Innere Medizin Erythrozyten-Infusion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
23.04.2011
24211
Moin

Klar sind viele Faktoren mit zu bedenken, aber die Frage bleibt für mich offen.

ist die Menge bei einem nicht operablen Magendurchbruch an Erythrozyten-Konzentrationen begrenzt.??

Wer hat hier die Entscheidungskompetenz?

Gibt es Alternativen??


Und Danke
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
H

Heiri78

Mitglied
Basis-Konto
25.08.2008
Zürich
AW: Erythrozyten-Infusion

äh, sorry off topic. 17:07 Uhr? Es ist erst 16:47 Uhr.
 
Qualifikation
Pflegefachmann
Fachgebiet
Reha
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
AW: Erythrozyten-Infusion

Die Uhrzeit kann durchaus differieren. Kommt darauf an, welche Uhrzeitangabe im Forum eingestellt ist. Die ist maßgeblich für die angegebene Uhrzeit im Beitrag.

ist die Menge bei einem nicht operablen Magendurchbruch an Erythrozyten-Konzentrationen begrenzt.??
Wie will man das Problem des Magendurchbruchs beheben, wenn eine Operation nicht möglich ist? Gibt es in dem Fall überhaupt eine Alternative? Mir ist keine bekannt.

Grundsätzlich sollten solche "Ersatzgaben" schon befristet sein, wenn klargestellt ist, dass das Problem nicht lösbar ist und somit zum Tode führt.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
D

Dirk Jahnke

Mitglied
Basis-Konto
AW: Erythrozyten-Infusion

Moin Tilidin

Deine Frage betrifft den rechtlichen, ethischen und hierarchischen Bereich der medizinischen Versorgung.

Auf der einen Seite hat der Patient sicher die Entscheidungskompetenz. Konnte er mit einer solchen Situation rechen hätte er z.B. in einer Patientenverfügung die EK Gabe bzw. auch eine Ultima Ratio OP ablehnen können! Beim vorliegen einer Vorsorgevollmacht oder einer eingerichteten Betreuung halt sein Vertreter.

Auf der anderen Seite muss der behandelnde Arzt eine Therapieoption sehen. Gibt es keine Therapieoption hat er sicher auch die Entscheidungskompetenz, die ja rein symptomatische EK Gabe zu beenden. Wobei die EK Gabe sicher in solchen Situationen nur eine der "notwendigen" Maßnahmen ist, die überdacht werden sollte.

Hält der Arzt eine Therapie für medizinisch indiziert , kann der Patient nicht selbst entscheiden und hat auch keinen Vertreter bestimmt ,muss erst das Gericht eingeschaltet werden um einen Vertreter zu bestimmen der entsprechend eingreifen kann.

Eine sogenannte Massentransfusion führt übrigens für sich zu neuen medizinischen Problemen. Hofft man auf eine spontane Verbesserung der Ausgangssituation kann man schon ein Limit an EK´s setzen. Ist dann halt ein abwägen zwischen Nutzen und Schaden.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Internistische Intensivpflege
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
29.06.2011
Karlsruhe
AW: Erythrozyten-Infusion

Stimme Dirk Jahnke zu.
Prinzipiell ist die Menge an EKs nicht beschränkt. Es stellt sich dann die Frage der Sinnhaftigkeit - und auch die Problematik der Folgekomplikationen durch die Massentransfusion.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.04.2011
24211
AW: Erythrozyten-Infusion

Danke euch Allen, auch Danke Henry 78, deinen Hinweis auf off topic u die Uhrzeit ist schon von seiner Sinnhaftigkeit verstanden worden, aber warum ein solcher Einwand??

Bei einem sehr alten Menschen, habe ich auch schnell die Lösung zur Hand, bei einem um die 50-60 wird die Entscheidungsfreundlichkeit schon sehr klein.
Dirk: hatte es schon angedeutet: moralisch ohne Ende zu diskutieren.

Klar: darf Gesundheit nicht zu jedem Preis erkauft werden, aber wer setzt hier wieder die Grenzen??
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
29.06.2011
Karlsruhe
AW: Erythrozyten-Infusion

Bei jemand um die 50 bis 60 würde man im Normalfall auf jeden Fall operieren. Warum tut man dies nicht? Vermutlich liegen andere Erkrankungen vor (Krebs?) Man wird andere Möglichkeiten erurieren die Blutungsquelle zum Versiegen zu bringen.
Bei einer akuten heftigen Bluthung wird man etwas unternehmen müssen, wenn sie nicht von alleine zum Stillstand kommt. Bei immer wieder vorkommenden Blutungen werden zusätzlich zu OPs auch immer wieder Erys gegeben. Es hängt halt sehr vom Fall und der sonstigen Prognose, dem sonstigen Gesundheitszustand und dem Willen des Patienten ab. Bei einem Menschen in dem Alter werden die Ärzte außer in der Onkologie wohl eher kaum "aufgeben".

Wer setzt Grenzen?
1. der Patient und sein Wille - oder die Angehörigen in seiner Vertretung
2. die Prognose und die Sinnhaftigkeit der Maßnahme - Leidensverlängerung oder Lebensgewinn? Hier fehlen dann meist schon die Menschen die sich diese Frage überhaupt stellen (wollen).
3. die medizinischen Möglichkeiten.

In dieser Reihenfolge sollte es meiner Meinung nach ablaufen - leider hab ich das Gefühl, dass oft an erster Stelle die medizinischen Machbarkeiten stehen und der Wille des Patienten erst ziemlich am Schluss kommt... dann wenn man eh nicht mehr weiterweiß.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.04.2011
24211
AW: Erythrozyten-Infusion

Bei jemand um die 50 bis 60 würde man im Normalfall auf jeden Fall operieren.
Na: das sehe ich aber genau so, eine Verlegung in die nächste Uni, währe wohl ein Pflichtprogramm gewesen.

Leider ist dies nicht in den Notfallsituation einzufordern, der fahrende Notarzt, auf dem NAW macht erst mal sein eigenes Haus voll, somit landet man halt erst in einem Regional-Krankenhaus.
Das Leitstellengesetz besagt ja nur, dass ich Wünsche äußern kann, ob diese umgesetzt werden, verantwortet der jeweilige Notarzt.
Aus kostentechnischen u. wirtschaftlichen Gründen, spricht ja auch noch vieles dafür, die nächsten 30-40 Kilometer nicht abzufahren.
Die Abläufe sind in einem Großen Haus aber wieder anders durchorganisiert, da wird dann auch SA. u. So. behandelt u. somit wird es am Ende vielleicht doch günstiger.
Bleibt die Frage: wie schafft man es, nicht ins Regionalkrankenhaus, sondern gleich in eine Uni zu kommen, der Notarzt aus dem Regional-Krankenhaus, ist erst mal allmächtig.
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
AW: Erythrozyten-Infusion

Bleibt die Frage: wie schafft man es, nicht ins Regionalkrankenhaus, sondern gleich in eine Uni zu kommen, der Notarzt aus dem Regional-Krankenhaus, ist erst mal allmächtig.
Meinst du es ist der richtige Weg gleich alle in die Uniklinik zu schicken?
Könnte man nicht auch den Weg über eine 2. Arztmeinung gehen?
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
D

Dirk Jahnke

Mitglied
Basis-Konto
AW: Erythrozyten-Infusion

Moin Tildin

Jetzt wird es aber wirr !

Mir ist deine Motivation und die Situation einschliesslich gestellter Diagnose nicht so recht klar. Jetzt geht es plötzlich um Rettungsdienststrategien ?

Der Notarzt wird die nächst geeignete Klinik anfahren.
Um mit einem schockigen Patienten quer durch die Weltgeschichte zu fahren, bedarf es schon einen speziellen Grund.
Ein Notarzt wird einen Verdacht haben - keine fertige Diagnose - dafür fehlen ihm die Möglichkeiten.
Die Unis, großen Kliniken werden sich bedanken wenn jeder Patienten direkt bei ihnen landen würde !
Auch kleinere Kliniken verlegen in größere Zentren. Erlebe ich täglich !! Aber größere Kliniken lehnen auch Patienten bei fehlender Kapazität bzw. Indikation ab !

P.S. Dein Zitat ist ja etwas aus dem Zusammenhang gerissen -
Bei jemand um die 50 bis 60 würde man im Normalfall auf jeden Fall operieren. Warum tut man dies nicht?...
Zurück zum Thema Motivation ?
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Internistische Intensivpflege
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.04.2011
24211
AW: Erythrozyten-Infusion

Ja ich gebe euch ja Recht, es wird wirr

Weil ich in meiner Aussage einfach viel zu undeutlich bleiben muss, somit kann mich niemand verstehen.

Sorry: das ich das Thema überhaupt angerissen habe, aber die Eingangsfrage war mir schon wichtig, ist auch umfassend für mich geklärt worden.
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
AW: Erythrozyten-Infusion

Ich kann dich schon verstehen, aber ohne die Einzelheiten zu kennen, kann man natürlich keine Aussage machen.
Persönlich habe ich so etwas im Familienkreis auch schon mitgemacht. Aber letztendlich war die Einstellung der kurzzeitig lebensverlängernden Therapie der richtige Weg.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.04.2011
24211
AW: Erythrozyten-Infusion

Danke Stern
Tausend Dinge, gehen einem durch den Kopf, wenn einem gesagt wird, dass ist die letzte Infusion, wenn sie nicht greift, dann folgt der Lauf der Dinge, (wörtlich)denn der Kosten-Nutzen-Effekt ist einfach nicht mehr gegeben.

Verständlich niederschreiben kann ich es nicht, aber für mich ist es geklärt.
Danke Euch
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
29.06.2011
Karlsruhe
AW: Erythrozyten-Infusion

Hm Tilidin... ob das mit dem Kosten-Nutzen-Effekt so gemeint war wie ich es bei dir verstehe?
Wenn ich soetwas mal gehört habe, dann ging es nicht um die monetären Kosten für die Klinik, sondern die Kosten an Leid und Elend für den Patienten und den fragwürdigen Nutzen etwas länger am Leben zu sein. Manchmal folgt der Lauf der Dinge.

In der Regel wird eher nicht zuwenig sondern zu lange zu viel gemacht... so ist zumindest meine Wahrnehmung.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

N
Hallo zusammen, ich habe mich initiativ im Krankenhaus Beworben und wurde auch direkt genommen. In allen Krankenhäuser in denen ich...
  • Erstellt von: NayrB95
0
Antworten
0
Aufrufe
214
N
T
Hallo zusammen. Ich war bisher immer immer im ambulanten Bereich tätig- Palliativ sowie Psych- Habe mich nun in einer Leasingfirma...
  • Erstellt von: turmalin999
3
Antworten
3
Aufrufe
872
N
L
Hallo, ich bin noch in der Ausbildung und lerne gerade. Kann mir jemand erklären was der Unterschied zwischen tief intramuskulär und...
  • Erstellt von: Luna1234
2
Antworten
2
Aufrufe
1K
A
Amorelie
Hi. Unsere Ernährungs Damen vom Krankenhaus haben den Standard das eine peg richtig fest verbunden sein soll also Kompresse halte platte...
  • Erstellt von: Amorelie
9
Antworten
9
Aufrufe
4K
D