Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

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Teetrinkerin

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Ich habe noch 17 :)heul:) Jahre bis zur gesetzlichen Altersrente, könnte etwas früher, wegen 60 GdB.
Ich merke, dass ich in meinen jungen und mittleren Jahren meine Kraft verpulvert habe und immer öfter und immer mehr an meine Grenzen stoße. Ich bin immer wieder und immer öfter wegen verschiedener Beschwerden krankgeschrieben und einer der verschiedene Ärzte die ich konsultieren muss, hat mir jetzt geraten, über eine eventuelle Erwerbsunfähigkeitsrente nachzudenken, meine Beschwerden sind zum großen Teil degenerativ und nur schwer positiv zu beeinflussen. Meine Schaffenskraft lässt kontinuierlich nach, das wird mir täglich schmerzhaft bewusst und das, wo ich meine Traumstelle gefunden habe.
Ich suche jetzt nach Kollegen, die ähnliches durchmachen, vor sich haben oder sogar hinter sich haben und mir raten können, bevor ich mich an offizelle Stellen wende.
Wie ist das beispielsweise mit einer Teilminderung, was macht das finanziell aus?
Vielleicht könnte ich meine Arbeitskraft noch eine Weile erhalten wenn ich weniger arbeiten könnte und von irgendwo her noch einen Zuschuss kriege, quasi ein bisschen arbeiten und ein bisschen was dazu kriegen oder sehe ich das zu blauäugig?
Man sagte mir auch, dass ich um so eine Rente zu kriegen, viel öfter krank "machen" sollte, aber sowas widerstrebt mir.

Wo könnte ich mich unverbindlich beraten lassen, ohne gleich einen Antrag auszufüllen, der Gedanke ist noch recht neu für mich - und wahrlich nicht angenehm.
 
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Tilidin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Hey Teetrinkerin
Leider muss Du dich noch etwas von der Berentung/Teilberentung verabschieden, denn im Rentenrecht geht die Rehabilitation vor der Berentung.
D.h. der Rententräger wird dich vieleicht mehrfach in die Rehabilitation schicken u. er wird es mit Sicherheit in die Länge ziehen.
Da braucht man einen langen Atem
Und denke daran: den Rentenabschlag hast Du ein Leben lang
Ich würde auch mal zur Krankenkasse oder Rentenberater gehen u. die Zahlen spielen lassen, bei einer Teilrente wird es nicht soviel sein????????
Je nachdem wie das Arbeitsleben gelaufen ist, aber da kann man schon einen Schreck bekommen.( 300-400€)?????????
Viel Glück
 
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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Kommt auf die Krankheit bzw. die Beschwerden an. Gibt eben auch Beschwerden, da hilft die beste REHA nicht.
Teilweise Erwerbsminderung bedeutet Hälfte von der bisher "erarbeiteten" Rente. Und dann kommt es darauf an, welches Einkommen man daneben noch hat.
Dann kann es nämlich sein, dass Dir die Teilerwerbsminderungsrente zugesprochen wird, aber keine Zahlung erfolgt. Man ist dann Rentner ohne Rente.
Die Erwerbsminderung hat auch nichts mit % GdB zu tun, das sind zwei verschiedene Schuhe.
:thumbsup2:Sonnensturm
 
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Teetrinkerin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Danke erstmal für die Antworten.
Tilidin, das mit den Rehamaßnahmen ist mir klar, dass es auf mich zukommen würde. Wär ja schön wenn ich den Antrag stelle und in einem halben Jahr könnte ich mich zur Ruhe setzen! :whistling

Ich bin einfach völlig verunsichert und habe Angst, weil mein Körper mich so im Stich lässt.
Ich würde nichts lieber tun, als weiterarbeiten bis die Altersrente fällig ist, aber ich fürchte das schaff ich nicht und ich kann doch nichts dafür! :cry:

Was würdet ihr in meinem Fall tun?
 
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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Hallo Teetrinkerin,

mit der Rente ist das derzeit gar nicht mehr soo einfach. Wie oben schon geschrieben wurde, erstmal beraten lassen. Da gibt es Rentenberater, dann bekommst du sicherlich deine Rentenübersicht von der Rentenanstalt, da hast du ja schon mal ein paar Zahlen (meine reguläre Rente beträgt derzeit 400€, wenn ich weiter so verdiene, wie in den letzten fünf Jahren, steht bei mir drauf, bin 46 J.)
Ansonsten kannst du dich - so du Mitglied bist - auch beim SoVd beraten lassen, die halfen dann auch bei allen Anträgen und klagen auch mal was ein....
Da ich zunehmend körperliche Beschwerden hatte, habe ich mit 40 noch eine Ausbildung zur Ergotherapeutin gemacht, habe nun eine super Stelle und es geht mir gut. Habe kaum noch Beschwerden und denke, dass ich bis zur Rente arbeiten gehen kann.
LG Sophia
 
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nofretete

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Ich glaube auch das du vielleicht umschulen könntest, vielleicht als Arzthelferin oder beim MdK, Krankenkasse wäre auch noch ne Möglichkeit. Genau das werden sie dir sicher auch in den Beratungszentren sagen, auch wenn du wie ich sicherlich auch den Beruf wirklich gern machst, nur wenige schaffen es bis zur Rente, der Körper ist halt wichtig und irgendwann müssen wir ihn schonen!
 
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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Umschulung, schön und gut. Was bringt die Umschulung oder Weiterbildung? Einen neuen Arbeitsplatz? Nicht sicher. Was macht man bis zur Bildungsmassnahme, wenn man bis dato in einem festen Arbeitsverhältnis ist? Wann fängt die Bildungsmassnahme an, Kündigungsfristen sind zu beachten. Welches Einkommen steht dann zur Verfügung?
Die Finanzierung muss geklärt werden. Das kann dauern.
Ohne ärztl. Gutachten läuft auf jeden Fall nichts und das muss jemand (der Rententräger z.B.) beantragen.
Kommt nun auf die Erkrankungen (berufsbedingt?)an, vielleicht auch die BGW mit einbeziehen.
:super::super::super::super::super::super:
 
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Tilidin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Hallo Teetrinkerin
Aus deiner Einleitung geht für mich hervor, das Du vieleicht ausgebrannt bist, aber Du beschreibst keine ernsthaften Erkrankungen.( degenerative?)
Daraus schließe ich, das dich der Rententräger nicht berenten wird, zumindest wird er Dir das Leben sehr sehr schwer machen.
Du solltes dich auf 2-3 Jahre einstellen, solange wird der Rententräger mit dir spielen. ( nichts mit in sechs Monaten in Rente)
Die BG wird dich mit einem Rückenleiden auch ins lehre laufen lassen.
Also: Facharztberichte müssen her, dein Arzt muss die Notwendigkeit einer Reha- Maßnahme beführworten, dein Leidensweg sollte auch bei der Krankenkasse ausreichend dokumentiert sein, u. wenn der Vertrauensarzt oder MDK die Notwendigkeit sehen, dann bekommst Du eine Reha- Maßnahme.
Was kommt dann: Zeitrente?, Umschulung?Teilberentung?eingeschränkte Arbeitsversuche; Hamburger Modell?
In dieser Phase muss Du laufend Anträge stellen, das dein Lebensunterhalt gesichert ist ( Krankenk..-Rentenk., evtl. Arbeitsamt)
Der Rententräger wird ein klares Ziel haben: Wiedereingliederung- max. Umschulung
Je mehr Krankheiten Du vorweisen kannst um so einfacher wird es, aber stell dich auf einen langen Zeitraum ein.
Hole Dir Hilfe bei den Sozialverbänden, Krankenkasse, Rententräger, sonnst hast Du irgentwann eine Bescheinigung in der Hand, wo drauf steht, das Du im sitzen arbeiten kannst u. keiner stellt dich ein. ( und keiner zahlt dein Gehalt)
Das kann nicht das Ziel sein.
 
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Sonnensturm

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Ausgebrannt? Kann ja sein, aber die 60% GdB kommen doch auch irgendwo her. :wink:
Kommt ja nun auf die Erkrankungen an.
Es soll Erkrankungen und Beschwerden geben, die kriegt keine REHA weg, Was spricht denn dagegen, einen Antrag bei der RV zu stellen, der Arzt hat es doch schon empfohlen.
Der Antrag kostet und verpflichtet zu nichts. Die reagieren dann schon mit Facharztgutachten, kostet den Antragsteller auch nichts. Fahrtkosten werden auch erstattet. Und dann erhält man irgendwann eine Entscheidung, die man akzeptiert oder nicht.
Wie gesagt, ein Versuch kostet nichts.
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. :wink:
 
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Teetrinkerin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Nein Tilidin, "ernsthafte" Erkrankungen habe ich zum Glück nicht. :rolleyes:
Wie schon erwähnt, bin ich seit meinem 17. Jahr in der Pflege, habe in jungen Jahren sehr viel gearbeitet, auch zusätzlich und hatte etliches an psychischem Druck zu tragen. Dies ebenfalls andauernd.
Die Schmerzen begannen mit ca. 40 Jahren im Kopf, ich meine natürlich Kopfschmerzen. Dann wurden Schulter/Hals/Arm erfasst, abwärts zu Lendenwirbelbereich, Ischialgien bis letztendlich zu den Füssen und seit ca. 5 Jahren bin ich keinen Tag mehr ohne Schmerzen gewesen. Zu Beginn halfen noch Ibu und Aspirin, heute bin ich auf Tramal und noch nicht vollkommen schmerzfrei.
Nur wenn ich nichts tue, also daheim rumgammle, ein bisschen Haushalt eben - das geht. Sobald ich aber z.B. doch mal zwei Taschen beim Einkauf trage, weil ich mein Wägelchen nicht mitgenommen habe, geht mir das zwei Tage mit Schmerzen nach. Auf Arbeit mache ich nie mehr als 5 Tage oder Nächte Dienst hintereinander, weil mit jedem Dienst - Tag nehmen die Schmerzen zu.
Ein Job im Sitzen? Sitze ich mal ein bisschen länger am PC, weils spannend ist oder ich viel zu scheiben habe, schmerzen mir anschließend Arme und Schulter und mein Ischias jodelt. Ich wurde bereits an verschiedenen Körperteilen operiert (Füsse ,Beine, Schultern) und schon eine ganze Zeit hat keine Diagnostik mehr stattgefunden, auch die Schmerzambulanz in die ich seit einem halben Jahr gehe kommt kaum voran, weil ich für die Diagnosik zu Fachärzten muss und beim Rheumatologen z.B. habe ich im September (!!!) für Januar einen Termin bekommen.
Ich habe manchmal schon gedacht, ich weise mich selbst in die Psychiatrie ein, weil ich die Schmerzen nicht mehr ertrage.
Auf Arbeit komme ich meist ganz gut durch, ich kann viel aushalten, nur manchmal reisst es mich auch dort und ich werde krank geschrieben.
Der Orthopäde sagt, das wäre eine "Ganzkörperarthrose" und versucht mir seine Igels und Salben zu verkaufen, die ich bei Sanicare billiger kriege. :angry:
Ich habe das Gefühl, ich wäre in den letzen Jahren pro Jahr um zwei Jahre gealtert und fühle mich insgesamt einfach nicht mehr wohl.
Morgens fühle ich mich wie 70, das wird im Laufe des Tages langsam besser - wenn ich frei habe und ganz manchmal habe ich - wenn ich still sitze und ein Buch lese - eine Zeit keine Schmerzen.
Diese Momente hole ich mir gelegentlich mit Absicht, damit ich nicht vergesse, wie es ohne Schmerzen ist.
Eine Psychotherapie mache ich nun seit zwei Jahren, die zweite Verlängerung ist beantragt. Das hilft mir auch sehr, aber gegen die körperlichen Schmerzen brauche ich Medikamente.
Ausgebrannt fühle ich mich eigentlich auch nicht.
Ich gehe gerne auf meine Arbeit, ich liebe diesen Job und ich will nicht diese oder eine andere Rente haben.
Ich will schmerzfrei sein und arbeiten, bis die Altersgrenze erreicht ist und ich aufhören "darf".
Ich arbeite 75% und meine körperliche Belastung ist mit der in der normalen Alten oder Krankenpflege absolut nicht zu vergleichen, deswegen weise ich ja den Gedanken an Burnout so weit von mir.

Mein Körper ist einfach am Arsch. :cry:
 
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Tilidin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Sonnensturm
Du hast mit allen Recht, ich wollte sie nur animieren sich so umfassend wie möglich zu informieren, dann wird der Zeitraum u. das Ziel vieleicht klarer.
Im halben Jahr in Rente: das wird eine schwere Nummer
Der Versuch kostet nichts

Teetrinkerin
Schmerztherapeuten: die auch bereit sind Morphin oder Opiate zu verschreiben.
Schmerzen muss keiner mehr erleiden, vieleicht brauchst Du auch eine psychologiesche u. antidepressive Begleitung.
Das passende Konzept wird man Dir bestimmt in einer Reha- Klinik zusammenstellen.
Versuch dein Glück
 
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Ach Tilidin, wenn man weiss, wie "schnell" die RV arbeitet, kann man ruhig den zweiten vor den ersten Schritt tun. :wink:
Aber mich verwundert doch, dass erst nach der Rente gefragt wird und dann doch keine Rente, nur keine Schmerzen mehr.
Und zum Aufstocken des Einkommens, wenn man weniger arbeitet, ist diese Rente allerdings auch nicht.
Renten wegen Erwerbsminderung: Hinzuverdienst
Dann hat man nämlich einen Rentenanspruch wegen der Erkrankung bzw. Beschwerden ohne Zahlung der Rente.:angry:
:coff:Sonnensturm
 
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Tilidin

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Hey Teetrinkerin
Deine Eingangsfrage ist ja nicht mehr das Problem, aber wenn man sich die Gesamt- Symtomatik vor Augen führt, dann würde ich Dir anraten wirklich eine Kur ( psychosomatisch) zu beantragen.
Einfach den Akku auftanken u. Selbstpflegememechnismen kennen lernen.
Ich komme ja aus der Psych: deshalb sage ich hier.
Das nicht wahrhaben wollen für eine bestimmte Erkrankung, ( latente Depression?) führt nur zur Verlängerung des Leidensweges u. sollte in der heutigen Zeit schon gar nicht mit Scham besetzt sein.
Je offener man sich mit den Symtomen auseinander setzt, umso weniger Bedeutung bekommen sie.
Ich drück Dir die Daumen
 
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Karle99

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AW: Erwerbsunfähigkeitsrente - wie fängt man das an ...?

Liebe Teetrinkerin!
Ich habe lange überlegt, ob ich Dir antworten soll, weil mich Dein Thema schon beim Lesen völlig fertig macht. Weil: so wie Du das schreibst, könnte es auch von mir geschrieben worden sein. Es gibt nur drei Unterschiede: 1., ich muss nur noch 7 Jahre. 2.ich habe auch noch eine völlig vermurkste Hand, die zu nichts mehr zu gebrauchen ist und 3. ich habe den Schritt schon hinter mir, mit dem Antrag.
Deshalb hier nun meine Erfahrung:
Der Gutachter stellt völlige Berufsunfähigkeit fest. Die RV lehnt meinen Antrag ab, mit der Begründung, Verschleißerkrankungen würden keine Erwerbsunfahigkeit, bzw. Erwerbsminderung bedingen, ich könnte schließlich als Pförtnerin arbeiten.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ich nicht nur Waschwasser , Rasierer, Föhn usw. fallenlasse, sondern meinen Patient. Die RV interessiert das wenig!
Du solltest dich also wappnen, auf das, was nach so einem Antrag auf Dich zukommt: lange , zermürbende Wartezeiten, Gutachter, die Dir Hoffnung machen und dann doch (vielleicht) die Ablehnung.
Ich habe Widerspruch eingelegt, was aber auch heisst, dass ich nun wieder nicht weiss, wie es bei mir weitergehen soll.auch ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr weiter kann.
Ich stelle mir das so vor, ich bewerbe mich in einem Bereich ausserhalb der Pflege( bin ja berufsunfähig) und sage, lieber Chef, ich habe zwar nur Pflege gelernt, bin erst 58 Jahre alt, habe nur eine funktionstüchtige Hand, aber ich bin mit Sicherheit ihr Traumarbeitnehmer.
Was glaubst Du, was mir dieser Chef antworten wird?
Mein Rat an Dich, zusätzlich zu den vielen anderen guten Ratschlägen hier, setze auf das psychische Problem, das wird besser anerkannt, als irgend ein körperliches Manko. Versuche es wenigstens, Du kannst Widerspruch einlegen und bis zum Sozialgericht gehen.
Denke aber daran, dass Dich diese ganze Prozedur auch runterreissen wird, denn es ist oft nur reine Glückssache, wie Du und Deine Situation von der RV beurteilt werden wird.
Liebe Teetrinkerin, ich wünsche dir alles Gute und drück dir die (bzw. den) Daumen, dass du mehr Glück hast als ich.
Wenn du möchtest, berichte ich hier weiter und es wäre schön, wenn auch du das machen könntest.
Liebe Grüsse
Karle99
 
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