Intensiv Faule Mitarbeiter - was kann man tun???

A

-Adrenalin-

Hallo,

ich brauche ganz dringend mal ein Feedback von anderen IT-Stationen.

Es geht um unmotivierte Mitarbeiter, die ihre ihre 8 Stunden lediglich runter reißen und sich sonst
nirgendwo einbringen.
Angefangen damit, dass bei sämtlichen Entscheidungen immer erst gemeckert und gemotzt wird,
ob nun die Zimmereinteilung, die zu erfüllende Nebentätigkeit oder die Therapie - erstmal Stress verbreiten.

Mitarbeiter, Teilzeitkräfte - die sich zu 50% ihren Dienstplan wünschen uns so ins Wunschbuch auch eintragen.
Die schon stöhnend zum Dienst kommen, weil sie 3 Tage Dienst haben.
Kollegen die nie aus ihrem Frei kommen, um an einer Dienstbesprechung teilzunehmen, die keine
externen Fortbildungen besuchen und lieber erst Kuchen essen, als die Beatmungsgeräte zu checken.

Deren Pflege an allen Ecken zu wünschen übrig lässt, die unzureichend oder gar nicht dokumentieren.
Sie diskutieren mit den Ärzten bei diversen Entscheidungen, weil zu viel Arbeit auf sie zu kommen könnte.
Leute, die alles schlecht reden, Neuerungen und Veränderungen als Mehrarbeit interpretieren und nicht
nach links oder rechts schauen.
Die Pauseneinteilung ist das Wichtigste!

Im Nachtdienst erst wieder, bat ich eine ältere Kollegin den Bronchoskopiewagen bitte aufzufüllen,
er war restlos "ausgebombt".
Ich hatte es im Vorbeigehen bemerkt, als ich mich um meine Nebentätigkeit kümmerte.
Wir hatten wirklich Zeit, es war zwar voll, aber ruhig - es hätte sie 2min gekostet!
Ihr größtes Problem war, dass es nicht zu ihren Aufgaben zählt anderen ihren Kram hinter her zu tragen.
Jeder der den Wagen benutzt, hat ihn auch wieder aufzufüllen - sofort gab es einen Eintrag im Übergabebuch.
Das ist so engstirnig...
Ich finde das so ätzend unkollegial - gibt es das auch woanders ???

Was macht man mit solchen unmotivierten Menschen?
Wie handhabt ihr nervige Diskussionen mit Kindergartenniveau?

Unsere Chefin kann dieses Theater nicht mehr hören, weil es Zeit raubt und Energie.
Sie ist neu, sehr engagiert, aber wird durch so einen amorphen Haufen enorm ausgebremst.
Laufend gibt es Gespräche, wegen jedem Mist...

Letztens gab es angeblich keine Führungsdrähte für Tuben, in einer Akutsituation kam es zum Eklat.
Die Schicht behauptete, es wären nirgends welche auffindbar gewesen.
Als unsere Chefin morgens kam, riss sie die Schränke in unserem Lager auf und knallte dem faulen Team
ca. 20 Führungsdrähte in allen Größen auf den Tisch.
Keiner hatte es geschafft seinen Hintern ins Lager zu bewegen um nachzuschauen!
Unsere Chefin informiert sich gerade, ob eine gesamte Schicht dafür abgemahnt werden kann.

Es gibt bei 35 Mitarbeitern natürlich diverse Gruppen und wenn diese bestimmten Gruppen zusammen Dienst haben,
geschieht nur das Notwendigste mit minimalem Aufwand.

Wie bekommt man die Mitarbeiter wieder zu mehr Dienstbewusstsein ???

Kennt Ihr das auch so extrem???

LG -ADRENALIN-
 
HBR69

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Hallo Adrenalin,

ich kann sehr gut nachempfinden was bei euch so los ist und wie du dich dabei fühlst. Bei uns ist es ähnlich. Vieleicht nicht ganz so extrem aber mir kommt das ein oder andere sehr bekannt vor. Ich bin noch neu in der stellv. Position und habe von meiner Chefin 2 solche Mitarbeiter aufs Auge gedrückt bekommen und soll sie "erziehen".....keine leichte Aufgabe. Wie erzieht man Menschen zur Motivation??? Ich versuche es mit Gesprächen, Gesprächen, Gesprächen.....und natürlich vorarbeiten. Ich arbeite so, wie ich es von allen anderen Mitarbeitern auch erwarte.
Diese ständigen Diskussionen und dieses ständige Gemeckere geht mir ziemlich auf die Nerven. Da weiß ich z.Z. auch noch keinen Rat. Vieleicht kommen hier noch gute Vorschläge.


Gruß
Heike
 
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Letztens gab es angeblich keine Führungsdrähte für Tuben, in einer Akutsituation kam es zum Eklat.
Die Schicht behauptete, es wären nirgends welche auffindbar gewesen.
Als unsere Chefin morgens kam, riss sie die Schränke in unserem Lager auf und knallte dem faulen Team
ca. 20 Führungsdrähte in allen Größen auf den Tisch.
Keiner hatte es geschafft seinen Hintern ins Lager zu bewegen um nachzuschauen!
Unsere Chefin informiert sich gerade, ob eine gesamte Schicht dafür abgemahnt werden kann.
Hallo ihr beiden,

ich bin ziemlich erschrocken beim Lesen! :wassat:

Da muss auf alle Fälle was passieren.

Spätestens auf Intensiv muss das Personal doch ein Bewusstsein dafür haben, wie wichtig es ist, dass alles Material für den Notfall greifbar ist!

Die, die gegen Belehrung darüber resistent sind, sollten eigentlich versetzt werden.

Unterstützt eure Leitungen in ihrem Kampf, zur Not muss die/der nächste Vorgesetzte unbedingt ins Boot geholt werden.
Oder ist der/dem dieser Zustand schon bekannt gemacht worden?

Man sollte jetzt zuerst an die Sicherheit der Patienten denken und nicht zimperlich sein. :innocent:
Manchmal nützen Worte allein nichts.

LG, Allround
 
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neuro77

neuro77

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Ich denke so oder so ähnlich läuft es in vielen Intensivstationen, wenn man es auch nicht zugeben will, finde ich schon mutig mal dazu zu stehen.
Das mit dem Dienstplan haben wir so etwas ausgebremst, das im WUnschbuch jedem MA 4 Wünsche im Monat zur Verfügung stehen, Nachtwachen zählen als ein Wunsch (also Mo-Do Nachtwache ist ein Wunsch). Falls jemand etwas sehr wichtig ist, muss der WUnsch in die Tauschbörse.
Dann haben wir eine Hirarchie auf Station, je fitter man ist und sich einbringt gehört man in die Gruppe Experte, Kompetenter Mitarbeiter, Erfahrener Mitarbeiter, Fortgeschrittener Anfänger oder Anfänger, je höher, desto mehr darf man tun und hat den besseren Stand, wer sich nicht qualifiziert und einbringt rutscht in der Leiter nach unten. Schichtleitungen überwachen alles.
 
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ScruBs

ScruBs

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Gruppe Experte, Kompetenter Mitarbeiter, Erfahrener Mitarbeiter, Fortgeschrittener Anfänger oder Anfänger, je höher, desto mehr darf man tun und hat den besseren Stand, wer sich nicht qualifiziert und einbringt rutscht in der Leiter nach unten. Schichtleitungen überwachen alles.
Das ist ja derb ! :spinner::laughing:

Zur Threadstarterin ...solche Leute gibt es überall ... irgendeiner muss immer quer schiessen. Erziehen kann man solche Leute nur schwer, denn ich denke es ist eher die Grundeinstellung der Leute.

Manchmal könnte ich es verstehen , denn meist ist der Personalschlüssel auf den ITS dünn gesäht und der Arbeitsaufwand/Stress sehr hoch . Das man da manchmal einfach ein Gang zurückschaltet ist manachmal reiner selbstschutz.

Aber in einer Notfallsituation so schluderig zu handeln ist grob fahrlässig. :nono:
 
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hauptamtl. Praxisanleitung
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Praxisanleitung
Allround

Allround

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Das ist ja derb ! :spinner::laughing:
Also, ScruBs,
So schlecht finde ich das procedere nicht. Problematisch wird's nur, wenn die "Faulen" gerne Anfänger bleiben...und das womöglich nicht so wenige sind, und die dann auch noch für ihre Faulheit dasselbe Gehalt bekommen, und sich über die Kompetenten belustigen, die nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, vor lauter Verantwortung und Gewissenhaftigkeit.
Irgendwo muss halt doch durchgegriffen werden.


Aber in einer Notfallsituation so schluderig zu handeln ist grob fahrlässig. :nono:
Hier wurde im Vorfeld geschludert.

LG, Allround
 
Qualifikation
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access

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Hallo @ all,

ich denke diese Situation u./o. Kollegen sind nicht nur explizit auf einer IT zu finden, sondern auch in allen anderen Bereichen. Aus langjähriger Erfahrung kann ich dazu nur sagen, man kann auch alles zerreden ohne ein Ziel zu erreichen, kosten nur Zeite und Nerven. Um diesen Mitmenschen und Kollegen auf die Sprünge zu bringen hilft es nur klare, unmißverständliche Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten an alle MA weiter zu geben. Das in Form einer Dienstanweisung. Des weiteren muss jedem MA klar sein was die Inhalte seines "Dienstvertrages/ Arbeitsvertrages" bedeutet und ich meine Dienstvertrag und nicht Anwesenheitsvertrag. Somit weiß jeder MA, welche Aufgaben zu erledigen sind, wer ist zuständig und bei Nichteinhaltung von Dienstanweisungen erfolgen welche Konsequenzen. Das Problem dabei wird dann sein, das die Konsequenzen auch Ausnahmslos und immer angewendet werden.
Hoffe euch etwas geholfen zu haben

LG access
 
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D

Dirk Jahnke

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..., desto mehr darf man tun und hat den besseren Stand, wer sich nicht qualifiziert und einbringt rutscht in der Leiter nach unten.
Wie soll man denn das verstehen?

Als Experte darf ich meinen Urlaubszettel selbst gegenzeichnen:wink: ?

Kann mir nicht so recht vorstellen wie eine offizielle Aufgabenverteilung nach eurer internen Betitelung ablaufen soll? Netto wirkt das eher wie eine hierarchische Mehrbelastung bei gleicher Bezahlung?
 
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Fachkrankenpfleger A/I
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M

Manu74

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Hallo

Schon mal über Supervision nachgedacht? Oder über eine Coach? Kann es sein das eine " Anführer" aus dem Team glaubt den Chefposten verdient zu haben und sich übergangen fühlt? Der neuen Chefin das Leben schwer machen will? Und was für eine Funktion hast du?
Für mich hört sich das eher so an als werden bei Euch Machtkämpfe ausgetragen, die glaube ich auch schon länger am schwelen sind.

LG Manu74
 
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Hawkeye Pierce

Hawkeye Pierce

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Hallo

Schon mal über Supervision nachgedacht? Oder über eine Coach? Kann es sein das eine " Anführer" aus dem Team glaubt den Chefposten verdient zu haben und sich übergangen fühlt? Der neuen Chefin das Leben schwer machen will? Und was für eine Funktion hast du?
Für mich hört sich das eher so an als werden bei Euch Machtkämpfe ausgetragen, die glaube ich auch schon länger am schwelen sind.

LG Manu74
Hallo -Adrenalin- hallo liebe Pflegekollegen!

Oft macht der Ton die Musik!

Ich bevorzuge den Wohlklang der Harmonie, doch manchmal kann auch ein schöner Hardrock mein Herz erfreuen. Doch wenn mancher glaubt eine eigenen Rhythmus spielen zu müssen und nicht mit dem Rest des Teams zusammenspielt entsteht Chaos, Disharmonie, Unverständnis.
Bei euch - Adrenalin- habe ich das Gefühl ihr wollt die gleiche Musik spielen aber jeder folgt einem anderen Dirigenten oder spielt in einem anderen Teil des gleichen Stückes.
Da beginnen welche ihr " Stück" mit der Pause, andere spielen wild drauf los, die nächsten beschäftigen sich mit "Nebengesängen" manche:anbet: himmelt den Dirigenten an der über dem ganzen "faulen Pack" steht, in verschiedenen Ecken spielen Solointerpreten losgelöst von allen ihre Melodie und wenn sie fertig sind gehen sie nach Hause.
In einem Konzert währen die freiwilligen Zuhörer die Leidtragenden, hier sind es schutzbedürftige Kranke!!!

Wer aktiv daran arbeitet, dass diese Grüppchen immer weiter auseinanderdriften, braucht sich nicht über den nervigen "Lärm" wundern!:kopfkratz:

Miteinander und nicht gegeneinander! Das nennt man soziale Kompetenz!

-Zitat -Adrenalin-
"Wie handhabt ihr nervige Diskussionen mit Kindergartenniveau?"

Leute, die denken, sie sind in einem Kindergarten, tun so als seien sie aus einer "älteren, erfahrenen, weisen Gruppe", wollen sich über die anderen erheben und sie herablassend maßregeln.

Warum betont -Adrenalin- "ältere" Schwester? Gibt es dort einen Generationenkonflikt? Gerade die Älteren, die sich all die Jahre ihre Buckel für den Arbeitgeber krumm geschunden haben, sollten nicht pauschal verdammt, sondern für Veränderungen begeistert werden.

Benutzt euren Verstand und euer Herz! Nicht Gift und Galle speien!

Ihr löst das Problem nicht, wenn ihr vermeintlich unliebsame Kollegen zum Umsetzungsantrag gerade drängt.

:idee: Redet nicht übereinander sondern miteinander!

Manu hat euch einen gangbaren Weg aufgezeigt! ( s.o.) Ihr habt es dringend nötig!

see you later........
 
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mattea

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Hallo Hawkeye Pierce,
wenn ich deinen Beitrag recht verstehe, wärest du in der musikalischen Aufführung der Konzertmeister!?

Leute, die denken, sie sind in einem Kindergarten, tun so als seien sie aus einer "älteren, erfahrenen, weisen Gruppe", wollen sich über die anderen erheben und sie herablassend maßregeln.
Woher nimmst du diese Weisheit?

Ich find es nicht fair, wenn jemand um Rat fragt ihn so abzuspeisen. Wir wissen nicht, was bislang im einzelnen gelaufen ist. Adrenalin schreibt, dass mehrere Gespräche stattgefunden haben so daß wohl kaum davon auszugehen ist, dass da einer die anderen belehren will.

Zum miteinander reden gehören bekanntlich mehrere und wenn die Bereitschaft dazu nicht da ist, kann ich mir den Mund fusselig quatschen und es gibt doch keine Änderung.


Adrenalin: wie reagieren die Mitarbeiter in den Gespächen. Habt ihr Schweigen im Walde oder äußern sich die Kollegen?
Kenne die Situation auch gut und es war ein langer Weg aus dem Dilemma rauszukommen. Schicke dir gerne ne PN
 
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Hawkeye Pierce

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Woher nimmst du diese Weisheit?

Ich find es nicht fair, wenn jemand um Rat fragt ihn so abzuspeisen. Wir wissen nicht, was bislang im einzelnen gelaufen ist. Adrenalin schreibt, dass mehrere Gespräche stattgefunden haben so daß wohl kaum davon auszugehen ist, dass da einer die anderen belehren will.

Zum miteinander reden gehören bekanntlich mehrere und wenn die Bereitschaft dazu nicht da ist, kann ich mir den Mund fusselig quatschen und es gibt doch keine Änderung.
Hallo mattea,

ich bin in einer solchen "Aufführung" sicher nicht der Konzertmeister. :nono: Ich habe hier nur meine treffenden Erfahrungen aus meinem vergangenen Klinikalltag geschildert.
Ich war in der selben Situation wie -Adrenalin-. Habe mich hier im Forum wegen unüberwindbarer Probleme geäußert und wurde deshalb von der Leitung, die auch -Adrenalin- kennt suspendiert. :mad_2: Soviel zur Gesprächskultur die du so treffend anführst.

Kritikresistenz und Arroganz :angry: sind die stärksten Feinde einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.





Wer die Finger zur Faust ballt kann keine helfende Hand reichen!:rolleyes:
 
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-Adrenalin-

Hallo,

ich bedanke mich bei allen für Ihre Meinungen.

Ich bin durchaus dafür, dass wir natürlich miteinander das Problem angehen sollten und ein Team-Coaching Termin steht bereits.
Es sollen Vereinbarungen getroffen werden und natürlich soll alles auf den Tisch, was Streit auslöst.
Wir hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung, um wirklich aktiv werden zu können.

Ich wäre auch total dafür, dass diese Kleinkriege endlich aufhören - dabei geht es für mich primär nicht um jung oder alt - beide Seiten sind manchmal schwer zu ertragen...
Auch das 'Jungvolk' muss sich in jedem Fall um mehr Rücksichtnahme bemühen, keine Frage.
Ebenso sollten ältere Kollegen trotzdem flexibel bleiben, vielleicht auch mal einfach kommentarlos.
Prinzipiell arbeite ich mit beiden Seiten sehr gerne zusammen, stehe dadurch aber oft zwischen den Fronten - manchmal fällt es mir schwer Stellung zu beziehen, da viele ihre Arbeit auf ihre Weise sehr gut meistern.

Der Patient muss der Focus unserer Arbeit bleiben - das ist alles was ich mir wünsche (und ein kollegiales/nettes Arbeiten Hand in Hand).

Ich hoffe das Seminar kann etwas bewirken.
Bin aber sehr positiv eingestellt, denn alle Seiten haben Gesprächsbedarf - schon mal eine grundlegend und gute Voraussetzung.


LG
 
HBR69

HBR69

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Ich finde den Vergleich von einer Musikgruppe/Ocherstergruppe mit unseren Mitarbeitern gar nicht mal so schlecht. Ich kann sehr gut nachvollziehen was Hawkeye Pierce damit sagen wollte. Genauso empfinde ich es nämlich auch. :thumbsup2:

Wir haben zusammen mit unserer PDL beschlossen, eine Supervision durchzuführen. Wir als Leitung werden uns ersteinmal heraushalten und es ganz einem Psychologen von "außen" überlassen mit dem Team bestimmte Probleme zu besprechen und zu bearbeiten. Vieleicht hilft es ja! Auch bei uns ist Gesprächsbereitschaft bei allen vorhanden. Ich finde dies auch als einen der wichtigsten Voraussetzungen.:eek:riginal:

Gruß
Heike
 
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lausert

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@ all,

bei uns sind alle anfallenden Nebentätigkeiten - z.B. Ordnung und Sauberkeit sowie Bestückung von Notfallwagen, Verbandwagen, Katheterwagen, Bronchoskopiewagen, Kühlschränken, Medikamentenschränken, Lager, Schmutzraum usw. unter allen MA fest zugeteilt. So weiß man bei Beanstandungen immer, an wen man sich zu wenden hat.
Häufen sich die Beanstandungen werden die MA vor versammelter Mannschaft auf die Defizite angesprochen. (Äußerst unangenehm oder peinlich).
MA deren Vorliebe zu Pausen, dem Sitzen im Aufenthaltsraum wohl bekannt sind, bekommen von der Schichtleitung direkt soviele Patienten zugeteilt, dass sie ihren "Hobbies" nur sehr bedingt, wenn nicht sogar überhaupt nicht nachkommen können. Und das solange, bis es ihnen selbst auffällt, sie dann um ein Gespräch bitten oder sich langsam aber sicher ändern.
Hilft immer, man braucht nur Geduld.

lausert
 
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Fachgebiet
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Amish

Amish

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@ all,

bei uns sind alle anfallenden Nebentätigkeiten - z.B. Ordnung und Sauberkeit sowie Bestückung von Notfallwagen, Verbandwagen, Katheterwagen, Bronchoskopiewagen, Kühlschränken, Medikamentenschränken, Lager, Schmutzraum usw. unter allen MA fest zugeteilt. So weiß man bei Beanstandungen immer, an wen man sich zu wenden hat.
Häufen sich die Beanstandungen werden die MA vor versammelter Mannschaft auf die Defizite angesprochen. (Äußerst unangenehm oder peinlich).
MA deren Vorliebe zu Pausen, dem Sitzen im Aufenthaltsraum wohl bekannt sind, bekommen von der Schichtleitung direkt soviele Patienten zugeteilt, dass sie ihren "Hobbies" nur sehr bedingt, wenn nicht sogar überhaupt nicht nachkommen können. Und das solange, bis es ihnen selbst auffällt, sie dann um ein Gespräch bitten oder sich langsam aber sicher ändern.
Hilft immer, man braucht nur Geduld.

lausert
Aua, learning by doing, oder aus Fehlern lernen! :nono:

Ich denke vor all dem Ärger könnte die Fähigkeit niveauvoll mit einander zu reden mehr bringen. Und schon braucht auch keiner in einem späteren Gespräch etwas Richtig zu stellen!
Dann brauchst du auch kein geduldiges warten das es läuft !!!:thumbsup2:
 
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Pfleger
Fachgebiet
ITS
S

schischi

Evtl. ein Frustrationsproblem auf der Station bzw im Team? Wenn man schon meckert wegen drei Diensten....Da muss denk ich schon mehr dahinter stecken!
 
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Propofolschlucker

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Aua, learning by doing, oder aus Fehlern lernen! :nono:

Ich denke vor all dem Ärger könnte die Fähigkeit niveauvoll mit einander zu reden mehr bringen. Und schon braucht auch keiner in einem späteren Gespräch etwas Richtig zu stellen!
Dann brauchst du auch kein geduldiges warten das es läuft !!!:thumbsup2:
Auf manchen Stationen klappt sowas leider nicht, mag sein, dass es bei euch so klappt, aber auch im Text von Adrenalin zeigt sich halt, dass es genügend Mitarbeiter gibt die ihre Aufgaben nicht so eng sehen wie andere. Solche Probleme gibt es leider in zu vielen Berufen und ist nach meiner Meinung so hinzunehmen. Denn es bringt leider einfach nichts "faulen" Mitarbeitern ein gesundes kollegiales Miteinander beizubringen.
 
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Intensivtherapie
Teufelin62

Teufelin62

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Hallo,
ich habe alle Beiträge gelesen und bin zwiegespalten. Ich habe ein Problem änlicher Art und doch wieder anders. Meine AL ist damit beschäftigt, jeden Morgen, die Ordnung in den Schubkästen zu kontrollieren, alles gerade zu rücken und leitet seine Station hirarchisch. Er kommt mit einem Teil des Teams aus einem kleinen KH, in dem die ITS das Sagen hatte. Nun fand eine Fusion statt und es ist für die AL, meiner Meinung nach, fast unmöglich, sich anzugleichen. Sie ordnet an, Bilanzen zu führen, wie es in "ihrem Haus" üblich war. Aber im jetzigen KH gibt es schon lange ein anderes Schema, Bilanzen zu dokumentieren.
PP aus dem "mitgebrachtem" Team haben Zeit, die 10g Butterstückchen im Kühlschrank aufzustellen und so ordentlich aufzuheben... die Teepäckchen werden in Kanülenabwurfbehältern (!!!) deponiert und aufbewahrt, ebenso Knäckebrot u Zwiebackvorräte.
Im Gegenzug macht es mir das Leben schwer, wenn angeordnet wird, dass die Verbandswagen, welche in einem 4 Bett Zimmer stehen, mit 5 Viggos und Mandrins, sowie abgezählt wenig Material bestückt werden dürfen.
Die AL hat Zeit, den von der PDL unterschriebenen Dienstplan umzuwandeln in ein "Steckerspiel" mit bunten Nadelköpfen, gepinnt an eine Korkwand...
Die AL schreibt ständig "Anordnungen" die man Info nennt. Das sind Festlegungen über die nicht gesprochen wird, die die AL festlegt und der Meinung ist, so ist es richtig. Das haben alle zu unterschreiben und zu befolgen. Dazu kommen Anordnungen, wie im Forum schon benannt und um Rat gefragt.
Mir macht das Arbeiten sehr viel Spaß, ich gehe jeden Tag gern, mein Leben lang auch voll. Es folgen Phasen von Tolleranz u Akzeptanz, abgelöst von Kampfeslust gegen Dinge, die ich nicht akzeptieren kann.
Zum Glück kenne ich in unserem jungen (neuen) Team keine Mitarbeiter, wie im ersten Beitrag beschrieben.
Aber das Team ist ungleich zwiegespalten zwischen denen die "Ihr KH" wegen Schließung verlassen haben und den Koll die in dem Haus schon vieieile Jahre arbeiten, in das die neuen Koll gewechselt haben.
Manchmal möchte ich Orchideenzüchter sein, ein Job ohne Widersprüche.. oder Pudelfriseur..
 
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Krankenschwester
Fachgebiet
IMC
HL2917

HL2917

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Hallo,

also meines Erachtens muss hier mehr Führung hinein.
Gespräche werden beschrieben, aber werden die Mitarbeiter jährlich nach einem vorgegebenen Katalog beurteilt? Individuelle Ziele daraus abgeleitet? Regelmässige Standortgespräche gerade mit den Mitarbeitern geführt, die Schwierigkeiten haben die Ziele zu erreichen?
Gibt es Leitbilder an denen sich die Ziele orientieren und messbar werden?
Rückmeldungen, z.B. aus dem Qualitätsmanagement oder Patientenmeldungen die messbare Kriterien bieten?
Gespräche ohne vereinbarte Ziele und die Kontrolle ob diese erreicht werden sind Grundvorraussetzung für eine konsequente Führung.
Eine Supervision sollte nur im Ernstfall hinzugezogen werden.
Wenn ich nicht gezeigt bekomme welche Ziele ich erreichen muss um weiter beschäftigt zu werden und evtl. mit Konsequenzen rechnen muss, warum soll ich mich bemühen?
Bei uns bekommt jeder Mitarbeiter aus seiner Quali 3 Ziele, die Ereichung wird regelmässig überprüft und wer sie nicht erreicht - muss klangfristig gegen. Denn Patienten werden auf dauer nicht mehr automatisch kommen in unsere Einrichtungen, Kliniken sie sich nicht rentieren werden geschlossen - richtig so!
Führung ist das A und O,
Kollegen können leider wenig ausrichten, ausser Mitarbeiter zu motivieren und zu sensibilisieren für Patienteninteressen.

Viel Erfolg
HL
 
Qualifikation
Pflegende, Gesundheitswissenschaftlerin
Fachgebiet
QM Akutkrankenhaus
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