Entwurf einer Petition an den Bundestag

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
C.Tina

C.Tina

Mitglied
Basis-Konto
30.01.2006
25489
Hallo stinkfisch...

Auch ich wünsche Dir alles Gute für die Op und *GUTE BESSERUNG* :flowers:


LG,Tina
 
Qualifikation
exam. Altenpflegerin
Fachgebiet
Senioren - und Pflegeheim
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Palliative Care
A

Altenpflegel

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.11.2006
50735
Hallo flocky,
Wie an die Träger herantreten ? offener Brief ?
Unterschriftensammlung ist eine gute Idee aber im Moment bin ich da noch etwas skeptisch !
Ich dachte mir das sehr einfach: bundesweite Unterschriftenaktion gebündelt an Presseagenturen und Sender verschicken mit der Bitte endlich auch mal die Trägerverbände einzuladen (wennmöglich auch Verdi und die Brufsverbände) und die Einladung zu Talkshows/ Diskussionen abwarten.

Käme es dazu (weil das Thema grade wieder hip ist) hätte man erstens den gewünschten Diskusionspartner und wäre ihm zweitens 3:1 überlegen.
Ich habe eine Aktion im Kopf - Anfang der 80 ger Jahre gab das im Stern eine Riesenaktion - " Ich habe abgetrieben "
Völlig richtig; sowohl die Unterschriftenaktion als auch jede weitergehende Aktion bräuchte eine knallige Überschrift, die aufhorchen läßt und damit motiviert, sie weiter zu verfolgen.
"Ich habe abgetrieben" war ein Schock für die Gesellschaft und wurde hitzig dikutiert; warum nicht Ähnliches für die Pflege - nur nicht so gefährlich für den Einzelnen.
Wenn 20.000 Fußballfans singen dürfen "Wir ham die Schnautze voll", warum darf es dann nicht auch die Pflege?
"Pflege hat die Schnauze voll" könnte so ein Slogan sein, der aufhorchen läßt. Er wäre derb, vielleicht primitiv, ordinär und völlig unprofessionell, und damit für eine "professionelle Pflege" schwer angreifbar, aber wohl aus tiefster Seele empfunden.

Gruß Altenpflegel
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
stinkfisch

stinkfisch

Mitglied
Basis-Konto
21.07.2007
23554
hallo leute,

möchte mich hiermit offiziell zurückmelden. bin um eine op grade noch mal drumherum gekommen und werde jetzt mit physio und medi therapiert,welche aber zur folge haben,das ich nciht autofahren kann, was für den job aber erforderlich wäre....bin deshalb, und weil sitzen auch noch nciht wiklich gut geht weiterhin krank geschrieben und kann nur beten(eigentlich nicht meine art ;-)) und hoffen,das mein neuer AG das lange genug mitmacht....
aber nun genug geheult und zur sache: wie schauts denn inzwischen aus? sind schon ordentlich unterschriften zusammen gekommen?? oder beschränkt sich das engagement weiter auf jammern,klagen und hin und wieder eine neue idee einzubringen,anstatt wenigstens mal die eine zu unterstützen und damit zu ende zu bringen,bzw erst mal einen anfang zu machen?? die diskussion scheint ja ziemlich eingeschlafen zu sein....oder treffen sich inzwischen 1000 aktivisten im chat:ironie: ??
bin gespannt auf eure berichte.....(wenn es denn was zu berichten gibt)

liebe grüße
 
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
Pflegeakademiker

Pflegeakademiker

Mitglied
Basis-Konto
07.02.2006
60489
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich schlage noch Ergänzugen vor:

-Änderung des Heilpraktikergesetzes zu Gunsten der Pflegeberufe
(wichtig im Zusammenhang mit der Kompetenzerweiterung)

-Änderung im Sozialgesetzbuch Aufnahme von Studienabschlüssen im SGB:

SGB XI § 18 Absatz 7 ( „... und anderen geeigneten Fachkräften...“ ) Studienabschlüsse stehen nicht als geeignete Fachkräfte dort bzw. werden von Arbeitgebern nicht so gesehen.

Die Definition der Pflegefachkraft findet sich im Sozialgesetzbuch XI
§ 71 Absatz 3.
Ergänzung durch Studienabschlüsse.

Wobei nicht nur die Diplome, sondern auch die neuen Bachelors rein müssen.
Es gibt viele Hochschulen, die ohne Pflegeausbildung ausbilden.



 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
Pflegeakademiker

Pflegeakademiker

Mitglied
Basis-Konto
07.02.2006
60489
BEGRÜNDUNGEN:

Pflegestudium ohne Pflegeexamen

Die Pflege versteht sich als eine auf Pflegewissenschaft beruhende eigenständige Fachdisziplin im Gesundheitswesen. Bis 2007 wurde an der FH Frankfurt der Studiengang „Pflege“ mit dem Abschluss des Diplom-Pflegewirt (FH) angeboten. Ähnliche Studiengänge wurden/werden auch in Fulda, FH Mainz Pflegepädagogik ohne vorherige Ausbildung und an anderen FHs angeboten (oft ohne vorherige Berufsausbildung). Im Rahmen der Umstellung auf das neue duale Bachelor und Master System wurden die Pflegestudiengänge dementsprechend umgestellt.
Dies ist ein Zitat von der Infohomepage des Studienganges Allgemeine Pflege (Nachfolgestudiengang des Diplomstudienganges).

"...
Hinweis für Studierende ohne staatlich anerkannten Berufsabschluss im Bereich Pflege: Der Abschluss B.Sc. Pflege ermöglicht keinen direkten Zugang zu Handlungsfeldern der Pflege, die einen staatlich anerkannten Abschluss in Gesundheits- und Krankenpflege, Kindergesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege oder Entbindungspflege voraussetzen (z.B. Leitung von ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen). Sie können jedoch nach Abschluss des Studiums auf Antrag für einen entsprechenden Berufsabschluss zwei von drei Jahren Ausbildung anerkannt erhalten.
..."


Quelle:
Allgemeine Pflege (AP)

Die "Nachexaminierung" ist meiner Ansicht nach unerlässlich für die spätere Jobsuche.


Probleme aus der Praxis:
Warum arbeiten die "examinierten" gegen die "studierten" ?
Natürlich sind Ausbildungen immer anders gewichtet, als Studiengänge.


Allerdings werden in keiner mir bekannten Disziplin (wie in der Pflege) dem Akademiker seine Berufskompetenzen so bestritten. In § 71 SGB XI Abs. (3) wird definiert, welche Berufsbezeichnungen sich unter Berücksichtigung der weiteren Berufserfahrung von zwei Jahren als Pflegefachkraft bezeichnen dürfen. Die akademischen Qualifizierungen stehen in Deutschland außen vor.

Zudem haben Akademiker oft in Gesprächen mit Examinierten Kollegen den Eindruck, dass die Examinierten zwar auf den Akademikern und der Argumentationsweisen rumhacken, aber oftmals gar nicht hintergrundbasierte Theorien, die Durchführung und den Aufbau von Studien kennen und diese nicht interpretieren können. Es wird gegen Assessments ohne diese verstanden zu haben.

Professionalisierung der Pflege
Die Auffassungen von „Professionalisierung der Pflege“ (auch als Dienstleistungsgewerbe Pflege) wird von Examinierten oft anders verstanden, als von Akademikern (besonders aus dem Bereich des Pflegemanagements).
Die Pflege wird oftmals von anderen Fachdisziplinen belächelt. Dies liegt unter anderem auch daran, wie Pflegende teilweise argumentieren. Ohne wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse einfach nur mit Argumenten, wie „das war schon immer so“ oder „es tut dem Patienten weh/nicht gut“ kann weder ein Mediziner noch ein Pharmakologe überzeugt werden. Setzt man sich hingegen mit der Materie tiefergründig auseinander und zieht andere Disziplinen, wie z.B. Chemie, hinzu so fällt eine überzeugende Argumentation um so leichter.
„Es entstehen Schmerzen, weil ... „ überzeugt doch schon eher.
Diese Prinzipien sollte auch bei pflegerischen Texten und Veröffentlichungen bedacht werden.


Berufserfahrung als Argument der Examinierten und der Gegner der Professionalisierung in der Pflege:
Für mich ist diese Diskussion immer ein „Hochangeln“ der Examinierten, um die Akademiker mit letzter Kraft aus dem Rennen zu werfen. Übertragbar auf alle anderen Bereiche wird die Frage aufgeworfen:

Welcher Studiengang bietet viel Berufserfahrung ?
Dennoch würde nie ein Bankkaufmann verlangen, dass der Dipl. Kaufmann oder Betriebswirt (FH) die Ausbildung nachholt.

Außerdem hat kein Berufsanfänger viel Berufserfahrung. Woher auch ? Bemerkt, beginnt die (gezählte) Berufserfahrung erst nach der Ausbildung und dementsprechend sind die frisch "Examinierten" nur hintendran. Auch wenn sie ein paar Stunden mehr Praxiserfahrung haben, als die Akademiker. Dafür haben Akademiker (z.B. in meinem Dipl. Studiengang) die ersten 4 Semester alle 2 Wochen 2 Tage + 6 Monate in den Ferien + 1 berufspraktisches Semester Praxis im Studium. Also soviel mehr (auch wenn es ein paar sind) Stunden haben die Examinierten nicht. Dafür hatten sie um sehr viel weniger und weitaus weniger tiefgreifendere Theorie.
Nicht zu vergessen haben akademisch ausgebildete Pflegekräfte die normalen Stationsschichten, spezielle klinische Lehrveranstaltungen mit viel Praxisbegleitung, täglicher Reflexion und aktuellen vorher theoretisch aufgearbeiteten Aufgaben aus der Pflege bis zu Analysen, (Pflege)Diagnostik, usw. und noch ein berufspraktisches Semester.

Nach meiner Meinung stellten die Examinierten immer die höchste pflegerische Ausbildung dar und fühlen sich jetzt einfach zurückgesetzt, weil es jetzt noch "studierte" Pflegekräfte gibt. Zudem habe ich leider oft das Gefühl, dass viele Pflegekräfte gegen Verbesserungen und eine Professionalisierung der Pflege sind. Ein Schritt in diese Richtung stellt schon die Änderung der Berufsbezeichnung und die zusätzlichen "Aufgaben" dar.

Wer sich weiterhin so ausdrückt:" Es ist nicht gut für den Patienten, weil es ihm weh tut." .. Muss sich nicht wundern warum die anderen Fachdisziplinen die Pflege nicht ernstnehmen und diese sich nicht weiterentwickelt und verbessert.
Eine so gute Ausbildung ist das "Examen" auch nicht. Es gehen auch viele wichtige Inhalte unter oder werden nicht ausführlich genug bearbeitet.



Provokativ gefragt:

Was sollen Akademiker denken und wie sollen sie nach der Nachexaminierung den "Examinierten" gegenübertreten?
Ich stelle den Verdacht in den Raum, dass viele Nachexaminierte, sich von den Examinierten während der Ausbildung von oben herab behandeln lassen müssen.
Nach den drei Jahren Ausbildung bekommen sie vielleicht Dank des Studiums in Kombination mit "Examen" eine Leitungsfunktion.



Nun haben Akademiker schon eine Antipathie gegenüber "Examinierten" aufgebaut.


Warum glauben Examinierte oft Akademiker seien ihre Feinde ?


Dieser internen Kampf der "Examinierten" gegen die "Studierten" wird von den anderen Fachdisziplienen und den Gegnern der eigenständigen Pflege nur belächelt und bestägt sie. Sie können damit ihre Meinung über die Pflege bestätigen.

In einem Kampf um Eigenständigkeit der Pflege sollten alle beteiligten zusammen halten.



Anlage:


Dies für alle Kritiker der Studierten Pflegekräfte:

"...

Pflege studieren- von der Notwendigkeit einer akademischen Pflege "am Bett"?
Dr. A. Zegelin
Pflegewissenschaftlerin
Universität Witten/Herdecke

Vortrag auf dem Hauptstadtkongress Berlin, 16.6.2005

Nach fast 15 Jahren Studiermöglichkeiten mit inzwischen über 50 verschiedenen Studiengängen haben wir uns an akademisch vorgebildete Pflegeleute gewöhnt. Allerdings zieht es die meisten Absolventen in die Bildung oder in das Management – ja, hier sind Hochschulabschlüsse inzwischen eine Standard-Voraussetzung geworden.
Die Vielzahl an Studiengängen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Anteil studierter Pflegender immer noch verschwindend gering ist. Die von der Robert-Bosch-Stiftung im Gutachten „Pflege braucht Eliten“ 1992 geforderte Quote von 10 % (das wären ca.80000 Personen) wird in Jahrzehnten nicht erreicht – die 10% Rate wurde als erforderlich angesehen, um die Disziplin weiterzuentwickeln.

...




Geringschätzung der praktischen Pflegearbeit
In der Medizin würde eine Forderung nach akademischer Basis überhaupt nicht in Abrede gestellt und so ist es verwunderlich, dass in unserem Gesundheitswesen den Kranken eine ebenso moderne Form der Pflege vorenthalten wird – die Ressourcen durch eine grosse Berufsgruppe liegen brach!
Dies mag auch an der Geringschätzung der direkten Pflege liegen – eine Geringschätzung, die auch von vielen Berufsangehörigen selbst gespiegelt wird. „Akademiker am Bett ?“ ist eine typisch deutsche Frage. „Waschen, Füttern, Lagern“ umschrieb gerade ein unzufriedener Krankenpfleger seine Arbeit in einer Fachzeitschrift. Ein Problem liegt darin, dass Pflege immer wieder rein über Tätigkeiten definiert wird - die Person, um die es geht, wird nicht in den Blick genommen Dabei ergibt sich gerade hier eine anspruchsvolle und hochdifferenzierte Aufgabe – die Menschen sind sehr unterschiedlich. Jahrzehntelange Ansprüche einer „individuellen Pflege“ sind kaum verstanden und umgesetzt worden, nach wie vor gibt es große Probleme mit der Methode des Pflegeprozesses. Dies ist für mich sehr gut verständlich – solange Medizin und Klinikvorgaben das Procedere steuern und unklar bleibt, wie tief und weitreichend sich Pflegende auf das Individuum einlassen sollen, auch im Sinne eines Fürsprechers weit über die „Klinikentlassung“ hinaus. Die von außen hereingetragenen Kampagnen des „Humanen Krankenhauses“ (70er Jahre), der „Patientenorientierten Pflege (80er Jahre) blieben wirkungslos im Sinne einer dauerhaften und professionellen Umgestaltung, eher ging es darum „alles ein bisschen netter“ zu machen.
Nach fast vierzig Jahren Berufstätigkeit in der Pflege wird mir immer klarer, dass die wertvollen Kontaktzeiten zu den Patienten/Familien viel, viel mehr genutzt werden müssten – jeder Einzelne und seine Situation sollten stärker in den Blick genommen werden, über die Institution hinaus, mit der Blickrichtung Lebensweltorientierung und individuelle häusliche „Normalität“. Ich wünsche mir, dass beruflich Pflegende in den langsam aufkeimenden Ansätzen der Integrierten Versorgung künftig eine größere Rolle spielen.

..."

Quelle:
Universität Witten/Herdecke | Dr. A. Zegelin: Pflege studieren- von der Notwendigkeit einer akademischen Pflege "am Bett"?
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

Pressespiegel
DBfK - Pressemitteilung Deprofessionalisierung ist keine Lösung! Vorschläge des BWKG-Vorsitzenden Heiner Scheffold stoßen auf Kritik...
  • Erstellt von: Pressespiegel
0
Antworten
0
Aufrufe
39
Zum neuesten Beitrag
Pressespiegel
Pressespiegel
Pressespiegel
DBfK - Pressemitteilung Pflege kann sogar noch mehr: DBfK zur Kampagne „Pflege kann was“ des BMFSFJ Der Deutsche Berufsverband für...
  • Erstellt von: Pressespiegel
0
Antworten
0
Aufrufe
78
Zum neuesten Beitrag
Pressespiegel
Pressespiegel
Pressespiegel
DBfK - Pressemitteilung Gesundheitsversorgung braucht Mut zum Strukturwandel – DBfK zum 45. Deutschen Krankenhaustag Vom 14. bis 17...
  • Erstellt von: Pressespiegel
0
Antworten
0
Aufrufe
69
Zum neuesten Beitrag
Pressespiegel
Pressespiegel
Pressespiegel
DBfK - Pressemitteilung Klimakrise ist Gesundheitskrise – DBfK schließt sich Appell der Global Climate & Health Alliance zur...
  • Erstellt von: Pressespiegel
0
Antworten
0
Aufrufe
54
Zum neuesten Beitrag
Pressespiegel
Pressespiegel