Altenpflege Einlagen Stop durch Krankenkassen

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mercedes.j

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Hi
Haben seit 1.7.2008 von denn Krankenkassen die Einlagen für die Bew. deutlich verkürzt bekommen, dadurch das sie nur noch einen geringen Teil übernehemen.
Es heißt man müssen eben mehr Toilettengänge durchführen.
Klar seit dem hat sich bei uns die Einlagen menge erheblich verkürzt bei einigen Bew. klappt das auch ganz gut mit den regelmäßigen Toilletengänegen aber andere sind einfach dermaßen inkontinent das man alle 5 min. laufen müsste
teilweise sind die Bew. wie Betten ständig eingenässt da es auch die vorschrift gibt die nassen einlagen erst bei Stuhl oder Urin gefüllt bis zur letzten Blauen Markierung an der Einlage zuwechseln was ich ein echtes unding finde
da ich immer das bedürfnis habe die Einlage zuwechseln wenn sie Nass ich (auch wenn nur einmal rein gemacht wurde)

naja jetzt wollt ich von euch mal wissen wie ihr das händelt oder ob es bei euch überhaupt schon so komische methoden gibt?:spinner:

lg Mercedes
 
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kleinergizmo

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Huhu,

ich bin in der Kranken-, nicht in der Altenpflege tätig. Von daher kann ich da nur bedingt mitreden...

Aber ganz ehrlich, geht's noch ????!!!??? :mad_2:

Das kann doch nicht angehen!

Warum gelangen solche Infos nicht an die Öffentlichkeit? Warum weiß so was niemand? Das kann doch echt nicht sein!!

Ich gebe Dir absolut Recht... Man kann Vieles hinnehmen, aber dafür finde ich keine Worte mehr. Dass ohnehin Zuzahlungen noch und nöcher für Etliches geleistet werden müssen und eigentlich nicht geleistet werden können, ist bekannt...

die vorschrift gibt die nassen einlagen erst bei Stuhl oder Urin gefüllt bis zur letzten Blauen Markierung an der Einlage zuwechseln
Aber DAS???

Wenn das so stimmt (und IRGENDWO schriftlich festgehalten ist), dann gib mir den Kram in die Finger. Ich werd aus dem Stand Fachjournalist...
Ich fass es nicht, ehrlich...

*seufz* Eigentlich kann ich Dir auch nix Sinnvolles dazu sagen, tut mir leid - aber meine volle Zustimmung hast Du.

LG,
Gizmo

edit: Und spätestens bei massenhaften Dekubiti wird die Preisfrage doch echt relativ... *kopfschüttel*
Ist bestimmt ein anderer Finanzierungstopf :sick:
 
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Suseline

Hallo!
Wir benutzen bei uns Molycare Inkontinenzprodukte, die sind sehr gut, aber auch sehr teuer. Ich für mich habe kein Problem einem alten Menschen in der Nacht die Einlage vom SD anzulassen, wenn die Indikatioren wirklich nur angelöscht sind und wenn kein Stuhl in der Einlage ist, dann wechsle ich auch eine trockene Einlage.
Ich erlebe leider auch immer wieder, dass die Einlagen ohne Not abgenommen werden, weil "halt grade die Runde ist". Oder wir werden am Wochenende vom Spätdienst gebeten, die Leute morgens mit Molicare Super zu versorgen, weil der Frühdienst erst ab 8:00h mit genug Pflegekräften besetzt ist.
Ich habe es schon erlebt, dass tagsüber obwohl sie aufstehen mit einer geschlossenen Einlage versorgt wurden, damit keiner mit ihnen aufs Klo gehen brauch.
Auch bei uns resultierend auf diesen Missbrauch kam die Anweisung, dass die Bewohner nachts nur noch einmal eine geschlossene Einlage (lila Nachtvariante) erhalten, beim Rundgang morgens bekommen alle bis auf wenige Ausnahmen Netzhosen mit entsprechender T-Einlage an. Natürlich passiert es dann, dass der Frühdienst wenn er in manchen Zimmern erst um 9:00h zum Frischmachen kommt, ein nasses Bett vorfindet.
Ich bringe auch in der Nacht Leute aufs Klo und wenn einer nicht zur Toilette gehen kann oder zu müde ist, benutze ich einen Toilettenstuhl.
Ich würde vorschlagen, die Leute abends nochmal aufs Klo zu bringen, dann meinetwegen eine T-Einlage und morgens beim letzten Rundgang eine geschlossene Einlage! Die alten Menschen fangen in der Regel morgens während des Aufwachens an, auszuschwemmen, wir nennen das manchmal die Morgenflut. Und bei all der Morgenpflege ist es tatsächlich so, dass manche Bewohner zwar vom Frühdienst "schnell" gelagert werden, aber manchmal vor dem Frühstück keine frische Einlage bekommen.
Bei denen die gegen Morgen nochmal auf dem Klo waren, ist selten das Bett nass!
Irgendwann müssen wir die Einlagenverwendung dokumentieren wie die Entnahme eines BTM`s! :mad_2:
Eine allgemeingültige Lösung kann ich leider nicht beisteuern!
Gute Nacht!
Susi
 
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mercedes.j

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Klar einer seits gebe ich dir recht bevor diese neuen vorschriften zu tage kamen ging man natürlich nicht ganz so sparsam damit um nicht das man den leuten die trockenen Einlagen gewechselt hat aber sobalt sie irgendwie verschmutzt waren wurden sie gewechselt. Ich habe damit probleme denn Leuten die nassen Einlagen nochmal anzuziehen nur weil kein Stughl drin ist oder sie noch nicht ganz voll ist das ist ja auch Pilz und Dekubitus fördernd und unangenehm für die Bew. und die mit menschen weil es nach ner Zeit ja auch riecht. Jetzt haben wir leider nur wenig Bettlägrige und beginnen gleich Morgens um 7h mit den ersten Waschungen der Bew. dennoch bis ich dann zum letzten anekommen bin ist es 10-11h und solange halten die meisten Einlagen einfach nicht aus. (wir machen erst pause wenn alle Bew. versorgt sind) Aber es geht ja auch nicht nur um die Nacht den es gibt ja auch einige die Tagsüber unheimlich ein nässen z.B. eine Bew. bekommt am morgen 3 und zur nacht 3 Einlagen die erstn 3 Einlagen vom Mittag sind meistens gegen 15h verbraucht und in der Zeit hat sie sich schon mind. 3 neue Unterhosen an weil sie einfach nicht mit der gegebenen Mengen zurecht kommt und das kann ja nicht Sinn der sache sein das sie ständig einnässt (die Bew. ist selbstständig und wechselt sie auch selbst) gibt es dann für solche fälle irgendwie Sondergenemigungen von der Krankenkasse?
 
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Andy25

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Hi,

Ich denke hier ist eigentlich nicht die Einlagen das Problem sondern mal wieder die Personalbesetzung.
Jeder Mensch geht meines Wissens nach am morgen nach dem aufstehen als erstes auf das WC.
Ich glaube nicht das die Leute, gerade wenn sie nicht Bettlägrig sind bis um 11.00Uhr schlafen, zumal es meistens um 8.00Uhr Frühstück gibt.

Zwecks Dekubiti Prophylaxen gibt es doch auch schon in sämtlichen Häusern vorlagen zur regelmäßigen Lagerung, wonach die Bewohner "spätestens" alle 4 Stunden gelagert werden sollten. (Also alle 4h Toilettengang)

Ich habe bisher in verschiedenen Häusern die Erfahrung gemacht, auch bei Dementen Personen das wenn man Toilettengänge regelmäßig durchführt, vor und nach den Mahlzeiten das die Inkontinenzmaterialen reichen.

Es gibt immer Ausnahmen, welche die absolut nicht auf dem WC können und bereits nach einmal miktieren schwimmen, trotz Einlage, geschlossener Windel und dennoch ist die Hose nass.

Mein Tip, bei den Bewohnern einen Plan anlegen, ähnlich dem Lagerungsplan, wo ihr mit Uhrzeit die Toilettengänge eintragen könnt, ob dieser erfolgreich war und ob Inkontinenzeinlage gewechselt werden musste. Diesen Plan führt ihr ca. einen Monat und legt ihn dann der KK vor. Diese sollen dann dazu Stellung beziehen wie es mit der verschriebenen Versorgung möglich sein soll Menschlich zu pflegen und sich dabei wohl zu fühlen.:thumbsup2:

Macht erstmal mehr arbeit, aber man kann auch nicht alles hinnehmen.

Grüßle


Nicht nur meckern sondern aktiv werden heisst die Devise.
 
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mercedes.j

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also wir haben schon einige Bew. die bis 10-10.30h schlafen da es bei uns auch keine feste uhrzeit fürs frühstück gibt also von 8-10.30h gibt es bei uns frühstück und ist ja nicht so das man mit den bew. nicht zur toilette geht morgens nach dem aufstehen aber bei manchen reicht es einfach nicht. Aber danke für den tipp werde dies morgen gleich mal bei uns vorschlagen
lg
 
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Manu5959

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Hallo mercedes,

reichen die Inkontinenzprodukte vielleicht von ihrer Qualität her nicht?
Bisher nutzen wir auch noch die Produkte der Fa. Hartmann, weil sie für uns nachweislich die Besten bisher waren.

Grüßle Manu
 
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Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
kleinergizmo

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Huhu,

das mit den Plänen und den Uhrzeiten find ich ja nett...

Aber wie hier schon geschrieben - wer bitte schafft das zeitlich? Ich würd das ja "obwohl im Krankenhaus" nicht schaffen... Klar sind Toilettengänge besser als Einlagen, aber es so zu "erzwingen", halte ich für den komplett falschen Weg.

Einlagen zwangsweise bis zur Markierung durchnässen zu lassen, halte ich für ebenso suboptimal. Patienten/ bewohnerorientiert ist DAS in meinen Augen nicht.
Sorry, bei der Vorstellung wird mir schlecht... Das darf so nicht angehen.

Und das hinzunehmen und noch 15 Dokumente einzuführen um zu beweisen, dass Menschen eben auch mal inkontinent sind, halte ich für genauso falsch, wie Leute aus "Faulheit" (oder Personalmangel) im Bett und ihren Attends liegen zu lassen. :ka:

LG,
Gizmo
 
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Griesuh

Griesuh

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Hallo mercedes.j,
ich denke du meinst, dass ihr die Menge der Inko-Mittel reduziert bekommen habt.
Bei dieser Angelegenheit besteht anscheinend ein missverständnis.
Die Kassen können seit dem 1.7.08 per Ausschreibung einen Inkontinezmittelhersteller aussuchen der das kostengünstigste Angebot unterbreitet.
So hat sich zum Beispiel die Barmer Ersatzkasse für die Firma Hartmann entschieden.
Das bedeutet für alle Versicherten der BEK, dass diese direkt von Hartmann beliefert werden. Selbst der Großhandel darf dann nicht mehr liefern.
Auch darf nur noch Hartmann die BEK Versicherten beraten.
Möchte der BEK Versicherte Inkomittel einer anderen Firma, so muss er diese selbst bezahlen. Die Kassen gehen von einem tgl Inkomittelverbrauch pro Versichertem von 4 Windeln oder Einlagen aus. Es wird dementsprechend ein Monatsvorrat von 120 Inkomitteln pro Versichertem geliefert.
Bei mehrverbrauch übernimmt die kasse auf Antrag mit Begründung, je nach Einzelfall, auch eine höhere Anzahl von Inkomitteln. Wenn nicht, so muss der Pflegebedürftige den Mehrverbrauch privat bezahlen.
Was jetzt euere HL, PDL und WBL daraus gemacht haben steht auf einem ganz anderen Blatt.

Lg Griesuh, PDL, MDK Gutachter
 
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Hallo,

bei uns hat auch der Sparkurs angefangen.

Unser IKM ist von Hartmann. Im Nachtdienst sind blaue und grüne Einlagen angeordnet, der Tagdienst darf nur noch grün und gelb benutzen.
75% unsere Bewohner sind nicht zu mobilisieren und haben eine PEG die bis zu 24h läuft. Bei 2 Rundgängen in der Nacht haben wir teilweise nur 1 Einlage.

Wer welches IKM benötigt haben die Stationsleitungen angeordnet, keine SL hat je im Nachtdienst gearbeitet.
Lila Einlagen und geschl. WH sind nur bei der PDL erhältlich, hier muß jetzt vorgetragen werden warum diese gebraucht werden und die PDl entscheidet dann und gibt die Stückzahl aus. Gilt aber nur für den Tag da die PDL nachts nicht da ist, also haben wir in der Nacht keine Möglichkeit an größere Einlagen zu kommen.

Das läuft so seit 5 Tagen, seit 3 Tagen sind Moltex und Bettlaken aus da die Wäscherei nicht nachkommt. Im Nachtdienst werden wir teilweise mit den Rundgängen nicht fertig da wir fast jedes Bett beziehen müssen.
Eine geistig fitte Bewohnerin hat mir geagt sie wolle jetzt höchsten 2 Becher Wasser am Tag trinken da sie sonst immer (mit gelber Einlage) naß ist!
Das interessiert aber niemand.

Gespräche mit der PDL sind erfolglos, wir hätten uns an die Anweisung zu halten. Eine weiter Kraft in der Nacht wurde auch abgelehnt.

Am Ende leidet doch nur die Qualität, die Bewohner liegen ja kontinuierlich feucht, die Folgen kennt ja jeder. Ich denke auch der Krankenstand vom Personal (Pflege/Wäscherei) wird steigen. Und die Kosten sind wieder nur verschoben.

Da kann ich nur noch sagen "Frohes schaffen!"
 
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Hallo postoperativ,

das ist auch heftig, was du da schreibst. Wie soll das denn weiter gehen? Die Krankenkassen glauben wohl, dass die Einrichtungen dann zusätzlich die nötigen Windeln auf ihre Kosten beschaffen. Das ist echt besch....:spinner:

Mich irritiert aber auch noch etwas anderes.
75% unsere Bewohner sind nicht zu mobilisieren und haben eine PEG die bis zu 24h läuft. :heul:
Habt ihr wirklich 75 % der Bewohner mit PEG? Das wäre für mich der Wahnsinn.

Gruß double
 
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Hallo an alle auch das Haus in dem ich in der Nacht arbeite spart nun extrem ein in der Inko Versorgung . Was mich rasend macht ist dass ich keine genaue Auskunft bekomme bei den Krankenkassen anscheinend gibt es diesen neuen Beschluss bei meiner Krankenkasse nicht ich habe gefragt wie hoch die Pauschale für Inkontinente Heimbewohner sind worauf hin die Dame mir erklärt hat diesen Satz für Inko-Zuzahlung käme auf das Heim drauf an die würden dann mit ihnen abrechnen. ????? Versteh ich nicht außerdem würde es auch noch einen Unterschied machen wenn die Bew. befreit wären müssten sie überhaupt nichts dazuzahlen wenn nicht nur 10% auch bei Häuslicherpflege wäre das Inkomaterial frei wenn es rezepiert wäre also bei einer eindeutigen Inkontinenz-Diagnose. Kann mir da mal jemand mehr erzählen.
Auf den Stationen herscht Kaos kann ich verstehen in der Nacht noch viel mehr die Inko soll ausgenützt werden ja gut aber das Fassungsvermögen von einem geschlossenen System beträgt knapp 400ml aber wenn ich mir vorstelle dass ich die ganze Nacht mit einem nassen feuchten Klumpen im Bett liege na dann Mahlzeit ich will nicht alt werden.
 
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Hallo Rehauge,

also, zu den Kosten in der ambulanten Betreuung kann ich Dir mehr sagen als über die Versorgungslage im stat. Bereich.

Ambulant - also die normale Abrechnung mit der KK - hat auch bei uns Betroffenen die Reform große Einschnitte hinterlassen. Deine Auffassung, es müßten lediglich 10 % max. zugezahlt werden, ist leider falsch.

Die KK zahlt (meist, wenn wir mal von der augenblicklichen Situation ausgehen und noch nicht von 01/2009) einen Festbetrag pro Stk./Größe. Für diesen Festbetrag kann man dann losgehen und sein Rezept einlösen.

Sollte man sich für Artikel entscheiden, die preislich über dem Festbetrag liegen, so muss ich die Differenz aus eigener Tasche bezahlen.

Bsp:

Es werden 4 Kartons Tena-Slips bestellt, die Kasse zahlt einen Anteil von 0,69 € pro Stück - also bei 4 Kartons mit jeweils 56 Stk./Karton eine Summe von 154,56 €. Leider kosten die Slips aber pro Stk. z.B. 1,20 €. Dann zahlst Du die Differenz von 0,75 €/Stk.

Das kann dann pro Karton/Monatsbedarf sehr teuer werden...

Ich zahle z.B. für meine Versorgung mit saugenden Materialien z.Zt. im Monat 86,00 € aus eigener Tasche dazu (Abena AbriForm X-Plus Large). Ein Preis, den ich allerdings gern bereit bin zu zahlen... das ist mir meine Würde und "Freiheit", die ich durch die Verwendung adäquater Materialien erreiche, einfach wert.

Die Aufnahmekapazität guter Produkte liegt im übrigen lt. DIN/Iso bei bis zu 4.000 ml - was nicht heißen soll, dass man dieses Fassungsvermögen auch ausnutzen sollte :sick: (unter realistischen Bedingungen kann man die Hälfte schon mal von vornherein abziehen). Ein regelmäßiger Wechsel ist ein Muß!!!

Ansonsten guck' doch mal hier rein; Dort findest Du bestimmt auch jemanden, der sich mit den Kosten im Heimbereich auskennt!

Forum Inkontinenz Selbsthilfe e.V. - Helfen, Informieren und Fördern

Grüße

Hannes
 
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Marcus Franciscus

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Huhu Miteinander,
alles Geldfrage, nicht nur Einlagen, auch Handschuhe für uns werden in manchen Einrichtungen eingeteilt - ein Packen pro Woche, logisch in XS sind mehr drin, als in XL! Schon mal Pfelegende gesehen, die ständig in Handschuhen rumlaufen? Ich kenne noch den Luxus jede Einlage bei Bedarf zu wechseln und Handschuhe nach jeder Verrichtung wegzuschmeissen. Die heissen auch Einweg!
Aber als Spar(ß)maßnahme empfehle ich verwendet das Klopapier beidseitig, der Erfolg liegt klar auf der Hand!
Gruß
Marcus Franciscus
 
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i.w.S.d.W." Leerer" Pflegeberufe, Pflegetheoretiker "praktisch kann ich nur denken"
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Blessed-Joker

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Hi.

Wir haben bei uns vor ca. 1 Jahr angefangen Miktionsprotokolle zu schreiben, wenn man in einem guten Team arbeitet und alle das selbe Ziel haben, dann ist das eine super Sache, bis auf 2 Bewohner haben alle momentan nur noch eine "zur eigenen Sicherheit gewünschten" offene Vorlage in der Variante mit der kleinsten Aufnahmefähigkeit.

Das lässt sich aber glaube ich nur in einem wirklich funktionierenden Team umsetzen, da ansonsten einfach keine T-Gänge gemacht und einfach nur abgezeichnet werden, was den Sinn natürlich total verfehlt.

Wichtig dabei ist, dem betroffenen Bewohner und allen im Team genau zu erklären wie das ganze funktioniert und das im Endeffekt wir (das Pflegeteam) davon mindestens genauso profitieren wie die Bewohner selber.

Liebe Grüße
 
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Ausbildung Altenpflege
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barockengel

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hallo, ich arbeite in einem pflegeheim und wir haben einige bewohner die jetzt von der krankenkasse abgezählt ihre schutzhosen und vorlagen bekommen.was mich traurig macht ist das einige kollegen aus not doppelt anfangen zu legen.ich persönlich bin ein neugieriger mensch und probiere alles gerne aus.um mitreden zu können wie ein bewohner sich fühlt in einer schutzhose zu liegen ob trocken,halbtrocken oder nass habe ich es selber ausprobiert und ich muss euch sagen es kostet wirklich überwindung schon im sitzen oder liegen einzu pullern.es juckt es kribbelt und irgendwie nur das bedürfniss runter damit und waschen .da ich leider in meiner nachtschicht alleine bin und viele menschen habe wo der transfer gefährlich wäre allein mit nur einer pflegekraft durchzuführen brauche ich schutzhosen und solange die schlauen menschen der krankenkasse kein eigenversuch durchgeführt haben bekommen meine bewohner ihre intimpflege plus neues inkomaterial.die alten menschen haben schon dünne haut und leiden und ich denke das es sich der geforderten dekubitus prophylaxe wiederspricht menschen im nassen liegen zu lassen.selbst die inkovertreter die ihr material anpreisen haben nimmer einen eigenversuch gestartet werden sehr schnell still wenn man sie drauf anspricht.und ob tena unbedingt die günstigste variante ist als die salben die ich für pilz oder dekubitusbehandlung brauche wage ich zu bezweifeln.lustig ist es nur wenn nachts bewohner die schutzhose zerbröseln und das ganze gel im bett und am bewohner klebt ,dann kannste ganz waschen und bett beziehen.also liebe krankenkasse um pflegefehler und hautdefekte nicht zu fördern lieber gucken ob man nicht woanders sparen kann
 
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Nachtwache im Pflegeheim
Meatball

Meatball

Verstorbenes Forenmitglied
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Hallo Barockengel,

ich kann es kaum glauben, es versetzt mich in schieres Erstaunen!!! Du hast allen Ernstes im Selbstversuch ausprobiert, wie es ist, Inkomaterialien tragen zu müssen!? Da kann ich nur sagen: Respekt! :thumbsup2:

Als Betroffener/"Patient" ist es unglaublich schwer anderen (so auch Pflegepersonal) zu vermitteln, wie schwer das -auch nach Jahren - immer noch zu ertragen und wie unsagbar demütigend (je nach Verfassung; mal mehr, mal weniger aber immer vorhanden) das mitunter ist .

Und wenn Ihr glaubt, es sei jetzt schon schlimm, dann wartet mal ab, wie die Dinge sich erst ab Januar 2009 nach den Ausschreibungen entwickeln werden...

Die Praxis der Krankenkassen sieht doch heute schon so aus: Wer nicht zahlen kann, muss eben in seinen Fäkalien verrecken! :mad_2:

Grüße

Hannes
 
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kalotta

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Hallo,
bei uns werden jetzt auch die Inko-Materialien gekürzt. Im moment müssen wir ein Protokoll darüber schreiben, wieviel in der Windel / Einlage war, wieoft sie gewechselt wird. In den kommenden monaten haben alle unsere Bewohner keine eigenen Materialien sondern das vom Haus gestellte. Ist dann mal einer dabei der mehr braucht, dann hat er pech muss mit dem auskommen was für ihn zu Verfügung gestellt wird ! Ich finde das ist ein Unding........Menschenunwürdiger gehts schon nicht mehr.
 
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