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milchmaedchen-sabine

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Und noch mehr positives?


Pflegeheime werden mit Schulnoten bewertet

GESUNDHEIT Ergebnisse sind gut sichtbar in den Einrichtungen auszuhängen – Prüfkatalog mit 83 Fragen geplant


ES SOLLEN ALLE 10 400 HEIME ÜBERPRÜFT WERDEN. ZIELE SIND MEHR TRANSPARENZ UND QUALITÄTSWETTBEWERB.

BERLIN - Pflegeheime sollen vom kommendem Jahr an vom Prüfdienst der Krankenkassen Zensuren wie in der Schule erhalten. Diese werden von „1“ für „sehr gut“ bis „5“ für „mangelhaft“ reichen.

Die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht und müssen auch gut sichtbar in den Heimen ausgehängt werden, sagte der Sprecher des Spitzenverbands der Krankenkassen, Florian Lanz, am Mittwoch in Berlin.

Auf die Neuregelung hatten sich der Spitzenverband und die Heimträger nach monatelangen Verhandlungen verständigt. Sie setzen damit die Auflage aus der Pflegereform um, die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) transparenter zu machen. Sanktionen bei einer Zensur schlechter als „ausreichend“ sind offenbar nicht geplant. Das sei Sache der für die Heimaufsicht zuständigen Bundesländer. Nach den Worten von Lanz sollen alle 10 400 Pflegeheime in Deutschland mit ihren insgesamt 677 000 Bewohnern Schritt für Schritt überprüft werden – anhand eines Prüfkatalogs mit 83 Fragen. Vorteile davon hätten Pflegeheimbewohner mit ihren Angehörigen sowie jene, die ein Pflegeheim suchen. „Jeder kennt die Schulnoten aus eigener Erfahrung und weiß, was eine ,Eins‘ oder eine ,Vier‘ bedeutet“, sagte Lanz. Damit setze man auf mehr Qualitätswettbewerb und Transparenz.

Bedeutet das noch mehr Arbeit für die Pflegekräfte?
Wird doch auf der Internetseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "die-moderne-altenpflege.de" der Eindruck vermittelt, wir Pflegekräfte brauchen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern, einen warmen Händedruck!

LG
 
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c210989

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Der MDK hat doch bereits angefangen, nach neuem Prüfkatalog zu prüfen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.
Unsere letzte Prüfung war im August 2008, da galt auch schon der neue Prüfkatalog. Ist für die Prüfer sicherlich einfacher, aber für die Einrichtungen schlechter. Und von Transparenz kann man schon mal gar nicht sprechen. Hat man ein Kriterium einer Prüfkategorie nicht erfüllt, ist die ganze Kategorie nicht erfüllt, auch wenn es sich um mehrere Unterprüfpunkte handelt. Der Laie, also der Angehörige bzw. der Interessent blickt da sowieso nicht durch und sieht nur das Gesamtergebnis.
Wir haben gut abgeschnitten und ein Gesamtergebnis von 97% erreicht.
Auf der anderen Seite ist dies natürlich eine Möglichkeit, die doch zum Teil katastrophalen Zustände in manchen Einrichtungen darzustellen. Bin nur mal gespannt, wie die Verteilung der Noten sein wird, das wird ja dann ab 2009 umgesetzt.
Weiterhin wage ich zu bezweifeln, dass der MDK die geforderte Anzahl der Überprüfungen überhaupt durchführen kann. Die haben auch Personalmangel, insbesondere im Prüfbereich.

Mehr Arbeit für die Pflegekräfte?
Sehe ich nicht, denn die Rahmenbedingungen werden vom Träger vorgegeben und müssen von der HL umgesetzt werden. Das war immer schon so. Ausserdem hat doch eigentlich jede Einrichtung ein Qualitätsmanagement, worüber alles gesteuert wird. Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden, sondern es nur in die richtige Richtung drehen.

LG
c210989
 
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Pflegeeinrichtung für Senioren und Junge Menschen
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milchmaedchen-sabine

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Hallo

Auch wenn schon mit dem neuen Prüfkatalog gearbeitet und die Ergebnisse (wo auch immer) Veröffentlicht werden wird der Druck auf die Pflegekräfte steigen.
Wird es erst einmal Pflicht das Prüfergebnis sichtbar für jeden neuen Kunden in der Einrichtung auszuhängen, wird das Bestreben nach der Höchstnote einen Ökonomischbegründeten Ehrgeiz wecken.
Der Druck der Träger auf HL, PDL, PFK, … wird zunehmen. Eine logische Konsequenz der Markwirtschaft.

Sicherlich kann ein funktionierendes QM das alles kompensieren. Es muss nur bezahlbar sein; entweder durch eigene Kräfte oder durch außerbetriebliche Fachleute.
Große Wohlfahrtsverbände haben natürlich ein (stark aufgeblähtes) QM eingesetzt.
Nur - ein QM muss mit Leben gefüllt werden. Und die Akzeptanz in der Belegschaft ist in vielen Einrichtungen einfach nicht gegeben. Weil es eben Mehrarbeit bedeutet!

LG
 
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