Sonstige WB Fachausbildung für Anästhesieausbildung alleine??!!

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hallo liebe Kollegen,
momentan schaue ich etwas über die Grenzen hinaus und stelle fest das es einige Länder (Schweiz, USA, etc) gibt,
die eine Ausbildung solo Anästhesiepflege anbieten und auch sehr gute Erfahrungen damit haben. Ich habe den Eindruck das die momentane Ausbildungform der Anästhesiepflege nicht mehr gerecht wird und würde gern eine extra Ausbildung initiieren. Mich würde eure Meinung dazu interessieren und wer mir evtl die Ausbildungsverordnung, Tätigkeitskataloge u.ä. zukommen lassen könnte oder mir dabei in irgendeiner Weise weiterhelfen kann....(Kontaktadressen im Ausland, ...)
:redface: ;) :confused:
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester A+I
Fachgebiet
Anästhesie
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Markus Schmidt

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Hi Hi ...

kann Dir nur zustimmen... meiner Meinung nach ist die derzeitige gemeinsame Weiterbildung (Intensiv und Anästhesie) nicht mehr zeitgemäss. Geändert werden kann dieses jedoch nur durch Gesetz bzw. Verordnung. Weiterbildung ist Ländersache. Aufpassen muss man jedoch: Es gab schon viele Versuche die Anästhesie komplett aus den Pflegeberufen heraus zunehmen und als eigenständigen Beruf zu etablieren. Hintergrund sind und waren immer ökonomische "Zwänge", weil die Gehälter dann natürlich deutlich niedriger ausfallen würden. Es ist ein Unterschied ob ich 5Jahre oder 2Jahre Ausbildung hinter mir habe.
Hier in NRW gibt es Überlegungen die komplette Krankenpflegeausbildung zu reformieren. Einer zweijährigen gemeinsamen "Grundausbildung" soll dann eine Spezifizierung folgen. Also z.B. Psychatrie, Onkologie, OP, Intensiv oder eben Anästhesie.
Es bleibt spannend ...

Markus :rolleyes:
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
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brellmann

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Hallo Sus. (das wird wohl Susanne heißen) !

Ich hab auch die Ausbildung zum A + I - Pfleger hinter mich gebracht. Ich hab vor der Ausbildung auf Intensivstation gearbeitet und arbeite heute immer noch auf Intensiv. Ich selbst habe versucht, die Zeit in der Anästhesie als Bereicherung zu empfinden, es ist mir allerdings nicht immer gelungen. Es hat mir halt im Großen und Ganzen nicht besonders gefallen, obwohl ich es doch interessant fand. Aber ich habe gemerkt, daß die Arbeit in der Anästhesie nicht das Wahre ist für mich. Ich bin halt nach dem Kurs wieder auf Intensiv gelandet, wo ich zuvor schon war.

Und ich habe festgestellt, daß nicht nur ich so gehandelt hab, sondern die meisten Leute in meinem Kurs und auch in allen nachfolgenden Kursen. Die, die vorher auf der Intensivstation waren, sind nach dem Kurs wieder dort hingegangen, diejenigen, die vorher in der Anästhesie waren, sind auch wieder dort gelandet. Ein Wechsel findet kaum statt.

Das spricht meines Erachtens dafür, daß es einen großen Unterschied gibt zwischen der Arbeit auf einer Intensivstation und der Arbeit in der Anästhesie und daß die Leute, die dort arbeiten, genau wissen, warum sie dort und nicht in der anderen Abteilung arbeiten. Und sie lassen sich auch nicht abwerben.

Deshalb gebe ich Dir recht, daß man die Fachweiterbildung eigentlich trennen könnte, denn die Leute wechseln nach der Weiterbildung sowieso nicht die Abteilung. Man könnte also eigentlich sowohl für die Leute in der Intensivweiterbildung als auch für die Leute in der Anästhesieweiterbildung mehr fachspezifische Sachen in der Weiterbildung behandeln, die die Leute aus der jeweils anderen Abteilung sowieso nicht interessieren oder betreffen. Aber ich denke, daß dies trotzdem nicht der richtige Weg ist.

Aber ich bin trotz meiner eher schlechten Erfahrungen in der Anästhesie froh, während meines Kurses in beiden Arbeitsfelder gearbeitet zu haben, dadurch bekommt man einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und kann später besser einschätzen, wo die Unterschiede in der Arbeit liegen und kann auch die Kollegen der anderen Abteilung besser verstehen. Deshalb bin ich persönlich gegen eine Trennung der Weiterbildung.

Viele liebe Grüße aus Nürnberg

Bernd
 
Qualifikation
Krankenpflegediakon
Fachgebiet
chirurgische Intensivstation
A

alinz

Hallo Bernd,

ich versuche mal auf einige wenige Aspekte, die mir in Deinem Beitrag auffielen einzugehen.
Ich habe recht früh nach meiner Ausbildung mehrere Versuche unternommen auf Intensiv heimisch zu werden. Ich fand es immer recht interessant, stellte jedoch irgendwann fest, Pflege ja aber nicht auf Intensiv. Jahre später, nach rettungsdienstlichen Tätigkeiten, fand ich in der Anästhesie ein Tätigkeitsfeld, welches mir sehr großen Spass machte.
Ich teile Deine Beobachtungen zu Abteilungswechslern im großen und ganzen, kenne heute allerdings einige wenige, welche in beiden Bereichen erfolgreich tätig waren. Ein Wechsel kam häufig erst nach Jahren zu stande.
Ich halte es für wichtig, beide Bereiche kennen gelernt zu haben, um auch die Anforderungen und Zielsetzungen der jeweils anderen Abteilung in der Patientenversorgung zu kennen.

Ich denke heute, für mich war letztlich entscheidend, welche Schwerpunkte ich in meinem täglichen Arbeitsablauf gesetzt habe. In beiden Bereichen sind pflegefachliche und technische Aspekte vorhanden, jedoch in sehr unterschiedlicher Ausprägung. Mir gefiel letztlich der Mix aus sehr eigenständiger (auf mich gestellt, weniger Teamarbeit als auf Intensiv) Tätigkeit, viel Assistenz und weniger Pflege.

MfG, Andreas Linz
 
H

heiner

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Hallo Marcelino,
meinst Du etwa,daß man innerhalb von 2 Jahren eine Grundausbildung in der Pflege schaffen kann?Eine anschliesende Wunschweiterbildung in Anaesthesie oder Intensiv halte ich für problematisch.Warum?
Eine Grundausbildung von 2 Jahren ist nicht zu schaffen,es sei denn der hohe Standard wird Flügel lassen müßen.
In der anschließenden Weiterbildung und Spezialisierung zu den genannten Fächern,brauchst Du fundamentale Kenntnisse,damit Du aufbauen kannst.
Wie sieht denn dann eine "normale"Ausbildung aus,wenn Du dann nicht weitermachen willst,ist das dann nicht eine Abstufung,die dazu führt zu sagen:naja-für Station geeignet?
Heiner :eek:
 
Qualifikation
ex.Krankenpfleger
Fachgebiet
ambul.Pflege
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Markus Schmidt

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Hallo Heiner ...

bei uns in NRW wird das ernsthaft diskutiert.
Die Krankenpflegeausbildung soll zentralisiert werden in "höheren Berufsfachschulen" oder wie immer man das dann nennen mag. Also weg von der Krankenpflegeschule an jedem einzelnen Haus oder Zusammenschlüssen und hin zu Berufsschulen wie in anderen Berufen schon lange üblich.
Zwei Jahre sollen alle gemeinsam eine praktisch-theoretische Grundausbildung absolvieren. Dann soll man aber noch kein Krankenpfleger bzw. -schwester sein, was das weiss ich auch nicht. Nun soll sich jeder entscheiden: wohin will ich, was will ich machen: Onkologie? Psychatrie? Innere? Gyn? Intensiv... ? Damit wir uns richtig verstehen ... ich persönlich halte das für absoluten Schwachsinn.
Die bisherige Ausbildungsform hat Vor- und Nachteile und ist mit Sicherheit reformbedürftig.
Genauso gibt es ja Überlegungen, die Krankenpflegehilfe wieder aus der Versenkung zu holen, weil ... diese Mitarbeiter sind ja wesentlich kostengünstiger...! Aus dieser Richtung weht bei allen Überlegungen immer der Wind!
Ein examinierter Mitarbeiter reicht doch! Er oder Sie hat dann alles im Blick und muss nur noch delegieren und überwachen ...?!?
Wie gesagt ... öffentlich sagt das niemand ... aber diskutiert wird es.
Schönen Abend noch ... trotzdem ... und Grüsse aus Köln

Markus
 
Qualifikation
Case-Management
Fachgebiet
operative Intensivpflege
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bassauer

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Hallo Sus,
die Diskussion über den "Medizinischen Assistenten in der Anästhesie" wird gerade auf: www.dgf-online.de unter "Anästhesiepflege..., Anästhesie-Assistent" geführt.
Gruss aus dem heissen Sueden
 
Qualifikation
Lehrer für Pflegeberufe
Fachgebiet
Innerbetriebl. Fort- u. Weiterbildung
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