Falsch verhalten?

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Teetrinkerin

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Wie ist das wenn jemand krank geschrieben ist mit den Einschränkungen, dieses und jenes zu tun oder zu lassen?
Es ist klar, dass man mit einer Grippe nicht in Skiurlaub fahren darf, dagegen mit einem Rückleiden ein Bier in der Kneipe trinken.
Wie verhielte es sich, wenn man nach einer ambulanten OP (Fersensporn) eine eintägige Flugreise unternommen hat (europäisches Ausland), hin und zurück an einem Tag?
Gehfähigkeit vorhanden, arbeitsfähigkeit noch nicht.
 
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Kalimera

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AW: Falsch verhalten?

Ich verstehe nicht ganz, was Du wissen möchtest.
Per se ist eine Arbeistunfähigkeitsbescheinigung ein Dokument, von einem Arzt ausgestellt, und muss so akzeptiert werden.
Bei begründetem Verdacht, dass etwas nicht stimmt, kann der MDK eingeschaltet werden.
Mal subjektiv betrachtet kann ich mir durchaus vorstellen zu fliegen, egal wohin, und dennoch nicht arbeiten zu können, weil die Belastung eine völlig andere ist. Ich sitze im Flugzeug und belaste nichts.
Kann ja auch sein, dass ich mich beim Gehen mit Gehstützen fortbewege zur Entlastung, arbeiten könnte ich damit immer noch nicht.
Mehr als subjektive Meinungen wirst Du kaum bekommen.
Mich würde der Hintergrund Deiner Frage interessieren?
 
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nofretete

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AW: Falsch verhalten?

Also meine Meinung dazu ist, allerdings meine private, wenn ich krank geschrieben bin, egal was ich habe, würde ich auf keinen Fall in einen Flieger steigen, oder sonstwas machen. Egal ob ich das darf oder nicht. Das einzigste, was tolerierbar is, wäre ein Einkauf, um die Familie zu versorgen. Aber wiederum keine Shoppingtour durch die Innenstadt. So habe ich mich privat bei Krankschreibungen immer verhalten.
 
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AW: Falsch verhalten?

Es geht hier auch nicht darum, sich die Berechtigung hierfür zu holen, ich habe da selbst eine prinzipielle Meinung und kann die Frage der Betreffenden verstehen.
Sie macht sich Sorgen, dass das jemand "erfahren" könnte.
Der Hintergrund ist ganz einfach der, dass sie auf die kanarischen Inseln geflogen ist für eine Tierschutzorganisation, um einen Transport von adoptierten Hunden und Katzen als Flugpate (von der Orga finanziert) zu begleiten.
Sie ist morgens von K.B. geflogen und abends wieder zurück. Jetzt hat sie es aus Versehen einer ehemaligen Kollegin erzählt, die noch Kontakt mit aktuellen hat und fürchtet Ärger.
Sie konnte damals schon wieder ohne Gehhilfe oder Orthese laufen (humpeln) und hat es nur gut gemeint.
Ich habe ihr empfohlen, das nächste Mal vorher zu überlegen ... :schwitz:
Nun hat sie eben ein schlechtes Gewissen.
 
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AW: Falsch verhalten?

Danke, Mary-Jane.
Demnach kann sie sich entspannen und nächstes Mal besser nachdenken.
 
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Bachbluete

AW: Falsch verhalten?

Ich persönlich würde mich mit solchen Problemen überhaupt nicht belasten... Wenn die Betreffende ein Problem hat dann soll es ihres bleiben. Du bist doch nicht Mutter Teresa :blink:
 
BastianD

BastianD

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AW: Falsch verhalten?

Tolle Einstellung... :blink:
 
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Kalimera

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AW: Falsch verhalten?

Ich persönlich würde mich mit solchen Problemen überhaupt nicht belasten... Wenn die Betreffende ein Problem hat dann soll es ihres bleiben. Du bist doch nicht Mutter Teresa :blink:
Was ist das denn für ein unqualifizierter Kommentar?
Es wurde doch nach Meinungen gefragt, nicht nach Lösungen von Problemen, die die TE evtl. übernommen hat.

Ich denke es ist immer unglücklich während einer AU Dinge zu tun, die andere veranlassen könnten zu glauben, dass man gesund ist.
Ich glaube ein guter Maßstab dafür ist jeder selbst, indem er überlegt, welche Tätigkeiten/Handlungen er bei anderen als solche ansehen würde, die an der Glaubwürdigkeit einer AU zweifeln ließen.

Ich wäre beispielsweise nicht geflogen, um eben keinerlei Mutmaßungen aufkommen zu lassen. Nun ja, ein bisschen dämlich war es dann aber dies auch noch zu erzählen.
Shit happens, aber ich denke nicht, dass daraus Probleme erwachsen werden.
 
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Bachbluete

AW: Falsch verhalten?

Was ist das denn für ein unqualifizierter Kommentar?
Es wurde doch nach Meinungen gefragt, nicht nach Lösungen von Problemen, die die TE evtl. übernommen hat.
Ach weißte: Jeder Psychologe empfiehlt einem diese Einstellung, insbesondere wenn man nach 18 Jahren aufopfernde Pflege einem Burnout erlegen ist. Zudem ist es meine Visitenkarte und ich bin es gewohnt Probleme zu lösen statt mich von vielen Meinungen verwirren zu lassen. Auch eine Form der Qualifikation :grin:
 
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Axis!

AW: Falsch verhalten?

Ach weißte: Jeder Psychologe empfiehlt einem diese Einstellung, insbesondere wenn man nach 18 Jahren aufopfernde Pflege einem Burnout erlegen ist. Zudem ist es meine Visitenkarte und ich bin es gewohnt Probleme zu lösen statt mich von vielen Meinungen verwirren zu lassen. Auch eine Form der Qualifikation :grin:
kann deine einstellung nachvollziehen.... ;)
 
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Ren-Hoeck

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AW: Falsch verhalten?

Mal halblang mit den Helden, auch die konnten nicht von Luft und Liebe leben. Zum Thema Krank/ was darf ich ist eigentlich ganz einfach. Solange die Gesundung nicht beeinträchtigt ist isses kein Problem.
 
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traveler

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AW: Falsch verhalten?

@ren-hoeck:

Solange die Gesundung nicht beeinträchtigt ist isses kein Problem.
und wer stellt das fest?
Richtig - der Arzt!

Zur Situation: Im Krankenstand ins Ausland zu fliegen ist schon ne heiße Kiste.
Mir unbegreiflich wie man auf so ne Idee kommen kann.
Wenn der AG davon erfährt, wird er zumindest bei der nächsten Krankmeldung ziemlich Misstrauisch sein - oder?
Ist der AG etwas taffer drauf, könnte er dies natürlich überprüfen lassen.
Sollte es dann auch noch ein Merkblatt vom Operateur geben, in dem z.B. steht:
Ruhe, hochlegen, Nachblutungsgefahr u.ä. könnte es zumindest für ne Abmahnung reichen.
Bei der Kollegen wird das auch keine vertrauensbildende Maßnahme sein.

Wenn ich dann diese windelweiche Erklärung lese - beim Fliegen sitzt man ja - dann mir als AG schon der Hals etwas schwellen.
Denn wenn ich den ganzen Tag unterwegs sein kann - die 2Stunden Flug nach Spanien die ich sitze sind geschenkt - dann kann ich auch beim AG nachfragen ob ich arbeiten kann im Sitzen - oder?

Ansonsten bin ich krank zu Hause oder zumindest meistens und wenn nicht im nähren Umfeld, aber keinesfalls im Ausland.

Als AG zahl ich ja doppelt - den der Krank und denjenigen der dafür arbeiten muss, sind so 400-600€ am Tag.
Da würde sich mein Verständnis als AG sehr in Grenzen halten.
 
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AW: Falsch verhalten?

Also ich habe mir um solche Dinge auch schon oft Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich meine "Freizeitgestaltung" einfach von der Art der Krankheit abhängig machen muss.
Kann doch keiner von mir verlangen, dass ich mit nem gebrochenen Arm nicht shoppen gehe.
Oder dass ich mit psychischen Problemen zu Hause bleiben muss.
Eine Reise würde ich jetzt in keinem Fall unternehmen und die hier beschriebene Situation ist sicher grenzwertig.
Aber selbst wenn der AG Zweifel bekommt und den gelben nachprüfen lässt wir wohl kaum festgestellt werden, dass diese Flugreise der Gesundung geschadet hat!

Ist jetzt zwar nicht rechtlich fundiert, dafür aber eine Meinung des gesunden Menschenverstands. Und auch nicht ausschließlich meine Meinung =)

Denn wenn ich den ganzen Tag unterwegs sein kann - die 2Stunden Flug nach Spanien die ich sitze sind geschenkt - dann kann ich auch beim AG nachfragen ob ich arbeiten kann im Sitzen - oder?
Also ich war noch bei keinem AG beschäftigt, wo ich ausschließlich hätte im Sitzen arbeiten können und ich kann mir so etwas in der Pflege auch nur schwer vorstellen
 
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SvenJ

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AW: Falsch verhalten?

Ich denke auch, das es darauf ankommt, was man hat.
Problematisch könnte nur sein, das man als Flugpate das Tier ja auch irgendwie transportieren muss. Sei es auch nur zum Schalter und da kann natürlich ein Argument liegen.
Kleiner Tip. Auch hier in Deutschland haben seeeehr viele Tiere Probleme. Im Fall einer AU kann man sich doch erstmal um das naheliegende kümmern;-)
 
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AW: Falsch verhalten?

Eine Auslandsreise finde ich schon auch ein wenig heftig - wenn ich mir auch denken kann, dass es der Genesung nicht geschadet hat.

Ich selbst mache es auch von der Erkrankung abhängig. Als ich vor Jahren einmal wegen einer schweren depressiven Verstimmung krank geschrieben war habe ich mich dafür entschieden ein Konzert trotzdem zu besuchen für das ich schon lange Karten hatte - in dem Ort in dem auch mein Arbeitsplatz liegt. Ich hab dort dann niemanden von den Arbeitskollegen getroffen und war froh darum mich nicht erklären zu müssen - hätte es aber getan. Dieses Konzert war in diesem Moment heilsamer für mich als jedes Zuhausebleiben.
Mit einem gebrochenen Sprunggelenk ist man unter Umständen Monate nicht arbeitsfähig - wie dies einer guten Freundin passiert ist, sie durfte 12 Wochen nicht belasten und war auf Krücken und Rollstuhl angewiesen. Natürlich hat sie sich nicht zuhause vergraben sondern war unterwegs mit Freunden shoppen oder abends auch in der Kneipe. Warum auch nicht - bei alledem konnte sie auch tun, was ihrer Genesung zuträglich war: Nicht Belasten und Fuß immer mal wieder hochlegen.

Ob dabei dem Arbeitgeber der Kamm schwillt ist im Prinzip relativ egal. Es kann trotzdem sein, dass die Begleitumstände einen 8 Stunden Arbeitstag in sitzender Position nicht möglich machen, weil der Aufwand zur ARbeit zu kommen, dort auf die Toilette oder in die Cafeteria zu kommen zu hoch und zu anstrengend ist. Wer weiß ob die Kollegin jemand zum Flughafen gefahren und wieder abgeholt hat? Diese Leute sind sicherlich nicht bereit dies auch tätglich zu tun, damit sie zur Arbeit kommt. Eine Teilkrankschreibung wie dies z.B. in der Schweiz möglich ist gibt es bei uns leider nicht. Dort kann man dann z.B. statt 8 nur 6 oder 4 STunden arbeiten und damit ist z.B. dem Mehraufwand durch Krücken, KG-Termine etc. die benötigt werden dann REchnung getragen. Dies kommt mit Sicherheit beiden entgegen - AG und AN. Ich gehe immer noch davon aus, dass die meisten AN nicht gerne krank sind und es in der Regel auch nicht sind um den AG zu ärgern oder zu schädigen.
Vor vielen Jahren hat der AG meines EX als dieser einen Zeh gebrochen hatte angerufen und gefragt ob es möglich wäre, dass er zur ARbeit kommt, wenn man ihn abholt und wieder heimbringt... ja es war möglich und deshalb wurde ein MA zum Fahrdienst abgestellt... 40km morgens 40km abends- zwei Wochen lang.
 
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PflegeSunshine

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AW: Falsch verhalten?

Vor vielen Jahren hat der AG meines EX als dieser einen Zeh gebrochen hatte angerufen und gefragt ob es möglich wäre, dass er zur ARbeit kommt, wenn man ihn abholt und wieder heimbringt... ja es war möglich und deshalb wurde ein MA zum Fahrdienst abgestellt... 40km morgens 40km abends- zwei Wochen lang.
Das geht aber auch nur dann, wenn der Arzt sein Einverständnis dafür gibt. Ich kenne das aus der Ausbildung. Jemand hatte irgendwelche Bänder gerissen, gedehnt, wie auch immer. In der Schule sitzen und zuhören konnte er ja allemahl. Dasn ging aber nicht einfach so. Das genaue Procedere kenne ich leider nicht, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es ernsthafte Konsequenzen hat, wenn du mit nem Krankenschein arbeiten gehst ohne ärztliche Genehmigung.

Ob dabei dem Arbeitgeber der Kamm schwillt ist im Prinzip relativ egal.
Richtig!! Die Diagnose geht den AG ja schließlich nichts an, und das aus guten Grund. Wenn der AG trotzdem beim ersten "Verstoß" (also einen MA im Krankenschein irgendwo antreffen) gleich misstrauisch wird stimmt da meiner Meinung nach auch etwas nicht.
Und je nach dem welche Erkrankung ich hätte würde ich im Falle des Falles auch meinen Kolleginnen nichts davon erzählen. Mit so was habe ich persönlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Das geht aber auch nur dann, wenn der Arzt sein Einverständnis dafür gibt.
Das Entscheide ich höchstpersönlich, da brauche ich keinen Arzt der irgend ein Einverständnis geben müsste.
 
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AW: Falsch verhalten?

Das angeführte Beispiel ( Fersensporn u. Tiertranzport) würde mich als Kollegin auf die Palme bringen.
Ich muss meinen Freien Tag opfern, weil meine Kollegin auf der Arbeit keine 50 Meter laufen kann, auf dem Flughafengelände aber mal locker ein paar Kilometer macht.

Pflegesunshine: wenn Du Ag bist und deinen MA um 23:00 in der Kneipe antriffts, dann würdes Du dir auch Gedanken machen über die AU.

Nach meinem Kenntnisstand gilt heute jede Krankmeldung nur als Vorraussichtlich, das eigentliche gesundschreiben durch den Hausarzt gibt es nicht mehr. Theoretisch kann jeder vorzeitig seine Arbeit wieder aufnehmen.
Das Leben ist eben manchmal wie eine Hühnerleiter( besch.....)
 
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AW: Falsch verhalten?

Ich fand diese Sache selbst nicht besonders toll von ihr und habe das auch gesagt.
Aber teilweise finde ich die Äußerungen ein bisschen selbstgerecht.

Ich selbst kenne keinen einzigen Menschen, der z.B. wegen einer Erkältung beispielsweise 10 Tage krankgeschrieben war und der sich nach 6 oder 7 Tagen schon wohl fühlte und dann bei AG anrief: Chef, ich bin wieder gesund und komm früher zur Arbeit!

Die Kollegin arbeitet in der Pflege und mit dem (ich glaube eingegipsten) Bein hätte sie auf Station nicht arbeiten können, die Reise war keine Vergnügungsreise, sie hatte noch einen kleinen Welpen im Flugzeug mit sich, den konnte sie gut tragen, eine besondere Anstrengung war das nicht. Die anderen Hunde wurden von Helfern eingecheckt und bei der Ankunft haben ihr nette Flughafenmitarbeiter geholfen und draußen waren dann die offziellen Abholer. So war das.
Sie durfte und sollte sich bewegen, hatte keine Bettruhe.

Die moralische "Schuld" stelle auch ich zweifelsfrei fest und die gute war seither nicht mehr einen Tag krank! (grins)
Im Übrigen hat ihr das schlaflose Nächte eingebracht, wegen des schlechten Gewissens.
So schlimm, dass sie beim Arzt anrief und nachfragte ob sie jetzt kriminell geworden sei.
Dort wurde ihr gesagt, dass aus ärztlicher Sicht keine Bedenken wegen der kurzen Reise vorhanden gewesen wären und rechtliche Schritte hätte sie nicht zu befürchten.
Der Eindruck des AG sei allerdings ein anderer, aber der Arzt habe ja Schweigepflicht.
Dann rief sie noch bei der Krankenkasse an, erhielt eine ähnliche Auskunft und zu guter Letzt hat sie sich bei ihrem Vorgesetzten "geoutet".
Dieser war verständnisvoll, weil sie ansonsten eine sehr gute Krankenbilanz hat und glaubte ihr Versprechen, sowas nicht wieder zu tun.
Hat sie auch nicht.

Ich denke bei dem Thema muss jeder wissen was er tut oder nicht tut.
Und ich unterscheide nochmal zwischen krankmachen aus purer Absicht um Zeit für gewissen Dinge zu haben und einer Geschichte wie die der Kollegin.

Ergänzung wegen des Beitrags von Pflegeangi:

as angeführte Beispiel ( Fersensporn u. Tiertranzport) würde mich als Kollegin auf die Palme bringen.
Ich muss meinen Freien Tag opfern, weil meine Kollegin auf der Arbeit keine 50 Meter laufen kann, auf dem Flughafengelände aber mal locker ein paar Kilometer macht.

Sag mal gehts noch?
Was denkst du wie sowas abläuft? Auf welchem Flughafen machst du ein paar Kilometer wenn du wo hinfliegst? Vielleicht in London Heathrow, aber auf keinem innerdeutschen Airport.
Es ist in Ordnung dass du sauer bist weil du einspringen mussest.
Aber erklär mir nicht, dass du bei einem doppelten Beinbruch oder Kindkrank nicht genauso sauer wärst.
Das wäre scheinheilig.
 
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