheit länger als 3 Tage dauert, also ein "gelber" Schein notwendig ist.
Allerdings sieht unsere PDL das sehr locker und hat bisher auch noch keine Dienstanweisung herausgegeben, weil Ihre Priorität das Abdecken der Dienste ist und ich mich als STL eh darum kümmern muss und sie sich freut, wenn sie damit nicht belastet wird.
STL müssen sich immer bei der PDL melden wenn AU länger als 3 Tage dauert.
Eine Krankmeldung hat aber nicht persönlich zu erfolgen, empfinde ich auch als Quatsch, da es Situationen gibt, wo dies nicht mgl. ist.
Eine Verlängerung erfolgt dann nur noch an die Leitung der Station, die es wegen der Planung wissen muss. Ob dann Unterstützung seitens der PDL erfolgen muss oder nicht entshceidet die PDL nach Sachlage.

Susi, lass die Leute/PDL reden. Wichtig ist, dass Du korrekt handelst und dass sich die PDL ärgert, wenn Du nicht persönlich anrufst ist IHR Problem, nicht das Deinige. Wer solche Betsimmungen herausgibt hat nicht bis zu Ende nachgedacht und muss sich nicht wundern, wenn es nicht eingehalten wird.
Ihr habt da aber auch einen Kindergarten, gibt es nicht einen Erwachsenen bei Euch?
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Ihr habt da aber auch einen Kindergarten, gibt es nicht einen Erwachsenen bei Euch?
:spielplat

:thumbs: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
weissbrk

weissbrk

Unterstützer/in
Basis-Konto
07.03.2006
Münster
Frage:"Wie hört sich meine Stimme an, wenn mein linkes Wadenbein gebrochen ist?"

Ansonsten ist die persönliche Meldung Quatsch oder Schikane.

:nono: Wassermann
...und ich lege Euch ggf. jederzeit die perfekte Imitation massivster Heiserkeit hin..
Der einzige Grund könnte sein, dass befürchtet wird, dass die "Person des Vertrauens" ohne Wissen des angeblich Kranken anruft.. und das würde sich ja nun schnell aufklären.
 
Qualifikation
Verwaltung
Fachgebiet
privat
Allround

Allround

Aktives Mitglied
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27.01.2008
65779
Hallo,

wenn sich ein Ma sich, soweit er natürlich dazu in der Lage ist, persönlich bei dem nächsten Vorgesetzten krankmeldet, dann gibt er damit ein Zeugnis der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ab. Damit stärkt er das Vertrauensverhältnis zum Vorgesetzten und zum Arbeitgeber.

Umgekehrt kann man natürlich auch sagen, dass das Vetrauensverhältnis zum MA seitens des Arbeitgebers wohl nicht aufrichtig besteht, wenn er die Wahrheit der Krankmeldung anzweifelt, sobald der MA sich nicht persönlich krankmeldet.

Unbestritten gibt es überall aber auch MA, die von der Krankmeldung inflationär Gebrauch machen und damit das Misstrauen seitens des AG schüren.

Ich selbst halte es deshalb für einen erwachsene und erwünschte Gangart, wenn der Kranke, sofern er dazu in der Lage ist, sich auch persönlich krankmeldet. Derjenige, der krank ist, muss deshalb kein schlechtes Gewissen haben und jemand Dritten vorschieben. Allerdings sehe ich auch nichts, was dieses untersagen könnte, hauptsächlich die AU liegt rechtzeitig vor. Es stärkt halt das gegenseitige Vertrauen und das sollte auch dem MA wichtig sein.

Macht umgekehrt der AG von seinem Direktionrecht gebraucht, dann möchten wir auch nicht über einen Laufburschen, sondern persönlich informiert werden.

Also, ich persönlich würde mich in fast jedem Fall selbst krankmelden, wenn es geht.


Leider ist das schlechte Gewissen in unserem Berufsstand sehr weit verbreitet. Das Syndrom der "Hilflosen Helfer" oder so ähnlich....

Aber wir übernehmen Verantwortung für Kranke, warum sollen wir nicht auch Verantwortung für unsere eigene Krankheit übernehmen?

Das Vertrauensverhältnis zwischen MA und AG leidet zur Zeit glaube ich an vielen Orten. Ich schließe da meinen eigenen Betrieb nicht aus.
Die Arbeitssituation ist vielerorts leider immer mehr so, dass die MA psychologisch unter Druck sind, besondres mit ihrem Verantwortungsgefühl wird gespielt.

Bei dir, Susi, da ist das Vertrauensverhältnis ja sowieso schon zerstört, wenn ich das richtig sehe. Da kann es dir inzwischen auch egal sein, wie der AG deine nicht persönlich gemeldete Krankmeldung aufnimmt, meine ich.
Das macht den Kohl auch nicht mehr fett.

Das mit dem Krankmelden, das ist eigentlich ein einfaches und rein formales Geschehen. Leider ist es mit so vielen Gefühlen besetzt, besonders in unserem Beruf, dass es zum schwierigem gemacht wird.

Hoffentlich seid ihr nicht , Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Allround,
das ist reine Ansichtssache. Als ich noch abhängig beschäftigt war hat mich immer mein Mann krank gemeldet. Wenn ich krank bin habe ich keinen Nerv mit jemanden zu reden.
Jetzt als AG ist es mir fast lieber, ich hab jemand 3. am Ohr, weil ich weiß, wie unangenehm so eine Krankmeldung ist und im übrigen weiß ich nie, wie meine gesprochenen Worte ankommen beim Kranken.
Aber wie gesagt ist bei uns kein Thema, die MA die sich krank melden sind Krank!
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
H

haduloha

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2007
21745
Hallo zusammen,

Tarif- und Arbeitsverträge regeln, dass eine Krankmeldung erfolgen muss, aber dort findet sich keine Verbindlichkeit dafür, dass es persönlich zu geschehen hat.
Wie man es dann ausgestaltet, spiegelt das Klima im Betrieb in diesem Punkt wieder.

Mir ist es als Leitung auch lieber, die Krankmeldung erfolgt direkt bei mir, egal ob persönlich oder durch den Ehepartner.
Ich muss dann die Patientenversorgung regeln wenn jemand ausfällt. Wenn ich nicht direkt informiert werde, dann ist mindestens eine Person dazwischen, die die Nachricht weitergeben muss, was immer Zeitverzögerungen bedeutet.
Gerade bei langfristigen Erkrankungen halte ich den Aspekt der rechtzeitigen Bekanntgabe einer fortgesetzten Arbeitsunfähigkeit für wichtig und da ist es mir auch egal, ob ich direkt informiert werde oder nicht.

Natürlich habe ich als Arbeitgeber ein Interesse daran, zu wissen ob es sich denn um etwas Schlimmes oder langwieriges handelt, wenn sich ein Mitarbeiter krank meldet, ohne dass ich mich für die Diagnose interessiere!
Nicht aus Neugier sondern aus der Fürsorge heraus, die wir im Betrieb leben.

Wenn jemand darauf besteht, dass der betreffende Mitarbeiter sich persönlich meldet finde ich das schon „schräg“ weil es genügend Gründe dafür gibt, dass es eben nicht möglich ist (man einfach nicht mag, oder vielleicht auch gar nicht in der Lage dazu ist) und ein „Recht“ darauf zu bestehen gibt es nicht.
Wer als Vorgesetzter so engstirnig ist gehört in den bereits genannten Kindergarten.

Natürlich gibt es die theoretische – und arg konstruierte – Möglichkeit, dass ein gesunder Mitarbeiter von einer dritten Person „zum Spaß“ krank gemeldet wird, aber mal ehrlich wie realistisch ist das?


... Im TVöD ist geregelt, dass bei oben beschriebenen Mitarbeitern eine Krankmeldung schon grundsätzlich ab dem ersten Tag eingefordert werden kann.
DAS ist ein zweischneidiges Schwert!
Klar soll diese Entscheidung einen gewissen Einfluss auf das Verhalten bei Krankmeldung eines Einzelnen nehmen, aber:
Wie oft hat man mal einen (!) Tag an dem man Kopfschmerzen hat, sich nicht fühlt oder so, dann bleibt man zu Hause und ist am nächsten oder übernächsten Tag wieder fit.
Und welcher Hausarzt schreibt für nur einen Tag krank??? Meiner nicht!

Gruß
haduloha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Psychiatrie
Fachgebiet
ambulante psychiatrische Pflege
Weiterbildungen
BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
Allround

Allround

Aktives Mitglied
Basis-Konto
27.01.2008
65779
Was machen die MA, die alleine leben. Oder der Mann ist gerade auf Arbeit, nicht verfügbar...

Ich meine, ich lese hier:

Mir ist es als Leitung auch lieber, die Krankmeldung erfolgt direkt bei mir, egal ob persönlich oder durch den Ehepartner.
das ist reine Ansichtssache. Als ich noch abhängig beschäftigt war hat mich immer mein Mann krank gemeldet.
hallo, ich arbeite in einem betreuten wohnen und bei uns ist das so, dass keiner was sagt, wenn eine krankmeldung durch einen partner oder ehemann erfolgt, wichtig ist nur das sie rechtzeitig erfolgt,
OK, dann könnte es ja eine Freundin machen.
Aber, wenn dann jemand Fremdes anruft, den ich gar nicht kenne, also dann käme ich mir als Vorgesetzte, wenn der/die Kranke nur bagatellerkrankt ist, klar darf die Ursache eigentlich ja nicht wissen, ich weiß, also da würde ich jetzt eigentlich fast an Kindergarten denken, zumindest an Schule, wenn ich meine Kids da entschuldigen muss. Wir sind doch erwachsen und können das deshalb alleine.

Ich verlange das von niemandem. Ich frage nie nach einer Ursache und bin deshalb immer erstaunt, wenn die PDL das erfragt. Die staunt dann u.U., dass sie von mir keinen Auskunft bekommt, die sie in jedem Fall nicht bekommt. Da mache ich nämlich nicht mit.

Das Vertrauensverhältnis auf meiner Station lässt sogar zu, dass wir bei längerer Krankheit den Kranken anrufen und fragen, wie es ihm geht.

Das finde ich eigentlich sehr schön :eek:riginal: .

Lieben Gruß, Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
S

Suseline

Themenstarter/in
Hallo!
Die Äußerungen von Wassermann fand ich richtig klasse und musste schallend lachen!

Die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen, reicht nicht aus. Da muss die Chefetage noch einen drauf setzen.
Es geht um Machtausübung und Druck oder bestenfalls noch Demütigung. Die wollen ausgewachsene erwachsene Menschen erziehen und wundern sich, wenn die pampig reagieren.
Natürlich gibt es Kollegen, die sich lieber vom Partner oder einer anderen Person entschuldigen lassen. Aber die meisten rufen selbst an, ich eingeschlossen und ich finde, damit sollte man es gut sein lassen. Hauptsache, der Dienst kann vorausblickend geplant werden und Folgemeldungen erfolgen rechtzeitig.

Ich glaube auch, dass diese Anforderungen schonungslos deutlich zeigt, wie man in meiner Firma die Resource Mitarbeiter sieht. Das Inkontinenzmaterial wird sorgfältiger verwaltet!

Bin ich froh, dass ich mir vorgenommen habe, diese heiligen Hallen hinter mir zu lassen!

Liebe Grüsse und ein schönes Wochehende!
Susi
 
H

haduloha

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2007
21745
Was machen die MA, die alleine leben. Oder der Mann ist gerade auf Arbeit, nicht verfügbar...
OK, wir können auch gerne versuchen alles mögliche zu konstruieren.

Was machen MA, die sich beide Arme gebrochen haben und daher nicht telefonieren können?
Was machen MA, die aufgrund einer Kehlkopfentzündung nicht sprechen dürfen?
Was machen MA, die ohne Bewusstsein sind?
Was machen MA, die mit dem Flugzeug auf einer einsamen Insel abgestürzt sind?:wink:



Die Zitate zeigten doch nur den Standpunkt, dass keiner zwingend Wert darauf gelegt hat, eine persönliche Krankmeldung zu erhalten.
In der ursprünglichen Darstellung von Suseline ging es doch darum, dass die PDL "auf Teufel komm raus" ausschließlich auf eine persönliche Krankmeldung besteht - und die resultierende Frage, ob andere es auch so handhaben bzw. wie andere es sehen und ob es rechtmäßig sei..
OK, dann könnte es ja eine Freundin machen.
Aber, wenn dann jemand Fremdes anruft, den ich gar nicht kenne, also dann käme ich mir als Vorgesetzte, wenn der/die Kranke nur bagatellerkrankt ist...
Ja und da bin ich völlig Deiner Meinung.
Wenn eine völlig unbekannte Person anrufen würde, dann würde ich schon wissen wollen, wer mich da anruft und warum. Möglicher Weise würde ich auch mitteilen, dass ich die Krankmeldung unter diesen Umständen nicht akzeptiere, aber das ist von dieser, mir bisher völlig unbekannten Situation abhängig.
Wir sind doch erwachsen und können das deshalb alleine.
...entscheiden wie wir uns krank melden wollen!

Ich verlange das von niemandem. Ich frage nie nach einer Ursache und bin deshalb immer erstaunt, wenn die PDL das erfragt. Die staunt dann u.U., dass sie von mir keinen Auskunft bekommt, die sie in jedem Fall nicht bekommt. Da mache ich nämlich nicht mit.
:thumbs:
Und das ehrt Dich, viel zu wenige sind in diesem Punkt so standhaft!

Das Vertrauensverhältnis auf meiner Station lässt sogar zu, dass wir bei längerer Krankheit den Kranken anrufen und fragen, wie es ihm geht.
Das finde ich eigentlich sehr schön :eek:riginal:
Das ist doch klasse.
In meinem Pflegedienst ist es auch so. Wir als Team rufen in solchen Fällen auch an, schicken eine Genesungskarte und machen auch mal einen Krankenbesuch (sofern gewünscht!).
Anders sollte man mit seinem Team auch nicht umgehen.

Gruß
haduloha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Psychiatrie
Fachgebiet
ambulante psychiatrische Pflege
Weiterbildungen
BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
H

haduloha

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2007
21745
Hallo Suseline
Ich glaube auch, dass diese Anforderungen schonungslos deutlich zeigt, wie man in meiner Firma die Resource Mitarbeiter sieht. Das Inkontinenzmaterial wird sorgfältiger verwaltet!
Damit bringst Du es auf den Punkt!
Bin ich froh, dass ich mir vorgenommen habe, diese heiligen Hallen hinter mir zu lassen!
:super:Ich freue mich für Dich.

herzliche Grüße
haduloha
 
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Fachkrankenpfleger Psychiatrie
Fachgebiet
ambulante psychiatrische Pflege
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BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
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05.07.2001
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