Haftungsrecht Fixierungen

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P

Pipi77

Mitglied
Basis-Konto
09.11.2000
83539
Hallo Leute,
Nun, ich hab mich gerade registriert und bin gleich mal auf ein Thema gestoßen,zu dem ich was sagen möchte:
Ich arbeite in der Stationären Frühreha, habe also auch mit Trachealkanülen, diversen Zu- und Ableitungen und v. a. auch mit desorientierten Menschen zu tun.
Der erste Punkt, den ich loswerden will,ist dass man sich wohl immer vor Augen halten sollte, dass man mit Menschen und Bürgern dieses Rechtsstaats zu tun hat und damit die bestehenden Gesetze zu befolgen hat, wie auch immer man persönlich dazu stehen mag.
Zum anderen gibt es bei uns in der Abteilung einen erarbeiteten Standard "Fixierung", der absolut rechtskonform ist, ich denke, diese Rechtskonformität ist auf alle Fälle für alle machbar, ich muss mich als Pflegekraft nur korrekt verhalten und damit absichern, in dem ich die Verantwortung bzgl. der richterlichen Anordnung sofort an die ärztl. MA delegiere und so entsprechend Druck ausübe. Verständlich, dass dies bei sehr festgelegten Strukturen oft schwierig ist, aber wenn man die Sache gegenüber dem ärztlichen Dienst als rechtlich absolut nötig darstellt, wird sich sicher eine Lösung finden.
Noch was, ich hab in meinen 2 Jahren mit Schädel-Hirn-Patienten noch nie einen erlbt, der sich die Kanüle gezogen hat, obwohl das Team sehr zurückhaltend mit Fixierungen ist.
Grüsse,
Martin
 
Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet
Gesundheits- und Rehaforschung
N

Nicole

Mitglied
Basis-Konto
22.08.2000
Hallo Martin,

ich sehe Fixierungen auch als Problem. Ich sehe auch wie viele der Patienten darunter leiden. Wennn bei uns ein Richter wegen Fixierungen vorbei gekommen ist, hat er dieses auch immer befürwortet.
Ich habe die Erfahrung gemacht das unsere Patienten ( Neurochirugische Intermedärstation) sich alles entfernen von DK , Ms, Trachealkanülen u.s.w. aufstehen und Stürzen. Es ist für diese Patienten eine Gefahr!! Wir haben eher schlechte Erfahrungen gemacht, wenn wir den Patienten vertraut haben, und nicht fixiert haben.


Nicole
 
M

MarcMann

Hallo, bei uns wird z.B. jedem Pat., der mit einem Krampfleiden kommt, prophylaktisch Bauch- und Fußgurt eingebaut. Aus praktischer Sicht kann ich es verstehen; gerade im dünnbesetzten Nachtdienst muß man sich Handlungsspielraum für den Notfall schaffen. Ist jetzt aber schon die "Androhung" der freiheitsentziehenden Maßnahme genehmigungspflichtig?
 
S

Sigi

Hallo Marc,
ich bin etwas :confused:

Ist jetzt aber schon die "Androhung" der freiheitsentziehenden Maßnahme genehmigungspflichtig?
Kannst Du mir dies etwas näher erläutern? Danke.



------------------
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Albert Einstein

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Gruß Sigi
 
A

Auggie

Hallo Marc
die Androhung von Fixierungsmassnahmen ist natürlich nicht genehmigungspflichtig.
Ich bin aber bestürzt,wie ihr bei euch mit dem Recht eurer Patienten umgeht.Die Rechtslage ist eindeutig.Wie rechtfertigt ihr das?Wie lange bleiben die Patienten fixiert,wo zieht ihr die Grenze zwischen genehmigungspflichtig und prophilaktische Massnahme?Fakt ist,das jede Fixierung,die über 24h hinaus geht,durch einen Richter anzuordnen ist,auch wenn die Praxis oft anders aussieht.
Greetz from

------------------
Rolf
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M

MarcMann

OOOOOHHHHH nein... Nicht jeder wird fixiert... habe mich wohl falsch ausgedrückt. Die Gurte kommen ins Bett, aber bleiben offen. Wir sprechen auch mit vorher mit den Patienten und erklären ihnen, daß dieses nur als Prophylaxe für einen möglichen weiteren Krampfanfall sei. Wenn sie es dann völlig ablehnen, dann eben nicht, es wird dokumentiert und fertig ist die Sache.
Vielleicht ist das auch schon die Antwort auf meine Frage...
 
Pflegeboard.de

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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
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