GuK Examen nicht bestanden - und nun?

M

Michl

@ Monika

§ 15 (3) KrPflAPRV besagt, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses aus den Noten der Fachprüfer die praktische Examensnote bildet.

Wenn ich jetzt nicht völlig verkalkt bin, wurde uns in diesem Zusammenhang gesagt, dass die Fachprüfer einzeln zu ihrer Note kommen müssen.
Irgendwie muss ich ja draufkommen, ich habe selten solche Spontaneinfälle. Vielleicht war es aber doch einer, ich hab was falsch verstanden oder es wurde mir falsch gesagt.. wer weiß.

Wenn Du mir mit Deiner Qualifikation sagst, dass meine Informationen dazu falsch sind, dann wirst Du schon recht haben.

Das heißt dann, ich kann mich direkt nach der praktischen Prüfung mit dem anderen Fachprüfer zusammensetzen und unsere Bewertungen aufeinander abstimmen? Wird das so gemacht?

Ich hoffe, Du reagierst bei Deinen Auszubildenden etwas "sachlicher", wenn sie eine falsche Antwort geben. Der Satz mit der Weisheit und den 4 Fragezeichen hätte nicht sein müssen. Die 2 anderen Fragen hätten genügt, damit ich verstehe, dass diese Aussage nicht korrekt ist.

Ich bin ja durchaus lernfähig, wenn die Kritikform stimmt.

Schönen Sonntag noch
Michl
 
P

Pain Reliever

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@michl

nun ja, augenscheinlich habe auch ich Monikas Berufsehre angegriffen.
Selbstverständlich war dies weder gewollt noch beabsichtigt.

Und trotzdem: selbstredend werden auch heute noch in manchen Lehrkrankenhäusern Praxisanleiterinnen (zugegebenermaßen natürlich nur halb so klangvoll) als "Lehrschwester" bezeichnet, so auch in dem, an dem ich mein Examen machte. Ob das nun antiquarisch ist oder nicht, ist mir schnurzpiepegal.

Nun mal zu was Wichtigem: woher genau, liebe Monika, weißt Du, wer ich bin? Will sagen, ich darf Dir Deine Erfahrung oder Qualifikation nicht absprechen, aber Du mir meine? Warum gehst Du davon aus, dass ich nicht weiß, wovon ich rede? Und warum wendest Du Dich nicht mal persönlich an den armen Zephirus, schließlich ist er derjenige, der gerade vorm Nichts steht! Und Du hast offenbar die Qualifikation, um ihm etwas wirklich Nützliches sagen zu können, das ihn eventuell auch weiterbringt.
Indirekt ihm zu erklären, dass jeder, der durchs Examen rauscht, sonst potentiell bald ein Leben auf dem Gewissen gehabt hätte, ist in dieser Situation weder angebracht noch pädagogisch besonders wertvoll. Ganz zu schweigen von dieser Verallgemeinerung, die dahinter steht.
 
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Monika58

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§ 15 (3) KrPflAPRV besagt, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses aus den Noten der Fachprüfer die praktische Examensnote bildet.
Das ist unbestritten

Wenn ich jetzt nicht völlig verkalkt bin, wurde uns in diesem Zusammenhang gesagt, dass die Fachprüfer einzeln zu ihrer Note kommen müssen.
Auch das ist unbestritten. Nirgendwo aber steht, dass sie völlig unabhängig voneinander zur jeweiligen Note kommen müssen.

Wenn Du mir mit Deiner Qualifikation sagst, dass meine Informationen dazu falsch sind, dann wirst Du schon recht haben.
Ich denke, du hast etwas falsch verstanden. Was mich daran stört, ist, dass Du es als unumbrüchliche Tatsache darstellst.

Das heißt dann, ich kann mich direkt nach der praktischen Prüfung mit dem anderen Fachprüfer zusammensetzen und unsere Bewertungen aufeinander abstimmen? Wird das so gemacht?
Wenn Du selber Fachprüfer bist, ja. Ich tausche mich mit dem anderen Fachprüfer nach jeder Prüfung aus, wer wie was gesehen hat.Es ist ja nie auszuschliessen, dass dem einem Fachprüfer eine bestimmte Situation "durchgegangen" ist (deswegen sind ja mindestens 2 Fachprüfer vorgesehen und sinnvoll).

Ich hoffe, Du reagierst bei Deinen Auszubildenden etwas "sachlicher", wenn sie eine falsche Antwort geben.

Ich bin ja durchaus lernfähig, wenn die Kritikform stimmt.
Und ich bin durchaus lehrfähig, wenn die Aussagen sachlich und fundiert sind.

Gruß
Monika
 
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Monika58

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Ob das nun antiquarisch ist oder nicht, ist mir schnurzpiepegal.
Spricht für sich, bleibt unkommentiert

Und Du hast offenbar die Qualifikation, um ihm etwas wirklich Nützliches sagen zu können, das ihn eventuell auch weiterbringt.
Habe ich. Meine Botschaft ist: "Wer zweimal durchs praktische Examen gerauscht ist, ist kein schlechter Mensch, aber vermutlich für die Pflege nicht geeignet".

Indirekt ihm zu erklären, dass jeder, der durchs Examen rauscht, sonst potentiell bald ein Leben auf dem Gewissen gehabt hätte, ist in dieser Situation weder angebracht noch pädagogisch besonders wertvoll.
Das habe ich nicht indirekt, sondern sehr direkt zum Ausdruck gebracht.

Himmel, ich frage mich, ob es in einem vergleichbaren Forum für Schreiner eine derart emotionale Diskussion gibt. Der eine kann das, der andere das andere. Ich mag noch lange nicht jeden Arzt, der summa cum laude bestanden hat, an meinem Krankenbett stehen sehen; und ich mag mir auch von auch keiner Pflegeperson, die theoretisch mit "1" abgeschlossen hat, aber praktisch 2 linke Hände bewiesen hat, eine fehlerhafte Infusion anhängen lassen.

Es muss möglich sein, sagen zu dürfen: "Du bist ein netter Mensch, aber such Dir was anderes".
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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Pain Reliever

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Spricht für sich, bleibt unkommentiert
Stimmt, ich setze klare Prioritäten in punkto Weiterbildung.

Habe ich. Meine Botschaft ist: "Wer zweimal durchs praktische Examen gerauscht ist, ist kein schlechter Mensch, aber vermutlich für die Pflege nicht geeignet".
Empfinde ich als etwas zu einfach. Du warst nicht dabei. Sicher hat Z. klare aussagen gemacht (Luft im System), sicher war ich pedantischster Luftrausschnipser, sicher ist aber auch, dass das von manchen Kollegen vorbildtechnisch recht lasch gehandhabt wird. Der Kollaps: ich stelle keineswegs in Frage, dass Deine Kollegen das richtig beurteilt haben, aber ich kenne die Situation selbst. Auch mein Patient kollabierte mitten im Examen, welches sich zu einer (erfolglosen) Reanimation über (für mich)
ewigste Zeiten auswuchs. Es war die Hölle, mir fiel alles aus den Händen, ich habe gezittert wie Espenlaub. Der Grund: das Tempo und der Druck und die 5 Leute um mich, die auf meine Finger starrten, und last but not least die Tatsache, dass es um eine Mutter von 3 kleinen Kindern ging, die vor meinen Augen verblutete (Chemo- Patientin). Es war schlicht zuviel. Letztlich habe ich eine 2 bekommen, weil ich die Ampullen nicht aufgesägt habe, aber auch der Zeitdruck klar war, in dem ich zig Dopamins und Adrenalins und Noradrenalins etc. aufziehen mußte. Soll heißen:

1. Examen, alles in einem ist eh in Aufruhr
2. Kollabierter Patient, möglicherweise hat er ihn einfach runtergestellt und der RR desjenigen fand das gar nicht Klasse, was er hätte vermeiden können
3. Wiederholungsprüfung, von der alles abhängt
4. das große Nichts, Träume futsch, wie die Familie reagiert, wissen wir nicht, er ist am Boden. Nicht nötig, ihm zu sagen, dass er "ganz nett" ist. Nötig, ihm zu sagen, dass er möglicherweise wirklich nicht gerade einen Blumentopf im Emergency Room gewinnt, aber: Alternativen aufzeigen.
Er ist eh komplett unten drunter, treten wir also nicht noch drauf.

Das habe ich nicht indirekt, sondern sehr direkt zum Ausdruck gebracht.
Und doch indirekt, oder hast Du ihn direkt angesprochen?

Ich denke, gemessen an Deinen Beiträgen hier, dass Du einen tollen Job machst und offenkundig sehr engagiert bist. Und ich denke, dass Du so emotional reagierst, weil Du jedes Jahr vergleichbare "Vorfälle" hast.
Nichtsdesotrotz geht es hier um eine armen Kerl, der konkrete Hilfestellung erfragt hat. Versuch doch einfach mal, die Welt heute morgen mit seinen Augen zu sehen: wo wir entspannt unsere Erfolge vorweisen können, hat er faktisch nichts. Ich finde schon, dass er Anteilnahme verdient hat. Der Tag hätte weiß Gott anders laufen können: andere Station, anderer Patient...
Und genau das weiß eben keiner!

Der eine kann das, der andere das andere. Ich mag noch lange nicht jeden Arzt, der summa cum laude bestanden hat, an meinem Krankenbett stehen sehen; und ich mag mir auch von auch keiner Pflegeperson, die theoretisch mit "1" abgeschlossen hat, aber praktisch 2 linke Hände bewiesen hat, eine fehlerhafte Infusion anhängen lassen.
Gebe ich Dir recht. Und trotzdem geht es netter, denn wir haben unser Examen und unseren akademischen Abschluss obendrauf (wenn auch nciht summa cum laude). Und auch das ist nicht die verbriefte Garantie auf lebenslange Perfektion.

Es muss möglich sein, sagen zu dürfen: "Du bist ein netter Mensch, aber such Dir was anderes".
Das kannst Du sicherlich sehr gut Du in einem vertrauten Gespräch mit einem Schüler sagen, den Du seit 3 Jahren kennst.
Aber nicht als Ferndiagnose, ohne einmal mit ihm geredet zu haben.
Außerdem gehe ich davon aus, dass Du in persona schon bedeutend eher Signale seiner praktischen Uneignung bekommen hättest. Und das ist es auch, was mich stört: wie konnte der Junge 3 Jahre, bei den ganzen Praxiseinsätzen, so gut sein und nun so schlecht? Mal ehrlich, ich merk doch nicht die Eignung eines Schülers erst beim Examen!!! Wäre er 2x durch die Grundkrankenpflegeprüfung oder Ana und Physio gerauscht, hätte er nicht 2 Jahre umsonst geträumt, sondern 2 Jahre gewonnen.

Weißt Du, Monika, es geht mir hier absolut nicht darum, Deine Arbeit als Mentorin und Lehrende zu schmälern (ich nehm jetzt mal bewußt einen neutralen Ausdruck). Es geht nur darum, Dinge, die nicht einfach sind, auch nicht zu vereinfachen. Immerhin sprechen wir hier von einer (momentan) geplatzten Zukunft und nicht von einer Mathefünf. Ich möchte genausowenig mit ihm tauschen, wie ich meine 4 Klosterjahre wiederhaben will.
 
Qualifikation
Studentin
Fachgebiet
Hochschule
M

Michl

Ich denke, du hast etwas falsch verstanden. Was mich daran stört, ist, dass Du es als unumbrüchliche Tatsache darstellst.
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich es für eine Tatsache hielt.

Nunja, für mich als Neuling in der Funktion des Fachprüfers kann es ja nur von Vorteil sein, wenn ich nachfragen darf.

:w-fahne_2Michl
 
L

lehrerhasenfuss

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10.02.2006
30659
Hallo,
es tut mir leid, dass Du durch Dein Examen gefallen bist, aber die Aussage, dass Du in die Altenpflege wechsln solltest ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Du müsstest 2 Jahre wiederholen und hättest den gleichen Stoff nur mit einer geriatrisch-psychologischen Gewichtung. Ich habe mehrere ehemalige Krankenpflegeschüler, die alles neu lernen müssen und es durch Ihre Krankenpflegeausbildung nicht einfacher haben.Bei der Altenpflegeausbildung hat genau so viel Unterrichtsstunden nur die Inhalte sind halt Altenpflegespeziefisch. Du solltest Dir wirklich überlegen ob die Pflege oder andere Gesundheitsberufe das Richtige für Dich sind.
 
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
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@pain reliever

So, noch mal ganz von vorne ...... ich habe mich in die Diskussion eingeklinkt, als von "quälsüchtigen Lehrern" die Rede war. Aus meiner Sicht war ein Kommentar vorher nicht nötig, da alle meine Vorredner bereits richtige, wichtige, vollständige und gute Hinweise gegeben haben. Warum sollte ich das wiederholen?

Ich habe mich eingeklinkt, als das Bild des Lehrers heraufbeschworen wurde, der SchülerInnen rein aus Daffke durchfallen lässt. Keine Frage gibt es unter Lehrern schwarze Schafe .... wie eben unter SchülerInnen auch. Aber hüben wie drüben ist das die Ausnahme.

Ich gebe Dir Recht, dass insgesamt das Konzept der praktischen Ausbildungan dem Haus reflektiert werden sollte. Aber das hilft im Moment Niemandem weiter.

Gruß
Monika
 
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Pain Reliever

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18.08.2006
04155
@Monika,

okay, okay, ich gebe zu: das war unüberlegt, verallgemeinernd und undiplomatisch. Aber es ist de facto auch so, dass ich mich- nach sagenhaften 4 Jahren- nur gern an zwei Mentorinnen erinnere. Es wurde auch kein Geheimnis aus dem Ziel gemacht, grundsätzlich mit der Brechstange bei den Schülern reingehen zu müssen.
Ich habe einige Jahre gebraucht, um frei davon zu werden und ich habe auch erlebt, wie ein paar meiner Mitstreiter systematisch zu Fall gebracht wurden. War auch nicht schwer: unterminiere ich jemanden emotional lange genug, macht er bald ganz von allein (die bis dahin herbeigeredeten) Fehler.
Erkläre ich jemandem lange genug, wie übel schlecht er ist, wird er es auch.
Wenn ich also "Uneinigkeit" höre und die Tatsache, dass Z. bereits im Vorfeld entsprechende Sorgen mit Person X hatte, ergibt das- aufgrund meiner Kenntnis- die Frage, wie es dazu kommen konnte.
Du weißt selbst, dass man als Prüfer sowohl die Möglichkeit hat, ausgleichend und beruhigend auf den Prüfling einzuwirken, aber auch, ihn völlig durcheinander und durchgedreht zu machen. Wir wissen nicht, wie das morgens begann, ein wohlgesetzter Satz im falschen Moment reicht doch völlig aus. Und wir alle sind nicht frei davon, jemanden grundsätzlich unsympathisch zu finden, weil die Chemie nicht stimmt.
 
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Monika58

Monika58

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Aber es ist de facto auch so, dass ich mich- nach sagenhaften 4 Jahren- nur gern an zwei Mentorinnen erinnere. Es wurde auch kein Geheimnis aus dem Ziel gemacht, grundsätzlich mit der Brechstange bei den Schülern reingehen zu müssen.
Ich habe einige Jahre gebraucht, um frei davon zu werden und ich habe auch erlebt, wie ein paar meiner Mitstreiter systematisch zu Fall gebracht wurden.
Es geht das Gerücht, dass sich im Laufe der Jahre auch in der Lehrerschaft was geändert hat :wink:
 
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Glukosejunkie

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Eine Freundin von mir, hat Altenpflegerin gelernt. Sie war sich mit ihren dortigen Dozenten auch nicht immer grün und hätte denen einiges zugetraut, sie hat dann bei ihrer Prüfung darauf bestanden, daß die Bezirksregierung als unparteiische dabei ist. Kann man im Bereich der Krankenpflege nicht einen ähnlichen Weg gehen, wenn man der Meinung ist, von bestimmten Dozenten nur getrietzt zu werden?
Kenne mich in der Hinsicht nicht so sehr aus, da ich keine solchen Probleme hatte.
 
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Krankenschwester
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...
L

Lisy

Ich wollt mich in das Thema eigentlich nicht einklinken, aber ich hab so das Gefühl, das ihr etwas aneinander vorbei schreibt/ denkt.
Das die eine oder andere Mentorin oder Lehrerin zum mobben neigt, ist mir auch bekannt. Trotzdem ich hab in meinem 23 jährigen Berufsleben als Pflegefachkraft noch nie erlebt, daß ein Schüler wegen einer Antipathie durchgefallen ist. Eine Note in einem Bereich mal ein bischen schwächer bewertet, das gibt überall auch in den allgemeinbildenden Schulen, aber das man einen Schüler vorsätzlich durchfallen lässt, sorry, das hab ich noch nie erlebt und ich kann es mir auch nicht vorstellen.
So traurig und so schmerzhaft es auch ist, die Prüfung nicht bestanden zu haben, es sollte doch akzeptiert werden. Immer nur nach schuldigen suchen bringt niemand weiter. Aber aus Fehlern lernen schon. Ich an seiner Stelle würde mir überlegen, was zu dem Berufsfeld passt und unter Umständen mir auch Gedanken über den Fachwirt im sozialen Bereich machen.
Gruß Lisy
 
Monika58

Monika58

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26.09.2005
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Eine Freundin von mir, hat Altenpflegerin gelernt. Sie war sich mit ihren dortigen Dozenten auch nicht immer grün und hätte denen einiges zugetraut, sie hat dann bei ihrer Prüfung darauf bestanden, daß die Bezirksregierung als unparteiische dabei ist. Kann man im Bereich der Krankenpflege nicht einen ähnlichen Weg gehen, wenn man der Meinung ist, von bestimmten Dozenten nur getrietzt zu werden?
Kenne mich in der Hinsicht nicht so sehr aus, da ich keine solchen Probleme hatte.
Klar geht das auch in der Krankenpflege. Da der Prüfungsvorsitzende die endgültige Prüfungsnote festlegt, hat er das Recht, an jedem einzelnen Prüfungsteil teilzunehmen. Gerade bei praktischen Wiederholungsprüfungen biete ich jedem Schüler explizit an, den Prüfungsvorsitzenden einzuladen. Das wird in aller Regel abgelehnt, da die Schüler befürchten, durch eine dritte "Nase", die auch noch fremd ist, noch aufgeregter zu sein.

Gruß
Monika
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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Glukosejunkie

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09.08.2006
28217
Klar geht das auch in der Krankenpflege. Da der Prüfungsvorsitzende die endgültige Prüfungsnote festlegt, hat er das Recht, an jedem einzelnen Prüfungsteil teilzunehmen. Gerade bei praktischen Wiederholungsprüfungen biete ich jedem Schüler explizit an, den Prüfungsvorsitzenden einzuladen. Das wird in aller Regel abgelehnt, da die Schüler befürchten, durch eine dritte "Nase", die auch noch fremd ist, noch aufgeregter zu sein.

Gruß
Monika
Vielen Dank für die Info.
Habe vorhin mit ihr telefoniert und sie gefragt wie sie es empfunden hat. Sie meinte, es wäre eine richtige Erleichterung gewesen, nicht ihren Dozeten ausgeliefert gewesen zu sein. So konnte sie ruhig ihren Prüfungsaufgaben nachgehen. Reagiert jeder anders drauf.
 
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Krankenschwester
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Reagiert jeder anders drauf.
Keine Frage! Hängt sicher auch davon ab, wie sehr der Prüfling davon überzeugt ist, dass der Fachprüfer "böses" will. Ob das immer Realitätsbezug hat sei dahingestellt und ist auch unwichtig.
Wenn der Prüflig dem Fachprüfer nach 3 bzw 4 Jahren nicht traut, ist im Vorfeld schon ne Menge schief glaufen .... sei es, auf der einen oder auf der anderen Seite.

Gruß
Monika
 
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zephirus

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18.08.2006
91207
Erstmal eine Entschuldigung das ich mich so Lange zurückgehalten habe...

Ich denk ja nicht einmal das mir einer der Prüfer Übles wollte...was mich stört ist das die Situation unterschiedlich bewertet wurde.
An der hiesigen Schule läuft es wirklich so, das sich die beiden Prüfer (die unabhängig eine Bewertung vergeben) auf eine Note einigen müssen. An der benachbarten Schule werden die einzelnen Noten addiert und durch zwei geteilt - scheinbar gibt es hier keine einheitliche Regelung...
Was mich weiter stört: Die Ergebnisse aus den Jahren der Ausbildung fliessen nicht im Geringsten in die Bewertung ein...
Und noch: Wenn ich gefährlich gepflegt habe (Ein Kollaps des Patienten vorauszusehen war), wieso wurde dann nicht rechtzeitig eingegriffen...
Würde ein Arzt wegen einer milimetergroßen Luftblase seine Approbation verlieren?
Ich hörte (ja, nur Hörensagen) von einem Fall, bei dem jemand durchs Examen gefallen ist, weil sie vergessen hat den Patienten zu sagen das er nach Verabreichen der Prämedikation (hier Tavor 1mg) vor OP nicht mehr aus dem Bett aufstehen soll (so wie es in jeden Lehrbuch steht)...Tavor wurde letztes Jahr von Praxen ca.1,9 Millionen mal verordnet...

Einerseits denk ich verdient durchgefallen zu sein, andererseits stört es mich das es halt einfach an zwei schlechten Tagen lag...und es stört mich das es anscheinend keine einheitlichen Prüfregelungen, geschweige denn Prüfkriterien gibt...

Naja...ich hatte einen sicheren Job - einen Arbeitsvertrag unterschrieben - und würde nun auf einer Station mit Überwachungsbetten arbeiten...aufgrund meiner Leistungen während der letzten Jahre...
Wenn jeder Pflegende dem ähnliche -ich nenne es jetzt mal Mißgeschicke- passiert sind (halt nicht im Examen), seinen Beruf nicht mehr ausüben dürfte, was wäre dann...

Naja...mir gefällt der Beruf und ich habe ihn als einen Teil meines Lebens, nicht als bloße Beschäftigung oder Arbeit, gesehen...
 
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KPH
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Monika58

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26.09.2005
Bonn
An der hiesigen Schule läuft es wirklich so, das sich die beiden Prüfer (die unabhängig eine Bewertung vergeben) auf eine Note einigen müssen. An der benachbarten Schule werden die einzelnen Noten addiert und durch zwei geteilt - scheinbar gibt es hier keine einheitliche Regelung...
In der Tat hat sich der Gesetzgeber hier eher schwammig ausgedrückt, da gebe ich Dir Recht.
Was mich weiter stört: Die Ergebnisse aus den Jahren der Ausbildung fliessen nicht im Geringsten in die Bewertung ein...
Hier ist der Gesetzestext bzw. der Kommentar zum Gesetzestext allerdings eindeutig
Und noch: Wenn ich gefährlich gepflegt habe (Ein Kollaps des Patienten vorauszusehen war), wieso wurde dann nicht rechtzeitig eingegriffen...
Auch hier ist der Gesetzestext eindeutig. Der Pfrüfling muss unter Beweis stellen, dass er selbständig eine umfassende Pflege durchführen kann. Greift der Prüfer ein ist es keine selbständige Leistung des Prüflings mehr. Greift der Prüfer zu frühh ein nimmt er dem Prüfling die Chance, die Situation selber in den Griff zu bekommen.
..... weil sie vergessen hat den Patienten zu sagen das er nach Verabreichen der Prämedikation (hier Tavor 1mg) vor OP nicht mehr aus dem Bett aufstehen soll (so wie es in jeden Lehrbuch steht)...Tavor wurde letztes Jahr von Praxen ca.1,9 Millionen mal verordnet...
Wenn ein ambulanter Patient zu Schaden kommt, weil der verschreibende Arzt ihn nicht über die Nebenwirkungen aufgeklärt hat, hat der Arzt ein Problem .......

Wenn jeder Pflegende dem ähnliche -ich nenne es jetzt mal Mißgeschicke- passiert sind (halt nicht im Examen), seinen Beruf nicht mehr ausüben dürfte, was wäre dann...
.... dann wäre das Patientenleben sicherer.
Ok, das war jetzt schon arg polemisch. Klar ist, dass da, wo Menschen arbeiten auch Fehler gemacht werden. Aber wenn wir immer wieder betonen, wie verantwortungsvoll unser Beruf ist, müssen wir versuchen, diese Verantwortung auch zu leben.

Naja...mir gefällt der Beruf und ich habe ihn als einen Teil meines Lebens, nicht als bloße Beschäftigung oder Arbeit, gesehen...
Dann wirst Du Deinen Weg auch machen :happy:
 
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zephirus

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18.08.2006
91207
Insgesamt gesehen gebe ich dir ja in der Argumentation Recht...wie gesagt: Grundlos bin ich nicht durchgefallen...

Aber trotzdem:
Es geht nicht um die Aufklärung des Patienten (-die obliegt prinzipiell dem Arzt), sondern darum das ein Patient im Krankenhaus nach Verabreichung der Prämedikation im Bett zu bleiben hat; Und dies bei einem Medikament das so häufig 'draussen' verordnet wird. Es geht um die Verhältnismäßigkeit. Es geht um normalen, gesunden Menschenverstand...

Sicher, Verantwortung muß täglich gelebt werden...aber auch hier ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit...erzähl mal 'nem Arzt das du wegen einer milimetergroßen Luftblase deinen Beruf nicht ausüben darfst...

Das Konzept der Frühmobilisation, das mit dazu beigetragen hat die Verweildauer zu verkürzen, würde ja ad absurdum geführt werden, wenn ich jeden Patienten, der kollabieren könnte, im Bett lassen würde...Genau hier gab es ja auch Unterschiede in der Situationsbeurteilung bei den Prüfern...Der eine denkt so, der andere anders...Das sind keine festen Prüfkriterien...

Ja, die Gesetze sind so...aber sind sie so auch vernünftig?
 
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Monika58

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26.09.2005
Bonn
Insgesamt gesehen gebe ich dir ja in der Argumentation Recht...wie gesagt: Grundlos bin ich nicht durchgefallen...

Aber trotzdem:
Es geht nicht um die Aufklärung des Patienten (-die obliegt prinzipiell dem Arzt), sondern darum das ein Patient im Krankenhaus nach Verabreichung der Prämedikation im Bett zu bleiben hat; Und dies bei einem Medikament das so häufig 'draussen' verordnet wird. Es geht um die Verhältnismäßigkeit. Es geht um normalen, gesunden Menschenverstand...

Sicher, Verantwortung muß täglich gelebt werden...aber auch hier ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit...erzähl mal 'nem Arzt das du wegen einer milimetergroßen Luftblase deinen Beruf nicht ausüben darfst...

Das Konzept der Frühmobilisation, das mit dazu beigetragen hat die Verweildauer zu verkürzen, würde ja ad absurdum geführt werden, wenn ich jeden Patienten, der kollabieren könnte, im Bett lassen würde...Genau hier gab es ja auch Unterschiede in der Situationsbeurteilung bei den Prüfern...Der eine denkt so, der andere anders...Das sind keine festen Prüfkriterien...

Ja, die Gesetze sind so...aber sind sie so auch vernünftig?
Sind wir jetzt noch beim Ursprungsthema "Examen nicht bestanden - was nun?"

Wenn nein, würde ich für die verschiedenen Themenbereiche, die jetzt angesprochen sind, andere Threads vorschlagen.

Die Themenbereiche, die ich für mich erkenne sind:
- wie sinnvoll ist die Gesetzgbung im Pflegebereich?
- welche Verantwortung trägt eine Pflegperson im Kontex mit dem Konzept der Frühmobilisation?
- wer ist im Krankenhaus für die Krankenbeobachtung im Zusammenhang mit möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten verantwortlich?

Wenn wir noch beim Ursprungs - Thema sind, gehe ich gerne auf Deinen Beitrag ein.

Gruß
Monika
 
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