Arbeitsrecht Existenzgründung

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melame0108

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06.05.2008
59929
Hallo!
Ich arbeite als Pflegedienstleitung bei einem großen Träger. Ich mochte mich im gleichen Gebiet mit einem eigenen Pflegedienst selbstständig machen.
Kann ich mit rechtlichen Konsequenzen seitens meines jetztgen Arbeitgebers rechnen?
Wenn ja, auf welcher Grundlage?????
Lieben Gruß
Melame0108
 
Qualifikation
PDL/Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
L

Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Melame,
wenn du keine Kunden abwirbst, solange du bei deinem jetzigen AG beschäftigt bist und du keine Klausel im Arbeitsvertrag hast, das du wärend einer bestimmte Zeit niemand abwerben darfst, gibts keine Probleme.
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
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melame0108

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06.05.2008
59929
Hallo Lisy,
ich habe eine solche Klausel. Sie untersagt mir einen eigenen Dienst 1/2 Jahr nach Kündigung! Ist das den rechtlich in keiner Weise anfechtbar?
Ich will keinen Kunden oder Mitarbeiter abwerben. Ich will neu anfangen.
Ist das rechtlich überhaupt astrein so eine Klausel in einen Vertrag zu schreiben?
Schön dich zu lesen:eek:riginal:
Gruß
Melame
 
Qualifikation
PDL/Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
L

Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Melame,
ja, so eine Klausel ist erlaubt und rechtlich nicht anfechtbar. Sie schützt den bestehenden Pflegedienst und ist manchmal wichtig. Für dich zwar dumm, aber nicht zu ändern.
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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29.11.2008
Cottbus
. . . Es handelt sich hierbei um ein sogen. nachvertragliches Wettbewerbsverbot. Dieses ist nur unter folgenden Voraussetzungen gültig:
- Es muss schriftlich vereinbart und eine Ausfertigung der Vereinbarung übergeben worden sein.
- Die Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots darf maximal 2 Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betragen.
- Der Arbeitgeber muss ein berechtigtes Interesse, z. B. zum Schutz von Betriebsgeheimnissen oder Kunden- und Lieferantenkreisen nachweisen können.
- Du darfst durch das nachvertragliche Wettbewerbsverbot nicht unzumutbar eingeschränkt werden.
- Du musst für den Zeitraum des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von mindestens der Hälfte des letzten Gehalts erhalten.

[FONT=Times New Roman, serif][FONT=Arial, sans-serif]Nur, wenn alle Punkte mit „Ja“ beantwortet werden können, ist das nachvertragliche Wettbewerbsverbot wirksam. Besonders achten sollte man auf die unbedingt notwendige [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]Entschädigungszahlung.[/FONT][FONT=Arial, sans-serif] Sie wird von Arbeitgebern besonders gern „vergessen“. Schließlich ist [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]mindestens die Hälfte des bisherigen Gehalts[/FONT][FONT=Arial, sans-serif] für den gesamten Zeitraum des Wettbewerbsverbots kein Pappenstiel . . . [/FONT][/FONT]
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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05.07.2001
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