Fixierung von Bauchgurten

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charli_boy

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Hallo bei uns in der Klinik werden Patienten nur fünf Punkt mechanisch Behindert, dass heisst: Arme, Beine und Bauch, ggf. auch Schultergurt. Bei nur einer Bauchfixierung besteht, wie schon angesprochen die Strangulationgefahr. lg Charli_boy
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpfleger
Fachgebiet
Forensische Psychiatrie
jackdanielsx84x

jackdanielsx84x

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Hallo
In der Regel ist es so,dass der Bauchgurt,wenn er richtig angelegt und das Bettgitter hochgezogen ist ausreicht.Man muss sich nur mal vorstellen was es für ein Gefühl sein muss fixiert zu sein,dann noch zusätzlich an Armen und Beinen ist bestimmt sehr unschön.Es gibt Fixierungsfolgen , wie z.B.Herzinfarkt etc., weil die Patienten sich so aufregen.

Lg stupanka
Nun, ich finde eine "ein Punktfixierung" immer gewagt.
Der Grund steht hier:

Quelle: § 17 Landesgesetz für psychisch kranke Personen (PsychKG)
§ 17

Rechtsstellung der untergebrachten Person,
besondere Sicherungsmaßnahmen


(1) Die untergebrachte Person unterliegt nur den in diesem Gesetz vorgesehenen Beschränkungen. Ihr dürfen nur solche Beschränkungen auferlegt werden, die im Hinblick auf den Zweck der Unterbringung oder zur Aufrechterhaltung der Sicherheit oder Ordnung in der Einrichtung unerläßlich sind.
(2) Besondere Sicherungsmaßnahmen sind nur zulässig, wenn die gegenwärtige erhebliche Gefahr besteht, daß die untergebrachte Person sich selbst tötet oder ernsthaft verletzt, gewalttätig wird oder die Einrichtung ohne Erlaubnis verlassen wird und wenn dieser Gefahr nicht anders begegnet werden kann. Besondere Sicherungsmaßnahmen sind:
  1. die Wegnahme oder das Vorenthalten von Gegenständen,
  2. die Beschränkung des Aufenthalts im Freien,
  3. die Absonderung in einem besonderen Raum,
  4. die Fixierung,
  5. die Ruhigstellung durch Medikamente, soweit die dabei eingesetzten Medikamente nicht bereits der Behandlung der Grunderkrankung dienen.
(3) Jede besondere Sicherungsmaßnahme ist befristet anzuordnen, ärztlich zu überwachen und unverzüglich aufzuheben, wenn die Voraussetzungen für ihre Anordnung weggefallen sind. Anordnung und Aufhebung der besonderen Sicherungsmaßnahmen sind aktenkundig zu machen. Eine mehr als einen Tag dauernde Absonderung in einem besonderen Raum bedarf der Zustimmung der Aufsichtsbehörde. Die Zustimmung darf für jeweils höchstens eine Woche erteilt werden. Bei der Fixierung ist eine ständige Beobachtung zu gewährleisten.
Der wichtigste Punkt ist fettgedruckt, wie beweise ich eine ständige Beobachtung eines fixierten Patienten in einem Pflegeheim?
In diese Not könnte ich nämlich kommen, wenn sich dieser mit dem Bauchgurt stranguliert.
Ich weiß, es ist gang und gebe mit richterlicher Einverständnis Menschen ihrer Freiheit zu brauben....."natürlich nur zu ihrem Schutz".... für mich wird damit zu lasch umgegangen.

Gruß
Dennis
 
Qualifikation
GuK, Rettungssanitäter
Fachgebiet
Intensiv
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