Fertigspritzen entlüften ja oder nein?

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Rubina

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10.02.2006
48488
Hallo zusammen,
also in der Ausbildung habe ich gelernt, dass man Spritzen entlüftet. Ist ja auch logisch. Nun haben wir im ambulanten Bereich z.B. für Heparin Fertigspritzen. Diese habe ich natürlich auch entlüftet. Beim Einstich tat es dann der Pat. weh und sie hat sich wohl mit meiner Kollegin darüber unterhalten und die sagte ihr dann dass ich die Spritze wohl entlüftet hätte und das wäre falsch. Ist das so?

Grüße Rubina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
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Manu5959

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19.10.2005
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Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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Sabine58

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03.05.2006
Uetersen
Hallo Rubina,

die Luftblase in der Spritze verbleibt beim Injizieren in der Kanüle, so dass der ganze Wirkstoff injiziert wird.

Gruß Sabine
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Praxisanleiterin im Altenheim
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Rubina

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10.02.2006
48488
Hallöchen,
ja Danke, wieder was gelernt, es nimmt einfach kein Ende. Aber so soll es sein.
Grüße Rubina
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
Barbara2

Barbara2

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04.04.2006
69250
Hallo Rubina,

geht mir genauso.

Liebe Grüße
Barbara2
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
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Ambulante Pflege
N

Napster

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10.10.2004
16816
Hallo @ all,

Als bei uns noch Fertigspritzen in Benutzung waren,begründete man das nicht notwendige Entlüften auch damit,daß das vorhandene Luftbläschen die Aufnahme des Medikaments ins Gewebe beschleunige.

Wie und ob das auch hinhaut....no Plan.:eek:nline2lo

Greetz
Napster
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Pflege in der Onkologie
Fachgebiet
Onkologie innerhalb eines Klinikums mit ca.800 Betten
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Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Als bei uns noch Fertigspritzen in Benutzung waren,begründete man das nicht notwendige Entlüften auch damit,daß das vorhandene Luftbläschen die Aufnahme des Medikaments ins Gewebe beschleunige.

Hallo Napster!

Versteh ich das richtig, ihr habt keine Fertigspritzen mehr? Was verwendet ihr statt dessen? Wir haben alle niedermolekularen Heparine nur als Fertigspritzen, genauso das Neupogen und wir sind froh darüber.
Bin schon gespannt, auf deine Antwort.
Übrigens, das mit der Luftblase in der Fertigspritze - wird auch bei uns so gelehrt, wie du schreibst!
Gruß
Monika B.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Als bei uns noch Fertigspritzen in Benutzung waren,begründete man das nicht notwendige Entlüften auch damit,daß das vorhandene Luftbläschen die Aufnahme des Medikaments ins Gewebe beschleunige.
Das ist schon eine haarsträubende Theorie :wink:.

Das vorhandene Luftbläschen in Fertigspritzen bleibt in der Kanüle bzw im Spritzenkonus. Wo sollte es auch anders hin bei einem Einstichwinkel von 90°?

Die Schmerzen nach einer Injektion mit einer Fertigspritze, wenn entlüftet wurde, erklären sich recht einfach: Beim Entlüften gerät immer etwas Injektionsflüssigkeit an die Aussenseite der Kanüle (versucht es mal mit gefärber Tinte). Somit gerät Heparin in den Stichkanal --> und da gehört es tatsächlich nicht hin.

Wenn man die Injektionsflüssigkeit selber aufzieht, z.B. aus eine Ampulle, wird mit einer Aufziehkanüle aufgezogen, entlüftet, und dann eine frische Injektionskanüle aufgesetzt.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Hallo Monika, hallo Napster!

Die vorhandene Luftblase dient zur vollständigen Entleerung der Fertigspritze und sollte daher nicht entfernt werden.
So wird bei uns gelehrt, nicht wie oben beschrieben, damit das vorhandene Luftbläschen die Aufnahme des Medikaments ins Gewebe beschleunigt. Ich hab den thread zu schnell überflogen - tschuldigung!
Monika B.
 
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Krankenschwester / Praxisanleiterin
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Linz
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Napster

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10.10.2004
16816
Hallo,Ihr Moni's,:grin:

Zunächst @ Moni 58,

Ich gebe lediglich wieder,was mir meine damaligen Lehrer - Deine Kollegen - sagten,denn auch ich war damals schon drauf u. dran,Fertigspritzen zu entlüften.Sie begründeten es wie oben beschrieben.

Ich machte mir auch mal den Spaß,eine Fertigspritze hin- u. herzudrehen,um zu sehen,wie sich die vorhandene Luftblase verhält.Nun,ich konnte nicht feststellen,daß diese nach oben steigt,wenn die Nadel im 90-Grad-Winkel nach unten zeigt.
Meiner Meinung nach (gestützt auf die Aussage meiner Lehrer) gelangt das Luftbläschen noch vor der Injektionsflüssigkeit ins Gewebe.Lt.meinen Lehrern ist eine Schädigung des Pat. durch die injizierte Luft nicht zu erwarten,denn die Menge sei zu klein,u. zum anderen injiziert man nicht ins Gefäß,sondern eben ins Gewebe.
Mag es daran liegen,daß Heparin evtl. dickflüssiger als Wasser ist ? - REINE SPEKULATION !!! -

@Moni B,

In der Tat,wir benutzen keinerlei Fertigspritzen.
Heparin wird aus Multidosen entnommen,also selbst aufgezogen,wie von Moni 58 vortrefflich beschrieben.
Neupogen geben wir nicht,eine Kostenfrage.

Greetz
Napster
 
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Hallo,Ihr Moni's,:grin:

Zunächst @ Moni 58,

Ich gebe lediglich wieder,was mir meine damaligen Lehrer - Deine Kollegen - sagten,
Hallo, napster,

es geht das Gerücht um, dass Lehrer auch nur Menschen sind :innocent:

LG
Monika
 
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Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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silkevie

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16.06.2005
viersen
hallo,
im beipackzettel der fertigspritzen steht,daß die luftblase in der sritze verbeleiben soll,da diese der vollständigen entleerung dient,
schließe mich somit monika b. an.
lg silke
 
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Fachgebiet
ambulante pflege
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Lumbago

Neues Mitglied
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29.06.2006
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Mh, also ich habe gelernt, dass die Luftblase zur vollständigen Entleerung dient. Wenn Du Dir einen Waschzettel zur Hand nimmst, wirst Du genau das dort auch nachlesen können.
Wenn die Luftblase nicht von alleine nach oben steigt, wenn Du im 90° Winkel einstichst, kannst Du durch leichtes Klopfen auch nachhelfen.

Gruß Lumbago
 
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Fachgebiet
Stationär
cyberhex

cyberhex

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08.02.2006
8041
:eek:riginal: Hallo Rubina,

Da ich jetzt seit 4 Wochen jeden Abend mir mein Fertigspritzerl verabreiche, möchte ich hier auch noch meinen Senf dazugeben.

Ich spritze Fragmin und laut Beipacktext braucht die Spritze nicht entlüftet zu werden. Die Luftblase verbleibt in der Spritze und kommt erst zum Schluss unter die Haut, somit wird der Wirkstoff vollständig injiziert.

Durch jahrelange Erfahrung als spritzende Schwester :wink: konnte ich ausserdem beobachten, dass der Wirkstoff weniger brennt, wenn die Spritze schnell eingestochen wird und dann langsamer injiziert wird und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt.

Das teste ich jetzt im Selbstversuch, leider bin ich nicht so mutig und steche nur langsam zu, deshalb kann ich da keinen Vergleich anstellen, ob es mehr weh tut, wenn man langsam einsticht.

Das langsame Injizieren der Flüssigkeit empfinde ich als angenehmer als das schnelle, besonders dann, wenn es brennt.

Ausserdem habe ich bemerkt, dass es in gewissen Bereichen mehr brennt, meine rechte Seite des Bauches ist da scheinbar unempfindlicher.
Frisch vom Kühlschrank ist die Spritze auch um einiges unangenehmer als wenn sie schon 1 bis 2 Stunden heraussen gelegen ist.

Soweit ich mich erinnern kann, hat das Heparin vor ein paar Jahren mehr gebrannt - allerdings hatte ich da noch die Luftblase entfernt und nach dem Einstich aspiriert (ist jetzt ja auch nicht mehr notwendig).

Vielleicht gibt es dazu ja schon Studien - es ist zwar keine weltbewegende Sache, aber gerade bei einer so alltäglichen Tätigkeit, wie das Heparinspritzen, wäre es meiner Meinung nach wichtig, herauszufinden, wie diese Injektion so schmerzfrei als möglich dem Patienten verabreicht werden kann.

Wenn ich stationär im Krankenhaus liege, bestehe ich immer darauf, dass ich mir mein Heparin selbst injizieren kann, wenn es dann brennt, bin ich selbst schuld :wink:

Ach ja, und mein Gips trennt sich hoffentlich in 2 Wochen von mir.

Liebe Grüsse

Elisabeth
 

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Qualifikation
Diplomierte Gesundheits-Krankenschwester
Fachgebiet
Risikomanagement
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Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo cy,

ich finde es toll, das du dein Empfinden und Beobachten beim Experimentieren weitergibst.:grin:
Es hat mir mal wieder verdeutlicht, das man auch bei der s.c. Injektion auf kleinere Besonderheiten achten sollte, damit der Bew./Pat. so wenig Schmerzen hat wie möglich!
Für deine Fußgenesung wünsche ich dir alles Gute, und schau danach, das du dir net die andere Haxn brichst!:grin:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Hey, cyber

ich weide mich in dem Gedanken, dass meine Unterrichtsinhalte mit den Ergebnissen Deines selbstlosen Selbstversuches deckungsgleich sind :wink:

Gute Besserung!
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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Simba

Mitglied
Basis-Konto
18.09.2006
35576
Hallo, komme erst jetzt wieder aufs pflege-board - aus Zeitgründen.:grin:
Also, ich habe die Erfahrung gemacht - bzw. geben mir die betreffenden Patienten das so wieder - daß es wenig bis gar nicht schmerzt und auch keine Hämatome verursacht, wenn man die Nadeln "spitz" einsticht, nicht "stumpf".
Ich habe eine Weile überlegt, wie ich das genauer erklären kann,also der schräg- geschliffene Teil der Kanülenspitze sollte oben liegen und in Stichrichtung weisen.
Habe so gut wie nie "blaue Flecken" verursacht und die Patienten wundern sich immer darüber, dass so gut wie nichts weh getan hat.
Ich hoffe, es hat jeder kapiert.........:sad:........gar nicht so einfach.
Gruß an alle - Atta.
 
Qualifikation
Krankenschwester / PDL
Fachgebiet
Gießen
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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