entlastungsanzeige

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mirko123

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hallo,
wir werden bei uns im team eine überlastungsanzeige/entlastungsanzeige schreiben. wir wollen das ganze an pdl, hl und den betriebsrat adressieren.
wir fragen uns nun, ob es sinnvoll und rechtlich gedeckt das ganze in kopie an den heimbeirat zu senden?
hat jemand erfahrung damit oder kennt sich rechtlich aus?
mirko
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
gerontopsychiatrie
theresa

theresa

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Hallo,
hier habe ich einen Link für dich zur info, wo du auch Beispiele findest.
Wenn ihr einen Betriebsrat im Hause habt ist es gut sich mit ihm zusammen zu tun. Er wird euch Unterstützen, vorallem da ihr für jeden Tag eine schreiben müsst und jede Pflegekraft muss daran beteiligt sein.
Verstehst du? Wenn du also heute eine ÜA abgibst, kann ja morgen schon wieder alles gut sein. Also, darum täglich. Die ÜA geht an den nächsten Vorgesetzten also PDL.
Für euer Vorhaben wünsche ich alles Gute und durchhalten.

http://www.konfliktfeld-pflege.de/dateien/download.html

Gruß Theresa
 
Qualifikation
Krankenpflegerin/ Sozialwirt
Fachgebiet
Orthopädie/Geriatrie
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Suseline

Hallo,
ich habe bei den Musterentlastungsanzeigen leider keine gefunden, die ich verwenden könnte.
Wir haben seit Monaten ein Problem mit der Medikamentenrichtung im Nachtdienst. Es sind für ca. 30 - 32 Bewohner die Medikamente für eine Woche zu richten, auf Bestand zu prüfen und ggf. nachzubestellen. Bevor wir mit dieser Tätigkeit beginnen, müssen wir die bestellten und gelieferten Medikamente nach Bestelliste prüfen und sortieren, das dauert alleine fast eine Stunde. Das Richten an sich dauert je nach der richtenden Person 6 bis 7 Stunden. Davon mindestens 5- 6 Stunden intensives Schauen auf den PC, Pillen knicken, zählen und dazwischen dokumentieren wenn die Marke wechselt (zum besseren Nachkontrollieren).
Diesen Umstand haben wir schon mehrfach angeprangern, man findet einfach keine andere Lösung.
Mehrfach haben wir darauf hingewiesen, dass wir uns nicht gegen das Medirichten in der Nacht generell verwehren. Es sind nur einfach viel zu viele Bewohner, in einem sehr kleinen Raum (im Sommer nachts um eins noch 30°). Die Konzentration leidet sehr schnell, man arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen, aber manchmal macht man halt doch einen Fehler - nicht absichtlich natürlich.
Man wollte uns zwischenzeitlich schon die Richtzeit einschränken oder die Zeit vordiktieren. Wenn die Zeit nicht reicht, muss man halt umsonst weitermachen. Oder Kollegen die mit öffentlichen Verkehrsmittel kommen, erwischen die letzte Bahn in der Nacht nicht und müssen bis zum frühen Morgen warten.
Im Falles des Auffindens eines Richtfehlers drohen Konsequenzen (Abmahnung bis hin zur Kündigung).
Ich habe morgen diesen Dienst nach vielen Wochen zum ersten Mal wieder und es hat sich nichts geändert. Deswegen möchte ich die Überlastungsanzeige vorher machen, damit die Vorgesetzten mal einen Handlungsbedarf sehen.
Kann ich eine Überlastungsanzeige auch frei formulieren?
Liebe Grüsse
Susi
 
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romana

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Hallo mirko123 !

Auf unserer Diag- Seite findest Du unter Arbeitshilfen kein vorbereitetes Formular, aber die Beschreibung, was drin stehen sollte und wie man vorgeht.
Hier die Adresse : Willkommen bei den Vertretungen der Mitarbeiter in der Erzdiözese Freiburg
da die Diag-B anklicken und unter A-Z bei U die Überlastungsanzeige suchen

Eigentlich geht die Überlastungsanzeige an die PDL und Heimleitung, der Betriebsrat kann informiert werden, wenn ihr ihn als Unterstützung bei Gesprächen mit dem AG braucht.
Aber den Heimbeirat würde ich nicht informieren, es geht um interne Regelungen bei der Gestaltung der Arbeit. Da kann und soll er sich nicht beteiligen, es würde die Bew./Pat. nur verunsichern, wenn sie wüßten, dass es massive organisatorische Probleme gäbe.

Wichtig ist, dass die ÜA jedes mal neu geschrieben wird und auch von möglichst vielen MA's unterschrieben wird, damit der Einreichende nicht als Buhmann dasteht. Es geht ja auch das ganze Team an und alle wollen eine Veränderung herbeiführen.
Der Link oben ist echt gut, jeder kann sich informieren, hilft auch für Nicht-Caritas-Arbeiter !

Ich wünsche Euch viel Glück und Durchhaltevermögen, bleibt dran !

LG
Romana
 
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romana

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Gern geschehen !
Gut informiert ist halb gewonnen !

LG
Romana
 
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Suseline

Hi Romana,
ichhabe heute nacht meine Entlastungsanzeige frei formuliert geschrieben und abgegeben. Vielleicht habe ich schon heute abend eine Antwort.
Ich bin stinksauer, weil ich schon wieder nicht die letzte Bahn bekommen habe und morgens um vier durch die Innenstadt laufen konnte, um gegen kurz vor fünf Uhr endlich nach Hause zu kommen! Ich habe auch geschrieben, dass ich das so nicht mehr machen werde und es MUSS eine Lösung gefunden werden. Gestern sagte wieder eine Kollegin (auch sie hat die zweite Abmahnung bekommen, ich gestern übrigens auch!) dass sie sich lieber runterstufen lässt, statt sich diesem fortwährenden Druck auszusetzen. Das sind jetzt schon zwei die das sagen, vom Kollegen der gekündigt werden soll mal abgesehen.
Heute abend treffe ich meine MAV Kollegin und mache Dampf. Kann man bei der Schiedsstelle eine einstweilige Verfügung erwirken? Ich habe Ende des Monats wieder diesen Medidienst und will das so nicht mehr haben!
Oh, ich habe so sauer!
:mad_2::mad_2::mad_2:
 
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romana

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Hi Suseline !

Tut mir echt leid, die Situation ist nicht einfach für Euch.
Bezüglich der Schiedstelle schreibe ich Dir eine PN.

LG
Romana
 
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Allround

Allround

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Hallo Suseline,

auch mir tut's leid, dass du schon wieder so viele Probleme hast!

Was mir einfach nicht in den Kopf will, ist, dass ihr für die Verbesserung der Medistellen-Bedingungen nicht in einem Teamgespräch mit der WBL eine Lösung finden könnt.

Verdammte Sch...:mad_2: , WARUM GEHT DAS NICHT???????


So könnten doch die Bewohner in 2 Gruppen aufgeteilt werden, und die eine Hälfte bekommt immer Di Nacht die nächste Woche gerichtet, die andere Mi Nacht...schon halbiert sich der Arbeitsaufwand, oder?


Genauso wenig nachvollziehbar ist für mich, dass die Dauernachtwache :D, die tagsüber keine Medis eingibt, diese stellen soll, das ist soooo unlogisch!!!


Kann sein, dass ich mit diesem OT gerade ein wenig nerve, aber mir kommt bei diesem Medistellen-Dauer-Thread inzwischen so die :w00t: !

Und ich kann jetzt einfach gerade nicht die Klappe halten.

Manche Probleme würden gar nicht erst entstehen, wenn man einfach mal miteinander redet und gemeinsam eine Lösung findet.

Und zu spät gehen müssen, hallohoho?
Also bei und gibt's sowas wie ne' Übergabe und wir sind auch mal einverstanden, wenn die Medis für So noch nicht am Di fertig sind :spinner: , auch wenn mir bewusst ist, dass das Procedere im KH natürlich ein anderes ist als im Pflegeheim. Ich denke, dass deshalb trotzdem noch der gesunde Menschenverstand gilt, oder?

Nicht übel nehmen bitte, aber das musste mal raus, All
 
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Suseline

Moin, Allround!
Ichkann verstehen, dass diese Art Beiträge den meisten Usern hier den Ärgerschweis auf die Stirn treiben. Was glaubst du, wie es mir dabei geht?
Ich kann versuchen, das zu erklären.
.....
Was mir einfach nicht in den Kopf will, ist, dass ihr für die Verbesserung der Medistellen-Bedingungen nicht in einem Teamgespräch mit der WBL eine Lösung finden könnt.

Verdammte Sch... , WARUM GEHT DAS NICHT???????
....

Nun, weil die Medis schon seit Jahrzehnten im Nachtdienst gerichtet werden. Der Tagdienst hat außer dem Verteilen und dem Faxen unserer Bestellisten mit den Medis nichts zu tun und hat bei der momentanen Hetzjagt auf Richtfehler keinerlei Interesse, an der Situation etwas zu ändern, oder sogar die Medis in den Tagdienst zu holen.
Die Kollegen kriegen mit, welchem Risiko wir ausgesetzt sind und bedauern uns zwar meistenteils, denken (und sagen) aber auch, besser ihr als wir!

Die Medis werden von den Dauernachtwachen gestellt, weil wir sonst nicht rentabel genug wären. Wir wachen zu zweit und der pflegerische Aufwand könnte im Notfall auch mal alleine bewältigt werden (ausnahmsweise, kam gaaanz gelegentlich vor). Das Haus ist aber von der Gesamtbewohnerzahl her und den Etagen zu groß, um eine Nachtwache alleine zu lassen. Also musste (schon vor Jahren) eine Beschäftigung gefunden werden, dass die Dauernachtwachen eine Daseinsberechtigung haben.
Da waren die Medis recht und es war auch ok. Die Zahl war die ersten Jahre überschaubar, wir hatten genügend Zeit und Ruhe. Es wurden immer mehr und mehr, die umliegende Arbeit, Dokumentation, Papierkram wurde immer mehr und für alles blieb irgendwie immer weniger Zeit übrig und alles musste mit immer mehr Druck erledigt werden.
Genauso war es mit den Medis und Fehler gab es auch all die Jahre immer mal wieder. Da wurde sich kurz aufgeregt, es gab einen Kommentar bei der Dienstbesprechung und es war wieder gut.
Erst seit Ende vergangenen Jahres begann die systematische Kontrolle der Medis und Anfang des neuen Jahres die ersten Fehler und dann ..., naja, du weisst schon.
Wenn ich mir über die Konsequenzen der Arbeitsverweigerung nicht so deutlich im Klaren wäre, hätte ich schon gestern das Medistellen verweigern müssen. Aber so mutig bin ich nicht und meine Kollegen auch nicht.
Deswegen ist es für mich auch eine unheimliche Hilfe, wenn ich hier so richtig vom Stapel lassen kann. Dass ich schimpfen darf zum hundertsten Mal und dass ich trotzdem jedes Mal wieder Mut zugesprochen bekomme und bei dem einen oder anderen Beitrag wieder etwas neues erfahre, wie wir uns wehren könnten.
Mein Bauch sagt mir, dass wir auf eine Entscheidung zusteuern.

Zur Durchführungsverantwortung der Tagdienstkollegen:
Unsere (ehemalige :laughing: ) PDL sagte dazu, es wäre dem Tagdienst bei der Anzahl von zu verabreichenden Pillen nicht zuzumuten, diese alle zu kontrollieren. Dies wäre nur mittels Stichprobe möglich.

Wenn die Obersten nichts ändern wollen, brauchst du selbst nur unheimlich viel Geduld oder du musst etwas tun, das sie nicht mehr ignorieren können.
Mit der (vermutlich ersten Überlastungsanzeige die in diesem Haus je erstellt wurde), ist zumindest ein Anfang gemacht.
Hoffe ich.

Ich bin wirklich sehr froh, dass es euch gibt. :rotwerd:
Susi
 
Allround

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Also musste (schon vor Jahren) eine Beschäftigung gefunden werden, dass die Dauernachtwachen eine Daseinsberechtigung haben.
Da waren die Medis recht und es war auch ok. Die Zahl war die ersten Jahre überschaubar, wir hatten genügend Zeit und Ruhe. Es wurden immer mehr und mehr, die umliegende Arbeit, Dokumentation, Papierkram wurde immer mehr und für alles blieb irgendwie immer weniger Zeit übrig und alles musste mit immer mehr Druck erledigt werden.
Aber das Medirichten auf 2 Nächt aufteilen?
Könntet ihr das nicht sogar eigenständig machen, ich meine, wie ihr eure Arbeit organisiert, das kann man euch doch nicht nur vorschreiben.

Also, ich hätte mir da schon ganz auf eigene Faust, zur Not heimlich :rotwerd: , was vorbereitet, wenn mir prognostisch sonst die Zeit nicht reichte.

Und habt ihr Muster von jedem Patienten, wo ihr nur kurz überprüft und dann abguckt? Ich meine, bei Langliegern, da kann ich, ehrlich gesagt, sollte ich mehrmals die Medis stellen, die Litanei bald runterbeten....:blushing:

Wird so oft die Anordnung verändert?

Allround
 
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Stationsleitung Krankenschwester
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Suseline

Hi!
Nee du, bei über 70 Leuten merkst du dir einzelne Dosierungen, aber alle behälst du da nicht. Und ich mache ja nicht jede Woche den ausschließlichen Medinachtdienst, sondern richte im "normalen" Nachtdienst die Pillen für die Pflege, das sind "nur" 25 Portionen und ich habe nicht den Zeitdruck wie bei den anderen (Wohnbereich) und wenn jemand examiniertes mit mir wacht, teilen wir uns die Stellerei sowieso.
Das mit dem Aufteilen machen wir schon manchmal von alleine :innocent: . Ich mach das manchmal, wenn ich Montag und Dienstag wache. Montags richten wir ja die Tagesdispenser für eine Woche (für 12 Leute) im Bereich wo dann Dienstags der Medidienst statt findet. Wenn ich selbst dann den Medidienst habe und es ist ruhig, fange ich schon mal an zu richten und schaue wie weit ich komme. Wenn ich aber Dienstags keinen Medidienst habe, mache ich das nicht, weil ich das Medirichten ja abhaken muss und wir haben uns strikt abgewöhnt etwas anzuzeichnen, was wir nicht gemacht haben, das Risiko geht bei allem Vertrauen keiner mehr ein.
Verändert wird aufgrund der Visite. Die ist Montags und es ändert sich schon immer mal wieder was. Mal mehr mal weniger.
Und wenns nur die Marcumardosierung ist, die oft an die aktuellen Werte angepasst werden muss.
Ich habe heute von der Geschäftsführung eine Mitteilung erhalten, dass sie meine Entlastungsanzeige mit der Wohnbereichsleitung besprechen wird.
Ich habe schon das Gefühl, als wären Dinge in Bewegung.
Und irgendwann ist es vorbei! :bier: ´
Aber ich kann mir schon vorstellen, dass sowas von außen betrachtet strange wirkt. Geht sogar mir so, wenn ich das manchmal so lese ...
Grüssle
Susi
 
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