Kommunikation Erstgespräch mit einer Altenpflegeschülerin

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Loren24

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Hallo zusammen...

Ich habe vor kurzem die Aufgabe der Praxisanleitung übernommen und nun stehe ich vor einem Problem...

Das Erstgespräch mit meiner ersten Altenpflegeschülerin..

Meine Frage bezieht sich auf den Inhalt des Erstgespräches...

Worauf muss ich achten ? Was sollte in diesem Gespräch erläutert werden ?

Wenn jemand einen rat wei? , dann währe ich euch dankbar...

:eek:riginal:
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin
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Mietze-Katze

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Also ich denke für das Erstgespräch ist wichtig: Ausbildungsziel im jeweiligen Semester, was erwartet der Schüler von der Station, was erwartet die Station vom Schüler.
Gepflogenheiten der Station klären (Anrede: Du oder Sie, Dienstabläufe, Dienst tauschen)
 
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Krankenschwester
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Med.Klinik
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Loren24

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Hallo...

Danke für deinen Rat...es ist nur schwierig die "richtigen" Ausbildungsziele zu vereinbaren , da die Praxiseinsätze immer kürzer werden und die Schüler nach dem neuen Rahmenlehrplan ausgebildet werden sollen...

Die Schule schafft nur wenig Hintergrundwissen und die Schüler sollen das Hintergrundwissen was sie haben noch in die Praxis ausweiten. In den Ausbildungsleitfäden für das erste Lehrjahr stehen nur wenige Themen bzw. Ausbildungssituationen zu dem Hintergrundwissen was die Schüler in der Schule erlernt haben...

Und deswegen weiß ich nicht genau wie ich meine Schülerin in verschiedenen Fachkompetenzen ausbilden soll , wenn sie wenig Hintergrundwissen hat und der Praxiseinsatz nur 8 Wochen dauert ( im Durchschnitt )

Viele Grüße...
 
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Manu5959

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Hallo Patti24,

nun, ein Praxiseinsatz mit der Dauer von 8 Wochen ist doch prima!:wink:
Altenpflegeschüler haben einen Ausbildungsvertrag mit der jeweiligen Einrichtung.
Das heißt, die Einrichtung ist für die praktische Ausbildung der gesamten 3 Jahre verantwortlich!
Das bedeutet für eure Einrichtung, das ihr möglichst ein Ausbildungskonzept habt bzw. erstellt, und in Anlehnung an den theoretischen Ausbildungsplan einen praktischen Ausbildungsplan erstellt.
Dort finden sich auch die entsprechenden Lerninhalte wieder.

Warum ist die Schule nicht in der Lage, dem Schüler Hintergrundwissen zu vermitteln?:blushing: Verstehe ich jetzt nicht so ganz.
Die Schule vermittelt die Basis, und das Erlernte wird in der Praxis geübt und umgesetzt.

Jeder Schüler hat ein Nachweisheft/ Lernzielkatalog, dort findest du die jeweiligen theoretischen Lerninhalte, auch welche Maßnahmen in der Schule schon einmal praktisch vermittelt wurden.

Das ist die beste Orientierungshilfe für dich.

Schau nach, was der Schüler neu gelernt hat und ermittle mit ihm zusammen ein neues praktisches Lernziel.

Glaub mir, es findet sich immer was.:wink: Sogar mehr als genug.:sick:

Zu deiner Fragestellung wegen dem Erstgespräch antworte ich gerne heute abend, muß jetzt leider weg....

Grüßle Manu
 
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KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
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Manu5959

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Hallo Patti,

ich nochmal...:wink:

Fragestellung war, welche Inhalte im Erstgespräch:

Grundsätzlich ist ein Protokoll hilfreich, auf dem die einzelnen Punkte gekennzeichnet sind.
Wie schon erwähnt wurde, liegt das Augenmerk auf Zielstellungen, Vorstellungen usw.
Ich erläutere, wie sich die Ausbildung in unserer Einrichtung gestaltet, welche Erwartungen wir an den Schüler haben, was der Schüler in der Einarbeitungszeit erwarten kann, usw.
Leider kann ich dir derzeit keinen Anhang mit Protokoll und checkliste zum Erstgespräch einstellen, aber ich glaube, hier im PA- Forum sind die schon.
Falls du nicht fündig wirst, schick ich sie dir bei Bedarf per Post.

Grüßle Manu
 
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Loren24

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Hallo Manu ,

danke für deine ausführliche Antwort..
Von der Schule habe ich einen Gesprächsbogen für das jeweilige Ausbildungsjahr bekommen , diese sind sehr umfangreich und teilen sich nur auf die verschiedenen Kompetenzen auf.

Was die Schule betrifft , diese hat mir einen Plan der durchgenommen Themen geschickt , wobei meine Schülerin , nur 1/4 von dieser Aufstellung theoretisch durchgenommen hat. Die Schule hat sich mit der Zeit verkalkuliert , diese erwartet aber das sie die restlichen Themen in der Praxis erlernt.

Aber es sollten ja erstmal das erlernte 1 /4 umgesetzt werden , bevor ich mit dem restlichen Themen beginne oder ?

Das Problem was ich sehe ist , das die Schüler nach dem neuen Rahmenlehrplan ausgebildet werden sollen und sich dieser nur aus Fallbeispiele und Lernfelder besteht. Die Lernziele im Ausbildungskatalog sind nur in Kompetenzen gegliedert. ( Ausbildungsnachweis )

Und ein Ausbildungskonzept gibt es noch nicht. Diese versuche ich selbstständig für die Schüler zu entwickeln...was sich schwierig gestaltet....

Ich danke dir für deinen Beitrag und freu mich von dir zu hören...

Viele Grüße Patti
 
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Manu5959

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Hallo Patti,


diese sind sehr umfangreich und teilen sich nur auf die verschiedenen Kompetenzen auf.
Könntest du mir das bitte näher erläutern? Für ein Erstgespräch kann ich mir die einteilung in Kompetenzen grad nicht vorstellen, kenne ich so nicht, würde mich aber interessieren.:wink:

Die Schule hat sich mit der Zeit verkalkuliert , diese erwartet aber das sie die restlichen Themen in der Praxis erlernt.
Ohhhhh, zieh dir diesen Schuh ja nicht an!:angry: Das ist ja eine bodenlose Frechheit, also wirklich.
Die Schule schafft den Plan nicht, aber die Praxis soll es nachholen? Na aber Hallo!:mad_2: Sorry, denen würd ich gewaltig auf die Füße treten!

Gut, du hast die bisherigen Lerninhalte des Schülers, die theoretisch vermittelt wurden.
Mit denen kannst du ja gezielt arbeiten.
Außerdem kannst du deinem Schüler in der Praxis so viel zeigen und erklären wie möglich und möglich ist.


Aber es sollten ja erstmal das erlernte 1 /4 umgesetzt werden , bevor ich mit dem restlichen Themen beginne oder ?
Jeb!


Liebe Grüße Manu
 
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smily

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Hallo zusammen,

hilfreich ist es auch, wenn sich eine "Einarbeitungsmappe" auf Station befindet, die erstmal die allgemeinen Dinge zur Station vermitteln (Struktur, Besetzung, Krankheitsbilder, Leitbild, Infos zu anderen Ressorts, Ablauf der Dienste mit zu erledigenden Aufgaben...)- das kann der Schüler dann auch daheim lesen und Ihr spart Zeit, denn das muß man dann schon nciht mehr so ausführlich beschnacken:eek:riginal:

Ich finds im Übrigen auch ein starkes Stück, mit welchen Forderungen die Schule an Euch herantritt- die Schüler haben meist schon genug Probleme, das theoretisch Bekannte in die Praxis umzusetzen- wie soll das denn mit neuen Lerninhalten funktionieren:spinner: ???

Viel Erfolg!
Liebe Grüße, smily
 
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manuelstahnke

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hallo patti!
bin grad mit meinem probehalbjahr fertig (praxisnote 1,1 :); in der schule lag der fokus im ersten halbjahr auf grundpflege und analog dazu beobachtungen an der haut, grundlagen der psychologie inkl möglicher kommunikationsfehler.

ich halte es für die praxis für sinnvoll, wenn man den schüler zur ganz- und teilkörperwäsche anleitet, duschen und baden in duschstuhl, lifter, etc. bespricht; weiterhin die grundlage zum reichen und bilanzieren von mahlzeiten; danach kommt dann lagerung dran. basics wie desinfektion von händen und flächen sowie bettwäschewechsel sind natürlich auch wichtig. dann noch die dokumentation von lagerungen und die grundpflegenachweise sowie hinweise, wie ein pflegebericht mit bezug auf die AEDLs auszusehen hat


zu den ausbildungsmappen:
das regelt jede altenpflegeschule anders; der kurs vor mir sollte die noch benutzen, ich tue es mit meiner anleiterin als gedächtnisstützte; darin sind übrigens auch mehrere checklisten, die sinn machen (vorstellung der mitarbeiter, des wohnbereiches, aller bewohner, arbeitsschutz, etc.)

wenn du fragen hast patti, meld dich gern hier per privater nachricht.
viele grüße,
manuel
 
Qualifikation
Azubi AP
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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Loren24

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Hallo Manu ,

danke für deine Antwort...
Der Schule werde ich auch erstmal ein bißchen auf die Füße treten , Termin ist schon vereinbart.

Um auf deine Frage mit den Kompetenzen zu antworten..
Nach dem neuen Rahmenllehrplan werden die Schüler nur nach den Kompetenzen ausgebildet , d.h. das sie in der Methodenkompetenz , Fachkompetenz , Sozialkompetenz und Selbstkompetenz ausgebildet und bewertet werden sollen.
Im Ausbildungskatalog ( wo die erlernten Ziele abgezeichnet werden sollen ) , stehen nur verschiedene Kompetenzeinstufungen. Keine einzelnen Tätigkeiten.
In der Schule werden die Schüler auch nicht mehr nach Lernfächern bzw. Themen ausgebildet,sondern nach Fallbeispielen, die selbstständig ausgearbeiten werden sollen. Bei Fragen steht der Dozent zur Verfügung , aber in erster Linie sollen sie dies selstständig machen.

Deswegen ist es auch schwierig das theoretisch erlernte in die Praxis umzusetzten , da die Schüler keine spezifischen lernfächer mehr haben..

Ich hoffe das ich dir deine Frage damit beantworten konnte...ich danke dir für deine..

lieben Gruß Patti
 
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Gesundheits-und Krankenpflegerin
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Loren24

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Hallo Smily ,
ja wie soll das mit den Lerninhalten funktionieren , gute Frage..eine Antwort habe ich noch nicht gefunden...
Ich möchte meine Schülerin auch nicht überfordern , aber PROBLEM ist halt das sie im April eine praktische Prüfung ablegen soll und meine Aufgabe ist es nunmal sie darauf vorzubereiten , auch wenn theoretisches Wissen aufgearbeitet werden muss...
Die Schule setzt dies irgewie voraus das ich das was sie nicht geschafft haben , ihr irgendwie vermittel , aber wie soll ich das bis dahin schaffen?
Wenn die Grundlagen nur halb da sind...

Viele Grüße Patti
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin
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A.Hoffmann

A.Hoffmann

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Hallo,


anbei eine Auflistung, auf was im Vorgespräch zu achten ist, bzw. in der Planung zu berücksichtigen ist.



Vorgesprächsprotokoll zur praktischen Anleitung:

Das Vorgesprächsprotokoll ist vorgesehen für die Schritte:
- Informationssammlung und
- zielorientierte Planung

Informationssammlung

Zunächst werden Informationen über den/die SchülerIn eingeholt und dokumentiert.
Diese sind zum einen allgemeiner Natur (Kopf des Protokolls). Zum anderen bezeihen sie sich auf die Aufgabenstellung / Anleitungssituation. In den Spalten “Lernstand des/der SchülerIn bezogen auf die Aufgabenstellung“ werden relevante Vorerfahrungen und Kenntnisse bzw. Unbekanntes eingetragen.
Wichtig ist hierbei, dass sich der/die AnleiterIn darüber im Klaren ist, welche einzelnen Fertigkeiten und Kenntnisse der geplanten Aufgabenstellung zu Grunde liegen müssen.

Zielorientierte Planung

Die angestrebten Ziele werden unterteilt in Handlungsziele, Lehr- und Pflegeziele.
Handlungsziele sind die von dem/der SchülerIn formulierten Lernwünsche oder vom Anleiter /der Anleiterin vermuteten Wünsche des/der SchülerIn.

Die Lernziele werden auf Grund des ermittelten Lernstands von dem/der AnleiterIn formuliert. Hier besteht auch die Möglichkeit, besondere Schwerpunkte in der Anleitungssituation zu setzen (z.B. rückenschonendes Arbeiten zu beachten).

Die Pflegeziele sind die Ziele, die der Bewohner bezüglich der Pflegehandlung hat. Dadurch wird ausdrücklich der Bewohner mit in die Lernsituation einbezogen.
In der Regel empfiehlt es sich, möglichst pro Kategorie drei Ziele zu formulieren.
Dadurch werden die Ziele auf einem mittleren Reflexionsniveau festgeschrieben, d.h. sie sind nicht zu allgemein gehalten, aber auch nicht zu detailliert aufgeführt.


Die Rückseite des Formulars ist vorgesehen für die Planung. Sie besteht im Wesentlichen aus der Festlegung der Lerninhalte, Lernaufgaben und Lernform.

Die Spalte Lerninhalte setzt sich mit der fachlichen Seite der Anleitung auseinander. Hier geht es darum, das Anleitungsthema zu strukturieren. Fast immer bietet sich die Grobstruktur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Pflegehandlung an.
Bei wenig komplexen Themen kann man hier unter Vorbereitung das erforderliche Material eintragen und unter Durchführung eine Handlungskette erstellen. Bei komplexeren Themen sollte man beides als Anlage zum Vorgesprächsprotokoll dazu geben.
Sollten zu dem Anleitungsthema ein Pflegestandard oder Pflegeleitlinien vorliegen, werden diese mit berücksichtigt (als Anlage hinzugefügt).

Die Lernaufgaben legen fest, auf welche Art und Weise der/die SchülerIn die entsprechende Fertigkeit erlernen soll, man könnte auch sagen, wie der Lerninhalt zum Handlungsrepertoire der Anzuleitenden wird oder wie der Stoff von dem/der AnleiterIn zum/zur SchülerIn transferiert wird. Die Lernaufgabe stellt den methodischen Teil der Anleitung dar, sie beschreibt den Weg, der eingeschlagen werden soll, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
Die Lernaufgaben werden entsprechend der ausgewählten Lerninhalte und angestrebten Lernzielen formuliert. Lernaufgaben sind konkret formulierte Arbeitsaufträge. Sie machen deutlich, was in welcher Form innerhalb der Lernsituation getan werden soll. Die genaue Formulierung von Lernaufgaben erleichtert eine Strukturierung des Lernprozesses.
In der Legende des Dokumentationsbogens sind acht unterschiedliche Lernaufgaben beschrieben, sie sind im Sinne der zunehmenden Komplexität und des zunehmenden Schwierigkeitsgrades von einfach nach komplexer aufgeführt.

Mit der Wahl der Lernform werden die Rollen der Akteure festgelegt. In der Legende werden vier verschiedene Grundformen definiert, die sich in logischer Konsequenz aus den gewählten Lernaufgaben ergeben. Durch die Festlegung der Lehrform wird jedoch noch einmal eingehender reflektiert, welcher Art die Aktivitäten von dem/der AnleiterIn und des/der SchülerIn sind.


Die dazugehörigen Anleiterbögen findest du hier im Forum unter: http://www.pflegeboard.de/forum/30232-handreichung-praxisanleiter-5.html

Hoffe, ich konnte weiter helfen,




MfG
A Hoffmann
 
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