Intensiv Ernährung in Bauchlage

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D

dvr272

Mitglied
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29.03.2006
69121
Hallo liebe Kollegen,
in letzter Zeit gibt es auf unserer Sation Unstimmigkeiten, was das Thema Ernährung in Bauchlage angeht. Wie wird das bei euch gehandhabt? Wir haben ein gutes Ernährungskonzept, was aber wohl doch nicht so gut verständlich ist. In unserem Konzept ist vorgesehen, die Pat mit dem ganzen Bett in eine 30 Grad Lagerung zu bringen und mit einer Zottenpflege von 10ml/h zu beginnen, ist ein Pat. bereits aufgebaut, wird die Kost um die Hälfte reduziert. Nur leider gibt es trotzdem Unstimmigkeiten im Team.
Grüße aus Heidelberg.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Kardiointensiv
C

Cystofix

Mitglied
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11.11.2004
69120
Moin,

wir ernähren mit verminderter Laufrate weiter. Legen Leute aber selten auf den Bauch.

Gruss Cys
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Anästhesie/Intensiv
D

dr.poops

Wir sind uns auch lange Zeit nicht ganz einig gewesen. Zur Zeit werden PatientInnen, die regelmäßig (alle 8h) auf den Bauch gelagert werden, nicht mit Sondenkost versorgt. Es wird zwar gesagt, daß das durchaus machbar ist (mit einer Flussrate von 10-20ml über eine Ernährungspumpe), aber meistens hatten die Pat. dann doch einen zu hohen Reflux:sick:, daß wir davon abgesehen haben. käthe poops
 
P

Pflegefutzi

Neues Mitglied
Basis-Konto
29.03.2007
21339
Hallo,
sehr häufig geben wir am Tage die Ernährung und dann kommt der Patient zur Nacht auf den Bauch und am nächsten Tag wieder auf den Rücken. Hat sich schon sehr oft gut bewährt.
Gruß Futzi
 
Qualifikation
Pfleger
Fachgebiet
Chriurgie
its11105

its11105

Mitglied
Basis-Konto
13.03.2006
22455
Hallo...

Bei uns werden die Pat. gar nicht auf dem Bauch gelagert, ich kann mir das auch nur schwer vorstellen muss ich ehrlich sagen. Liegen die dann wie in der stabilen Seitenlage? Wie vereinbart sich das mit den Beatmungsschläuchen?
Und wie siehts mit dem Stuhlgang aus? Gibt das beim wieder rum drehen nicht ne riesen Schweinerei?
Würde mich mal interessieren auch wenn es sich komisch anhört:blushing:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Elternjahr
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
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05.10.2000
58644
Wir ernähren auch in 135°Seitenlage. Auf den Bauch wird eigentlich so gut wie nie gelagert.
Wir richten uns da, genauso wie bei den "normal" gelagerten Patienten, nach Reflux. Zudem wird das Bett "schräg Oberkörper hoch" gelagert. Haben da kaum Probleme mit der Ernährung gehabt. (jedenfalls nicht lagerungsbedingte Probleme)
Bei den Rotorestbetten ernähren wir übrigens ebenfalls nach Reflux weiter. Auch da besteht keine Kontraindikation zur Ernährung.

@its11105,
ja, die Lagerung ist wie eine Lagerung in stabile Seitenlage. (jedenfalls in 135° Lagerung), wird bei Patienten mit massiven Beatmungsproblemen (ARDS ect.) angewand. Dadurch erreicht man eine Umverteilung der Durchblutung in der Lunge und somit auch eine bessere Oxygenisierung. (Veränderung der Diffusions- Perfusionsverhältnisse)
Wir haben auch einige Zeit gebraucht, um die beste Position aller Schläuche hinzubekommen. Auch gab es am Anfang lagerungsbedingte Druckstellen (meistens im Gesicht) Mittlerweile (da es zur Routine gehört) ist das alles kein Problem mehr. Der Stuhlgang ist sogar noch viel besser zu "handhaben" da man viel besser an den Po drankommt:wink:

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
P

Paddy

Hallo,

wir haben auch sehr viele Patienten auf den Bauch gelagert. Uns konnte niemand eine adequate Antwort auf die Ernährung geben. Es funktioniert genauso wie in Rückenlage!

MfG
Paddy
 
M

Michael

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.05.2007
59368
Hallo,
Wir lagern die Patienten bei respiratoischen Problemen) relativ häufig auf den Bauch. Wenn es Probleme mit dem Bauch (Z. n. Bauch- OP) gibt bevor- zugen wir die Strandlage! Die Umlagerung erfolgt gegen Abend und die Bauchlage dauert ca 8- 12 Std. an. Die Ernährung wird im Normalfall so lange gestoppt, da der Reflux erfahrungsgemäß einfach zu groß ist!
Grüße,
Michael
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Intensivstation
M

Michael

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.05.2007
59368
Hallo,
Die Bauchlage wird bei Patienten mit respiratorischen Problemen bei uns inzwischen routinemäßig durch geführt. Früher brauchten wir zu Drehen vier bis fünf Leute inzwischen geht manchmal sogar mit zwei oder drei Kollegen (je nach gewicht des Patienten). Am Anfang konnten wir uns auch nicht damit anfreunden! Der Aufwand erschien uns zu groß! Aber die Verbesserung der Beatmung durch die Belüftung der vorher in Rückenlage nicht belüfteten Lungenbezirke war aber häufig gravierend. So haben wir mit den Jahren Routine entwickelt. Die Bauchlage wird mindestens 8 Stunden oder länger durchgeführt (meist über Nacht). Natürlich bedürfen Tubusfixierung, Schlauchführung und Vermeidung von Druckstelle besonderer Beachtung! Zur Abpolsterung des Gesichtes in Bauchlage haben wir ein spezielles Polster (sieht aus wie eine von innen gepolsterte Eishockeymaske) Hat sich sehr gut bewährt! Mir fällt gerade nicht die Firma ein. Wenn es jemanden interessiert , kann ich ja mal nachsehen! Das ein Patient im Bauchlage abführt, hab ich noch nie erlebt, ist natürlich nicht ganz ausgeschlossen. Allerdings müssen diese Patienten massiv analgosediert werden.
Grüße Michael
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Intensivstation
neuro77

neuro77

Mitglied
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10.08.2007
88145
Bei uns wird ein ARDS Patient immer auf den Bauch gelegt, und die Ernährung wird auch reduziert, bzw. es erfolgt ein Geschwindigkeitsaufbau.... Druckstellen gibt es immer wieder, aber die verbesserte Lungensituation ist es quasi wert.... wenn es sich in Grenzen hält.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Intensivstation
UniVR

UniVR

Mitglied
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22.01.2007
39010
Servus Kollegen.
Respiratorisch schlechte Patienten werden auch hier in Bauchlage fuer 6 - 12 Stunden verbracht. Die enterale Ernaehrung wird fuer diese Zeit gestoppt und auf den Rest des Tages verlegt. Diese Karenz resultiert daraus, dass wir unsere Patienten ohne spezielle Matratzen oder sonstige Hilfsmittel auf den Bauch legen. Wir nehmen auch keine Kissen mehr zur Unterpolsterung von Thorax und Becken, sondern legen sie einfach auf die Matratze. Druckstellen haben wir deshalb nicht mehr als frueher. Und nur zur Sicherheit lassen wir die Enterale weg, falls es doch zu einer abdominellen Druckerhoehung kommt, die wir bisher noch nicht beweisen konnten.
Monatlich haben wir 3 - 6 Bauchlieger.

Gruesse aus den Bergen
Joerny
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger fuer Intensivpflege und Anaesthesie
Fachgebiet
Universitätsdozent für Krankenpflege
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05.07.2001
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