Entlastung der Altenheime!

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I

Interlud

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2006
94437
Hallo zusammen,
bei uns werder oftmals Patienten mit Fremdaggressivität angekündigt, sind sie dann da zeigt sich keinerlei Aggressivität. Ich habe auch schon oft die Erfahrung gemacht das in den Heimen aus Zeitmangel etwas unter Zeitdruck mit den Pat. umgegangen wird und diese dann Aggressiv werden und so schnell ist man in der Psychatrie! Wir haben Gott sei Dank etwas mehr Zeit, zwar auch nicht immer, für die Pat. und somit zeigt sich das manche aggressive PAt. nur mit einem ruhigen Umgangston und etwas Zeit besänftigt werden können. Werden diese Pat. dann in ihre Einrichtung entlassen hören wir oft den Satz " dann müssen wir und halt zerteilen bei den Krankheitsausfällen die wir haben" so komme ich zu dem Schluß das vielen Pat. der Aufenthalt in der Psychatrie erspart bleiben könnte wenn in den Heimen mehr Personal zu Verfügung stände. Ähnliches Problem ist die Exikkose aus Zeitmangel. Ich kann dieses auch nachvollziehen, war selbst in einem AH kurz tätig, indem ich mich zwischen Einfuhr oder Lagern entscheiden musste beides war nicht machbar. Habe deshalb auch gekündigt da es mich sehr unzufrieden machte. Ich finde es so schade das Pflegebedürftige unsummen für Heime bezahlen und die Pflege sich leider nur auf die Grundbedürfnisse (sauber, satt, nicht offen) beschränkt und dieses teils nicht mal ausreichend. Ich wollte eure Meinung hören und welche Erfahrungen ihr diesbezgl. habt. Es sind ja doch viele Mitgliedern aus Heimen im Forum und wenn ich deren Beiträge lese, finde ich es nur super das ihr soviel mit den Bew. machen könnt und soviel Idealismus habt. Hab ich da nur schlechte Heime gesehen? Was läuft da verkehrt mir liegt das wirklich am Herzen.
Liebe Grüße und freue mich auf eure Beiträge.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Gerontopsychatrie
Weiterbildungen
Wundbeauftragte, Dekubitusstandard
minchen

minchen

Mitglied
Basis-Konto
08.04.2006
63869
Hallo Interlud :eek:riginal:

Hmmm , ich finde es etwas heftig , so wie du das verallgemeinerst:wassat:

Ich glaube kaum das Bewohner so einfach , weil das Pflegepersonal

überlastet ist in die Psychiatrie kommen ! Da gehen bestimmte Krankheits

bilder vorraus . So sind Demenzkranke oftmals in einer neuen Umgebung

wesentlich ruhiger und zugänglicher :thumbsup: , während sie in ihrer

gewohnten Umgebung hochagressiv zu Mitbewohner und Pflegepersonal

sind :sad: Kein Arzt würde bei uns wegen Personalmangel einen Bewohner

in die Psychatrie einweisen ! Davon abgesehen , dass Bewohner von dort

fast immer ruhiggestellt d.h. mit Psychopharmaka voll gepumpt

zurückkommen , dadurch teilnahmslos und marionettenhaft sind :sad:

Bei uns werden alle Möglichkeiten die uns zur Verfügung stehen , darunter

ambulante Psychiater/Psychologen , eingesetzt , bevor jemand in die

Psychiatrie kommt :thumbsup:

Und ich glaube nicht das die Psychiatrie über wesentlich mehr Personal

verfügt wie wir , sonst kämen unsere Bewohner kaum so desolat zurück !

:angry:


Gruß minchen :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
Fachgebiet
Seniorenheim
O

Ossistern

Mitglied
Basis-Konto
19.10.2006
90455
hallo!
also ich hab beides IMMER kombiniert,weil wenn ich lagere kann ich auch gleich einem was zu trinken anbieten *feststell* da machen dann die paar minuten auch nichts aus!
man sollte gerade in der pflege VIELE arbeitgriffe miteinander kombinieren!soviel zeit MUß einfach sein!
und viele Pat/Bw sind selbst für diese 5 minuten in den man für sie da ist sehr dankbar! eigene erfahrung!
gruß
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
resedoma

resedoma

Mitglied
Basis-Konto
03.01.2006
50000
Hallo Interlud...:wink:
fühle mich etwas *angegriffen* von dieser VERALLGEMEINERUNG!!!:angry:
Nehme es aber nicht persönlich.:laughing:
Wie minchen und auch ossistern kann ich nur sagen:
Schlechte Erfahrungen deinerseits!!:cry:
Denn trotz des täglichen Arbeitsdrucks und der wenigen Zeit die mir/uns zur Verfügung steht/en, wird versucht spez. den dementen Senioren besonders ruhig und vallidierend entgegen zu kommen.( Dazu kommt auch viele Handgriffe und Arbeiten gleichzeitig und zeitnah auszuführen....z.B. Getränk anreichen und Lagern, Gespräch führen, motivieren, aufmuntern, aufräumen, telefonieren,organisieren, u.s.w. hihihihi...kann gar nicht mehr aufhören!!)
Da wir bei uns im Haus 2 Dementenbereiche (schlechte Bezeichnung, ich würde eher Betreute Bereiche dazu sagen) kann ich aus Erfahrung sprechen.:happy:
Bei uns wird immer erst mit ortsansässigen Neurologen, Psychologen oder Psych.Ambulanzen Kontakt aufgenommen, bei abwehrend reagierenden BW.
Denn es gibt ja eigentlich keine von hause aus *aggressive* BW)
Wir würden und veranlassen erst nach allen fehlgeschlafenen Versuchen ( ruhige Umgebung,Vallidation,betreute Bereiche, feste Bezugspersonen,gewohnte Umgebung, Einbeziehung der Angehörigen, ROT Prinzip, u.s.w...) eine Einweisung in eine Psycha. Klinik.mit Absprache aller Beteiligten.
Aber auch dann bekommen wir unsere BW vollkommen verändert wieder.....solche Ausmaße haben wird dann allerdings nicht erwartet oder gar gewollt.
Desshalb bleibt uns manchmal nichts anderes übrig die Medikation zu verändern oder sogar abzusezten nach ärztlicher Anweisung. Denn wir möchten doch den BW ein neues Zuhause bieten, ohne sie vollkommen *anzuschießen*, dass heißt dann für uns wieder alles von vor und hoffen das wir einen Weg zum BW finden.:eek:riginal:
Ich schließe nicht aus, das es einzelne PK gibt, die nicht mit demenzen Senioren arbeiten können und dann solche Reaktionen, wie du sie beschrieben hast zustande kommen:sick: ....bloß bitte,bitte kämme nicht alle Seniorenheime über einen Kamm, es gibt auch gute und angagierte PK und Häuser...es ist bloß nicht alles gleich und sofort umzusetzen....denn:
" Wir sind doch alles nur Menschen, oder ??":flowers:

Gruß und auf bald
resedoma
 
Qualifikation
Altenpflegerin, PA, WBL
Fachgebiet
Stationäre Altenpflege
Weiterbildungen
Tracheostomabeauftragte
Praxisanleitung, WBL
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M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Interlud,

Ich habe auch schon oft die Erfahrung gemacht das in den Heimen aus Zeitmangel etwas unter Zeitdruck mit den Pat. umgegangen wird und diese dann Aggressiv werden und so schnell ist man in der Psychatrie!
Wie begründest du deine Erfahrung? Warst du dann selbst unter Zeitdruck und hast so gehandelt?
Wie kannst du sonst einschätzen, ob die Pflegekräfte dieser Einrichtung unter Zeitdruck stehen?

Werden diese Pat. dann in ihre Einrichtung entlassen hören wir oft den Satz " dann müssen wir und halt zerteilen bei den Krankheitsausfällen die wir haben" so komme ich zu dem Schluß das vielen Pat. der Aufenthalt in der Psychatrie erspart bleiben könnte wenn in den Heimen mehr Personal zu Verfügung stände.
Ich finde es persönlich nicht so toll, wenn du von einer Aussage her schlussfolgerst, das viele Patienten unbegründet in die Psychiatrie eingewiesen werden.
war selbst in einem AH kurz tätig,
also nur kurz, da wiederholen sich meine Anfangsfragen....
indem ich mich zwischen Einfuhr oder Lagern entscheiden musste
beides war nicht machbar.
hier schließe ich mich Ossistern an!

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
D

Dettini

Hallo Minchen,
ich denke, nun verallgemeinerst Du auch! Wenn wir aus unserer Einrichtung Bewohner in eine psychatrische Einrichtung geben (was selten vorkommt), dann habe ich erst einmal erlebt, dass bei der Rückkehr der Zustand desolat ist. Hier in Westfalen haben wir gottlob hervorragende psychatrische und gerontopsychatrische Einrichtungen. Die Zusammenarbeit ist durch vorbildliche Überleitungen supergut und im allgemeinen kommen gut eingestellte und keinesfalls "abgeschossene" Bewohner zu uns zurück.
Es gibt sie diese negativen Fälle, zweifellos. Aber es gibt auch diese Altenheime, wo die Frage gestellt wird, Lagern oder Einfuhr.
Und was der Stellenschlüssel in der Psychatrie betrifft, so ist dieser tatsächlich wesentlich besser.
Nix für ungut und schönes Wochenende wünscht
Dettini
 
minchen

minchen

Mitglied
Basis-Konto
08.04.2006
63869
Hallo dettini :eek:riginal:

Ich habe keineswegs verallgemeinert , sondern von uns geschrieben

:eek:riginal: Das war Interlud nicht ich :wink:

Na wenn der Stellenschlüssel in der Psychatrie tatsächlich höher ist (was ich

nicht wußte ) , verwundert es mich um so mehr das kontinente Bewohner

plötzlich inkontinent zurück kamen , mobile Bewohner immobil zurück kamen.

Schon etwas seltsam oder?:wassat:

Mit Lagern und Einfuhr halten wir es so , auch bei Personalmangel , wie

Ossistern und manu :eek:riginal:


Gruß minchen :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
Fachgebiet
Seniorenheim
I

Interlud

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
01.08.2006
94437
Hallo an alle,
es tut mir wirklich leid das ihr mich falsch verstanden habt. Es geht explizit um 2 Heime in meiner Gegend und ich habe leider noch nicht mehr kennengelernt. Ich kann euren Unmut verstehen aber es war wirklich nicht persönlich gemeint, wie ihr vielleicht überlesen habt aus lauter Wut habe ich ja dazu geschrieben das ich in diesem Forum lauter super Anregungen finde und auch begeistert bin wie ihr euch einsetzt für die Bewohner. Wie gesagt ich wollte eben wissen wie es bei euch so läuft. Ich schere keinesfalls alle Heime über einen Kamm sonst hätte ich nicht gefragt. Die Aussage das Bew. in die Psychatrie eingewiesen werden wegen Überlastung der Heime weiß ich von einer Freundin, die Altenpflegeschülerin in diesem Heim ist und genau in dieser Einrichtung werden auch ähnliche Aussagen getroffen wie ich es im ersten Beitrag geschildert habe. Zu der Aussage lagern oder einfuhr, dieses war eine Erfahrung bei meinem ehemaligen AG von einer Kollegin. Ich selbst habe immer versucht alles unter einen Hut zu bringen wie es Ossistern und Manu schon geschildert haben. Ich bin Überzeugt das es sehr gute Heime gibt und diese Meinung bestätigt sich auch wenn ich eure Beiträge lese, weil euer Wissensstand sehr hoch ist. Ich frage mich nur woran das liegt, das ihr und eure Heime im Kenntnisstand so weit seit und andere Heime nicht mal wissen was Validation ist. Bekommt ihr auch Fortbildungen von eurem AG angeboten zu diesen Themen oder beruht das rein auf eigeninitiative? Nochmals bitte nicht falsch verstehen und nochmals Entschuldigung ich wollte eure Arbeit nicht angreiffen.
Liebe Grüße
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Gerontopsychatrie
Weiterbildungen
Wundbeauftragte, Dekubitusstandard
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S

Sinajo

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.06.2006
59581
Hallo Interlud,
es lag mir am Herzen hierauf zu antworten. Du musst sehr einseitige Erfahrungen gemacht haben. Es gibt sehr wohl sehr viele Pflegeheime, wo gute Arbeit mit und am Bew. geleistet wird, obwohl die Stellenplanung teilweise geringer ausfällt als im Krankenhausbereich und der Stress oft enorm hoch ist. Es stellt sich nicht die Frage, welche Leistung zuerst gemacht werden soll (Lagern oder Trinken) oder dass sie garnicht gemacht wird. Das alles ist nur eine Frage der Organisation und der persönlichen Einstellung der beruflich Pflegenden. Ich finde es schade, dass Du scheinbar solche Erfahrungen gemacht hast. Was die psychiatrische Versorgung und den Umgang mit Aggressionen angeht, verallgemeinerst Du wirklich eine Sache, die, in meinen Augen, nicht o.k. ist. In unserem Pflegeheim haben wir recht viele Bew., die vorher in der Psychiatrie waren. Ausserdem haben wir stets einen Psychiater vor Ort aus der Psychiatrie nebenan, so dass eine Einweisung nur selten notwendig ist. Und wir als Personal und viele andere Kollegen auch können mit Aggressionen grösstenteils umgehen, da wir vorher in dieser gearbeitet haben. So wie die anderen Kollegen schon geschrieben haben, gehören Aggressionen zum täglichen Leben, sie sind überall und beginnen bestimmt nicht nur im Pflegeheim !
Zum Schluss wünsche ich Dir ein paar gute Erfahrungen.
In dem Sinne liebe Grüsse von
Sinajo
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegezentrum / PN
O

Ossistern

Mitglied
Basis-Konto
19.10.2006
90455
also ich für meine person kann sagen....viel eigeninitiative und sehr viel praxis und berufserfahrungen! sowas kommt einfach nicht von jetzt auf gleich!das sollte man sich schon im laufe der jahre erarbeiten finde ich! ich hab viel im inet gestöbert und selbst dann auch für mich ausprobiert praktisch und wenns gut ging behielt ich diesen stil einfach bei!
weil bei den FB die vom AG geboten werden,is ja doch wieder nur sehr viel theorie bei und das bringt rein gar nix,muss und sollte man selber ausprobieren!
*mein meinung*
 
Qualifikation
Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Hallo und einen sonnigen Sonntag,
es ist doch mal wieder das alte Thema. AH kontra KH und umgekehrt. Wird wohl immer so bleiben, leider.
@Interlud, Fortbildungen sind sogar vorgeschrieben für einen Heimbetreiber. Inwieweit das dann durchgeführt bzw. kontrolliert wird, steht auf einem anderen Blatt.
Und das, was ich noch zu zu diesem Thema denke, schreibe ich jetzt nicht, sonst muss ich den ganzen Tag dran denken und versaue mir den Rest davon.

:wink: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Hallo Interlud,

Bekommt ihr auch Fortbildungen von eurem AG angeboten zu diesen Themen oder beruht das rein auf eigeninitiative?
Unser Arbeitgeber bietet schon interne Fortbildungen an, und 1 externe Fortbildung pro Jahr wird vom Arbeitgeber finanziert!

Rückblickend kann ich aber sagen, das die letzten stattgefundenen Fortbildungen weniger die Themen Validation, Umgang mit Demenz, Umgang mit Gewalt beinhalteten, sondern eher andere Themen.

Das finde ich sehr schade!

Ich bin 8 Jahre in der Einrichtung, und die letzte, und in dieser Zeit eigentlich auch einzige Fortbildung zum Thema Validation habe ich selber nach einer teilgenommenen externen Fortbildung gehalten.

Da kann man sich ja vorstellen, wie gut bei uns das Konzept der Validation angewendet wird!:sad:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo Interlud,

ich kann deine Erfahrung teilen.

Es gibt Altenheime die ihre PAt. abschieben, aber im Verhältnis sind es wenige, da sehr sehr viele auch sehr bemüht sind das nicht zu tun.

Aber ich finde diese Schwarzen Schaafe als sehr ärgerlich, da es den Patienten wirdklich nicht gut tut, so hin und her "geschubbelt" zu werden.

Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
M

moviliti-care

Mitglied
Basis-Konto
12.07.2006
23558
Hallo :eek:riginal:,
also meine Meinung .... das hier einmal wieder die klassische Situation "der Pflege":thumbsup2:keiner ist es gewesen und alle machen es sowieso nicht oder anders oder oder oder oder oder oder oder oder oder ....
Alle Erfahrungen haben ihre Herkunft - oder besser entstandene Vorurteile ... die als Urteil propagiert werden.....
Eigentlich müsste es heißen - Ja Sch....., es gibt diese schwarzen Schafe und das sind nicht wenige:mad_2: was können wir daran verändern :suche: ....

Die Pflege heute ist schlecht, weil es besser geht - das hängt nicht nur an jedem einzelnen, sondern am System - aber wir sind aktiv in dem System, ergo sollten wir auch dazu stehen - und ehrlich, jeder der diese Foren von außen betrachtet, wird immer Argumente finden und "Schuldige"!

So, mal kleiner "meckernder" Beitrag zum WE
Lieben Gruß
Lars:flowers:
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo :eek:riginal:,
Eigentlich müsste es heißen - Ja Sch....., es gibt diese schwarzen Schafe und das sind nicht wenige:mad_2: was können wir daran verändern :suche: ....

Lars:flowers:

Hallo,

ganz deiner Meinung, daeshalb schubbeln wir schnell zurück. Manche haben es kapiert, andere nicht. Die nächsten schubbeln dann dahin, wo die <t. nicht direkt zurück kommen.

Aber sach mal du, ausser zu äußern das wir das ändern müssen, verrat doch mal wie iwr es ändern können.

Ich ärgere mich nähmlich über Leute die Sagen: Wie können wir das ändern........und dann keinen konstruktiven Beitrag machen


"meckrigen" Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
M

moviliti-care

Mitglied
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12.07.2006
23558
Darauf kann ich Dir prompt antworten:thumbsup2:

erstmal anfangen zu hinterfragen "Warum?". DAzu gehört, das nach der Ausbildung nicht das Wissen vollkommen ist, sondern fängt erst an. Denn das "wenige" was wir in der Ausbildung vermittelt bekommen, vorallem an Grundlagen wie Anatomie & Physiologie, ist minimal, ergo lückenhaft.
Pflegehandlungen verstehen "Warum?" mach ich es und welche Folgen hat es?
Transfer mit "ziehen an Armen und Beinen / unter den Achseln"
Lagern unreflektiert "30°" und die Folgen
"Sitzen" im Rollstuhl, etc.
Nein sagen, wenn ich etwas nicht verstehe, bis ich es verstehe und es mir einer erklärt.
Der Hilfsmittelindustrie nicht einfach glauben ( Mein Lieblingssatz: Wer glaubt seinem Staubsaugervertreter?)
Pflege nicht als "Heiligtum" sehen, sondern als Profession ( mit allen Merkmalen) - wir sind Dienstleister, wie mein Kfz-Mechaniker. Und das auch nach außen propagieren.
Und endlich mal sagen - ja, auch wir haben Probleme!!!!!!
Nur dann werden wir was ändern können - dann werden auch andere die Probleme sehen und sind gezwungen zu agieren - solange wir es immer wieder schaffen, sagen alle - na geht doch .....
Wir stehen an der Klippe und das müssen alle sehen, damit sie verstehen, warum wir anhalten und dann müssen alle an der Brücke bauen, damit der Weg an die andere Seite des Flusses gebaut wird! ( poetischer Anflug:laughing:)
Solange ir am Ufer stehen und sagen:"Kein Probleme -klappt schon!"brauchen wir uns nicht wundern ....
und vieles mehr ................................
Gruß Lars:wink:
P.S.Darum bin ich aus der Pflege ausgestiegen und habe mit moviliti-care (R) andere Weg entwickelt.
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo,

uih, da haste aber jetzt deine ganze philosophie reingeschmissen, moti......


so hier jetzt mal ein konstruktiver Vorschlag zu o.g. Problem.

Man muss die Probleme da hin schubbeln wo sie hingehören. In solchen Fällen kann man die Hausleitung informieren und die soll sich mit der anderen Hausleitung auseinander setzen. (Z.B. von PDL zu PDL u.s.w.)

Gruß

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
M

moviliti-care

Mitglied
Basis-Konto
12.07.2006
23558
Also Philosphie ist das nicht :nono:- das Wort gebührt denen, die wirkliche Philosophen sind.
Einfach Lebenseinstellung
und das war noch nicht die ganze ...:eek:riginal:
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
H

haduloha

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2007
21745
Hallo Interlud,

ja ich habe es auch oft erlebt, dass bestimmte Einrichtungen immer wieder Patienten ins Krankenhaus abgeschoben haben.
Und es waren bei Weitem nicht alles Altenheime.

Das sind aber eben die "schwarzen Schafe" von denen moviliti-care schrieb...
Leider führen diese Erfahrungen (auch bei mir) dann zu Verallgemeinerungen.

... es ist doch mal wieder das alte Thema. AH kontra KH und umgekehrt. Wird wohl immer so bleiben, leider.
Dem schließe ich mich an, bis wir eine einheitliche Basisausbildung bekommen.

Hier liegt oft das Problem, weil unsere Ausbildungen doch weiter auseinander liegen, als man annehmen sollte.
Und Altenpflegekräfte haben eben ein anderes Schwerpunktwissen als Krankenpflegekräfte. Deren "Lücken" zu unserer Ausbildung fallen uns auch auf, wenn wir Patienten aus den Heimen aufnehmen. Wie es ihnen aber ergeht nehmen wir dann nicht wahr, weil der Patient wieder entlassen wurde und wir ihn nicht mehr sehen.

@ minchen
So sind Demenzkranke oftmals in einer neuen Umgebung wesentlich ruhiger und zugänglicher :thumbsup:
DAS allerdings habe ich nie so gelernt und auch nie so erlebt.
Eher das Gegenteil, da demente Menschen durch ihre eingeschränkte Wahrnehmung realitätsbindende Bezüge einer gewohnten Umgebung brauchen um nicht ein Relokationssyndrom zu entwickeln.
Und wenn sich keine ängstlich-aggressive Reaktion einstellt, sondern eine Regression mit Inaktivität und emotionalem Rückzug, dann ist das eine noch negativere Entwicklung, die zwar den Patienten äusserlich ruhiger erscheinen lässt aber viel mehr Krankheitswert beinhaltet.

Gruß
haduloha
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Psychiatrie
Fachgebiet
ambulante psychiatrische Pflege
Weiterbildungen
BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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