Intensiv Faule Mitarbeiter - was kann man tun???

Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

Mitglied
Basis-Konto
0
14476
0
Hallo,

also meines Erachtens muss hier mehr Führung hinein.
Gespräche werden beschrieben, aber werden die Mitarbeiter jährlich nach einem vorgegebenen Katalog beurteilt? Individuelle Ziele daraus abgeleitet? Regelmässige Standortgespräche gerade mit den Mitarbeitern geführt, die Schwierigkeiten haben die Ziele zu erreichen?
Gibt es Leitbilder an denen sich die Ziele orientieren und messbar werden?
Rückmeldungen, z.B. aus dem Qualitätsmanagement oder Patientenmeldungen die messbare Kriterien bieten?
Gespräche ohne vereinbarte Ziele und die Kontrolle ob diese erreicht werden sind Grundvorraussetzung für eine konsequente Führung.
Eine Supervision sollte nur im Ernstfall hinzugezogen werden.
Wenn ich nicht gezeigt bekomme welche Ziele ich erreichen muss um weiter beschäftigt zu werden und evtl. mit Konsequenzen rechnen muss, warum soll ich mich bemühen?
Bei uns bekommt jeder Mitarbeiter aus seiner Quali 3 Ziele, die Ereichung wird regelmässig überprüft und wer sie nicht erreicht - muss klangfristig gegen. Denn Patienten werden auf dauer nicht mehr automatisch kommen in unsere Einrichtungen, Kliniken sie sich nicht rentieren werden geschlossen - richtig so!
Führung ist das A und O,
Kollegen können leider wenig ausrichten, ausser Mitarbeiter zu motivieren und zu sensibilisieren für Patienteninteressen.

Viel Erfolg
HL

wao, :applaus:

Intelligenz zeichnet sich nicht durch vermeintlich kluge Antworten sondern durch gezielte Fragen aus!!!!!

Danke HL2917! Du hast dem Laden mal richtig den Spiegel vors Gesicht gehalten!!!

Positives Denken und positive Einstellung zu den wirklichen Problemen!!! Ist ein schwerer Prozeß, aber es ist ein Weg in die richtige Richtung.
Klar stehen noch die "verfeindeten Gruppen " getrennt für sich in verschiedenen Ecken.
Aber ein erster Schritt in die gemeinsame Zukunft ist gemacht. ( Deeskalationstraining)
Die allgemeinen Befindlichkeiten (persönlicher Neid, selbstsüchtiger Ergeiz, Selbstdarstellung, Selbstzufriedenheit, Intoleranz, Karrierismus,) sind fehl am Platze!!!

Ihr behandelt nicht kranke Menschen um euer eigenes Ego zu befriedigen sondern um Notleidenden zu helfen.

Und das geht nur zusammen!

Und gerade die Stationsleitung sollte sich da nicht zu einer der beiden Seiten gezogen fühlen, sondern sich beherzt und couragiert in den Dienst der Sache (beste Versorgung der Schutzbefohlenen - Patienten) stellen!

Komunikation auf gleichberechtigter Ebene !!!!!!!!!!!!!!!!!!!:thumbsup2:


Tata Hawkeye Pierce:eek:riginal:


:thumbsup2:
Wir wollen Menschen nicht in der Not,
sondern aus der Not helfen!!!!!!!!!
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Krankenhaus
rescuecenter

rescuecenter

Mitglied
Basis-Konto
0
40701
0
Hallo Adrenalin,

ich kenne Dein Problem. Leider geht es noch viel Schlimmer. Ich habe bei 40 Köpfen Personal mit 15 Zeitarbeitern, die immer mal wieder wechseln und 3 Altenpflegern zu kämpfen, meist haben die neuen Leiarbeiter oder auch Freiberufler kaum erfahrung. Einem Krankheitsstand von ca 35 %. Leider kommt es auch mal vor das eine komplette Schicht mit Leiharbeitern besetzt ist oder das anstatt 7 Kräfte im Dienst nur 4 sind und dann kannst Du Dir ja vorstellen wie die Station nach so einer Schicht aussieht.

Klar ist bei uns mehr als viel zu tun aber auch wir haben mal sehr ruhige Dienste.

Leider werden Nebentätigkeiten nur sehr ungerne oder gar nicht ausgeführt. Die Bereichsleitung und auch die PDL haben die Einstellung, wir können nix machen, wenn wir mit Abmahnung drohen kündigen die Leute und wir müssen Betten zu machen. Leider bleiben immer wieder mal Patienten auf der Strecke und das ist nicht akzeptabel.

Ich denke aber es gibt auch genügend gut funktionierende Abteilungen aber wie Du siehst stehst Du nicht allein da.

Gruß
 
Qualifikation
Anästhesiepfleger
Fachgebiet
Notfallmanagment / Traumamanagment / Gerätemanegment
Weiterbildungen
Reanimationsteam, Kliniknotfallversorgung,
Wundmanagment nach ICW/ Hygenementor/ ATCN
Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

Mitglied
Basis-Konto
0
14476
0
Hallo,


Ich hoffe das Seminar kann etwas bewirken.
Bin aber sehr positiv eingestellt, denn alle Seiten haben Gesprächsbedarf - schon mal eine grundlegend und gute Voraussetzung.


LG
Nun ist über ein halbes Jahr vergangen!

Wie sieht es nun auf der Station aus?!
Werden Probleme weiterhin dadurch Versetzung und Kündigung gelöst?!
Wie effektiv sind die Seminare?
Gibt es wirklich faule Mitarbeiter, oder nur frustrierte?

Da ja -Adrenalin- nicht mehr offen hier über die Probleme reden will, könnte sich ja mal ein(e) Andere(r):zorro: melden!

(Auch wenn, wie in eurem Krankenhaus, nicht die Meldung sondern der Melder verändert wird!)

»Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.«
Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, am Donnerstag 6. Juli 2006 im RBB-Inforadio zur Verantwortung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, für den umstrittenen Gesundheitskompromiss.

 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Krankenhaus
I

Intensivhäschen

Mitglied
Basis-Konto
0
88131
0
Hallo Zusammen,
ich bin zwar gerade erst hier registriert und dennoch kenne ich genau dieses Thema.
Gespräche führen ist in jedem Falle wichtig. Schon alleine wegen der Fürsorgepflicht. So wie sich mir die Sachlage darstellt, greift die neue Chefin noch nicht so richtig durch. Das ist auch gut so, denn dies würde nur noch mehr Unmut bedeuten. Das mit den Führungsstäben auf den Tisch knallen finde ich persönlich etwas überzogen mit der Begründung, dass dies den Unmut der Kollegen/innen nur fördert. Dennoch sehe ich es wie jeder hier, dass es natürlich sehr ungünstig ist, wenn ausgerechnet dann kein Führungsstab vorhanden ist. Es ist jedoch auch so, dass man dann sowieso auf andere Maßnahmen zurückgreifen muss, wenn der Arzt nicht gut intubieren kann. Also damit meine ich: adäqaute Maskenbeatmung + Wendeltubus, Larynxmaske und Co....

Vorschlag: - Zielvereinbarung treffen und die Stärken der Mitarbeiter/in fördern und nicht die Schwächen immer und immer wieder hervorheben. Das war und wird auch immer kontraproduktiv sein. Ein Mitarbeiter erwartet von seinem Vorgesetzten, dass er jeder Zeit ihm neutral gegenüber steht (bezüglich Mitarbeitergespräch, Ankündigungen). Ebenso erwartet ein Mitarbeiter, dass der Vorgesetzte einen in Alles einbezieht und fragend an das Team herantritt und ihnen das Gefühl vermittelt, dass sie Teil des Ganzen sind und an den Entscheidungen, Verbesserungen und Änderungen maßgeblich beteiligt sind. Abmahnung: Das ist meineserachtens eher kontraproduktiv und wird das Problem nicht wirklich lösen, sondern eher die Situation viel schlimmer machen. Denn nicht jeder Mitarbeiter reagiert gleich auf eine Abmahnung. Viele Mitarbeiter verfallen in Resignation. Deswegen mein Tip: Vor dem letzten Schritt lieber versuchen gemeinsame Lösungen im Team, in vielen Mitarbeitergesprächen zu finden. Es ist durchaus klar, dass dies viel Arbeit bedeutet und die Zeit nicht immer dafür da ist. Aber wer nun mal eine Leitungsposition angenommen hat, der sollte schon wissen, worauf er sich dabei eingelassen hat oder einlässt. Dies bedeutet vorallem viel Arbeit auch über einen 8 h Tag hinaus. Also ich kann wirklich nur empfehlen von Abmahnungen wirklich absoluten Abstand zu nehmen. Die Abmahnungen müssen nämlich akurat begründet sein und die eigene Position (als Vorgesetzter) kann dabei sehr ins Wackeln kommen. So einfach ist das nunmal nicht und das ist auch gut so. Übrigens eine Massen- Abmahnung wirkt auf die Leute, die es betrifft und ebenso auf die PDL, den Geschäftsführer eher so, als hätte der Vorgesetzte seinen Laden überhaupt nicht im Griff und hinterher kommt vielleicht die Frage: " Haben sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft?"

Herzliche Grüße,

Intensivhäschen
 
Qualifikation
FKS A+ I, Stationsltg. Intensiv
Fachgebiet
Interdisziplinär
Allround

Allround

Aktives Mitglied
Basis-Konto
0
65779
0
Hallo Intensivhäschen,
dein Beitrag fordert mir zu einseitig das Verständnis seitens der Leitungsebene, deshalb möchte ich dazu ein paar Anmerkungen machen.
Gespräche führen ist in jedem Falle wichtig. Schon alleine wegen der Fürsorgepflicht.
Die Fürsorgepflicht liegt nicht nur bei Leitung der Einheit. Die liegt im Management überhaupt. Strukturen zu schaffen und zu pflegen, wie sie HL zutreffend uns weiter oben vorgestellt hat, das ist das, was ich unter Fürsorgepflicht verstehe, für die MA und die Leitung gleichermaßen.

So wie sich mir die Sachlage darstellt, greift die neue Chefin noch nicht so richtig durch. Das ist auch gut so, denn dies würde nur noch mehr Unmut bedeuten.
Hast du auch an ihren Unmut gedacht?

Abmahnung: Das ist meineserachtens eher kontraproduktiv und wird das Problem nicht wirklich lösen, sondern eher die Situation viel schlimmer machen. Denn nicht jeder Mitarbeiter reagiert gleich auf eine Abmahnung. Viele Mitarbeiter verfallen in Resignation.
Eine Abmahnung muss immer gut begründet sein, um Bestand zu haben. Ich kenne es so, dass sie nie der erste Schritt ist. Die SL selbst ist dazu nicht befugt, das macht die PDL, und wenn sie sich dazu entscheidet, dann hat die SL nicht dafür die Verantwortung. Probleme mit MA müssen schon nachhaltig und schwerwiegend sein, damit sie so hohe Wellen schlagen.

Aber wer nun mal eine Leitungsposition angenommen hat, der sollte schon wissen, worauf er sich dabei eingelassen hat oder einlässt. Dies bedeutet vorallem viel Arbeit auch über einen 8 h Tag hinaus.
Huch? Meine Tätigkeit sollte sich zuerst in der Aufgabenstellung und Verantwortung unterscheiden. Deshalb bleibe ich nicht automatisch länger. (Genausowenig muss ich mir alles von jedem gefallen lassen...)

Und wenn sie für die Führung eines MA-Gesprächs länger bleibt, dann bleibt es übrigens der Gesprächspartner auch. Und die Zeit wird vergütet oder abgefeiert.

Lieben Gruß, Allround
 
Qualifikation
Stationsleitung Krankenschwester
Fachgebiet
Interdisziplinäre Station
L

Leontina

Mitglied
Basis-Konto
Hallo,
möchte ich mich auch mal zum Thema melden.Erst kann nich jeder gute Leitung sein,aber kann auch nicht jeder für Intensiv geeignet sein.Eine SL soll einmal jährlich wenn nicht offter Zielverenbartegespräche führen.Durch solche Gespräche kann man über Mitarbeiter viel erfahren wie zb.wie sich MA fuhlt,oder gibt es private probleme,oderman fühlt sich nicht ernst genommen,oder unterfördert... Es gibt sehr viel Sachen welche ein SL über die MA erfahren muss.Nach solche erfahrungen soll gehandelt werden.
Fortbildungen sind auch ein Motivationsfaktor,genau wie ein Lob.Für Abmahnung bin ich nicht.Einfach ist auch eine wichtige Aufgabe solchen MA geben und die überzeugen das ist wichtig wenn die das schaffen zu machen.
Jemanden zu motivieren ist leicht wenn man ihn gut kennt entspricht Stärke,schweche und wünsche.
LG
Leontina
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Int und An
Fachgebiet
Intensiv
Maineflower

Maineflower

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
90439
0
@adrenalin: Positive Verstärkung. Kommunikation (Stationsbesprechungen sind Pflicht),Supervision (hilft nur wirklich,wenn Ehrlichkeit,im Team,herscht),Qualifikationsgespräche (jährlich,mit Zielsetzung...SL/MA):sinnvoll,nur,wenn die Ziele konktret formuliert,ein Zeitfenster gesetzt ist.Abmahnungen nur als letztes Führungsinstrument.Diese Dinge weiß Deine SL:denke sie hat einen Stationsleitungskurs gemacht,was will Deine SL unternehmen?Frage wie ist das Verhältnis Arbeitsmotivation:Unmotiviert?Dieses Verhältnis entscheidet oft die Reaktion der SL:schwierig,man kann nicht die Hälfte eines Teams austauschen...lg
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Praxis
jackdanielsx84x

jackdanielsx84x

Mitglied
Basis-Konto
2
56412
0
Hallöle,

für mich ist immer wichtig, dass man unterscheidet:

Sind die Mitarbeiter faul, weil ich sie an meiner eigenen aufopfernden Arbeit bemesse

oder

sind sie es tatsächlich?

Im Gegensatz zu mir sind manche Mitarbeiter faul, im Gegensatz zu einigen anderen Mitarbeiter könnte man mich aber auch faul nennen.

Das liegt daran, dass jeder andere Ansprüche an sich selbst und an seine Umwelt stellt.

Gruß
Dennis
 
Qualifikation
GuK, Rettungssanitäter
Fachgebiet
Intensiv
M

marionette

Mitglied
Basis-Konto
0
94557
0
Das Problem existiert wahrscheinlich überall, aber so extrem kenn ich es ehrlich gesagt nicht.
Klar gibts auch bei mir Momente, wo mir die Galle überläuft, weil ich mal wieder der Idiot bin, dem die fehlenden, kaputten oder schlampigen Details ins Auge springen und der sie dann korrigiert, auffüllt, repariert etc. Gottseidank bin ich damit nicht allein (und hab mir auch ein Bewußtsein dafür erhalten, daß ich auch nicht perfekt bin und Fehler mach bzw was vergesse).
Diese "Schlamper" sind bei uns hauptsächlich männlich, ca 50 Jahre alt und darauf bedacht, sich die restlichen Jahre bis zur Rente so bequem wie möglich zu machen, gerne auch auf Kosten aller anderen.

Bei uns wurde das "Drumherum" so geregelt: jeder Bereich ist für eine Tätigkeit zuständig, für die er auch unterschreibt (damit ist zumindest leidlich nachvollziehbar, WER verantwortlich für fehlende Dinge ist): Auffüllen von DK- und ZVK-Wagen, die Kontrolle des Notfallwagens, der BTM-Schrank ud der Blutkomponentenschrank. Des weiteren das Auffüllen von Labor- und Spritzenzimmer (heißt das bei euch auch so bescheuert? ;-) ), Kontrolle der mobilen Beatmungseinheit, Reanimationsrucksack etc etc pp

Wobei ich allerdings empfindlich reagiere, ist Folgendes: ich werde dafür bezahlt, meine 8 Stunden Arbeitszeit ordentlich und korrekt zu erfüllen. Forderungen nach Beteiligung an Projektgruppen außerhalb dieser Zeit und ohne zusätzliche angemessene Bezahlung finde ich da reichlich überzogen.
 
Qualifikation
Intensivfachschwester
Fachgebiet
Intensiv
P

Praxisanleitung

Oh ja, und wie ich das kenne, zwar aus meinem Arbeitsbereich, aber ich habe auch solche Kollegen.
Wer sich dermaßen (asozial) benimmt, hat meines Erachtens nur eines verdient: er soll gehen. Und man sollte alles dafür tun, dass diese Menschen auch gehen.:mad_2:
 
L

Leontina

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Notaufnahme
ich finde das aber hart!!!!
lg
leontina
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Int und An
Fachgebiet
Intensiv
HL2917

HL2917

Mitglied
Basis-Konto
5
8267
0
Hallo,

meines Erachtens muss eine Leitung und jeder von uns dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter gute Arbeit leisten:
  • für die Patienten (und Angehörige) die sich gut aufgehoben fühlen müssen
  • für die Kollegen, dass Arbeit gerecht verteilt wird
  • für die Klinik, dass sie weiter bestehen kann
  • für das Gesundheitswesen, das qualitativ gut sein muss
  • für die Pflege, die als professionelle Berufsgruppe nur etwas (wie z.B. Fortbildungs- oder Lohnforderungen) erreichen kann, wenn wir gemeinsam gute Arbeit leisten.
Deswegen
  • geben wir gute Leistung
  • gibt es gerade bei "schwachen" MItarbeitern regelmässige Zielvereinbarungsgespräche und Coaching
  • und wers es nicht bringt muss gehen. PUNKT. Ansonsten fällt es auf uns alle als Pflegende zurück.
CU
HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
I

ITS-Micha

Gesperrter Benutzeraccount
0
15306
0
Und nu icke auch noch :icon_wave !! Ich kenn das Thema leider auch viel zu gut undzwar aus der Team-,wie der Leitungssicht und kann daher Notaufnahme nur zustimmen. Solche Leute können meinetwegen Nachtdienst inner Patho machen !! Rescuecenter,Deine durchschimmernde Meinung zu den Freiberuflern kann ich nicht so ganz nachvollziehen,denn im Gegesatz zu Mitarbeiter von Leasingfirmen verdienen wir Freiberufler unser Geld mit unserem Wissen und unsererm Engagement beim Kunden und Freiberufler im Intensivbereich,welche "keine Ahnung" haben,gibt's nicht. Wir müssen uns schließlich erstmal mit der beim Kunden vorhandenen Technik,dem Ablauf und nicht zuletzt mit den Patienten vertraut machen !! Wer da erwartet,dass man gleich "losschießen" kann,ist ein Ignorant :mad_2: !! Kräfte von Leasingfirmen dagegen haben meist wirklich keine Ahnung von der Materie,sagen das aber nicht,um ihren Job nicht zu gefährden und versuchen so lieber erstmal,irgendwie zurechtzukommen. Wenn ich als Freiberufler auf ne ITS komme,brauche ich immer erst einen Dienst,um mich zurechtzufinden,aber wenn ich dann sehe,wie die angestellten Kollegen arbeiten,wird mir schon manchmal schlecht!! Ich hab aber den Vorteil,dass ich mein eigener Chef bin,somit kann ich ungehemmt meine Meinung sagen,was ich auch schon öfter getan hab oder ich mach eben wirklich bloß meine Patienten und gut is. ITS-Personal hält sich in der Regel für "was Besserers" und so sind auch manche Kollegen untereinander "was Besseres",müssen dann aber feststellen,dass ich noch besser bin :laughing: :laughing: :innocent: !! Sonnigen Sonntag Micha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Anästhesie & Intensiv
Fachgebiet
Freiberufler
L

Leontina

Mitglied
Basis-Konto
Lieber ITS-Micha,
müss ich dir mit mein Erfahrung wiedersprechen.Wir haben not am Personal und kammen gleichzeitig zwei Kollegen.Pfleger war freiberufliche Intensivpfleger,Schwester von einer Leasingfirma.Pfleger hat sich als erfahrene Its-Pfleger gezeigt aber in wahrheit war anderes.Er wüsste und könnte nicht viel,besonderes mit kardiologische Patienten weil lange jahre hat in Chirurgie gearbeitet.Schwester hat sofort gesagt sie hat lange Jahre in Anästhesie gearbeitet kaum auf ITS nur mal ausgeholfen und das sie alles lernen müss.Wir haben sie angelernt und nach 16 Monate ist echt supper geworden.Leider wegen ihre Alter 52jahre Krankenhaus möchte sie nicht einstellen.Schade...

Lg
Leontina
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Int und An
Fachgebiet
Intensiv
I

ITS-Micha

Gesperrter Benutzeraccount
0
15306
0
Hi Leontina :icon_wave !! Sicherlich hat auch ein Freiberufler so seine "Spezialstrecke" und kennt sich nicht überall aus , so wie Du vielleicht recht wenig Erfahrung mit HNO oder Urologie hast . Jedoch sollte ich als Freiberufler eben nur solche Aufträge annehmen,wo ich in dem Fachgebiet sicher bin !! Ich selbst z.B. mache "nur" Einleitung/Ausleitung/Aufwachraum und internistische & kardiologische ITS,ansonsten Heimbeatmung. Wenn sich der Kollege hinstellt und meint,er kann alles,nur um den Auftrag zu kriegen,dann wird er bald keine Aufträge mehr haben,denn sowas,wie Du es schilderst,kann man sich als Freiberufler nicht leisten und ich möchte fast behaupten,dieser Kollege ist ne unrühmliche Ausnahme !! LG Micha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Anästhesie & Intensiv
Fachgebiet
Freiberufler
L

Leontina

Mitglied
Basis-Konto
Hallo ITS-Micha,
genau du hast recht.wir können nicht in alle Facheinrichtungen gut sein.Einem liegt Kardiologie anderem Chirurgie.besonderes wenn man lange im ein Fachgebiet arbeitet da kennt man besser.Nur soll man nicht sagen ich arbeite lange auf iTS und kann ich und weiss ich alles.Das ist doch nicht OK,wobei denke ich er wollte vertrag bekommen und hat so gesagt.erlich wir waren alle glucklich wann er weg war.da hat KH umsonst bezahlt.
Grüß aus Ruhrpot
Leontina
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Int und An
Fachgebiet
Intensiv
I

ITS-Micha

Gesperrter Benutzeraccount
0
15306
0
:icon_wave !! Ja,son Vorgehen,nur um nen Auftrag zu kriegen,ist ne Sauerei :mad_2: !! Aber zum Glück gibt's nicht viele von der Sorte und ganz ehrlich , was ich nicht kann oder mir wenigstens zutraue,da nehme ich auch den Auftrag nicht an !! LG Micha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Anästhesie & Intensiv
Fachgebiet
Freiberufler
L

Leontina

Mitglied
Basis-Konto
Hallo ITS-Micha,
ich werde mal sagen dein Einstellung ist richtig
LG
Leontina
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester für Int und An
Fachgebiet
Intensiv
HL2917

HL2917

Mitglied
Basis-Konto
5
8267
0
Auf manchen Stationen klappt sowas leider nicht, mag sein, dass es bei euch so klappt, aber auch im Text von Adrenalin zeigt sich halt, dass es genügend Mitarbeiter gibt die ihre Aufgaben nicht so eng sehen wie andere. Solche Probleme gibt es leider in zu vielen Berufen und ist nach meiner Meinung so hinzunehmen. Denn es bringt leider einfach nichts "faulen" Mitarbeitern ein gesundes kollegiales Miteinander beizubringen.
Auch wenn ich mich wiederhole - wollt ihr gute Pflege leisten oder nicht mit Eurem Team?
Wenn es nicht klappt liegt es am Management und ich nehme an einige von Euch gehören dazu.
Ich muss klare Ziele und Vorgaben (gerne in Zusammenarbeit mit dem Team) machen, z.B. Stellenbeschreibungen, Behandlungskonzepte und die muss jeder - JEDER - Mitarbeiter zu Gunsten des Patientens und der Behandlungsqualität einhalten, denn dass sind die Grundlagen seiner Arbeit und seines Gehalts was er dafür bekommt. Mindestens jährliche Zielvereinbarungsgespräche überprüfen die von jedem Mitarbeiter aufgrund seiner letzten Mitarbeiterbeurteilung festgelegten persönlichen Ziele. Wenn ein Mitarbeiter da Schwierigkeiten hat führe ich öfter ein Gespräch und möchte wissen,was er ändern wird um die Ziele zu erreichen. Und wenn das alles länger nichts fruchtet möge er gehen. dann habe ich ausreichende rechtliche Begründungen. Meine These ist - die guten Mitarbeiter sind zufriedener und man bekommt leichter gutes Personal wenn sich herumspricht, das man gute Pflege leisten möchte. Und die faulen Pflegenden möchten woanders arbeiten. Bisher hat das sehr gut funktioniert.

Gruss
HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
Basis-Konto
5
58644
0
Wenn das immer so einfach wäre:blushing: ......Mitarbeiterführung ist und bleibt der schwierigste Part in der Leitungsarbeit. Nimmt nicht umsonst den größten Zeitraum ein. Das Arbeitsklima, die Qualität der Pflege, die Kommunikationskultur untereinander oder mit anderen Berufsgruppen .......all das hängt mit den entsprechendem Managemant zusammen (sprich mit der entsprechenden Leitungsperson) und mit ihrem Handeln. Kann HL nur Recht geben. Wenn das immer so einfach wäre....:blushing:


Gruß in die Schweiz!

Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen