Pflegewissenschaft FH oder Uni? Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften?

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sunny1975

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Hallo zusammen :)

Wer kann mir weiterhelfen?

Ich möchte gern an Pflegeschulen unterrichten und Aus-, Fort- und Weiterbildungen leiten.

1) Bin mir sehr unsicher, ob ich an einer FH oder Uni studieren soll!
2) Ist der Abschluss gleichwertig anerkannt?
3) Sind Diplom- oder Bachelor-/ Masterstudiengänge anerkannter?
4) Sollte ich eher Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften wählen?

Freue mich über nette Antworten und Erfahrungsberichte :)

LG
Sunny:laughing:
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation
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Obstipation

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Hi Sunny,
gleich zu deine anfrage:
1) Bin mir sehr unsicher, ob ich an einer FH oder Uni studieren soll! FH
2) Ist der Abschluss gleichwertig anerkannt? JA
3) Sind Diplom- oder Bachelor-/ Masterstudiengänge anerkannter? Diplom und Bachelor sind gleichwertig und damit kannst du dann Master machen. Nach der Bologniavereinbarung werden die Diplomstudiengänge abgeschaft und dafür Bachelor eingeführt. Schaue dir z.B. an der HS Fulda, sie schaffen die Diplomstudiengänge ab und führen nur Bachelor und Master ein
4) Sollte ich eher Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften wählen? Wenn du unterichten möchtest dann Pädagogik.
Gruss...
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anästhesieplege / Pflegemanagement Studium vierte Semester
HL2917

HL2917

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Hi.
1) Bin mir sehr unsicher, ob ich an einer FH oder Uni studieren soll!
2) Ist der Abschluss gleichwertig anerkannt?
3) Sind Diplom- oder Bachelor-/ Masterstudiengänge anerkannter?
4) Sollte ich eher Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften wählen?
4) Wenn Du unterrichten willst dann würde ich Pflegepädagogik studieren, an den Pflegechulen fordern sie dies zumeist
3 und 2 und 1) Das Uni-Diplom ist dem Master gleichgestellt, das FH Diplom liegt zwischen Bachelor und Master und wir ja gerade abgeschafft (Uni-Diplom natürlich auch) Ich glaube nicht, dass eine Bachelor ausreicht um an einer Pflegeschule zu unterrichten.

Frohe Ostern

HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
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Obstipation

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Für die Theoretische Studiengänge ist zweifelsohne eine Uni Diplom besser. Aber wenn man eine Fachspezifische Lehre machen möchte dann ist eine FH besser! Abschlüsse Diplom FH oder Uni sind gleichwertig. Ich habe einen Semester an der Universität Pflegemanagemnt studiert und die "Alte Professoren" hatten so ein Klassisches Lehrstill (Frontaluntericht). Man hat auch gemerckt dass sie gar nicht von Gesundheitsmanagement oder überhaupt von Pflege wüssten. Das merckte ich am meistens bei der Gesundheitsökonomie weil der Prof. seit ca 30 Jahre nur BWL unterichtete und jede Beispiel aus Praxis auf BASF bezogen war! Wie gesagt: Theorie-Uni, Fach(Praxisnahe)-FH, das heisst aber nicht dass man an der FH keine Theorie lernt...ganz im gegenteil Du lernst eigentlich das was du für dein Studium braust! An der Uni musst du dich viel selbst organisieren und da lernt man auch viel "Nichtbrchbares"!
Nach dem BologniaProzess ist ein s.g. Diplomzusatz eingeführt.Das heisst dass man ausreichend "Credits" sammeln muss um zB zum Promotion zugelassen zu werden. Das heisst, es ist eigentlich egal auf welche Abschluss du Studierst wenn du genügend Credits hast!
Ciao
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anästhesieplege / Pflegemanagement Studium vierte Semester
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traveler

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Hallo sunny,

4) Sollte ich eher Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften wählen?
Na ist doch klar nach deiner obenstehenden Beschreibung - oder?

Pädagogik ist die Wissenschaft die sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinandersetzt.

Und nein FH und UNI sind in der Praxis nicht gleichwertig. U.a. in Bayern bekommst du mit FH Abschluß keine Lehrgenehmigung in Schulen des Gesundheitswesens.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
Sahawe

Sahawe

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Hallo Sunny,
in dem Gewühle der unterschiedlichsten Studiengänge ist es wirklich schwierig sich zurecht zu finden.
Ich möchte gern an Pflegeschulen unterrichten und Aus-, Fort- und Weiterbildungen leiten.
Ich denke du strebst den Lehrerberuf an. Die Ausbildung ist zum einen länderspezifisch wie Renje das schon sagt.
Ich studiere Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie auf Lehramt. Diesen Studiengang gibt es aber nur in Baden- Würrtemberg.
In Baden-Würtemberg brauchst du für das höhere Lehramt an Berufschulen auf jeden Fall einen Uniabschluss und ein zweites allgemeines Fach, dass du auf Lehramt Gymnasium studierst.
Ich kann dir nicht den Unterschied zwischen Fachhochschule und allgemeiner Hochschule aufzeigen, sondern nur von mir berichten. An der Uni muss man sich alles selbst erarbeiten. Stundenpläne gibt es nicht, die muss man sich selbst machen und es irgendwie hinkriegen, dass es zeitlich passt, da die Institute die die Seminare und Vorlesungen anbieten die du brauchst in Heidelberg verteilt sind und oft große Entfernungen dazwischen liegen.
Zu dem Fachwissen in Pflegewissenschaften und Germanistik kommt noch ein ethisch-philosophisches Grundlagenstudium, Fachdidaktik in beiden Fächern die in jeweils einem Kurs mit Abschluss gemacht werden und das Praxissemester (3 Monate unterrichten, mit Begleitseminaren).
Es sind jetzt zwar in Berufschulen noch Plägepädagogen eingesetzt, aber jede neue Stelle wird besetzt mit Leuten die Staatsexamen gemacht haben.
Auch weiß ich von KommilitonInnen, die mit mir studieren und aus anderen Bundesländern kommen, dass Krankenpflegeschulen sich um Leute mit diesem Abschluss reißen, da es bis jetzt in der Pflege der höchste Abschluss ist. Das heißt konkret dass in Berufschulen alle Stufen unterrichtet werden dürfen: Schüler die Fachhochschulreife machen, Stationsleitungskurse etc. Ich habe mich für diesen sehr aufwendigen Abschluss, der auch mit viel Arbeit verbunden ist aufgrund meines Alters entschieden und wenn ich schon den Aufwand betreibe dachte ich dann einmal und maximal.
Soweit ich das beurteilen kann, bist du mit einem Bachelorabschluss ohne Masterabschluss später in deiner Berufsausübung eingeschränkt.
An der Uni musst du dich viel selbst organisieren
Ja organisieren und sich Themen selbst erarbeiten können, dass muss einem liegen. Man bekommt in manchen Seminaren allenfalls eine Bibliographie und so wie jetzt, fängt bei mir zwei Wochen vor Semesterbeginn der Kampf um die Plätze in den Seminaren an.
Man bekommt keine Hilfe und Informationen die muss man sich selbst besorgen, verlässt man sich auf irgendwelche Aussagen, kann es sein, dass man einen Anmeldetermin verpasst, wie es jetzt einer Kommilitonin von mir ging. Sie ist 5 Monate regelmäßig in ein Seminar gekommen, hat sich aber verspätet online für die Klausur angemeldet, so durfte sie nicht mitschreiben und somit bekommt sie keinen Schein, also unter Umständen ein Semester verschenkt. Da du immer mehrere Seminare gleichzeitig machst, an verschiedenen Instituten, mit unterschiedlicher Handhabbarkeit und Regeln, ist sowas wenn man nicht höllisch aufpasst schnell passiert. Und die Bürokratie mit Stempeln auf jedem Schein, unterschiedlichen Zeiten der zuständigen Sekräterinnen usw. ist unbeschreiblich. Es warnt dich auch niemand oder der Dozent sagt auch nicht unbedingt Bescheid. Es kann auch mal sein, dass 2 Tage vorher alles geändert wird und es an einem schwarzen Brett aushängt. Hast du es nicht gelesen hast du Pech gehabt. Also ich will damit sagen am Anfang chaotisch und anstrengend, aber da wächst man rein wie in alles andere auch, aber den Aufwand darf man nicht scheuen, man braucht viel Selbstdiziplin und muss sich immer wieder alleine selbst motivieren.
Der Leistungsnachweis ist für jedes Semianr unterschiedlich. Manchmal sind es nur Klausuren, aber im Hauptstudium muss man pro Seminar schon mit einem Referat und einer Hausarbeit zwischen 15-30 Seiten, für die man so ca. 4-6 Wochen braucht (will man eine vernünftige Note), rechnen. Hinzu kommen in der vorlesungsfreien Zeit Praktika die man absolvieren muss. Als Pflegefachkraft bekommt man aber teilweise einiges angerechnet.
und da lernt man auch viel "Nichtbrchbares"!
Das würde ich so nicht sagen. Es geht nicht darum Wissen aufzunehmen und wieder abzugeben. Man lernt eine Systematik zu der man viel Sekundärliteratur aus anderen Bereichen braucht um am Ende die Zusammenhänge richtig zu verstehen um sie auf neue unbekannte Situationen anwenden zu können. Man nimmt passiv viel Hintergrundwissen auf, dass man im Moment für das eigentliche Seminar und den Schein nicht braucht, aber ich konnte zum Beipiel jetzt in meinem Praxissemester auf Fragen von Schülern viel adäquater antworten und war froh dieses Hintergrundwissen zu besitzten.
Ich würde mich immer wieder für einen Uni-Studiengang entscheiden auch wenn ich am Ende des Semsesters oft auf dem Zahnfleisch krieche.
So das wars fürs Erste. Hier habe ich noch einen Link gefunden der zumindest in der Nähe deines Wohnortes liegt.
Lehrerbildender Master-Studiengang "Berufspädagogik Pflege und Gesundheit" - bildungsklick.de

Für deine Entscheidungsfindung drücke ich dir die Daumen, wenn ich das noch sagen darf, informiere dich gut. Eine Studienberatung kann dir die Entscheidung nicht abnehmen, sie hilft aber immer etwas weiter. Sie kann dich über den Ablauf und deine Berufsaussichten beraten. Auf der Homepage der jeweiligen Institute gibt es auch immer viel Information. Auch gibt es meistens eigene StudienberaterInnen vor Ort. Und überlege dir was du genau machen möchtest und wäge den Aufwand ab. Also willst du in deinem Bundesland bleiben und Ähnliches.

Liebe Grüße Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
Fachgebiet
Berufliche Schule
Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
Pflegeakademiker

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Hi Sunny,
gleich zu deine anfrage:
1) Bin mir sehr unsicher, ob ich an einer FH oder Uni studieren soll! FH
2) Ist der Abschluss gleichwertig anerkannt? JA
3) Sind Diplom- oder Bachelor-/ Masterstudiengänge anerkannter? Diplom und Bachelor sind gleichwertig und damit kannst du dann Master machen. Nach der Bologniavereinbarung werden die Diplomstudiengänge abgeschaft und dafür Bachelor eingeführt. Schaue dir z.B. an der HS Fulda, sie schaffen die Diplomstudiengänge ab und führen nur Bachelor und Master ein
4) Sollte ich eher Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaften wählen? Wenn du unterichten möchtest dann Pädagogik.
Gruss...
Mit beiden kann ein Master gemacht oder besser weitergemachtw erden. Dennoch sind sie keineswegs gleichwertig.
Bachelor, MAster ist das duale system und Diplom Studiengänge wurden nicht dual angelegt. Vergleich die Inhalte und es wird schnell klar, was sache ist. Diplomstudiengänge sind wesentlich umfangreicher, als die Kombination Bachelor und Master, welche beide schwerpunktlastig und nicht (wie Dipl. Studiengänge allumfassend) sind.

Momentan werden Dipl. Absolventen vom Arbeitsmarkt bevorzugt, weil sie vielseitiger einsetzbar sind. Mit einem FH Dipl. kann ein Aufbaustudium der Promotion, Doctorrantenstudium, begonnen werden, was mit Bachelor nicht geht. Bachelors von FHs und UNIs sowie MAsters von FHs und UNIs werden als jeweils als gleichwertig eingestuft. Es gibt auch keine (FH, TU,) mehr im dualen System.

Natürlich ist es immer gut den BEreich zu studieren in dem Du arbeiten möchtest. Im BEruf vermischt es sich eh wieder, also nicht zwingend notwendig auch die Richtung studiert zu haben. Außerdem kannst in der Wahl des MAstern immernoch wählen ob Management, BWL, Lehramt für Gesundheit, etc. , um noch eine Spezialisierung zu erhalten.
Der MAster eignet sich gut zum nochmals spezialisieren für Diplomabsolventen, die schon das Grundwissen erlangt haben. Bachelors sind auch schon auf Schwerpunkte gelegt und nicht umfassend.

Alleine die Semesteranzahl sagt schon einiges aus und lässt eine Gleichwertigkeit ausscheiden.

In wie weit das Diplom oder der Master gewertet wird kommt auf den jeweiligen Bereich an. Manche verlangen ein Diplomabschluss und dandere einen Master. Wobei viele Diplome bevorzugen, weil was bringt jemand der Casemenagement und Gesundheitsförderung hatte, aber nichts weiter sonst.
(Beispiel FH Frankfurt, anstelle von Pflegemanagement 9 Sem. (Dipl.) jetzt 6 Sem. Bachelor Allg. Pflege mit Schwerpunkten, dies ist der Nachfollger)

Uni ist höher als FH eingestuft. Allerdings vermischt sich das auch oft im Beruf wieder und natürlich kommt es immer darauf an welche Tätigkeit ausgeübt und was gefordert wird.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
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Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
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Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe




In der Aus-, Fort- oder Weiterbildung von professionell Pflegenden, Physiotherapeut/innen und Angehörigen anderer Gesundheitsberufe tätig zu sein bedeutet, einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung leisten zu können.
Der Master-Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe bietet die Gelegenheit, sich für die Wahrnehmung von Lehrtätigkeiten an den besonderen Schulen des Gesundheitswesens und für Aufgaben der Fort- und Weiterbildung innerhalb der Gesundheitsversorgung zu qualifizieren.
Der Studiengang wird von der Universität Kassel in Kooperation mit der Hochschule Fulda angeboten. Sie schreiben sich an der Universität Kassel ein und erhalten den Zweithörerstatus an der Hochschule Fulda.

Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheit - Fachbereich PG - FH Fulda : Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe
 
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Master of Arts "Gesundheits- und Pflegepädagogik


STUDIENVERLAUF
Die konsekutiven Master-Studiengänge „Gesundheits- und Pflegepädagogik“ sowie „Gesundheits- und Pflegemanagement“ sind als viersemestrige Aufbaustudiengänge konzipiert, hier ist nach dem zweiten und dritten Semester jeweils ein Praktikum vorgesehen.
Die Lehrveranstaltungen werden in der Regel während der Vorlesungszeit an zwei Tagen in der Woche bzw. in Blockform angeboten.
Die einzelnen Module (siehe Modulübersichten) schließen jeweils mit einer Modulprüfung ab. Das Studium endet mit dem Erwerb des „Master of Arts“. Die fachspezifischen Abschlüsse werden jeweils durch ein „Diploma Supplement“ bestätigt. Diese werden zum Ende des Studiums ausgestellt.

KFH-Mainz Catholic University of Applied Scienceshttp://www.kfh-mainz.de/studienangebot/GP_MA/gp_ma.htm
 
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Hallo Pflegeakademiker,

danke für deine sehr auführlichen Beschreibungen.
Bleibt jedoch:
Keine Lehrgenehmigung an Schulen des Gesundheitswesens u.a. in Bayern mit FH Abschluß. Nach Aussagen des Kultunsministeriums sollen zukünftig nur noch Personen mit Lehramtsstudiengang die Lehrgenhemigung erhalten.
Also bleibt die Frage was ist künfitg mit den Pflegepädagogen, zumindest mit denjenigen die erst in ein paar Jahren in den Arb.markt kommen? Für die Berufsfachschulen (Berufsschulen) im Gesundheitswesen scheinen die Pflpäd. in Zukunft jedenfalls nicht die Zielgruppe zu sein.
Ein Dipl. Päd. erhält ja auch keine Lehrgenehmigung für Unterricht an allg.bildenden Schulen.

In einigen Bundesländern sind offensichtlich auch Überlegungen im Gange in wie weit Studiengänge zu Dipl. pflg. Päds. und Dipl. med. Päds. noch Zukunft haben unter den zunehmend in den Markt drängenden Lehramtsstudienabgängern.
Ich will damit sagen - Überlege ich mir in den nächsten 1-2Jahren einen Studiengang aufzunehmen mit 8Semestern, d.h. in etwa 6 Jahren auf den Arbeitsmarkt zu kommen, sollte ich dann nicht den Lehramtsstudiengang anstreben um eine breitere Basis zu haben?

Gruß renje
 
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Hallo Pflegeakademiker,

danke für deine sehr auführlichen Beschreibungen.
Bleibt jedoch:
Keine Lehrgenehmigung an Schulen des Gesundheitswesens u.a. in Bayern mit FH Abschluß. Nach Aussagen des Kultunsministeriums sollen zukünftig nur noch Personen mit Lehramtsstudiengang die Lehrgenhemigung erhalten.
Also bleibt die Frage was ist künfitg mit den Pflegepädagogen, zumindest mit denjenigen die erst in ein paar Jahren in den Arb.markt kommen? Für die Berufsfachschulen (Berufsschulen) im Gesundheitswesen scheinen die Pflpäd. in Zukunft jedenfalls nicht die Zielgruppe zu sein.
Ein Dipl. Päd. erhält ja auch keine Lehrgenehmigung für Unterricht an allg.bildenden Schulen.

In einigen Bundesländern sind offensichtlich auch Überlegungen im Gange in wie weit Studiengänge zu Dipl. pflg. Päds. und Dipl. med. Päds. noch Zukunft haben unter den zunehmend in den Markt drängenden Lehramtsstudienabgängern.
Ich will damit sagen - Überlege ich mir in den nächsten 1-2Jahren einen Studiengang aufzunehmen mit 8Semestern, d.h. in etwa 6 Jahren auf den Arbeitsmarkt zu kommen, sollte ich dann nicht den Lehramtsstudiengang anstreben um eine breitere Basis zu haben?

Gruß renje

Da hast Du Recht Rene. Ich kann leider nichts zu sagen, ausser, dass ich persönlich von Pflegepädagogen oder auch Lehrern für Pflegeberufe nichts negatives sagen kann, da die ich bisher kennenlernen durefte alles fitte Leute waren.

Momentan sind alle am Ball, Lehrer, Pädagogen und die neuen Lehrer gibt es relativ wenige.
Da die Schulen momentan keine staatlichen Schulen sind ist es noch nicht nötig einen Lehramtsstudiengang zu absolvieren. Zukunftsorientiert schon.


Bei den Masterstudiengängen (jedenfalls der der in Kombination FH Fulda und Uni KAssel) angebotenw erden kannst Du dir beim jeweiligen Regierungspräsidium das erste Staatsexamen Lehramt ausschreiben lassen.

Die Schulen des Gesundheitswesens sind in Hessen staatlich anerkannt, gehören jedoch nicht zu den Berufsschulen. Um Lehrtätigkeiten an Berufsschulen, z.B. in der Ausbildung von Arzthelferinnen, wahr zu nehmen, ist in der Regel ein abgeschlossenes Lehramtsstudium erforderlich. Der Master-Abschluss im Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe wird bislang in Hessen nicht automatisch als erstes Staatsexamen anerkannt, allerdings ist die Einzelfallprüfung durch das Hessische Kultusministerium möglich.

Quelle: Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheit - Fachbereich PG - FH Fulda : Berufschancen

Wie es sich politisch weiterentwickelt ist die frage. Werden Krankenpflegeschulen Staatliche Berufsschulen usw. Kann ich leider nicht beantworten. Ich sehe nur die Chance in einem Master und ggf. Auf Lehrer für Gesundheitsberufe gehen.
Wie in vielem in der Pflege ist alles im Umbruch.
Die Frage was mit den Pflegepädagogen wird, die jetzt noch massig ausgebildet werden bleibt.

Da momentan der Trend eh auf MAsters läuft und die alten Studienformen , wie Examen, Diplom, Mag., abgeschafft werden bietet es vielleicht eine Option.
Ich könnte z.B. auch mit dem Studium der Pflege einen MAster zum Lehrer für GEsundheitsberufe machen. Erstmal anfangen und dann spezialisieren oder eben sehen was verlangt wird.
 
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@Rene

Der jeweilige Titel hängt natürlich vom Thema der Arbeit ab. Hier sind auch weitere Fachbereiche möglich, Medizinrecht usw. .

Solltest Du eine Promotion in die KArriere einschließen wollen gibt es natürlich neben den Dr. Titeln der Medizinwissenschaft, Pflefewissenschaft noch die Gesundheitswissenschaft. Hierfür wird ein Dipl. oder Master benötigt.
Wie es in anderen Ländern üblich ist eben auch in der Pflege neben dem Dr.med. (der Medizin) einen promovierten Menschen zu haben.


Abschluss
Dr. der Gesundheitswissenschaften (Dr. sc. hum.)

Dr. der Gesundheitswissenschaften (Dr. sc. hum.) ... Berufsbegleitend und sicher zum Doktor-Titel!

Das Doktorats-Programm des Kooperationspartners der DIPLOMA - FH Nordhessen, der UMIT (private, vom Land Tirol getragene Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik in Hall, Tirol/Österreich), richtet sich direkt an Universitäts- und Fachhochschulabsolventen, die ihre berufliche Karriere gestalten und gleichzeitig ihre akademische Laufbahn mit einem Doktorat bereichern wollen.

Da die Forschungsthemen aus dem Bereich des Gesundheitswesens umfassend abgewickelt werden und Gesundheitswissenschaften, Ökonomie, Verwaltungswissenschaften, Public Health, Rechtswissenschaften etc. umfassen, haben auch Diplom-Inhaber außerhalb der reinen Gesundheitswissenschaften (z.B. Pädagogik, Psychologie, Jura, Ökonomie) Zugang zu diesem Promotionsstudium.

Das berufsbegleitend stattfindende Studium umfasst jeweils einzelne Block-Wochen mit Aufbau-, Intensiv- und Ergebnis-Seminaren sowie mehreren zweitägigen Experten- und Ergebnis-Seminaren, die größtenteils in Bad Sooden-Allendorf/Kassel stattfinden.

Inhaltlich umfasst das Promotionsstudium die gesamte Palette des wissenschaftlichen Arbeitens und Publizierens (z.B. Angewandte Sozialforschung, Methodenlehre, Literatur-Recherche, Identifikation von Unschärfen, Ausdruck und Semantik, Vortrag und Präsentation.

Studiendauer
6 Semester, 4 Mindest-Semester möglich

Abschluss
Dr. der Gesundheitswissenschaften (Dr. sc. hum.)

Einsatzmöglichkeiten
Der Bereich der Dienstleistungen, zu dem auch das Gesundheitswesen als Einzeldisziplin wie auch die versorgungswirksamen Strukturen auf wirtschaftswissenschaftlichem, institutionellem, rechtlichem, organisatorischem Gebiet als Gesamtheit zu zählen ist, gehört, wird in seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung sowie im Ansehen und der Meinung der Bevölkerung noch steigen. Daher ist ein Dr.-Titel im Bereich der Gesundheitswissenschaften nicht nur auf diese beschränkt, sondern genießt Anerkennung in der wissenschaftlichen Forschung und deren Anwendung in den Betrieben wie auch in der öffentlichen Verwaltung. Das mit dem Anfertigen einer Dissertation gewonnene analytische und publizistische Rüstzeug befähigt den Inhaber natürlich insbesondere auch zur Übernahme von Leitungsfähigkeiten auf allen betrieblichen Ebenen in Wirtschaft und Verwaltung.

Voraussetzungen
abgeschlossenes Fachhochschul- oder Hochschulstudium in einem der einschlägigen Fachbereiche (Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft, Biomedizinische Informatik) auf dem Niveau eines Diplom-/Master-/Magister-Studiums ODER abgeschlossenes Fachhochschul- oder Hochschulstudium in einem verwandten Fachbereich (insbes. Gesundheitsberufe, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Humanmedizin, Informatik, Medizininformatik, Medizintechnik) auf dem Niveau eines Diplom-/Master-/Magisterstudiums in Verbindung mit eienr gesundheitswissenschaftlichen Berufsorientierung

Diesen Studiengang bieten wir an in
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(800/12)*parseInt(document.body.currentStyle.fontSize) ? (800/12)*parseInt(document.body.currentStyle.fontSize)+'px':'auto')" cellSpacing=0 cellPadding=5 border=0>"Dr. Pflege" - eine neue Promotionsmöglichkeit



Robert Bosch Stiftung unterstützt 2.Vorbereitungskurs in Witten/Herdecke
Elf AbsolventInnen verschiedener Studiengänge nehmen seit zwei Jahren mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) an einem Begleitprogramm zur Promotion im Bereich Pflegewissenschaft teil. Die Doktoranden kommen aus ganz Deutschland und bringen als Voraussetzung einen Prädikatsabschluß mit. Am
Samstag, den 13. Mai, 9.45 - 13 Uhr
im Institut für Pflegewissenschaft, Stockumer Str. 10
(bester Fototermin: 12.15 Uhr)
feiert der zweite Kurs seinen Abschluß. Das Postgraduiertenprogramm dient zur Begleitung einer Promotion, deren Ziel die wissenschaftliche Bearbeitung einer Fragestellung aus der Pflegepraxis ist. Mit der Annahme der Forschungsvorschläge wurden alle Teilnehmer als Doktoranden von der Fakultät für Medizin übernommen. In den kommenden Jahren werden die Teilnehmer sich in Doktorandenkollegs auch weiterhin zum gegenseitigen Austausch treffen. In ihren Forschungsarbeiten zur Promotion beschäftigen sie sich mit pflegepraktischen Themen.
Beispiele dieser Themen sind z.B. die Bedeutung und der Stellenwert äußerer Anwendungen wie Einreibungen, Wickel und Auflagen in der Pflegepraxis , die Betreuungssituation sprachgestörter Menschen im Krankenhaus oder "Paßt die Pflege der Jungen den Alten ?". Hier geht es um die Beziehungen zwischen älteren Bewohnern und jüngeren Pflegenden in der stationären Altenhilfe. Diese Arbeiten werden auch nach Abschluß des Postgraduiertenprogrammes von Frau Prof. Dr. Ruth Schröck (Universität Witten/Herdecke, Institut für Pflegewissenschaft) weiter begleitet. Das Gesamtprojekt wird von der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) gefördert. Die Stiftung will damit eine Gelegenheit für Pflegekräfte schaffen, die bisher nur an wenigen Hochschulen in Deutschland studieren oder gar promovieren können. Die Universität Witten/Herdecke trägt mit diesem Programm dazu bei, den Anschluss an die europäischen Nachbarn in der Pflegewissenschaft herzustellen.

Quelle:
"Dr. Pflege" - eine neue Promotionsmöglichkeit

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Studiengangskonzeption Doktorandenkolleg Einige grundlegende Orientierungen und Verfahrensweisen
  • Die Aufnahme von DoktorandInnen der Pflegewissenschaft erfolgt über Bewerbungen für Plätze im Doktorandenkolleg Pflegewissenschaft.

    • Dies ist ein anderes Vorgehen als das noch weithin übliche an deutschen Universitäten, wo gewöhnlich eine individuelle Absprache mit einem Professor/einer Professorin dem Interessenten einen Doktorandenplatz und/oder eine Doktorandenbetreuung verschafft. Die möglichen Nachteile dieses Verfahrens scheinen seine Vorteile zu überwiegen (auch für den Betreuer/die Betreuerin).

      Es bleibt im Allgemeinen dem individuellen Professor überlassen, wie intensiv oder distant sich die Betreuung der Arbeit gestalten wird und ob dem Doktoranden die Möglichkeit für eine Teilnahme an einem Doktorandenkolleg oder einer entsprechenden promotionsbegleitenden und unterstützenden Gruppe geboten wird.Die oft beträchtliche Isolation, in der DoktorandInnen arbeiten müssen, ist motivationshemmend, verunsichert, bietet keine vergleichenden Maßstäbe und verzögert oft das Vorankommen der Arbeit.
      Eine Identifikation mit einer gleichgestellten Gruppe kann diese Nachteile einer ausschließlichen Zweierbeziehung von Promovenden und Betreuer vermindern, wenn nicht sogar aufheben.
      Damit wird in keiner Weise die Wichtigkeit einer persönlichen Betreuung des Doktoranden durch einen Professor/eine Professorin untergraben, sondern vielmehr unterstützt.
  • Die Aufnahme in das Doktorandenkolleg erfolgt nach einem Verfahren, an dem Professoren des Instituts sowie Doktoranden beteiligt sind.
    • Das Aufnahmeverfahren ist ein Auswahlprozess, an dem ProfessorInnen sowie DoktorandInnen des Instituts beteiligt sind. Dieser Auswahlprozess fokussiert neben der Erwartung hoher akademischer Kompetenzen des Bewerbers auch auf seine Motivation und Fähigkeiten, zum Aufbau einer ‚scientific community’ und der Gemeinsamkeit des Doktorandenkollegs beizutragen.

      Es ist bewusst eine Wettbewerbssituation, die die Wichtigkeit, einen Platz im Doktorandenkolleg zu erwerben, hervorhebt und die Möglichkeit bietet, unter sicher fähigen BewerberInnen diejenigen zu finden, die in ihren Vorstellungen und Arbeitsweisen dem Ethos der Universität und des Instituts nahe kommen.

      Im Vergleich der BewerberInnen können auch die potentiellen MentorInnen Maßstäbe entwickeln, was sie von einem Doktoranden erwarten sollten und wie sich die Betreuung gestalten wird.
  • Nach der Aufnahme ins Doktorandenkolleg wird die individuelle Betreuung des Promovenden gesichert.
    • Da der Bewerber um einen Platz im Doktorandenkolleg schon einen Forschungsvorschlag vorlegt, können sicher frühzeitig Überlegungen zur Betreuung der Arbeit angestellt werden. Auch persönliche Gespräche können schon zu der Feststellung eines gegenseitigen Interesses an einer Zusammenarbeit zwischen einem Doktoranden und einem Professor geführt haben.

      Die offizielle und verbindliche Zusage einer Betreuung kann jedoch erst erfolgen, nachdem der Doktorand einen Platz im Doktorandenkolleg erlangt hat.

      Diesem Verfahren verpflichten sich die Professoren und Professorinnen des Instituts für Pflegewissenschaft. Das heißt nicht, dass sie sich nicht ihre DoktorandInnen aussuchen können, wie auch ein Doktorand nicht das erste Angebot einer Betreuung annehmen muss. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit wird es immer wichtig sein, dass sich Doktorand und Mentor freiwillig der gemeinsamen Aufgabe stellen. Das bedeutet natürlich auch, dass ein Professor die vorgeschlagene Betreuung eines Doktoranden (man hofft, mit guten Gründen) ablehnen kann.
    • Der Ablauf, um DoktorandIn im Institut für Pflegewissenschaft zu werden, sieht also folgendermaßen aus:
Quelle: http://wga.dmz.uni-wh.de/pflege/html/default/afrr-5l3hgr.de.html;jsessionid=EEF8B07CB52269EC7E77CCB3C6FD971A


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Institut für Medizin-/Pflegepädagogik
und Pflegewissenschaft



Promotionsmöglichkeiten:
Doctor rerum curae

(Doktor der Pflegewissenschaft)Doctor rerum medicarum Quelle: Institut für Medizin-/Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft
(Promotionen /Promotionsmöglichkeiten)
 
Qualifikation
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verschieden
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