Atmung & Beatmung Evita 4, Vernebler & lungenprotektive Beatmung

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Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
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25.06.2000
Halle zusammen,

einer unserer ARDS-Patienten wird derzeit mit dem Open-Lung-Konzept und einem 18er PEEP beatmet.
Zusätzlich werden dreimal täglich Inhalationen mit verschiedenen Lösungen durchgeführt.

Beim Befüllen des Inhalationsgefäßes und dem Anschrauben an den Aufsatz kommt es nun bei jeder Maßnahme zum schlagartigen Entweichen von Atemgas und einem rapiden Druckabfall bis auf einen PEEP von 3.
Ich hab zwar versucht das so einzusetzen, daß das Ventil zum Schlauchsystem hin nicht aufgeht, aber das scheint unmöglich. Somit reduziere ich den PEEP nun jedesmal langsam auf 5 und setze das Ganze erst dann wieder ein. Das ist natürlich etwas zeitaufwendig.

Habt ihr dafür auf euren Stationen vielleicht eine galantere Lösung gefunden?

Gruß,
Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
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Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
D

Dirk Jahnke

Mitglied
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Moin Christian

Also den PEEP zu reduzieren bringt meiner Meinung nach nur nachteiliges.Wenn es tatsaechlich zu einem Druckabfall im Beatmungssystem sprich in der Lunge kommt(Maschine liefert doch sicher ordentlich flow in dieser Situation)Sollte man sich ueberlegen ob man vernebeln oder nach "Lachman" beatmen moechte.Bei uns wird nur hoechst selten vernebelt!Auf jeden Fall sollte nach jedem Druckabfall ein erneutes Eroeffnungsmanoever erfolgen.Und das 3x am Tag ??
Damit offen Lungenbereiche tatsaechlich die Chance haben offen zu bleiben (Surfactantbildung),sollte mindestens 24h das System geschlossen bleiben.Das heisst auch kein absaugen.Falls doch erneute Eroeffnung und ein neuer Versuch.

Tschau
Dirk
 
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Fachkrankenpfleger A/I
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Internistische Intensivpflege
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
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25.06.2000
Moin Christian
Auf jeden Fall sollte nach jedem Druckabfall ein erneutes Eroeffnungsmanoever erfolgen.Und das 3x am Tag ??
Damit offen Lungenbereiche tatsaechlich die Chance haben offen zu bleiben (Surfactantbildung),sollte mindestens 24h das System geschlossen bleiben.Das heisst auch kein absaugen.Falls doch erneute
Hallo Dirk,

Du hast den Nagel exakt und zielsicher auf den Kopf getroffen - ich sehe das ganz genauso. Aber eben genau da liegt mein Problem. Schlußendlich bin nicht ich es der das Beatmungsregime führt. Da ist mein Hebel leider "a weng" zu kurz..

Gruß,
Christian
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
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Holz - das fünfte Element

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07.07.2000
99999
[QB]Habt ihr dafür auf euren Stationen vielleicht eine galantere Lösung gefunden?

QB]
Hallo Christian,

ich kenne Vernebler mit einem seitlichen LuerLock-Ansatz, über den entweder via Perfusor zur kontinuierlichen Verneblung oder oder per Spritze die zu vernebelnde Lösung eingegeben werden kann - und zwar ohne bedeutsamen Druckverlust.

Viel Erfolg,

Hanno "Foggy" Ha.
 
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Krankenpfleger
Fachgebiet
Intensivtherapie
D

Dirk Jahnke

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Moin Christian

habe da gerade was gelesen

"Zusätzlich verfügt Evita über eine Leckagekompensation während der PEEP-Phase: Leckagen bis 20 l/min werden bei ausgeschaltetem Trigger substituiert, um den eingestellten PEEP stabil zu halten."
http://www.talessin.de/scripte/medizin/respiratoren7.html#_Toc468080112

Wohl unter CPPV solange das ganze mit Drucktrigger funktioniert - wusste ich noch gar nicht - aber CPPV ist ja auch nicht mehr so haeufig im Einsatz.

Tschau
Dirk

[ 03. Mai 2001 23:10: Beitrag editiert von Dirk ]
 
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Hermann

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19.07.2001
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hallo. wir versuchen dieses problem zu lösen in dem wir an der Evita4 Inspiration hold drücken und eine weitere pflegeperson den tubus mit einer peanklemme abklemmt.
dann kann in ruhe irgendwelche kurzen manipulationen durchführen. ein "kleiner" druckverlust ist trotzdem vorhanden.

Tschau
 
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stefan blumenrath

Neues Mitglied
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01.08.2000
Original erstellt von Hermann:
... und eine weitere pflegeperson den tubus mit einer peanklemme abklemmt.

Hi,
das ganze aber bitte _nur_ bei einem Patienten machen, der definitiv keine Atembewegung macht !
Sonst besteht die Gehfahr des Barotraumas bei hustenden oder pressenden Patienten.
Dann doch lieber die kleine Leckage in Kauf nehmen.

Stefan

streng persönliche Meinung
:eek:
 
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Internistische Intensivstation
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Oliver

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23.11.2000
46487
Hallo @all
Mein Vorschlag wäre ein Y-Stück mit MDI-Port zur vernebelung von Dosier-Aerosolen.
Scheint mir auch physiologischer als die "kalte-feuchte" Inhalationsluft aus den Inhaletten !

MfG Oliver
 
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S

Schöhler

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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo allerseits,

man könnte noch beim Hersteller fragen ob man einen Ultraschallvernebler (extern) Zwischenschalten darf....(oder ob das dann gegen MPG verstösst, weil Evita jau auch einen Ansatz hat). Dann könnte man zum Beispiel die Verneblertöpfe des Servo 300 nehmen, mit der Membran oben, durch die man mit Kanüle die zu vernebelnde Flüssigkeit in den erneblertopf einbringen kann.
Ansonsten wage ich zu behaupten, das ein vollständig diskonnektiertes System deutlich mehr als 20l/min verliert....

Gruss an Alle
Christian
 
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Fachgebiet
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G

Gerhard Raßmann

Mitglied
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Hallo,
von Draeger gibt es Vernebletöpfe mit Diskonnektionsschutz. Es kommt alse nicht zu dem beschriebenen PEEP-Verlust. Diese sind aber recht klobig.
Alternativ gibt es noch Einmalvernebletöpfe mit der gleichen Funktion (ich glabe von 3M)

Gruß
Gerry
 
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Lehrer für Pflegeberufe
Fachgebiet
Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
S

Schöhler

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04.02.2001
Ludwigshafen
Hallo Allerseits, hallo Christian,
das mit den Verneblertöpfen hab ich heute von einem Vertreter der Fa. Dräger auch erfahren;
allerdings sollte man auch nch folgendes in Erwägung ziehen:
Lt. einer aktuellen Studie (die ich nicht, wie die NO-Studie, verlegt habe, ich bekomm sie morgen live und in Farbe) ist die Inhalationstherapie mit herkömmlichen Substanzen bei gleichzeitigem hohem PEEP KONTRAINDIZIERT. Warum genau weiss ich nicht, Studie kommt wie gesagt erst noch in meine Hände, es gibt allerdings nur 3 Substanzem deren Verneblung obligat ist, während der ganze Rest schädlich ist
(die drei Substanzen sind Surfactant, irgendein Anti-Pilzmittel (Daktar?) und noch etwas..)....
Ob ich den Aufwand dasnn für ein Medikament betreiben muss, dessen Anwendung (angeblich) eher schadet als nützt ist fraglich...........

Gruss

Christian
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Herzchirurgie
G

Gerhard Raßmann

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Christian,

bitt informiere über diese Studie (nach Möglichkeit mit Quellenangabe). Sie würde mich sehr interessieren.
 
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Lehrer für Pflegeberufe
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Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie
Pflegeboard.de

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05.07.2001
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